Die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft in Gregor von Tours "Zehn Bücher Geschichten"


Hausarbeit, 2014
32 Seiten, Note: 1,3
Julia Sonne (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der wissenschaftliche Diskurs über die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft in der Gallia zwischen 400 und
2.1 Die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft infolge von Notwendigkeiten
2.2 Die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft als Ausfüllen eines Machtvakuums in der Gallia
2.2.1 Die Umdeutung des Bischofsamtes durch den senatorischen Adel infolge des Wegfalls des Kaiserhofes
2.2.2 Die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft infolge neuer Wertungskategorien durch die Entfernung zum Kaiserhof

3. Gregor von Tours Historiarum Libri Decem
3.1 Die allgemeinen Anforderungen mittelalterlicher Historiographie an eine Quellenanalyse
3.2 Die Historiarum Libri Decem im Spiegel der Intentionen Gregors von Tours

4. Quellenanalyse der Historiarum Libri Decem
4.1 Die Historiarum Libri Decem über die Etablierung der bischöflichen Stadtherrschaft
4.1.1 Die Historiarum Libri Decem über die Etablierung der bischöflichen Stadtherrschaft infolge von Notwendigkeiten
4.1.2 Die Historiarum Libri Decem über die Etablierung der bischöflichen Stadtherrschaft infolge der Ausübung des Bischofsamtes durch politisch-gesellschaftliche Eliten
4.1.3 Die Historiarum Libri Decem über die Etablierung der bischöflichen Stadtherrschaft infolge von königlicher Delegierung

5. Fazit

6. Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Gregor von Tours, am 30. November 538 oder 539 geboren und 573 zum Bischof von Tours erhoben, lebte und wirkte bis zu seinem Tod um 594 in einer Zeit strukturellen Umbruchs. Jussen markiert für die Gallia den Zeitraum von 400 bis 600 als Übergang von der römischen hin zur fränkischen Herrschaft, der „letztlich die gesamte kulturelle Semantik neu geordnet hat“[1]. Infolge des Verlusts vom römischen Kaiserhof als Legitimationsrahmen für lokale Herrschaft, so Jussen, gewann die ecclesia als einzig fortbestehender Referenzrahmen für die lokalen Aristokraten zunehmend an Attraktivität. Um 600 übte eben diese Schicht die Lokalherrschaft im Bischofsamt aus.[2] Wenngleich Anton Jussens Argumentation relativiert und in einer „Umstellung der Wertungskategorien“ die Hauptursache für diese Entwicklung sieht[3], so teilen sie dennoch die Beobachtung, dass in jenem Zeitraum geistliche und weltliche Herrschaft im Bischofsamt vereint wurden. Der für die politisch-soziale Entwicklung der Gallia prägende Wandel der lokalen Herrschaftsform weitete die Funktion der Bischöfe konsequenterweise um weltliche Rechte und Pflichten aus.

Die Frage nach der Etablierung der bischöflichen Stadtherrschaft im frühen Mittalter ist damit keinesfalls beantwortet. Den bereits angedeuteten Diskurs um ihre Beantwortung auf einer breiteren Basis darzustellen, soll das erste Kapitel dieser Arbeit leisten. Es soll die gängigsten Theorien über den Prozess der Etablierung der bischöflichen Stadtherrschaft vorstellen, um den Leser in den Forschungsstand einzuführen und als Orientierung für die Quellenanalyse im Hauptteil der Arbeit zu dienen. Die Notwendigkeit, weiterhin Quellen für den kurzen Zeitraum zwischen 400 und 600 auf diesen Umbruch hin zu untersuchen, ergibt sich aus diesem Forschungsstand.

Gregors von Tours Zehn Bücher Geschichten empfehlen sich in mehrfacher Hinsicht als solche Quelle. Verfasst in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts[4], fällt ihre Entstehungsphase genau in jene Zeit, in der die Entwicklung zur Bischofsherrschaft abgeschlossen wurde. Gregors von Tours Interpretation einer Weltgeschichte berührt ab dem IV. der X Bücher dessen Zeitgeschichte. Er schrieb die Bücher so, dass sie eine „angemessene, pädagogisch didaktische Präsentation historischer Gegenstände“[5] aus seinem Selbstverständnis als Bischof heraus boten. Dieser Fakt impliziert sowohl Chancen als auch Schwierigkeiten. Chancen, weil der Ansatz, Fragen nach Funktionen und Funktionenwandel im Bischofsamt insbesondere im 6. Jahrhundert mithilfe einer Quelle, die selbst von einem Bischof in dieser Zeit verfasst worden ist, beantworten zu wollen, einleuchtend scheint. Schwierigkeiten, weil Gregors von Tours pädagogische Zielsetzungen besondere Ansprüche an eine Analyse seiner Zehn Bücher Geschichten stellen. So vermittelte Gregor von Tours die von ihm sorgfältig ausgewählten, historischen Gegenstände bevorzugt über eine an Personen orientierte Geschichtsschreibung. Eine Erläuterung von strukturellen Veränderungen im Bischofsamt ist also nicht direkt in seinem Geschichtswerk zu finden.[6]

