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Eine multidisziplinäre Einführung in Human- und Gesellschaftswissenschaften. Das Phänomen Burnout

Titel: Eine multidisziplinäre Einführung in Human- und Gesellschaftswissenschaften. Das Phänomen Burnout

Hausarbeit , 2016 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maike Gehlert-Orth (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Finden Sie Klarheit über die Symptome, die Begrifflichkeit selbst, die Einordnung, die Frage nach der Echtheit des Syndroms oder über die Stichhaltigkeit der Position, dass Burnout als Modeerscheinung abzutun ist.

Für den Umgang mit Burnout durch das Individuum und die gesellschaftspolitischen Konsequenzen des Massenphänomens ist die Einordnung durch die Krankenversicherungsträger vielleicht nicht von vorrangigem Interesse. Dennoch soll vorab ein Bild davon gezeichnet werden, wie der Burnout in das Bewusstsein der Allgemeinheit vorgedrungen ist und warum dieser zum Teil anders wahrgenommen wird, als zum Beispiel andere psychische Leiden. Auch die Situiertheit in den unterschiedlichen Disziplinen soll betrachtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Einordnung des Phänomens Burnout

2.2 Gesellschaftspolitische Ursachen und individuelle Konsequenzen

2.3 Der Aspekt der Veränderung

3 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen Burnout aus einer multidisziplinären Perspektive und analysiert, inwieweit es sich als Symptom gesellschaftlicher und ökonomischer Wandlungsprozesse begreifen lässt. Ziel ist es, die Ursachen hinter der vermehrten psychischen Erschöpfung in der modernen Arbeitswelt zu hinterfragen und den Zusammenhang zwischen dem individuellen Leiden und den strukturellen Rahmenbedingungen der "Wettbewerbsgesellschaft" aufzudecken.

  • Multidisziplinäre Analyse von Burnout (Medizin, Psychologie, Soziologie)
  • Die Rolle von Entgrenzung und permanentem Wettbewerbsdruck
  • Einfluss der Arbeitsbedingungen auf das individuelle Selbstkonzept
  • Burnout als Chance für kulturelle und sozialpolitische Veränderung
  • Kritische Reflexion von Arbeitsverhältnissen und Leistungsanforderungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Gesellschaftspolitische Ursachen und individuelle Konsequenzen

Zuallererst spielt das Schlagwort „Entgrenzung“ in Zweierlei Hinsicht eine offenbar wichtige Rolle. Einerseits findet eine Entgrenzung zwischen Arbeitswelt und Privatleben statt, weil z. B. die digitale Kommunikation eine permanente Erreichbarkeit – auch in der sog. Freizeit – ermöglicht hat und diese quasi auch zur Norm geworden ist, andererseits auch deshalb, weil eine Art von Verbetrieblichung die Organisation und Struktur des Privatlebens übernommen hat, z. B. durch den allgegenwärtigen Wettbewerb (Neckel und Wagner 2014, S. 538/539). Ehemals einzelne, klar begrenzte Wettbewerbssituationen bestimmen nun häufig die soziale Ordnung als Ganzes (S. 539).

Ursprünglich dienten Wettbewerbe in den 90er Jahren dazu, Motivation und Engagement zeitlich begrenzt zu befeuern, um wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Inzwischen ist das Ziel jedoch häufig eine permanente Optimierung und Effizienzsteigerung beim Einsatz der Ressourcen. Die Arbeitskraft – nicht mehr unbedingt der Mensch als Person – wird in kürzesten Abständen, manchmal permanent einem Wettbewerb ausgesetzt, in dem sie sich fortlaufend unter Beweis stellen und als wert genug für das Unternehmen darstellen muss, ohne dabei jemals einen Status von endgültiger Sicherheit – also eine Belohnung für die fortwährende Anstrengung - zu erhalten (S. 539). Wettbewerb, der Ressourcen bündeln und durch Ansporn und Motivation vermehren sollte, zehrt diese nun auf, ohne Phasen der Regeneration zuzulassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert das persönliche Erleben von Burnout am Arbeitsplatz und motiviert die Untersuchung des Phänomens als notwendigen Diskurs gegen die Abwertung als bloße Modeerscheinung.

