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Kinder im Flow. Hemmt die verplante Kindheit das Flow-Erleben?

Titre: Kinder im Flow. Hemmt die verplante Kindheit das Flow-Erleben?

Dossier / Travail , 2015 , 26 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Gisa Vogel (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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Diese Antwort will die Frage beantworten, ob Flow durch die veränderte Kindheit „gehemmt“ wird. Zunächst muss geklärt werden, was unter Flow verstanden wird und welche Bedeutung er für Menschen allgemein und insbesondere für Kinder hat. Im Rahmen dieser Arbeit kann nicht umfassend dargestellt werden, ob und inwiefern sich Kindheit allgemein verändert hat, vielmehr soll der Frage nachgegangen werden, ob und inwiefern formalisierte Lernprozesse zugenommen haben, welche Kennzeichen von verplanter Kindheit sind. Deshalb liegt der Schwerpunkt der Darstellung auf der Scholarisierung der Kindheit sowie den Auswirkungen dieser schulischen Institutionalisierung – aber auch die außerschulische – auf das Leben der Kinder (früher und heute). Im Anschluss daran wird dann versucht, zu erörtern, ob die „verplante Kindheit“ das Flow-Erleben der Kinder hemmt.

Im Zusammenhang mit dem Thema heutige Kindheit fällt häufig der Begriff einer „veränderten“ bzw. „verplanten“ Kindheit. Schlagworte wie Ganztagesschule, „G8“ (achtjähriges Gymnasium), Mediatisierung und überfüllte Terminkalender durch Freizeitangebote, welche heutige Kindheit plakativ beschreiben, „geistern“ sowohl durch die Presse als auch durch wissenschaftliche Diskussionen und gipfeln letztlich in der Frage, ob dadurch das „Ende der Kindheit“ eingeläutet wird. Wie kam es zu einer verplanten Kindheit mit „vollen Terminkalendern“? Gibt es sie überhaupt? Und – falls es sie gibt – wie ist dann noch Flow-Erleben möglich? Die Vermutung liegt nahe, dass Raum und Zeit, um Flow erleben zu können, durch die mit den obigen Schlagwörtern angedeuteten Entwicklungen immer knapper bzw. zumindest eingeschränkt werden. Ob dem so ist, soll in dieser Arbeit untersucht werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Flow-Erleben – Begriffserklärung, Auswirkungen und Probleme

2.1 Definition

2.2 Merkmale von Flow

2.3 Verschiedene Grade des Flow-Erlebens

2.4 Auswirkungen des Flow-Erlebens

2.5 Problem: Messung von Flow

3. Verplante Kindheit

3.1 Scholarisierung und „außerschulische Verschulung“

3.2 Unterschiedliche Milieus – unterschiedlich verplante Kindheiten

3.3 Zufriedenheit mit der Freizeit

4. Hemmt die verplante Kindheit das Flow-Erleben von Kindern?

4.1 Flow trotz verplanter Freizeit

4.2 Flow trotz Ganztagsschule

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritische Frage, ob die durch gesellschaftliche Veränderungen zunehmende „verplante Kindheit“ – geprägt durch strukturierte Freizeitangebote, Leistungsdruck und Ganztagsschulen – die Möglichkeiten für Kinder einschränkt, den psychologischen Zustand des „Flow“ zu erleben, und analysiert in diesem Kontext das Wechselspiel zwischen formalisierten Lernprozessen und freiem kindlichen Spiel.

  • Grundlagen und Merkmale des Flow-Erlebens nach Csikszentmihalyi
  • Die gesellschaftliche Entwicklung zur „verplanten Kindheit“ und Scholarisierung
  • Milieuspezifische Unterschiede in der Freizeitgestaltung von Kindern
  • Möglichkeiten des Flow-Erlebens innerhalb und außerhalb von Schule
  • Zusammenhang zwischen intrinsischer Motivation, Kompetenzsteigerung und Flow

Auszug aus dem Buch

2.2 Merkmale von Flow

Im Folgenden werde ich die in der Literatur dargestellten wesentlichen Merkmale im Überblick darstellen und diese am Spiel eines Kindes verdeutlichen.

1) Im Flow strebt man nach etwas und die „Tätigkeit hat ihre Zielsetzung in sich selbst, sie ist autotelisch“ (Zirfas 2011, S. 231). So ist es z.B. das Bestreben des Kindes ein Flugzeug aus Legobausteinen nach Anleitung zu bauen.