Um den besonderen Erfordernissen einer Analyse der Zehn Bücher Geschichten gerecht zu werden, stellt die Arbeit der Quellenanalyse die allgemeinen Besonderheiten mittelalterlicher Geschichtsschreibung voran, insofern sie auf Gregor von Tours zutreffen. In einem nächsten Schritt werden die Quelle und ihr Autor vorgestellt, wobei bei Letzterem der Fokus auf der Darstellung seiner Intentionen liegt. Schließlich werden im Hauptteil der Arbeit Angaben Gregors von Tours in seinen Zehn Bücher Geschichten auf ihren Informationsgehalt bezüglich der Etablierung der Bischofsherrschaft untersucht. Diese Untersuchung orientiert sich am im ersten Kapitel dargestellten Forschungsstand. Die darzustellenden Besonderheiten der Quelle bedingen dabei, dass zwar gängige Theorien über die Etablierung der Bischofsherrschaft auf diese Weise untermauert oder ergänzt, keinesfalls aber widerlegt werden können. Ziel dieser Arbeit ist es folglich, die Vorstellungen über die Etablierung der Bischofsherrschaft zu präzisieren und zu ergänzen.

2. Der wissenschaftliche Diskurs über die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft in der Gallia zwischen 400 und 600

In den 1980er und 1990er Jahren befand sich der wissenschaftliche Diskurs über die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft in der Gallia zwischen 400 und 600 auf seinem bisherigen Höhepunkt und brachte verschiedene Erklärungsmodelle hervor. Im dynamischen Verlauf dieses Diskurses wurden einzelne Elemente zunehmend bekräftigt, andere dagegen in Konkurrenz gebracht mit völlig neuen Ansätzen. Die Erkenntnis, dass sich im gegebenen Zeitraum bischöfliche Stadtherrschaft in der Gallia entwickelte, teilen die Entwickler der unterschiedlichen Erklärungsmodelle. Im Folgenden wird die Entwicklung dieser verschiedenen Erklärungsmodelle nachgezeichnet.

2.1 Die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft infolge von Notwendigkeiten

Die Tatsache, dass die Etablierung der bischöflichen Stadtherrschaft zusammenfiel mit den Vorgängen der Völkerwanderung, haben vor allem Kaiser und Prinz in den 1980er Jahren dazu veranlasst, die Etablierung dieser Herrschaftsform mit einer daraus resultierenden Notwendigkeit zu erklären. Angesichts dieser langanhaltenden Bedrohung habe sich die religiöse Schutzpflicht der Bischöfe über ihre Gemeinde auf eine weltliche Schutzpflicht ausgeweitet. An ihnen war es nun demnach Schutzmaßnahmen verschiedener Art zu koordinieren, etwa im Bau- und Heereswesen[7], oder sogar selbst aktiv für Schutz zu sorgen durch Anschluss ans Heer[8]. Verstärkt habe diese Entwicklung, dass die römischen Kaiser das Potential der Bischöfe erkannt und durch die Erteilung weltlicher Befugnisse unterstützt hätten.[9] So, wie die Delegation weltlicher Befugnisse an die Bischöfe eine Entlastung für die kaiserliche Herrschaft darstellte[10], spielten die merowingischen Könige eine „starke Rolle“[11] bei den Bischofseinsetzungen, um über deren religiöse Qualifikation hinaus Bischöfe in den Städten zu wissen, die ihnen ergeben die weltlichen Geschäfte regelten. Ihnen muss bewusst gewesen sein, dass die Einsetzung zum Bischof auf Lebenszeit galt, sodass es umso wichtiger war, für diese lange Zeitspanne loyale Kandidaten einzusetzen.[12] Zusätzlich, so Heinzelmann, habe seitens der Könige kein Versuch stattgefunden, die Macht der Bischöfe einzuschränken oder mit der Stärkung der comes zumindest ein Gegengewicht zu schaffen.[13]

2.2 Die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft als Ausfüllen eines Machtvakuums in der Gallia

Soweit auch der Beobachtung, dass vor allem starke merowingische Könige politisch motiviert an Bischofswahlen mitwirkten oder sogar eigenständig besonders favorisierte Anwärter einsetzten, zuzustimmen ist, scheint es angesichts neuerer Erklärungsmodelle stark verkürzt, die Etablierung der bischöflichen Stadtherrschaft vor allem mit Notwendigkeiten begründen zu wollen. Die Bedrohungen, die in der Gallia von der Völkerwanderung ausgingen, aber auch individuelle städtische Notlagen, etwa in Folge von Naturkatastrophen, blieben zwar sicher nicht ohne Folgen für die Kompetenzen der Bischöfe, spielten nach neueren Vorstellungen jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Stattdessen gründen die folgenden Erklärungsmodelle vielmehr auf die auch schon von Kaiser und Prinz festgestellte Beobachtung, dass die Entwicklung bischöflicher Stadtherrschaft ein beinah exklusives Phänomen der Gallia darstellte.[14] Für die Gallia nämlich kam es zu der besonderen Situation, dass das Römische Imperium immer weniger präsent wurde. Kann für den Kaiser schwindender Einfluss in der Gallia konstatiert werden, so muss nach Jussen sein Einfluss auf die Etablierung der Bischofsherrschaft zum Beispiel in Form delegierter, weltlicher Befugnisse, als untergeordnet angesehen werden.[15] Stattdessen gaben gerade die festgestellte Nicht-Präsenz des Römischen Imperiums und Kaisers in der Gallia in den 1990er Jahren Anlass zu Erklärungsmodellen jenseits von Notwendigkeiten und Jurisdiktion.

