In diesem Praxisbericht geht es um einen Beispielfall der ergotherapeutischen Behandlung im Fachbereich Psychiatrie. Der beschriebene Klient leidet an paranoider halluzinatorischer Schizophrenie.
Aus dem Inhalt:
1. Beschreibung des Krankheitsbildes;
2. Daten des Klienten;
3. Ergotherapeutischer Befund;
4. Ergotherapeutische Problemstellung;
5. Ergotherapeutische Zielsetzung;
6. Planung der Sichtstunde;
7. Vorschläge für weiteres ergotherapeutisches Vorgehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Beschreibung des Krankheitsbildes
2. Daten des Klienten
3. Ergotherapeutischer Befund
3.1 Ersteindruck
3.2 Äußeres Erscheinungsbild
3.3 Personenbezogene Faktoren
3.4 Volition (Betätigungsmotivation)
3.4.1 Selbstbild
3.4.2 Werte
3.4.3 Interessen
3.5 Habituation (Betätigungsstruktur)
3.5.1 Gewohnheiten
3.5.2 Rollen
3.6 Performanzvermögen (Betätigungsfertigkeiten)
3.6.1 Motorisch Fähigkeiten
3.6.2 Prozesshafte Fähigkeiten
3.6.3 Kommunikation und Interaktion
3.7 Umwelt
3.7.1 Produkte und Technologien (e1)
3.7.2 Unterstützung und Beziehung (e3)
3.8 Evaluation des bisherigen Behandlungsverlaufes
4. Ergotherapeutische Problemstellung
4.1 Problem 1
4.2 Problem 2
5. Ergotherapeutische Zielsetzung
6. Planung der Sichtstunde
6.1 Zielsetzung für die Sichtstunde
6.2 Auswahl Aktivität / Betätigung und Art der ET-Intervention
6.3 Zeitliche / Inhaltliche Planung / Therapeutisches Verhalten
6.4 Sozialform / Methode / Medium
6.5 Material / Werkzeug / Hilfsmittel
6.6 Arbeitsplatzgestaltung
7. Vorschläge für weiteres ergotherapeutisches Vorgehen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der ergotherapeutischen Behandlung eines Klienten mit der Diagnose paranoide halluzinatorische Schizophrenie. Das primäre Ziel ist die Verbesserung der Arbeitsgenauigkeit, der Sorgfalt sowie die Förderung der sozialen Kompetenzen und des Interaktionsverhaltens im Rahmen einer Sichtstunde.
- Ergotherapeutische Befunderhebung bei Schizophrenie
- Analyse von Betätigungsproblemen im Bereich Arbeit und Sozialverhalten
- Entwicklung von SMART-formulierten Zielsetzungen
- Planung und Reflexion einer therapeutischen Sichtstunde
- Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
Auszug aus dem Buch
3.1 Ersteindruck
Ich lernte Herrn Bauer an meinem ersten Praktikumstag kennen. Er nahm an der Produktionsstunde teil, in der ich hospitierte. Zunächst vermied Herr Bauer den Blickkontakt mit mir und wirkte sehr distanziert. Er starrte auf den Boden und seine Körperhaltung war leicht zusammengesunken. Er wartet auf erneute Arbeitsanweisungen meines Anleiters. Im Verlauf der Produktionsstunde bemerkte ich, dass Herr Bauer schon viele Erfahrungen bei der Arbeit mit Holz gesammelt haben musste, da er bei vielen Arbeitsschritten sehr selbständig war. Außerdem brachte er eigene Ideen mit in den Arbeitsprozess ein. Schnell fiel mir auf, dass Herr Bauer aufgrund seines Tremors in der linken Hand bei bestimmten Handlungen, wie beispielsweise beim Anzeichnen oder Leimen, Hilfe von meinem Anleiter einforderte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreibung des Krankheitsbildes: Dieses Kapitel definiert die Schizophrenie als psychische Störung, erläutert deren Ursachen, Epidemiologie, Risikofaktoren sowie Symptome auf Ebene der Körperfunktionen und Auswirkungen auf die Teilhabe.
2. Daten des Klienten: Hier werden die biographischen Daten, die medizinische Vorgeschichte sowie die aktuelle Lebenssituation des Klienten Herr Bauer dargestellt.
3. Ergotherapeutischer Befund: Dieses umfangreiche Kapitel analysiert detailliert den Ersteindruck, die Volition, Habituation, das Performanzvermögen sowie die Umweltfaktoren und evaluiert den bisherigen Therapieverlauf.
4. Ergotherapeutische Problemstellung: Die zentralen Betätigungsprobleme des Klienten, insbesondere mangelnde Sorgfalt bei Arbeitsaufträgen und Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, werden hier analysiert und prognostiziert.
5. Ergotherapeutische Zielsetzung: Festlegung konkreter Betätigungs- und Funktionsziele auf Basis der identifizierten Problembereiche.
6. Planung der Sichtstunde: Detaillierte Darstellung des geplanten therapeutischen Vorgehens, einschließlich Zeitplan, methodischem Ansatz, Arbeitsplatzgestaltung und Auswahl der Aktivität.
7. Vorschläge für weiteres ergotherapeutisches Vorgehen: Abschließende Empfehlungen zur langfristigen Fortführung der Therapie, inklusive Einbezug des sozialen Umfeldes.
Schlüsselwörter
Ergotherapie, Schizophrenie, Psychiatrie, Befunderhebung, Sichtstunde, Betätigungsorientierung, Soziale Kompetenz, Arbeitsrehabilitation, Arbeitsgenauigkeit, Verhaltensorientierter Bezugsrahmen, ICF, Tagesstruktur, Handwerk, Psychomotorik, Zielsetzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert den ergotherapeutischen Bericht und die Planung einer Sichtstunde für einen Klienten mit paranoider Schizophrenie, um dessen Arbeitsweise und Sozialverhalten zu fördern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Befunderhebung, der Analyse von Betätigungsstörungen, der Erstellung von SMART-Zielen und der praktischen Planung einer therapeutischen Intervention.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die Verbesserung der Arbeitsgenauigkeit bei Werkstücken sowie die Steigerung der sozialen Interaktionsfähigkeit des Klienten durch eine zielgerichtete ergotherapeutische Intervention.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden ergotherapeutische Assessments und der verhaltensorientierte Bezugsrahmen angewandt, um das Verhalten des Klienten im Arbeitsprozess und in der sozialen Interaktion zu analysieren und zu modifizieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Befunderhebung des Klienten, die Ableitung der Problemstellungen aus den ergotherapeutischen Beobachtungen sowie die konkrete Strukturierung der Sichtstunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Ergotherapie, Schizophrenie, Psychiatrie, Sozialkompetenz, Arbeitsrehabilitation und zielorientierte Behandlungsplanung.
Wie geht der Klient mit Kritik um?
Die Kritikfähigkeit von Herr Bauer ist stark eingeschränkt; er reagiert oft mit Gegenargumentationen, besonders wenn die Kritik von einer weiblichen Person geäußert wird.
Welche Rolle spielt die Holzarbeit in der Therapie?
Die Holzarbeit dient als wichtiges Medium, da sie intrinsische Motivation beim Klienten weckt und die Möglichkeit bietet, sowohl handwerkliche Sorgfalt als auch soziale Kooperation zu trainieren.
- Citation du texte
- Stefan Wolff (Auteur), 2016, Praxisbericht Ergotherapie im Fachbereich Psychiatrie. Fallbeispiel Schizophrenie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356545