Die hier beschriebene Sequenz gehört zur Unterrichtsreihe "À la maison", in der die Schüler lernen, ihr eigenes Zimmer zu beschreiben, vorzustellen sowie über die Lagepositionen von bestimmten Zimmergegenständen zu sprechen.
Inhaltsverzeichnis
1. Lehr- und Lernvoraussetzungen
1.1 Situationsspezifische Lernvoraussetzung der Schüler
1.2 Situationsspezifische Lehrvoraussetzungen
2. Darstellung und Begründung didaktisch-methodischer Entscheidungen
2.1 Sequenzplanung
2.2 Didaktisch-methodisches Konzept der Stunde
2.2.1 Didaktische Schwerpunktsetzung
2.2.2 Darstellung und Begründung der Lehr- und Lernprozesse
2.2.3 Lernziele der Unterrichtsstunde
2.2.4 Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Die Unterrichtsplanung zielt darauf ab, den Schülern der Klasse 7/2 im Französisch-Anfangsunterricht die Bedeutung von Ortspräpositionen zu vermitteln, um sie in die Lage zu versetzen, Gegenstände in einem Zimmer zu verorten und entsprechende Fragen zu stellen sowie zu beantworten.
- Einführung französischer Ortspräpositionen
- Schulung des Hörverstehens und der korrekten Aussprache
- Förderung der Sprechkompetenz durch kooperative Lernformen (Tandemarbeit)
- Handlungsorientierte Wortschatzvermittlung durch Total Physical Response
- Förderung der Selbstkorrektur und Interaktion im Fremdsprachenunterricht
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Didaktische Schwerpunktsetzung
Schwerpunkt der geplanten Stunde ist die Einführung des neuen Wortschatzes (Ortspräpositionen), um sich mündlich zur Verortung von Gegenständen in einem Raum zu äußern. Die Einführung des neuen Vokabulars ist die Vorentlastung für das kommunikative Ziel, am Ende der Stunde nach der Lage bzw. Position von Möbeln in einem Zimmer zu fragen und Antwort zu geben.
Die Wortschatzarbeit zum Thema „Lagebestimmung“ findet durch das Ansprechen verschiedenster Kompetenzbereiche statt. Zu Beginn werden die Schüler durch das Hören der Präpositionen an die Phonetik der Lexeme herangeführt. Da die Schüler im Anfangsunterricht große Probleme mit der Unterscheidung der Laut- und Schriftsprache im Französischen haben, werden durch das bloße Hören der Vokabeln und die Zuordnung in eine Reihenfolge die Schüler für die Phonetik des Französischen sensibilisiert. Die Hörübung und damit verbunden die praktische Anwendung der Präpositionen mit Hilfe des Liedes, ermöglicht den Schülern nicht nur die Bedeutung durch motorische Gesten zu verstehen, sondern auch die korrekte Aussprache durch das Nachsprechen zu verinnerlichen. Der neu erarbeite Wortschatz wird am Ende der Stunde durch eine Sprechübung (Tandembogen) weiter gefestigt. Zudem können nun auch bereits bekannte Vokabeln (Möbel) aus vergangenen Stunden durch die Verwendung von Präpositionen im Raum in Beziehung gesetzt und die Frage des Stundenbeginns „Où est…“ beantwortet werden.
Das eben geschilderte handlungsorientierte Vorgehen ermöglicht es den Schülern aktiv am Unterrichtsgeschehen teilzunehmen. Bei der Handlungsorientierung steht vor allem die Sprachproduktion im Mittelpunkt, die in der geplanten Stunde mittels des Tandembogens geschult wird. Zusätzlich ermöglicht die Arbeit mit dem Tandembogen, dass die Schüler selbständig eine Fehlerkorrektur vornehmen müssen. Laut Nieweler (2006: 46) ist die Partnerarbeit ein Ausdruck von Handlungsorientierung. Die gewählte Sozialform des Tandems ermöglicht vor allem das Intensivieren interaktiver Übungen. Ein weiterer Aspekt der Handlungsorientierung zeigt sich darin, dass die Bedeutung des neuen Wortschatzes nicht von der Lehrkraft vorgegeben, sondern anhand von Gestik und Mimik von den Schülern selbst erschlossen wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lehr- und Lernvoraussetzungen: Dieses Kapitel beschreibt die sozio-ökonomischen und lernbezogenen Bedingungen der Lerngruppe sowie die situativen Faktoren der Lehrkraft im Anfangsunterricht.
