Diese Arbeit soll sich mit der Beantwortung der nachfolgenden Fragen befassen und somit die Implementierung eines Wissensmanagements am Beispiel eines Projekts ermöglichen: Wie ist ein Wissensmanagement aufgebaut? Wie wird das vorhandene Wissen in ein Wissensmanagement integriert? Wie wird das Wissen anhand des Wissensmanagements zielgerichtet verteilt?
Bei der Beantwortung dieser Fragen soll zuerst die Erarbeitung wissenschaftlicher Theorien und Thesen erfolgen. Aufgrund der weiten Verbreitung und des Bewährtheitsgrades in der Praxis soll als Leitfaden das Modell der Wissensbausteine nach Probst et al dienen. Direkt hieran anschließend soll der konkrete Projektbezug hergestellt werden. Dazu soll unter 3. zuerst einmal eine begriffliche Abgrenzung erfolgen. Hierbei soll auf den Begriff „Wissen“ eingegangen werden. Welche Arten und Formen von Wissen gibt es überhaupt und was bedeutet dies für diese Arbeit? Des Weiteren wird eine Definition des Wissensmanagements erörtert. Hierzu sollen neben der begrifflichen Erläuterung verschiedene Modelle des Wissensmanagements aufgezeigt werden.
Im Weiteren soll unter 4. der Aufbau eines Wissensmanagements aufgezeigt werden. Die Grundlage hierfür bildet das Konzept „Bausteine des Wissensmanagements“ nach Probst et al. Die einzelnen Schritte sollen im weiteren Verlauf erläutert werden. Dies soll helfen, die Frage nach dem Aufbau eines Wissensmanagements zu erläutern. Die Beschreibung und Analyse der Kernprozesse des Modells soll unter Einbeziehung weiterer Literatur auch die Frage nach der Integration vorhandenen Wissens in das Wissensmanagement und dessen Verteilung beantworten.
Zum Abschluss jedes Kernprozesses soll die Übertragung auf die Praxis und damit auf das Projekt erfolgen. Unter Einbeziehung der vorangegangenen Themen ergibt sich das Praxismodell.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffliche Abgrenzung
2.1 Wissen
2.2 Wissensmanagement
3. Konzept des Wissensmanagements
3.1 Wissensziele
3.2 Wissensidentifikation
3.3 Wissenserwerb
3.4 Wissen entwickeln
3.5 Wissen verteilen
3.6 Wissen nutzen
3.7 Wissen bewahren
3.8 Wissensbewertung
4. Zusammenfassung, Schlussfolgerung
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Implementierung eines strukturierten Wissensmanagements im Kontext eines spezifischen Projekts zur Serialisierung von pharmazeutischen Verpackungen. Ziel ist es, durch die Anwendung des Modells der „Bausteine des Wissensmanagements“ von Probst et al. das bislang vernachlässigte Wissen im Projekt zu erfassen, zu sichern und zielgerichtet für den Projekterfolg sowie den Knowhow-Transfer an die Organisation nutzbar zu machen.
- Grundlagen des Wissensmanagements und begriffliche Abgrenzung
- Analyse der sieben Kernprozesse nach dem Modell von Probst et al.
- Praktischer Transfer der Theorie auf ein konkretes, komplexes Projekt
- Bewältigung von Wissensverlust durch Personalfluktuation
- Optimierung der Wissensverfügbarkeit durch IT-Infrastruktur und SOPs
Auszug aus dem Buch
3.1 Wissensziele
Nach Probst et al bildet die Definition der Wissensziele den ersten Schritt des Wissensmanagements und führt im Kreislauf nach der Wissensbewertung zur Erneuerung des Prozesses. Die Ermöglichung eines strukturierten Vorgehens wird daher nur möglich, wenn zu Beginn konkrete Wissensziele gesetzt werden nach denen die weitere Modellimplementierung konkretisiert wird.
