Normgerechtes Falten einer DIN-A1 Zeichnung nach DIN 824-A (Unterweisung Technische/r Produktdesigner/in)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2017
12 Seiten, Note: gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Rahmenbedingungen
1.1 Adressatenanalyse
1.2 Lernort
1.3 Zeitpunkt und Dauer der Unterweisung

2. Didaktischer Aufbau/Strukturierung der Lernziele
2.1 Richtlernziel
2.2 Groblernziel
2.3 Feinlernziel
2.3.1 Kognitiver Lernbereich
2.3.2 Psychomotorischer Lernbereich
2.3.3 Affektiver Lernbereich
2.3.4 Schlüsselqualifikationen
2.3.5 Didaktische Prinzipien

3. Methodischer Aufbau
3.1 Methodenwahl und -begründung
3.2 Unterweisungsablauf
3.2.1 1. Stufe Vorbereiten
3.2.2 2. und 3. Stufe Gemeinsames Erarbeiten in angemessenen Teilschritten
3.2.3 4. Stufe Üben
3.3 Arbeitszergliederung
3.3.1 Einstiegsphase
3.3.2 Erklärungs- und Erarbeitungsphase
3.3.3 Übungs- und Kontrollphase

4. Planung/Sicherung des Lernerfolges
4.1 Lernzielkontrolle
4.2 Endkontrolle
4.3 Bei Nichterreichung des Lernzieles
4.4 Didaktische Reserve

5. Benötigte Hilfsmittel

6. Auszug aus Ausbildungsrahmenplan

1. Rahmenbedingungen

1.1 Adressatenanalyse

Der Auszubildende Max ist 16 Jahre alt, hat einen Realschulabschluss, befindet sich im 1. Quartal des 1. Ausbildungsjahres zum Technischen Produktdesigner. Ihm sind die betrieblichen Abläufe bekannt, er hat jedoch noch keine Vorkenntnisse für diese Unterweisung.

In der Berufsschule wurde bereits im Zuge des Lernfelds 1 „Technische Systeme analysieren und erfassen“ die Informationsbeschaffung mittels Tabellenbuch/Hoischen angewendet.

Der Auszubildende hat ein offenes Wesen, ist sehr interessiert und besitzt eine sehr gute Auffassungsgabe. Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er immer gewissenhaft und genau.

Das Unterweisungsthema „Das normgerechte Falten einer DIN A1 Zeichnung“ ist dem Ausbildungsrahmenplan gemäß § 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 1a „Normvorgaben zur Erstellung technischer Zeichnungen berücksichtigen“ entnommen.

Der Auszubildende wird auf die Verletzungsgefahr beim Hantieren mit Papier hingewiesen und gebeten auf die Sauberkeit der Hände und des Arbeitsbereichs zu achten.

1.2 Lernort

Es handelt sich bei dem dafür verwendeten Arbeitsplatz um einen Plantisch in der Konstruktionsabteilung. Dieser Tisch hat Abmaße von 2m x 4m und dient ausschließlich zum Auslegen und Bearbeiten von technischen Zeichnungen. Der Arbeitsbereich wird für die Durchführung der Unterweisung von keinen weiteren Mitarbeitern genutzt, um eine hemmschwellenfreie Atmosphäre zu schaffen.

1.3 Zeitpunkt und Dauer der Unterweisung

Die Unterweisung findet nach der Frühstückspause ab 09.30 Uhr statt. Zu diesem Zeitpunkt ist die biologische Leistungskurve und damit die geistige Aktivität, die Lernbereitschaft und Aufnahmefähigkeit am höchsten. Für die Unterweisung wird ein Zeitraum von 20 Minuten ohne Pause eingeplant.

2. Didaktischer Aufbau/Strukturierung der Lernziele

2.1 Richtlernziel

Laut Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Technischen Produktdesigner/in §4, Absatz 2, Abschnitt A, Nr. 1:

„Erstellen und Anwenden technischer Dokumente“

2.2 Groblernziel

Ausbildungsrahmenplan Technische/r Produktdesigner/in Abschnitt A, Nr. 1a): „Normvorgaben zur Erstellung technischer Zeichnungen berücksichtigen“

2.3 Feinlernziel

Der Auszubildende ist in der Lage eine Technische Zeichnung nach den Vorgaben der DIN 824 Form-A selbständig und fehlerfrei zu falten und anschließend zu archivieren.