2.2.1 Die Umdeutung des Bischofsamtes durch den senatorischen Adel infolge des Wegfalls des Kaiserhofes

Insbesondere Jussen hat die Feststellung, dass sich die bischöfliche Stadtherrschaft genau dort entwickeln konnte, wo eine vormals starke römische Präsenz im betrachteten Zeitraum nahezu verschwunden war, nämlich in der Gallia, immer wieder dazu veranlasst, seine These von der Umdefinition des Bischofsamtes „durch bestimmte Personen und Gruppen“[16] neu aufzugreifen, zu ergänzen und zu präzisieren. Für die ehemalige politische Elite, die senatorische Aristokratie, hatte der Wegfall des Römischen Imperiums als Legitimationsrahmen ihrer Macht und Prestige die Konsequenz, dass politische Karrieren in der Gallia kaum mehr möglich waren. „Es gab kein ‚mittleres‘ Konkurrenzfeld zwischen der civitas einerseits und dem Kaiser andererseits“[17] mehr und auch Titel wurden wertlos[18]. So wurden die Städte der Gallia, die als Zentren des zivilisierten Lebens wie auch der Macht zugleich galten[19], zu den neuen Aktionsfeldern der ehemaligen politischen Elite. Die ecclesia als überzeitlich präsente Institution bot als einzige immer noch einen Legitimationsrahmen, den der römische Kaiser aufgrund seiner Ferne nicht mehr zu bieten vermochte.[20] Ihr Stellenwert in den Städten spiegelte sich auch in der zentralen Lage der Kathedralen wider.[21] So gewann das Bischofsamt für eben diese Gruppe an Attraktivität und wurde in ihre Vorstellung von der Ämterlaufbahn integriert. Mit ihrem Interesse an dem kirchlichen Amt ging dessen Umdeutung durch diese ehemaligen politischen Eliten einher. Ihnen kam entgegen, dass zu jener Zeit das Bischofsamt noch formbar war.[22] Die Zentralisierung der ecclesia spielte im 5. Und 6. Jahrhundert in der Gallia noch keine Rolle.[23] Außerdem gab es noch keine festen Liturgien, sodass deren Gestaltung von den politisch-repräsentativen Vorstellungen des Senatorenadels mitbeeinflusst werden konnte. Nicht zufällig, so Jussen, seien die Entwicklung der Liturgie und die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft zeitlich zusammengefallen.[24]

Die Umdeutung der bischöflichen Funktionen musste einerseits einen Zuschnitt der Qualifikationen auf die der nobilitas leisten, andererseits deren Ansprüchen an eine über das religiöse Maß hinausreichende Herrschaftsstellung gerecht werden. So wurde nobilitas zur Grundvoraussetzung für das Bischofsamt[25] ; das Ideal des asketischen Bischofs wurde gleichgesetzt mit dem gebildeten Bischof aus Senatorenadel und zur exklusiven, angeborenen Eigenschaft dessen[26], ähnlich wie auch die Fähigkeit zur Prophetie[27]. Ein klassischer asketischer Lebenswandel war dagegen nicht in Einklang zu bringen mit ihrem Wunschbild des repräsentativen bischöflichen Stadtherrschers, sodass er auf den monastischen Bereich beschränkt wurde.[28] Mit der nobilitas als Grundvoraussetzung für den Eintritt ins Bischofsamt nahmen die repräsentativen Maßnahmen, die diese Herkunft unterstreichen sollten, liturgisch und im äußeren Erscheinungsbild der Bischöfe einen beachtlichen Stellenwert ein.[29] Über die religiösen Aufgaben des Bischofs hinaus wurde damit in dem kurzen Zeitraum von 400 bis 600 laut Jussen die Ausweitung auf herrschaftliche Funktionen vollzogen. Konkurrierende Sichtweisen und Bischofsanwärter, die etwa das Ideal des bescheidenen Asketen propagierten, sollten zwar auch später immer wieder auftreten, konnten das Konzept des bischöflichen Stadtherrschers jedoch niemals ablösen.[30] Es schien also gut zu funktionieren.