2 Hauptteil: Der Hauptteil beleuchtet die Definition von Burnout, analysiert die gesellschaftspolitischen Ursachen wie Entgrenzung und Wettbewerbsdruck und diskutiert das Potenzial für einen notwendigen kulturellen Wandel.

2.1 Einordnung des Phänomens Burnout: Dieses Kapitel verortet Burnout in der aktuellen Fachdiskussion und grenzt es von anderen psychischen Belastungen ab, wobei die Rolle der Weltgesundheitsorganisation und aktuelle Forschungsansätze kritisch betrachtet werden.

2.2 Gesellschaftspolitische Ursachen und individuelle Konsequenzen: Hier werden die strukturellen Treiber des Burnouts identifiziert, insbesondere die Verschmelzung von Arbeits- und Privatleben sowie der permanente Leistungs- und Optimierungsdruck.

2.3 Der Aspekt der Veränderung: Das Kapitel reflektiert, wie die krisenhafte Erfahrung des Burnouts als Wendepunkt für ein nachhaltigeres Verständnis von Arbeit und individueller Selbstsorge dienen kann.

3 Schluss: Im Schlussteil fasst die Autorin die Erkenntnisse zusammen und betont, dass Burnout als Ausdruck eines systemischen Ressourcenverzehrs gesehen werden muss, der einen gesellschaftlichen Auftrag zur Veränderung impliziert.

Schlüsselwörter

Burnout, Erschöpfungssyndrom, Entgrenzung, Wettbewerbsgesellschaft, Selbstausbeutung, intrinsische Motivation, Arbeitswelt, psychische Gesundheit, Leistungsdruck, Ressourcenverzehr, Unternehmenskultur, Subjektivierung, Gesellschaftskritik, Arbeitsverhältnisse, Stress.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Burnout als einem Massenphänomen, das tiefgreifende Auswirkungen auf Individuen und die Gesellschaft hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Burnout zu anderen Erkrankungen, die Auswirkungen der "Entgrenzung" von Arbeit und Freizeit sowie die Rolle des Wettbewerbsdrucks in modernen Unternehmen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte aufklären, welche gesellschaftspolitischen und arbeitsweltlichen Veränderungen das Burnout-Syndrom begünstigen und ob Burnout als Impuls für kulturelle Veränderungen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Reflexion soziologischer und psychologischer Diskurse basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Phänomen Burnout, beleuchtet die Ursachen in der Arbeitswelt wie ständige Verfügbarkeit und Effizienzsteigerung und diskutiert Möglichkeiten der individuellen und strukturellen Resilienz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Besonders prägend sind Begriffe wie Entgrenzung, Wettbewerbsgesellschaft, Ressourcenverzehr, Selbstausbeutung und die Verbindung von persönlichem Erfolg mit beruflichem Engagement.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der WHO bezüglich Burnout?

Sie thematisiert kritisch, dass die WHO Burnout nicht als eigenständige psychische Erkrankung, sondern als „Problem der Lebensbewältigung“ klassifiziert.

Welche Rolle spielt der Arbeitgeber bei der Entstehung von Burnout laut der Arbeit?

Die Arbeit hebt hervor, dass Arbeitgeber oft eine hohe Identifikation einfordern, ohne gleichzeitig die notwendigen, gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Kann Burnout laut der Autorin auch positive Veränderungen bewirken?

Ja, Burnout kann als Wendepunkt dienen, der Betroffene dazu anregt, ihr Selbstkonzept zu hinterfragen und einen nachhaltigeren Umgang mit ihren persönlichen Ressourcen zu finden.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine multidisziplinäre Einführung in Human- und Gesellschaftswissenschaften. Das Phänomen Burnout
Hochschule
Hochschule RheinMain  (Sozialwesen)
Veranstaltung
Arbeit - Eine multidisziplinäre Einführung in Human- und Gesellschaftswissenschaften
Note
1,0
Autor
Maike Gehlert-Orth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V356551
ISBN (eBook)
9783668427570
ISBN (Buch)
9783668427587
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Burnout Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maike Gehlert-Orth (Autor:in), 2016, Eine multidisziplinäre Einführung in Human- und Gesellschaftswissenschaften. Das Phänomen Burnout, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356551
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Leseprobe aus  11  Seiten
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