2.3.1 Kognitiver Lernbereich

Der Auszubildende wird die Vorgehensweise für das Falten einer technischen Zeichnung nach DIN erlernen und wissen, wie die Norm anzuwenden ist Der Auszubildende kennt den Sinn einer normgerecht gefalteten Zeichnung Der Auszubildende kennt die benötigten Hilfsmittel

2.3.2 Psychomotorischer Lernbereich

Der Auszubildende übt den sicheren Umgang mit Arbeitsmitteln, wie z.B. dem Lineal oder Locher

Die Fingerfertigkeit und die notwendigen Handgriffe und Bewegungsabläufe werden durch Wiederholung und Üben gefestigt

Der Auszubildende erlangt durch das sichere Beherrschen dieser alltäglichen Handgriffe Selbstsicherheit und Selbstvertrauen und kann diese Aufgabe in Zukunft eigenverantwortlich durchführen

2.3.3 Affektiver Lernbereich

Der Auszubildende soll sorgfältig und genau arbeiten

Der Auszubildende soll auf Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz achten

Der Auszubildende wird motiviert, den Inhalt der DIN 824-A zu verinnerlichen, um eigenverantwortlich arbeiten zu können

2.3.4 Schlüsselqualifikationen

Durch diese Unterweisung wird die Handlungskompetenz des Auszubildenden gefördert. Durch eigenständiges Anwenden des Erlernten, wird das selbstständige und selbstgesteuerte Lernen erreicht.

Fachkompetenz: Der Auszubildende wird durch die erlernte Theorie und die korrekte, praktische Anwendung des Faltens einer technischen Zeichnung nach DIN 824-A gefördert.

Methodenkompetenz: Der Auszubildende lernt die notwendigen Arbeitstechniken kennen und anzuwenden und kann die erlernten Techniken auf andere DIN Formate transferieren. Der Auszubildende wird zur Lösung von Problemen befähigt und kann Fachwissen selbstständig beschaffen.

Sozialkompetenz: Der Auszubildende wird durch den Dialog zwischen Ausbilder und Auszubildendem in seiner Kommunikationsfähigkeit gefördert. Die kooperativen Fähigkeiten werden ausgebaut, um auf spätere Team- und Projektarbeiten vorbereitet zu sein.

Persönlichkeitskompetenz: Durch Eigeninitiative und Lernbereitschaft wird der Auszubildende sich die Vorgehensweisen zum Falten unterschiedlicher DIN-Formate aneignen können. Durch den Praxisbezug wird er sich mit der Aufgabe identifizieren können.

2.3.5 Didaktische Prinzipien

Die Unterweisung wird anschaulich durch den Ausbilder dargestellt. Der Auszubildende kann den Lerngegenstand sehen, anfassen, begreifen und vorführen. Der Auszubildende wird aktiviert und zu selbstständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten befähigt. Die Tätigkeit des Faltens einer Zeichnung ist tägliche Übung in der beruflichen Praxis eines Technischen Produktentwicklers. Der Auszubildende kann durch den Vergleich der gefalteten Zeichnung mit den Abmaßen eines DIN-A4 Blattes seine Arbeit selbst kontrollieren. Durch die Verknüpfung von bereits bekanntem Wissen kann er auch das Falten bislang unbekannter DIN-Formate sicher lösen.

3. Methodischer Aufbau

3.1 Methodenwahl und -begründung

Bei der Unterweisung am Arbeitsplatz wird die modifizierte 4-Stufen-Methode angewandt und eine schrittweise Erarbeitung des Feinlernziels ermöglicht. Es geht hierbei um das Erlernen von Fertigkeiten/Techniken (psychomotorischer Lernbereich), die in der Berufspraxis zum täglichen Arbeitsablauf gehören. Durch das gemeinsame Erarbeiten, die Erklärungen des Ausbilders und das Üben des Auszubildenden, wird der Auszubildende bei dieser Methode aktiv in die Unterweisung mit einbezogen. Die modifizierte 4-Stufen-Methode bietet eine Kombination aus Theorie und Praxis und ermöglicht eine fragend-entwickelnde Steuerung durch den Ausbilder. Der Auszubildende wird dadurch zum Mitdenken und eigenständigem Handeln angehalten. Die notwendigen Kenntnisse können mit dieser Methode am effektivsten erlernt werden.