Psychologisch ausgedrückt ist hier die intrinsische Motivation gemeint, nämlich etwas von sich aus zu wollen, was nicht „auf primäre Triebe oder externe Verstärkung zurückgeführt werden kann“ (Schiefele/Schaffner 2015, S. 157).5

2) Das klare, eindeutige Bestreben führt zu einem „strukturierten Handeln“ (Bernet 2012, S. 56). Das Kind überlegt, wie es vorgehen wird und setzt einen Stein auf den anderen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatte um die „verplante Kindheit“ und formuliert die Forschungsfrage, ob diese Entwicklung das Flow-Erleben von Kindern beeinträchtigt.

2. Das Flow-Erleben – Begriffserklärung, Auswirkungen und Probleme: Dieses Kapitel definiert den Flow-Zustand, beschreibt dessen acht wesentliche Merkmale sowie verschiedene Intensitätsgrade und diskutiert die methodischen Herausforderungen bei der Erfassung von Flow.

3. Verplante Kindheit: Der Autor erläutert den Prozess der Scholarisierung und die Zunahme formalisierter Programme im Alltag von Kindern, differenziert nach sozialen Milieus und untersucht die subjektive Zufriedenheit der Kinder mit ihrer Freizeit.

4. Hemmt die verplante Kindheit das Flow-Erleben von Kindern?: Hier wird analysiert, wie trotz eng getakteter Freizeit und Ganztagsschule Flow-Momente entstehen können, wobei insbesondere die Qualität der Lernprozesse und die Rolle der Erwachsenen als Wegbegleiter betrachtet werden.

5. Schlussfolgerungen: Das Fazit stellt fest, dass Flow auch in einer verplanten Kindheit möglich ist, wenn Bildung als Dialog und intrinsische Motivation gefördert wird, betont jedoch die fundamentale Bedeutung des freien kindlichen Spiels.

Schlüsselwörter

Flow-Erleben, verplante Kindheit, Kindheit, Kindliches Spiel, intrinsische Motivation, Scholarisierung, Freizeitgestaltung, Ganztagsschule, Selbstwirksamkeit, Bildungsverständnis, Sozialisation, Pädagogik, Leistungsdruck, Kompetenzsteigerung, Kindliche Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob die heutige „verplante Kindheit“ mit ihren vielen organisierten Aktivitäten das natürliche Flow-Erleben von Kindern negativ beeinflusst.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Definition des Flow-Zustands, die soziologische Betrachtung der Kindheitsentwicklung und die pädagogische Bedeutung von Freizeit und Spiel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu erörtern, ob durch die zunehmende zeitliche und inhaltliche Verplanung des Kinderalltags Räume für Flow-Erlebnisse verloren gehen und wie Bildungsprozesse Flow ermöglichen können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene pädagogische und psychologische Diskurse zusammenführt, um die Auswirkungen von Institutionalisierung auf das kindliche Erleben zu bewerten.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Flow, die Beschreibung der „verplanten Kindheit“ durch Scholarisierung sowie eine differenzierte Untersuchung, wie Flow trotz Schulpflicht und organisierter Freizeit möglich bleibt.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf zentrale Begriffe wie Flow, intrinsische Motivation, Selbstwirksamkeit, Scholarisierung und das kindliche Spiel.

Inwiefern spielt der soziale Hintergrund bei der Verplanung der Kindheit eine Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Kinder aus verschiedenen sozialen Milieus sehr unterschiedliche Kindheiten erleben und dass insbesondere Familien aus der bürgerlichen Mitte ihre Kinder tendenziell stärker durch formalisierte Bildungsangebote verplanen.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung bezüglich der Ganztagsschule?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Flow in der Schule möglich ist, wenn der Unterricht Raum für Interessen lässt und Kinder auch auf der „Hinterbühne“ des Schulalltags eigenständige Aktivitäten entfalten können.

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Résumé des informations

Titre
Kinder im Flow. Hemmt die verplante Kindheit das Flow-Erleben?
Université
University of Trier
Note
1,3
Auteur
Gisa Vogel (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
26
N° de catalogue
V356358
ISBN (ebook)
9783668420250
ISBN (Livre)
9783668420267
Langue
allemand
mots-clé
Flow Kindheit Verplante Kindheit Flow-Erleben Ganztagesschule G8 Mediatisierung Scholarisierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gisa Vogel (Auteur), 2015, Kinder im Flow. Hemmt die verplante Kindheit das Flow-Erleben?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356358
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Extrait de  26  pages
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