2.2.2 Die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft infolge neuer Wertungskategorien durch die Entfernung zum Kaiserhof

Anton positioniert sich gegenüber Jussen, indem er seiner Beobachtung, der Kaiserhof habe sich in seiner Präsenz aus der Gallia immer mehr entfernt, zwar zustimmt, dies als alleinige Erklärung jedoch als „überbetont“[31] abweist. Zudem habe die Entfernung zum Kaiserhof, die Anton als weniger extrem empfindet, zu einer „Umstellung der Wertungskategorien“[32] geführt, die unter anderem in der Funktionsausweitung des Bischofsamtes mündete. Im Umkehrschluss bedeutete dies, dass nicht spezielle Gruppen wie der senatorische Adel ihre tradierten Vorstellungen auf das Bischofsamt übertragen hätten, sondern dass die neuen Erfordernisse neue Wertungskategorien hervorgebracht hätten, die den Wandel aus dem Amt heraus produziert hätten. Mit dieser Entwicklung sei das Amt erst attraktiv geworden für den senatorischen Adel. Außerdem findet sich bei Anton wieder vermehrt das frühe Erklärungsmodell der Notwendigkeit einer Funktionsausweitung des Bischofsamtes aufgrund von durch die Völkerwanderung ausgelösten Krisen.[33]

Verschiedene Erklärungsmodelle zur Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft sind damit bereits entwickelt und einander gegenüber gestellt worden, ohne dass ein einheitliches Erklärungsmodell daraus zu extrahieren wäre. Für den betreffenden Zeitraum müssen also weiterhin Quellen auf dieses Phänomen hin untersucht werden. Für das Frühmittelalter gehören historiographische Quellen zu den wichtigsten potentiellen Informationslieferanten.[34] Entsprechend wird auch in dieser Arbeit mit den Zehn Bücher Geschichten eine historiographische Quelle einer solchen Untersuchung unterzogen werden, jedoch nicht, ohne im nächsten, der Quellenanalyse vorangestellten Kapitel, in die Quellengattung und ihre Erfordernisse einzuführen.

3. Gregor von Tours Historiarum Libri Decem

Gregors von Tours Geschichtswerk ist mit „nahezu 40 Handschriften, Bruchstücke[n] von solchen oder verlorenen Handschriften“[35] reichlich überliefert, was sich Buchner nicht zuletzt mit einem dem Werk schon früh zugeschriebenen Quellen- und damit Erhaltungswert erklärt[36]. Das Original allerdings ist nicht mehr erhalten, bereits für die jeweiligen Archetypen der Bücher I-VI, I-X und VII-X kann nachgewiesen werden, dass sie Abweichungen vom Original enthalten müssen.[37] Die in dieser Arbeit für die Quellenanalyse verwendete, zweisprachige Ausgabe von Buchner stützt sich in ihrer deutschen Übersetzung auf Giesebrecht[38], erhebt dabei aber den Anspruch, sprachlich dem Urtext näher zu sein.[39] Wiewohl Gregors von Tours sprachlichen Besonderheiten in Orthographie und Grammatik keine gesonderte Aufmerksamkeit entgegengebracht werden kann, soll die Wiedergabe des Lateinischen in Orientierung an der maßgeblichen Edition der Monumenta Germaniae Historica[40] erfolgen.

3.1 Die allgemeinen Anforderungen mittelalterlicher Historiographie an eine Quellenanalyse

Für die die Beantwortung von Fragestellungen an das Frühmittelalter ist der Rückgriff auf historiographische Quellen fast unverzichtbar.[41] Deren Autoren schrieben ihre Werk selbst hauptsächlich in Rückgriff auf andere historiographische Werke als Quellen[42], sodass leicht ersichtlich wird, weshalb das Wissen um den richtigen, quellenkritischen Umgang mit dieser Form der Geschichtsschreibung für die Beantwortung von Fragestellungen an jene Zeit unabdingbar ist. Hierbei muss Berücksichtigung finden, dass die moderne Vorstellung von Historiographie erheblich von dem abweicht, was in der mittelalterlichen Tradition als Historiographie galt.[43] Als Quelle für den Historiker sind die mittelalterlichen, historiographischen Werke „die Vergangenheit, der zu erkennende Willensakt, die eigentliche historische Tatsache und Überrest zugleich“[44].

Die Intentionen waren andere, der Stil sehr viel erzählender und nicht selten auch mythisch anmutende Elemente enthaltend. Zur bloßen Grundvoraussetzung, erinnern zu wollen, kam hinzu, dass teils unbewusst, zum größten Teil aber überaus bewusst, ausgewählt wurde, welche Gegenstände erinnerungswürdig seien.[45] Als erinnerungswürdig galt, was für die Gegenwart im Sinne des Autors nachahmungswürdig oder aber abschreckend wirken konnte.[46] Entsprechend wurde die Historiographie von ihren Autoren nicht nur als Möglichkeit, sehr viel spätere Generationen von der Vergangenheit zu unterrichten, gesehen. Vielmehr verfügten sie über ein außerordentliches Sendungsbewusstsein, das den mitgedachten Adressaten ihrer eigenen Gegenwart galt.[47] Diese Adressaten mussten entweder selber lesen können oder Gelegenheit haben, sich vorlesen zu lassen, sodass zwangsläufig fast ausschließlich Klerus und Könige den Adressatenkreis bildeten.[48]