3.2 Unterweisungsablauf

3.2.1 1. Stufe Vorbereiten

Der Ausbilder legt alle benötigten Arbeitsmaterialien auf einem ausreichend großen Arbeitstisch bereit und schafft eine angenehme Atmosphäre. Der Ausbilder erkundigt sich nach bereits vorhandenem Vorwissen, erklärt dem Auszubildenden den Grund der Unterweisung und das Lernziel des selbständigen Arbeitens wird benannt. Um die Motivation des Auszubildenden zu steigern, befinden sich in einem Ordner nicht ordnungsgemäß gefaltete und abgeheftete Zeichnungen. Dadurch wird dem Auszubildenden die Notwendigkeit einer sorgfältigen Arbeitsweise verdeutlicht. Der Ausbilder weist auf die Verletzungsgefahr beim Arbeiten mit Papier hin und fordert den Auszubildenden auf, vor dem Falten von Zeichnungen immer die Hände zu säubern.

3.2.2 2. und 3. Stufe Gemeinsames Erarbeiten in angemessenen Teilschritten

Der Ausbilder zeigt dem Auszubildenden die Quellen für die Norm DIN 824-A. Er weist den Auszubildenden auf das zu faltende Format DIN-A1 hin. Der Ausbilder fragt den Auszubildenden nach den vorzubereitenden Tätigkeiten und nach der aus seiner Sicht korrekten Reihenfolge des Faltvorgangs. Ausbilder und Auszubildender arbeiten parallel und beginnen jeweils mit dem Falten einer Zeichnung von DIN-A1 auf DIN-A4. Die Zeichnung wird umgedreht, liegt mit dem Schriftfeld nach unten und es wird der erste und zweite Knick gefaltet. Anschließend wird der zweite Knick wieder aufgefaltet und die Zeichnung umgedreht. Die dritte Falte wird mit Hilfe eines an der Markierung eingelegten Lineals geknickt. Danach wird die Schrägfalte geknickt und der dritte Knick wieder aufgeklappt. Als nächster Knick folgt die Zwischenfalte. Dazu wird der rechte Bereich der Zeichnung nach links geschoben und der erste und dritte Knick falten ein. Jetzt wird der erste Knick deckungsgleich auf den zweiten Knick gelegt und dann die verdeckte Zwischenfalte gefaltet. Die Zeichnung wird wieder auf die Rückseite gedreht und an der langen Kante auf der Hälfte gefaltet. Die fertige Zeichnung wird mit einem DIN-A4 Blatt verglichen und das Ergebnis bewertet. Im Anschluss locht der Auszubildende die Zeichnung und heftet sie in einem Ordner ab. Während der Tätigkeit erklärt und begründet der Auszubildende seine Vorgehensweise. Der Ausbilder hat bei fehlerhafter Ausführung die Möglichkeit durch gezielte Fragestellung korrigierend einzugreifen. Der Ausbilder lobt nach erfolgreicher Arbeit oder übt bei unsachgemäßer Durchführung oder nicht zufriedenstellendem Ergebnis sachliche Kritik.

Kontrollfragen:

Worauf sollte vor dem Falten einer Zeichnung geachtet werden?

- Auf saubere Hände und eine saubere Arbeitsunterlage

Woher können Informationen über den Inhalt der DIN 824 bezogen werden?

- Tabellenbuch, Hoischen, Internet

Woher ist ersichtlich, wie herum gefaltet werden muss?

- Abbildung DIN 824

Was sind mögliche Folgen einer nicht korrekt gefalteten Zeichnung?

- Mehrfach gelocht, auch mittig
- Zeichnung ragt über die Abmaße eines Ordners heraus
- Zeichnung lässt sich im abgehefteten Zustand nicht entfalten Wie kann am schnellsten das Endergebnis überprüft werden?
- Schriftfeld liegt oben auf und befindet sich unten rechts
- Vergleich der Abmaße mit DIN-A4 Blatt

Wo müssen fehlerhafte Zeichnungen entsorgt werden?

- An einem dafür vorgesehenen Ort, um fachgerecht entsorgt zu werden

Sollte ein Feinlernziel nicht erreicht werden, kann durch gezielte Fragestellung ein Denkanstoß gegeben oder Teilschritte können nochmals erklärt und wiederholt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Normgerechtes Falten einer DIN-A1 Zeichnung nach DIN 824-A (Unterweisung Technische/r Produktdesigner/in)
Note
gut
Autor
Jahr
2017
Seiten
12
Katalognummer
V356774
ISBN (eBook)
9783668425309
ISBN (Buch)
9783668425316
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
normgerechtes, falten, din-a1, zeichnung, unterweisung, technische/r, produktdesigner/in
Arbeit zitieren
Carsten Natemeyer (Autor), 2017, Normgerechtes Falten einer DIN-A1 Zeichnung nach DIN 824-A (Unterweisung Technische/r Produktdesigner/in), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356774

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