In dieser Arbeit sollen die einzelnen Aspekte, die für die Durchführung einer präoperativen Pflegevisite nötig sind, und die Bedeutung der präoperativen Pflegevisite für den Patienten sowie das visitierende Pflegepersonal vorgestellt werden. Außerdem sollen deren Vorteile ihren Nachteilen im Sinne einer dialektischen Methode gegenübergestellt und argumentiert werden.
Das erste Kapitel beschreibt den theoretischen Hintergrund der präoperativen Pflegevisite. Im ersten Unterpunkt werden verschiedene Definitionsbeispiele sowie wichtige Termini der präoperativen Pflegevisite präsentiert. Der nachfolgende Unterpunkt des ersten Kapitels widmet sich dem Pflegeprozess und dahingehend der Verortung der präoperativen Pflegevisite in diesem. Anschließend werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Pflegeprozesses und somit auch der präoperativen Pflegevisite erläutert. Im zweiten Kapitel werden die Voraussetzungen und die einzelnen Schritte der Durchführung in chronologischer Reihenfolge erläutert. Begonnen wird mit der Deskription der wichtigsten Voraussetzungen, die für die Durchführung der präoperativen Pflegevisite nötig sind. Nachfolgend werden die zentralen Punkte der einzelnen Phasen, in allgemeiner Form betrachtet, beleuchtet. Das Anliegen des letzten Kapitels ist, einen Rahmen zu schaffen, in dem der Nutzen für die Patienten sowie für das Pflegepersonal reflektiert wird. Abschließend werden in der Zusammenfassung die wichtigsten Punkte zentralisiert und ein Ausblick für weitere Forschung gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Begriffserklärung
2.2. Die Vernetzung im Pflegeprozess
2.3. Gesetzliche Verankerung
3. Aspekte der Pflegevisite
3.1. Anforderungen der präoperativen Pflegevisite
3.2. Das präoperative Gespräch
3.3. Die intraoperative Phase
3.4. Der postoperative Besuch
4. Ziele der Pflegevisite
4.1. Kontext Pflegepersonal
4.2. Kontext Patient
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und die praktischen Aspekte der präoperativen Pflegevisite als Instrument zur Qualitätssicherung und Kontinuität im Pflegeprozess. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen für den Patienten sowie das ausführende Pflegepersonal zu beleuchten und eine Antwort auf die Forschungsfragen zu finden, welche Anforderungen an eine solche Visite gestellt werden und welche Funktionen sie im perioperativen Kontext erfüllt.
- Grundlagen und Definition der präoperativen Pflegevisite
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Pflegeprozessintegration
- Strukturierung und Durchführung der verschiedenen Phasen der Pflegevisite
- Förderung der Patientenzufriedenheit und Angstreduktion
- Professionalisierung und Identitätsstärkung des Anästhesiepflegepersonals
Auszug aus dem Buch
3.1. Anforderungen der präoperativen Pflegevisite
Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, ist das Erreichen mehrerer Voraussetzungen nötig, der Grundstock dieser liegt in erster Linie in der Unterstützung und Organisation durch das mittlere Management im Rahmen der Dienstplangestaltung, da es nach Konschak (2010) absolut notwendig ist, die Visite durch die idente Pflegeperson durchzuführen, die auch in der perioperativen Phase anwesend ist und auch die entsprechende Bereitschaft gegeben ist.
Ohne die Mitarbeit und Motivation des Patienten ist eine Durchführung der Pflegevisite obsolet, der Patient wird deshalb über die Zielsetzung der Pflegevisite informiert und muss dieser zumindest partiell zustimmen und seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit ausdrücken, demnach ist eine Ablehnung entsprechend zu berücksichtigen (Meineke-Wolf, 2004).
Um sich ein umfassendes Bild der Problematik zu machen, sollte man sich nach Konschak (2011) im Vorfeld mit der Krankengeschichte vertraut machen und auch die Perspektive des unmittelbaren Stationspflegepersonales miteinbeziehen, was eine angemessene Kooperationsbereitschaft erfordert.
Nach Erfüllung dieser Voraussetzungen kann mit dem präoperativen Gespräch begonnen werden, dessen Eigenschaften im darauffolgenden Kapitel beschrieben werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der präoperativen Pflegevisite vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl elektiver Eingriffe und der psychischen Belastungssituation von Patienten im Krankenhaus.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den Begriff der präoperativen Pflegevisite, verortet sie im Pflegeprozess und erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Anästhesiepflege.
3. Aspekte der Pflegevisite: Hier werden die zentralen Anforderungen, der Ablauf des präoperativen Gesprächs, die Bedeutung der intraoperativen Phase sowie die Wichtigkeit des postoperativen Besuchs chronologisch beschrieben.
4. Ziele der Pflegevisite: Dieses Kapitel analysiert die Funktionen der Pflegevisite, unterteilt in den Kontext des Pflegepersonals zur Professionalisierung und den Kontext des Patienten zur Angstreduktion und Vertrauensbildung.
5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die positiven Effekte der präoperativen Pflegevisite, identifiziert Hindernisse bei der Implementierung und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschung.
Schlüsselwörter
Pflegevisite, präoperative Pflegevisite, Anästhesiepflege, Pflegeprozess, Patientenorientierung, Qualitätssicherung, perioperativer Dialog, Angstreduktion, Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, Pflegequalität, Elektive Eingriffe, Patientenversorgung, Professionalisierung, Patientenanamnese, Pflegeplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der präoperativen Pflegevisite als fachspezifisches Instrument, um die Qualität der Versorgung von Patienten vor, während und nach einer Operation zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Einbettung in den Pflegeprozess, die rechtlichen Aspekte, die praktische Durchführung der Visite und deren Auswirkungen auf Patient und Pflegekraft.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine strukturierte Pflegevisite die Kontinuität in der Betreuung gestärkt, Ängste abgebaut und die Anästhesiepflege professionell aufgewertet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine systematische Literaturarbeit, die auf einer kritischen Recherche und Auswertung von Fachbüchern, Fachartikeln und wissenschaftlichen Studien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die chronologische Darstellung der Visiten-Aspekte sowie eine detaillierte Analyse der Zielsetzungen für Personal und Patienten.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Pflegevisite, Anästhesiepflege, Qualitätssicherung, Pflegeprozess und perioperativer Dialog.
Warum wird die präoperative Pflegevisite als "pflegerisches Vakuum" bezeichnet?
Der Begriff bezieht sich darauf, dass die Phase, die der Patient im OP verbringt, oft keine kontinuierliche pflegerische Begleitung aufweist, was die Visite als verbindendes Element notwendig macht.
Welche Bedeutung hat der "Wiedererkennungswert" für den Patienten?
Durch den Besuch der Pflegeperson bereits vor der OP in Bereichskleidung soll Vertrauen geschaffen und die Anonymität im sterilen Umfeld des Operationssaals abgebaut werden.
Welche Hindernisse stehen einer breiten Implementierung entgegen?
Laut Literatur sind vor allem Zeit- und Personalmangel sowie fehlende organisationale Umdenkprozesse die Hauptgründe, warum die Visite noch nicht flächendeckend etabliert ist.
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- Bianca Konrad (Author), 2016, Schlafen sie gut! Grundlagen und Bedeutung einer präoperativen Pflegevisite, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356604