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Schwarze Pädagogik. Das Schreckensbild des "Verwöhnens, Verzärtelns, Verziehens" im zeitlichen Vergleich

Titre: Schwarze Pädagogik. Das Schreckensbild des "Verwöhnens, Verzärtelns, Verziehens" im zeitlichen Vergleich

Dossier / Travail , 2014 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Theresa Hauff (Auteur)

Travail Social
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In dieser Hausarbeit soll besonders auf die Frage eingegangen werden, welche Bedeutung der Aspekt des „Verwöhnens, Verzärtelns und Verziehens“ aus der Schwarzen Pädagogik noch in der heutigen Gesellschaft in Deutschland hat. Hierfür soll zunächst eine Einführung in die Thematik der Schwarzen Pädagogik eine Basis schaffen. Ausgehend davon wird näher auf den Begriff „Affenliebe“ und das damit verbundene „Verwöhnen, Verzärteln, Verziehen“ in der Schwarzen Pädagogik eingegangen. Dies geschieht vertiefend durch die Untersuchung des Umgangs mit Disziplin, im Besonderen mit Lob und Belohnung sowie Strafe und Zärtlichkeit in der Erziehung der Schwarzen Pädagogik im 17.-20. Jahrhundert. Es folgt die Untersuchung derselbigen im heutigen Kontext, um einen Vergleich zu ermöglichen und Rückschlüsse darauf ziehen zu können, wo die heutige Pädagogik in der Diskussion über das Verziehen steht. Hierbei wird Erziehung nicht ausschließlich in der Schule oder im Elternhaus betrachtet, sondern findet überall statt, wo eine Person zugegen ist, welche als Lehrer, Kindergärtner oder Elternteil auftreten kann.

Der Begriff Schwarze Pädagogik wird heute oft zunächst mit „Schwarzer Magie“ in Verbindung gebracht – etwas Geheimnisvollem, Schädlichem, das aus vergangenen Zeiten herrührt und im Zusammenhang damit als unwissenschaftlich interpretiert wird. Doch wie die „Schwarze Magie“ immer noch in abgemilderter, versteckter Form in unserem Kulturkreis praktiziert wird, so ist auch die Schwarze Pädagogik nicht ganz aus demselben verschwunden. Wie können sonst Begriffe wie „Muttersöhnchen“ und „Heulsuse“ weiter in der heutigen, deutschen Gesellschaft überleben? In einer Gesellschaft, in der die meisten Eltern und Pädagogen die Meinung vertreten, ein Zuviel an Liebe und Verständnis gäbe es für ein Kind nicht und in der Liebe generell einen sehr hohen Stellenwert in der Kindererziehung einnimmt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Hinführung zum Thema der Aktualität Schwarzer Pädagogik

2 Verwöhnen, Verzärteln, Verziehen in der Schwarzen Pädagogik

2.1 Disziplin in der Schwarzen Pädagogik

2.1.1 Lob und Belohnung in der Schwarzen Pädagogik

2.1.2 Strafe in der Schwarzen Pädagogik

2.2 Zärtlichkeit in der Schwarzen Pädagogik

3 Verwöhnen, Verzärteln, Verziehen im heutigen Kontext

3.1 Disziplin heute

3.2 Zärtlichkeit heute

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Kontinuität der Konzepte „Verwöhnen, Verzärteln und Verziehen“ aus der Schwarzen Pädagogik im Vergleich zwischen historischer Erziehungspraxis und heutigem gesellschaftlichem Kontext, um die Aktualität autoritärer Erziehungsmuster kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Analyse der Schwarzen Pädagogik (17.-20. Jh.)
  • Die Rolle von Disziplin, Strafe sowie Lob und Belohnung
  • Der Stellenwert von Zärtlichkeit und affektiver Bindung
  • Gegenüberstellung mit modernen Erziehungsvorstellungen
  • Kritische Reflexion über die heutige Relevanz von Disziplinierungsdebatten

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Strafe in der Schwarzen Pädagogik

Strafe wird in der Schwarzen Pädagogik als natürliche und notwendige Folge eines Vergehens gesehen und muss auch als solche angewandt werden (vgl. Kahle 1890 zit. in: Rutschky 2001, S. 46).

In der Schwarzen Pädagogik spielt im Zusammenhang mit Strafe vor allem der Aspekt der körperlichen Züchtigung eine große Rolle. Diese Art der Strafe, ins unvorstellbare getrieben mit Misshandlungen und Gewalttaten bis zur Folter (vgl. Miller 1980, S. 77), finden ihre Berechtigung in dieser Pädagogik durch die Ansicht, körperlicher Schmerz sei die erste natürliche Erziehung des Menschen. Diese Lehre der Natur ist für verzärtelte, verweichlichte Kinder möglicherweise zu hart, doch für die unverdorbenen Kinder genau das Richtige (vgl. Villaume 1875 zit. in: Rutschky 2001, S. 44f). In diesem Aspekt beruft sich die Schwarze Pädagogik auch gerne auf einen religiösen Auftrag und Vertreter zitieren gerne Sätze aus der Bibel wie „Wer seinen Sohn liebt, gibt ihm häufig den Stock zu spüren, dann kann er sich später über ihn freuen.“ (Sirach 30,1) Oder im gleichen Kapitel: „Wer seinen Sohn verwöhnt, muß ihm ständig unnötige Wunden verbinden, und beim kleinsten Schrei fährt ihm der Schreck in die Glieder.“ (Sirach 30, 7) Solch ein verweichlichtes Kind möchten keine Eltern, die auf die Ideale der Schwarzen Pädagogik vertrauen und gehen daher dementsprechend mit dem gepriesenen Erziehungsmittel der Strafe um.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Schwarzen Pädagogik ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der heutigen Bedeutung des „Verwöhnens, Verzärtelns und Verziehens“.