1.1 Situationsspezifische Lernvoraussetzung der Schüler: Die Analyse fokussiert auf die Sozial-, Personal- und Sachkompetenz der Schüler und beleuchtet die Heterogenität des Kurses.
1.2 Situationsspezifische Lehrvoraussetzungen: Hier werden das Verhältnis zur Lerngruppe und die räumlichen sowie materiellen Rahmenbedingungen für den Unterricht dargelegt.
2. Darstellung und Begründung didaktisch-methodischer Entscheidungen: Dieser Abschnitt begründet die methodische Vorgehensweise und die Einbettung der Stunde in die gesamte Unterrichtsreihe.
2.1 Sequenzplanung: Die Übersicht ordnet die Stunde thematisch in die Unterrichtsreihe "À la maison" ein und definiert die kommunikativen Lernziele.
2.2 Didaktisch-methodisches Konzept der Stunde: Das Konzept erläutert die theoretische Fundierung und die geplanten Schritte der Stunde.
2.2.1 Didaktische Schwerpunktsetzung: Der Fokus liegt auf der Einführung von Ortspräpositionen und der Förderung der aktiven Sprachproduktion durch handlungsorientierte Ansätze.
2.2.2 Darstellung und Begründung der Lehr- und Lernprozesse: Dieser Teil beschreibt den stundenspezifischen Ablauf vom WarmUp bis zur abschließenden Anwendung und Sicherung.
2.2.3 Lernziele der Unterrichtsstunde: Hier werden die übergeordnete Zielstellung sowie konkrete Feinziele für die Kompetenzentwicklung der Schüler expliziert.
2.2.4 Verlaufsplanung: Diese tabellarische Übersicht detailliert den zeitlichen Ablauf, die Lehrer-Schüler-Interaktion sowie die eingesetzten Methoden und Medien.
Schlüsselwörter
Französischunterricht, Anfangsunterricht, Ortspräpositionen, Verortung, Handlungsorientierung, Total Physical Response, Sprechkompetenz, Tandembogen, Sprachproduktion, Lernvoraussetzungen, Leistungsheterogenität, Unterrichtsplanung, Phonetik, Zimmerbeschreibung, Fachdidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt eine detaillierte Unterrichtsplanung für den Französischunterricht in der 7. Klasse dar, mit dem Fokus auf die Einführung von Ortspräpositionen zur Zimmerbeschreibung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themen umfassen die Analyse der Lernvoraussetzungen, die didaktische Begründung der Unterrichtsreihe "À la maison", die methodische Planung einer Sequenz zur Verortung von Gegenständen und die konkrete Verlaufsplanung einer Unterrichtsstunde.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch handlungsorientierte Methoden zu ermöglichen, die Bedeutung von Ortspräpositionen zu verstehen, diese korrekt anzuwenden und Mitschüler nach der Lage von Objekten in einem Raum zu fragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Unterricht folgt dem handlungsorientierten Prinzip der Ganzheitlichkeit, insbesondere der "Total Physical Response"-Methode, bei der Sprache durch motorische Gesten und Einbeziehung aller Sinne verinnerlicht wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Lern- und Lehrvoraussetzungen, die theoretische didaktisch-methodische Begründung der Stunde, die Zieldefinitionen sowie eine minutiöse Verlaufsplanung der 45-minütigen Unterrichtseinheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Französischunterricht, Ortspräpositionen, Handlungsorientierung, Sprechkompetenz und Tandemarbeit.
Wie wirkt sich die Zusammenlegung der Teilungsgruppen auf den Unterricht aus?
Die Zusammenlegung führt zu einer erhöhten Klassenstärke und Leistungsheterogenität, was organisatorische Probleme bei der Raumwahl verursacht und die Lernbereitschaft sowie das mündliche Beteiligungsverhalten einzelner Schüler beeinflussen kann.
Warum spielt die Phonetik eine zentrale Rolle im Unterrichtskonzept?
Da Schüler im Anfangsunterricht Probleme mit der Diskrepanz zwischen Laut- und Schriftbild im Französischen haben, dient das bewusste Hören und die synchrone Gestik der Präpositionen dazu, die korrekte Aussprache zu festigen.
Welche Funktion hat der Tandembogen in der Unterrichtsstunde?
Der Tandembogen dient als Instrument der Sprachproduktion, bei dem die Schüler in Partnerarbeit ihre kommunikativen Fähigkeiten erproben, sich gegenseitig korrigieren und ihre gelernten Inhalte festigen können.
- Arbeit zitieren
- Lysiane Schützler (Autor:in), 2017, Unterrichtsstunde zu Ortspräpositionen (Französisch, 7. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355077