Abgesehen davon konnte die entsprechende Darstellung von Geschichte aktuelle Verhältnisse legitimieren[49] und damit den Standpunkt der eigenen Gruppe bestimmen[50]. Die Autoren schrieben nämlich weniger als Individualisten, sondern vielmehr als Zugehörige einer bestimmten Gruppe geographischer, kultureller, professioneller oder anderer Art, sodass ihre Erinnerung immer auch die etwaige Gruppenerinnerung enthält.[51] Ein Aufnehmen von Zeitzeugenbefragungen in ihr historiographisches Werk verstärkt diesen Effekt noch und stellt die Frage nach weiteren Quellen, die die mittelalterlichen Historiographen konsultierten. Einerseits hing diese Auswahl von den Zugriffsmöglichkeiten des betreffenden Autors auf bestimmte Quellen, etwa in Bibliotheken, ab, andererseits davon, ob beabsichtigt wurde Zeit- oder Vergangenheitsgeschichte zu schreiben.[52] Letzterer dienten vor allem biblische Texte als Grundlage, bei der Erstgenannten gewannen die Berichte von Zeitzeugen und das, was der Autor selbst als Augenzeuge erlebt hatte mit zunehmender Nähe an die Lebenszeit des Autors an Bedeutung. Dem möglicherweise Selbsterlebten oder von Zeitzeugen Erfragten ist dabei nicht automatisch eine höherwertige Aussagekraft zu unterstellen. Die Umformung des real Erlebten in Gedächtnisinhalte beinhaltet bereits eine Selektion im Sinne dessen, dass nur das als wichtig Empfundene unter dem Einfluss der eigenen Subjektivität geformt in das Gedächtnis Eingang findet.[53] Und schließlich war der „Modell- und Rechtfertigungscharakter der Geschichte […] so mächtig […], daß sogar Vergangenheit ‚erfunden‘“[54] wurde. Gleichzeitig wurde die Anzahl an Quellen, die einem Historiographen theoretisch zugänglich gewesen wären, nie ganz ausgeschöpft.[55]

Die Besonderheiten mittelalterlicher Historiographie, die wegen des Formats dieser Arbeit nicht intensiver besprochen werden können, rechtfertigen es, der mittelalterlichen Historiographie eine eigene Gattung, nämlich die der historia, zukommen zu lassen. Im Einzelfall ist diese Begriffsverwendung gewöhnlich zu unpräzise und muss bei der Arbeit mit einem speziellen, historiographischen Werk noch näher bestimmt werden. Gemeinsam teilen sie den Anspruch auf eine wahrheitsgemäße Wiedergabe des Geschehenen in stark narrativer Form unter dem Vorbehalt der didaktischen Motivation ihrer Autoren.[56] Breukelaar hat in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hingewiesen, dass insbesondere die Bedienung an rhetorischen Mitteln nicht zuletzt darauf zielte „to persuade their audience of the values and views of their author“[57]. Dieses Publikum las bevorzugt Vergangenheitsgeschichte, sodass diese den größeren Teil der historiographischen Werke des Mittelalters stellte.[58] Einmal mehr wird damit der besondere Quellenwert von Gregors von Tours Zehn Bücher Geschichten angedeutet, den zu untersuchen es im folgenden Kapitel gilt.

3.2 Die Historiarum Libri Decem im Spiegel der Intentionen Gregors von Tours

Wie soeben schon angedeutet, liegt der besondere Wert der Historiarum Libri Decem auch in der Tatsache begründet, dass Gregor von Tours damit eine Universalgeschichte schrieb, in der der Zeitgeschichte verhältnismäßig am meisten Platz eingeräumt wird. Während in den ersten IV Büchern 5774 Jahre mit der Schöpfung beginnend zusammengefasst werden, umfassen die letzten Bücher V-X nur sechzehn Jahre bis ins Jahr 591 hinein.[59] Für die Fragestellungen dieser Arbeit stellt diese Priorisierung Gregors von Tours einen Vorteil dar, da somit der zu untersuchende Zeitraum zumindest quantitativ überwiegt. Dabei kann, wie Murray dezidiert argumentiert, nicht mit Sicherheit gesagt werden, in welchem Zeitraum Gregor von Tours sein Geschichtswerk schrieb. Einzig sicher sei, dass das Werk aus einer politischen Perspektive von etwa 590 geschrieben oder zumindest überarbeitet worden sein muss. Damit negiert Murray Annahmen über eine von Gregor von Tours schon vorzeitig veröffentlichte Version der ersten sechs Bücher. Das selbst Erlebte hätte Gregor von Tours also nicht synchron niedergeschrieben, sondern erst später und damit bereits um deren weitere Entwicklung wissend.[60]