In Anlehnung an das St. Gallener Managementkonzept unterscheiden die Autoren hierbei normative Wissensziele, welche sich an der Unternehmenskultur ausrichten, strategische Wissensziele die sich an mehrjährigen Programmen orientieren und operative Wissensziele welche auf das Tagesgeschäft eingehen. Die Bereiche sollen dabei ineinander greifen und sich ergänzen, so wird innerhalb der normativen Zielsetzung ausgedrückt wie im Unternehmen generell mit Wissensaspekten verfahren werden soll, der strategische Bereich regelt unter anderem die Selektion und entscheidet welches Wissen künftig gebraucht wird und welches nicht mehr. Der operativen Ebene kommt letztlich die Konkretisierung der Wissensziele ins Tagesgeschäft zuteil, dafür ist die Generierung von vielen kleinen Teilzielen erforderlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Wissensmanagement durch technischen Fortschritt und zeigt das Praxisproblem eines konkreten Serialisierungsprojekts auf.
2. Begriffliche Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Wissen (in seinen verschiedenen Arten) und Wissensmanagement, um eine gemeinsame Basis für die Arbeit zu schaffen.
3. Konzept des Wissensmanagements: Hier wird das Modell der „Bausteine des Wissensmanagements“ von Probst et al. als theoretischer Leitfaden detailliert erörtert und auf das spezifische Projekt angewendet.
4. Zusammenfassung, Schlussfolgerung: Das letzte Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit, Wissensmanagement als festen Bestandteil künftiger Projektplanungen zu etablieren.
5. Literaturverzeichnis: Dies ist ein Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Wissensbausteine, Projektmanagement, Serialisierung, Wissenstransfer, Wissensidentifikation, Wissensverteilung, Wissensnutzung, Prozessoptimierung, SOP, Knowhow, Personalfluktuation, Wissensziele, Wissensbewahrung, Wissensbewertung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit thematisiert die Implementierung eines strukturierten Wissensmanagements in einem komplexen Projekt zur Einführung von Serialisierungs- und Fälschungssicherheitssystemen in der pharmazeutischen Produktion.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themenfelder sind die Identifikation von Wissensträgern, der Wissenserwerb durch Stakeholder, die Entwicklung und Verteilung von Wissen sowie die Bewahrung und Bewertung des Wissenskapitals.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Modell für den Aufbau eines funktionierenden Wissensmanagements innerhalb des Projekts zu entwickeln, um Wissensinseln aufzubrechen und den Knowhow-Transfer zur Organisation sicherzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf das integrative Modell „Bausteine des Wissensmanagements“ von Probst, Raum und Romhardt, das als Leitfaden für die Analyse und den Transfer in die Praxis dient.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung und die detaillierte Analyse der sieben Kernprozesse (Wissensziele, -identifikation, -erwerb, -entwicklung, -verteilung, -nutzung, -bewahrung) sowie der Wissensbewertung, jeweils ergänzt um einen spezifischen Praxisbezug.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Wissensmanagement, Wissensbausteine, Projekt-Wissenstransfer, SOP-basierte Wissensvermittlung und der Umgang mit Fluktuationsrisiken.
Wie geht die Arbeit mit dem Problem fehlender Dokumentation um?
Die Arbeit schlägt vor, explizites Wissen digital zu sammeln, SOPs zu erstellen und Wissensmatrizen auf Excel-Basis einzuführen, um das Knowhow der Fachspezialisten greifbar zu machen.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Wissensnutzung?
Die Arbeit betont, dass eine Kultur des Teilens etabliert werden muss, in der das Zurückgreifen auf Wissensdatenbanken nicht als eigene Unkenntnis, sondern als kompetente Nutzung einer Ressource interpretiert wird.
Wie wird das Risiko von Wissensverlust durch Personalwechsel adressiert?
Es wird empfohlen, Schlüsselmitarbeiter als Multiplikatoren einzusetzen, ihr Wissen frühzeitig zu dokumentieren und Wissenssicherung in das Projekt-Risikomanagement zu integrieren.
- Arbeit zitieren
- Johannes Ott (Autor:in), 2016, Serialized Product Tracking. Analyse der Implementierung des Wissensmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356541