1 Hinführung zum Thema der Aktualität Schwarzer Pädagogik: Dieses Kapitel definiert die Merkmale der Schwarzen Pädagogik und beleuchtet deren theoretische Fundierung sowie die beklemmende Aktualität in modernen Institutionen.

2 Verwöhnen, Verzärteln, Verziehen in der Schwarzen Pädagogik: Hier werden die historischen Schreckensbegriffe der Schwarzen Pädagogik sowie die Rolle von Disziplin, Zärtlichkeit und der instrumentellen Nutzung von Lob und Strafe untersucht.

2.1 Disziplin in der Schwarzen Pädagogik: Das Kapitel analysiert die Funktion von Disziplin als Mittel zur Tugendbildung und Abhärtung des Kindes unter Anwendung autoritärer Erziehungsmethoden.

2.1.1 Lob und Belohnung in der Schwarzen Pädagogik: Es wird dargestellt, warum Lob und Belohnung in der Schwarzen Pädagogik als Gefahr für die autoritäre Stellung des Erziehers angesehen und daher weitgehend abgelehnt werden.

2.1.2 Strafe in der Schwarzen Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert die Legitimation körperlicher Züchtigung als notwendiges und natürliches Erziehungsmittel.

2.2 Zärtlichkeit in der Schwarzen Pädagogik: Es wird untersucht, wie Zärtlichkeit im Kontext der Schwarzen Pädagogik als Gefahr wahrgenommen und durch einen unnatürlichen Umgang mit dem Kind unterdrückt wurde.

3 Verwöhnen, Verzärteln, Verziehen im heutigen Kontext: Dieses Kapitel vergleicht die historische Sichtweise mit der modernen Debatte um Disziplin und Erziehung.

3.1 Disziplin heute: Die Analyse des heutigen Umgangs mit Disziplin und dem gesetzlichen Verbot von Gewalt in der Erziehung steht hier im Zentrum.

3.2 Zärtlichkeit heute: Es wird erläutert, welche Rolle die frühe Bindung und ein intuitiver Umgang mit Zärtlichkeit in der modernen Pädagogik spielen.

4 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Schwarze Pädagogik zwar subtiler, aber weiterhin aktuell ist und mahnt zu einer stetigen Wachsamkeit gegenüber unterdrückenden Erziehungspraktiken.

Schlüsselwörter

Schwarze Pädagogik, Disziplin, Verwöhnen, Zärtlichkeit, Affenliebe, Kindererziehung, Strafe, Autorität, Körperliche Züchtigung, Bindungstheorie, Kindeswohl, Pädagogikgeschichte, Erziehungsmethoden, Verziehen, Gewaltfreie Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit den Konzepten „Verwöhnen, Verzärteln und Verziehen“ auseinander, wie sie in der sogenannten Schwarzen Pädagogik definiert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Rolle von Disziplin, der gezielte Einsatz von Strafe versus Lob sowie der Umgang mit Zärtlichkeit und emotionaler Nähe in der Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die historischen Erziehungsmuster der Schwarzen Pädagogik darzustellen und zu hinterfragen, inwiefern diese Konzepte noch heute die gesellschaftliche Debatte über Erziehung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die pädagogische Fachliteratur, historische Quellen und psychologische Studien miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Disziplinierungspraktiken der Schwarzen Pädagogik und eine Gegenüberstellung mit heutigen Erziehungsvorstellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Schwarze Pädagogik, Disziplinierung, autoritäre Erziehung, Affenliebe und kindliche Bindung definieren.

Wie bewertet die Arbeit den historischen Begriff der „Affenliebe“?

Der Begriff dient als zentraler Schreckensbegriff der Schwarzen Pädagogik, mit dem ein vermeintliches Zuviel an Liebe als schädlich für die Disziplin des Kindes diskreditiert wurde.

Welche Rolle spielt die „sensible Phase“ für das Fazit der Autorin?

Die Autorin betont die Bedeutung der frühen Mutter-Kind-Bindung, da eine Missachtung dieser Phase die natürliche Empathiefähigkeit untergräbt und den Boden für die Methoden der Schwarzen Pädagogik bereiten kann.

Warum ist die Arbeit laut der Autorin heute noch relevant?

Da die Schwarze Pädagogik zwar subtiler geworden ist, aber weiterhin in der Gesellschaft existiert, warnt die Arbeit davor, diese Verleugnung kindlicher Bedürfnisse zu tolerieren.

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Résumé des informations

Titre
Schwarze Pädagogik. Das Schreckensbild des "Verwöhnens, Verzärtelns, Verziehens" im zeitlichen Vergleich
Université
Dresden Technical University
Note
1,0
Auteur
Theresa Hauff (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
16
N° de catalogue
V356003
ISBN (ebook)
9783668418400
ISBN (Livre)
9783668418417
Langue
allemand
mots-clé
Erziehung Schwarze Pädagogik Historische Pädagogik Haarer Autoritäre erziehung Autorität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Theresa Hauff (Auteur), 2014, Schwarze Pädagogik. Das Schreckensbild des "Verwöhnens, Verzärtelns, Verziehens" im zeitlichen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356003
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Extrait de  16  pages
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