Die Betrachtung der Biographie Gregors von Tours veranschaulicht dabei die Hauptintentionen, die er mit seinen Zehn Büchern Geschichte verfolgte. So stammte er aus einer „vornehmen gallo-römischen Familie“[61], die sowohl im Politischen wie auch im Geistlichen eine wichtige, wenn auch nicht herausragende, Rolle spielte[62]. Bis auf fünf standen alle Vorgänger Gregors von Tours auf dem Bischofssitz in verwandtschaftlicher Beziehung zu diesem.[63] Tours als Bischofssitz gewann dabei mit der zunehmenden Etablierung des Martin‑Kultes, der maßgeblich von der Familie Gregors von Tours gefördert worden war, an Bedeutung, verfügte zwischen Neustrien und Aquitanien gelegen über eine zentrale geographische Position und stellte in Anbetracht schwacher comes einen besonders geeigneten Ausgangspunkt bischöflicher Stadtherrschaft dar.[64] Gregor von Tours, am 30. November 538 oder 539 als Georgius Florentinus in Clermont-Ferrand geboren, wurde schon früh im Geistlichen und der Bibel unterrichtet.[65] Den Höhepunkt seiner geistlichen Karriere, über die bis zu diesem größtenteils nur die Grundzüge bekannt sind, bildete 573 seine Einsetzung zum Bischof von Tours auf Betreiben des austrasischen Königs Sigiberts und Königin Brunhilde hin. Über die genauen Umstände seiner Einsetzung kann nur spekuliert werden, zumal sich Gregors von Tours schriftlich überlieferte Quellen dazu nicht äußern.[66] Ihr Schweigen kann dahingehend gedeutet werden, dass Gregor von Tours eine Bischofseinsetzung, die lediglich auf königlicher Initiative beruhte, selbst nicht als ideal ansah. Sie illustriert jedoch in Kombination mit seiner Abstammung die Nähe Gregors von Tours zur weltlichen Führungselite.

Gregor von Tours war also selbst ein Teil der Elite aus Königen und Bischöfen[67], der er in seinem Geschichtswerk in Form einer Personengeschichte den Größten Platz zugesteht[68], ohne dabei besonders auf seine eigene vornehme Herkunft, die er wohl als selbstverständlich erachtete, aufmerksam zu machen[69]. Die besonderen Einsichten, die sich ihm zeitlebens aufgrund seiner eigenen, gesellschaftlichen Position geboten haben, lassen interessante Informationen für diese Arbeit erwarten. Andererseits war Gregor von Tours nicht ausschließlich passiver Beobachter politischen Geschehens, sodass auch die Historiarum Libri Decem als Vermittler seiner geistlichen wie auch politischen Ansichten zu betrachten sind. So betont Breukelaar, Gregor von Tours habe in den Büchern nicht nur eine vorhandene Machtstellung der Bischöfe schriftlich fixieren wollen, sondern gleichsam „the establishment, the upholding and, if possible, the expansion of episcopal power“[70] darin verfolgt. Insofern lässt sich vermutlich nicht immer unterscheiden, wann Gregor von Tours faktisch gegebene, politische Macht von Bischöfen beschreibt oder aber Wunschdenken äußert. Zumindest aber würde widergespiegelt, was Gregor von Tours als realistisch erachtete. Ein Publikum, hier die fränkischen Könige, ist also auch in den Historiarum Libri Decem mitgedacht.

Insgesamt präsentiert sich Gregors von Tours historiographisches Werk in zehn Büchern, deren 443 Kapitel in episodenhafter Weise eine Universalgeschichte erzählen, die im Großen und Ganzen chronologisch geordnet ist.[71] Nicht zuletzt dieser episodenhaften Gestaltung dürfte es geschuldet sein, dass Gregor von Tours als synchroner Historiograph betrachtet wurde[72], imitiert er damit doch authentisch unstetes Zeitgeschehen[73]. Tatsächlich sind die einzelnen Kapitel in ihrer speziellen Thematik aber abgeschlossen[74] und sorgfältig ausgewählt statt unversehens niedergeschrieben[75]. In seinem bischöflichen Selbstverständnis bettete der Autor die Universalgeschichte in einen „heilsgeschichtlichen Rahmen“[76], die nach alttestamentarischer Tradition mit der Schöpfung der Menschheit beginnt und in zunehmender Erwartung des jüngsten Gerichts schließt. Hauptziel des Bischofs war es dabei, die historischen Gegenstände durch gezielte Selektion und Komposition pädagogisch-didaktisch so zu präsentieren, dass sie seiner episkopalen Interpretation von Geschichte genügten und seine religiösen, politischen, moralischen oder sonstigen Ansichten propagierten.[77] So sieht Heinzelmann in dieser Form der historia eine „von der Autorität kirchlicher Hierarchie getragene Interpretation von Geschichte“[78]. Dass Gregors von Tours Ansichten dabei nicht immer konsistent wirken, muss dabei nicht als Mangel des Geschichtswerks angesehen werden, sondern als Eigenschaft seines Autors, der natürlicherweise selbst nicht immer konsistent war.[79] So weit wie Wood, der über Gregor von Tours urteilt, er sei „too much of an individual to be a reliable guide to the norms oft he sixth century“[80], muss man dabei allerdings nicht gehen. Stattdessen bleibt es für die folgende Quellenanalyse lediglich unverzichtbar, ihre Ergebnisse im Bewusstsein der hier besprochenen Besonderheiten der Quelle zu reflektieren.

[...]


[1] Bernhard Jussen, Zwischen Römischem Reich und Merowingern. Herrschaft legitimieren ohne Kaiser und König, in: Peter Segel (Hg.), Mittelalter und Moderne. Entdeckung und Rekonstruktion der mittelalterlichen Welt. Kongreßakten des 6. Symposiums des Mediävistenverbandes in Bayreuth 1995, Sigmaringen 1997, S. 16.

[2] Vgl. ebd., S. 17-19.

[3] Vgl. Hans Hubert Anton, „Bischofsherrschaften“ und „Bischofsstaaten“ in Spätantike und Frühmittelalter. Reflexionen zu ihrer Genese, Struktur und Typologie, in: Friedhelm Burgard/Christoph Cluse/Alfred Haverkamp (Hg.), Liberamicorumnecnon et amicarum für Alfred Heit. Beiträge zur mittelalterlichen Geschichte und Landeskunde (Trierer Historische Forschungen 28), Trier 1996, S. 464.

[4] Vgl. Einleitung, in: Gregor von Tours, Zehn Bücher Geschichten, in: Rudolf Buchner (Hg.), Ausgewählte Quellen zur Deutschen Geschichte des Mittelalters (Freiherr vom Stein – Gedächtnisausgabe), 4., durchgesehene und berichtigte Aufl., Bd. 1: Buch 1-5, Darmstadt 1970, S. XXI.

[5] Martin Heinzelmann, Gregor von Tours (538-594) „Zehn Bücher Geschichte“. Historiographie und Gesellschaftskonzept im 6. Jahrhundert, Darmstadt 1994, S. 32.

[6] Vgl. Heinzelmann, Gregor von Tours, S. 183.

[7] Vgl. Friedrich Prinz (Hg.), HerrschaftundKirche: Beiträge zur Entstehung und Wirkungsweise episkopaler und monastischer Organisationsformen (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 33), Stuttgart 1988, S. 2.

[8] Reinhold Kaiser, Bischofsherrschaft zwischen Königtum und Fürstenmacht. Studien zur bischöflichen Stadtherrschaft im westfränkisch-französischen Reich im frühen und hohen Mittelalter (Pariser Historische Studien 17), Bonn 1981, S. 73 f.

[9] Vgl. Prinz, HerrschaftundKirche, S. 5.

[10] Vgl. ebd., S. 16 f.

[11] Ulrich Nonn, Zwischen König, Hausmeier und Aristokratie – Die Bischofserhebung im spätmerowingisch-frühkarolingischen Frankenreich, in: Franz-Reiner Erkens, Die früh- und hochmittelalterliche Bischofserhebung im europäischen Vergleich, Köln/Weimar/Wien 1998, S. 35.

[12] Vgl. Adriaan H. B. Breukelaar, Historiography and Episcopal Authority in Sixth-Century Gaul. The Histories of Gregory of Tours interpreted in their historical context (Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte 57), Göttingen 1994, S. 240.

[13] Martin Heinzelmann, Bischof und Herrschaft vom spätantiken Gallien bis zu den karolingischen Hausmeiern: die institutionellen Grundlagen, in: Prinz, Herrschaft und Kirche, S. 71.

[14] Vgl. Prinz, Herrschaft und Kirche, S. 7 f.; Kaiser, Bischofsherrschaft, S. 55.

[15] Vgl. Bernhard Jussen, Über 'Bischofsherrschaften' und die Prozeduren politisch-sozialer Umordnung in Gallien zwischen 'Antike' und 'Mittelalter', in: Historische Zeitschrift Bd. 260 (1995) S. 679.

[16] Jussen, Über ‚Bischofsherrschaften‘, S. 677.

[17] Ebd., S. 680.

[18] Vgl. ebd., S. 687.

[19] Vgl. Nancy Gauthier, From the Ancient City to the Medieval Town: Continuity and Change in the Early Middle Ages, in: Kathleen Mitchell/Ian Wood (Hg.), The world of Gregory of Tours (Cultures, Beliefs and Traditions 8), Leiden/Boston/Köln 2002, S. 50.

[20] Vgl. Jussen, Zwischen Römischem Reich und Merowingern, S. 18 f.

[21] Vgl. Gauthier, From the Ancient City to the Medieval Town, S. 47.

[22] Vgl. Jussen, Über ‚Bischofsherrschaften‘, S. 685.

[23] Vgl. ebd., S. 688.

[24] Vgl. Bernhard Jussen, Liturgie und Legitimation, oder: wie die Gallo-Romanen das römische Reich beendeten, in: ders./R. Blänkner, Institutionen und Ereignisse. Über historische Praktiken und Vorstellungen gesellschaftlichen Ordnens, Göttingen 1998, S. 84.

[25] Vgl. Jussen, Liturgie und Legitimation, S. 93.

[26] Vgl. Jussen, Zwischen Römischem Reich und Merowingern, S. 22.

[27] Vgl. Jussen, Liturgie und Legitimation, S. 126.

[28] Vgl. Jussen, Über ‚Bischofsherrschaften‘, S. 705.

[29] Vgl. Jussen, Liturgie und Legitimation, S. 94. Die Darstellung der repräsentativen Maßnahmen wird bei Jussen im Folgenden sehr ausführlich betrachtet, soll hier jedoch nicht weiter ausgeführt werden, da sie im quellenanalytischen Teil keine Rolle mehr spielen wird.

[30] Vgl. ebd., S. 77 f.

[31] Anton, „Bischofsherrschaften“, S. 464.

[32] Ebd.

[33] Vgl. Anton, „Bischofsherrschaften“, S. 464.

[34] Vgl. Franz-Josef Schmale, Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung. Eine Einführung, Darmstadt 1985, S. 2.

[35] Buchner, Ausgewählte Quellen, Bd. 1, S. XXXIII.

[36] Vgl. ebd.

[37] Vgl. ebd., S. XXXIII-XXXV.

[38] S. Hellmann, Siegmund, Zehn Bücher Fränkischer Geschichte von Bischof Gregorius von Tours. Übersetzt von Wilhelm Giesebrecht, 4., vollkommen neubearbeitete Aufl., Bd. 1-4, Leipzig 1913.

[39] Vgl. Buchner, Ausgewählte Quellen, Bd. 1, S. XLVIII.

[40] Vgl. Gregorii episcopi Turonensis historiarum libri X, in: MGH Scriptores rerum Merovingicarum, Bd. 1, ed. Wilhelm Arndt/Bruno Krusch, Hannover 1951, S. 1-641.

[41] Vgl. Schmale, Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung, S. 2.

[42] Vgl. ebd., S. 55.

[43] Vgl. Hans-Werner Goetz, Die „Geschichte“ im Wissenschaftssystem des Mittelalters, in: Schmale, Funktionen und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung, S. 208.

[44] Schmale, Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung, S. 5.

[45] Vgl. ebd., S. 20.

[46] Vgl. ebd., S. 48.

[47] Vgl. ebd., S. 144.

[48] Vgl. Schmale, Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung, S. 145 f.

[49] Vgl. ebd., S. 144.

[50] Vgl. ebd., S. 20 f.

[51] Vgl. ebd.

[52] Vgl. ebd., S. 24.

[53] Vgl. ebd., S. 19 f.

[54] Ebd., S. 62.

[55] Vgl. ebd., S. 85.

[56] Vgl. Joachim Knape, Historie im Mittelalter und früher Neuzeit. Begriffs- und gattungsgeschichtliche Untersuchungen im interdisziplinären Kontext, Baden-Baden 1984, S. 195.

[57] Breukelaar, Historiography and Episcopal Authority in Sixth-Century Gaul, S. 137.

[58] Vgl. Schmale, Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung, S. 154 f.

[59] Vgl. Alexander Callander Murray, Chronology and Composition of the Histories of Gregory of Tours, in: Journal of late antiquity 1 (2008), S. 158.

[60] Vgl. Murray, Chronology and Composition of the Histories, S. 195 f.

[61] Heinzelmann, Gregor von Tours (538-594), S. 7.

[62] Vgl. Ian Wood, The Individuality of Gregory of Tours, in: Mitchell/Wood, The world of Gregory of Tours, S.37.

[63] Vgl. ebd.

[64] Vgl. ebd., S. 33-36.

[65] Vgl. Buchner, Ausgewählte Quellen, Bd. 1, S. VIII-X.

[66] Vgl. Wood, The Individuality of Gregory of Tours, S. 43.

[67] Vgl. Breukelaar, Historiography and Episcopal Authority in Sixth-Century Gaul, S. 228.

[68] Vgl. ebd., S. 227.

[69] Vgl. Heinzelmann, Gregor von Tours (538-594), S. 7-10.

[70] Breukelaar, Historiography and Episcopal Authority in Sixth-Century Gaul, S. 240.

[71] Vgl. ebd., S 227.

[72] Vgl. Murray, Chronology and Composition of the Histories, S. 159.

[73] Vgl. ebd., S. 165.

[74] Vgl. Heinzelmann, Gregor von Tours (538-594), S. 103.

[75] Vgl. ebd., S. 32.

[76] Martin Heinzelmann, Die Franken und die fränkische Geschichte in der Perspektive der Historiographie Gregors von Tours, in: Anton Scharer/Georg Scheibelreiter, Historiographie im frühen Mittelalter, Wien/München 1994, S. 333.

[77] Vgl. Heinzelmann, Gregor von Tours (538-594), S. 32.

[78] Ebd., S. 94.

[79] Vgl. Wood, The Individuality of Gregory of Tours, S. 30.

[80] Ebd., S. 46.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft in Gregor von Tours "Zehn Bücher Geschichten"
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Aufbauseminar: "Der Bischof im Frühmittelalter"
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
32
Katalognummer
V356608
ISBN (eBook)
9783668423756
ISBN (Buch)
9783668423763
Dateigröße
656 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bischöfliche Stadtherrschaft, Bischofsherrschaft, Gregor von Tours, Zehn Bücher Geschichten, Bischof im Mittelalter, Decem libri historiarum, Historiographie, Bischof, Mittelalter, Frühmittelalter, Gallia
Arbeit zitieren
Julia Sonne (Autor), 2014, Die Etablierung bischöflicher Stadtherrschaft in Gregor von Tours "Zehn Bücher Geschichten", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356608

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