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Die Änderungen der körperschaftsteuerlichen Vorschriften zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung

Title: Die Änderungen der körperschaftsteuerlichen Vorschriften zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung

Term Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ilka Fahlbusch (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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1. Problemstellung

Ziel dieser Hausarbeit ist es, die geänderten körperschaftssteuerlichen Vorschriften zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung aufzuzeigen. Dabei soll insbesondere eine kritische Analyse vor dem Hintergrunde uroparechtlicher Vorgaben und ökonomischer Anforderungen erfolgen.

Die Gesellschafter-Fremdfinanzierung ist in § 8a KStG geregelt. Mit der ursprünglichen Regelung des § 8a KStG sollte verhindert werden, dass Gewinne inländischer KapG der deutschen Besteuerung durch eine übermäßige Gesellschafter-Fremdfinanzierung entzogen werden. Daher sieht § 8a KStG vor, dass die Vergütungen für das FK unter bestimmten Bedingungen in vGA umqualifiziert werden. Eine Neuregelung der Vorschrift durch das sog. Korb II-Gesetz ist erforderlich geworden, da der EuGH mit der Lankhorst-Hohorst-Entscheidung festgestellt hat, dass die bisherige Regelung des § 8a KStG zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung gegen das Gemeinschaftsrecht, insbesondere die EG-rechtlich garantierte Niederlassungsfreiheit, verstößt. Die von der dt. Re gierung zur Rechtfertigung von § 8a KStG vorgebrachten Argumente, die u.U. eine Diskriminierung rechtfertigen würden, wurden vom EuGH nicht anerkannt. So hatte z.B. die dt. Regierung hervorgebracht, dass vergleichbare Regelungen im internationalen Vergle ich üblich seien und so missbräuchliche Gestaltungen verhindert werden könnten. Die Berufung auf die Währung der Kohärenz des Steuersystems wurde vom EuGH auch abgewiesen. Auch Steuermindereinnahmen als solche, rechtfertigen keine Verletzung des EG-Vertrages. Diese europarechtswidrige Ungleichbehandlung von In- und Ausländern bei der Gesellschafter-Fremdfinanzierung von KapG soll nun durch eine Ausweitung ihres Anwendungsbereichs auf Inländer beseitigt werden.

Die Hausarbeit bezieht sich auf die aktuelle Rechtslage. Es wird der Fall betrachtet bei dem eine inländische KapG von einem unmittelbar beteiligten AE ein Darlehen erhält. Die Darlehensvergabe durch einen mittelbar beteiligten AE soll nicht berücksichtigt werden. Ausländische AE werden in diesem Zusammenhang nur kurz angesprochen, da sie auch schon von der alten Regelung des § 8a KStG erfasst wurden. Des Weiteren wird nur in den Grundlagen, sowie bei der Betrachtung der Freigrenze, auf die steuerliche Behandlung von Holdinggesellschaften eingegange n. Auf die Behandlung von Organschaftsverhältnissen und Beteiligungsketten soll hier verzichtet werden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Grundlagen und Neuerungen des § 8a KStG

3. Kritische Analyse des § 8a KStG unter Beachtung der Finanzierungsfreiheit

3.1 Rechtsfolgen und Belastungswirkungen des § 8a KStG

3.2 Die Freigrenze von 250.000 €

4. Kritische Analyse der Europarechtskonformität des § 8a KStG

4.1 Die Niederlassungsfreiheit

4.2 Die Kapitalverkehrsfreiheit

4.3 Die Mutter-Tochter-Richtlinie

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die geänderten körperschaftssteuerlichen Vorschriften zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung gemäß § 8a KStG und analysiert deren Auswirkungen kritisch vor dem Hintergrund europarechtlicher Vorgaben sowie ökonomischer Anforderungen.

  • Analyse der Neuregelungen des § 8a KStG und deren Anwendungsbereich.
  • Untersuchung der steuerlichen Belastungswirkungen auf Gesellschafts- und Gesellschafterebene.
  • Kritische Würdigung der Freigrenze von 250.000 € für mittelständische Unternehmen.
  • Überprüfung der Europarechtskonformität im Hinblick auf Niederlassungs- und Kapitalverkehrsfreiheit.
  • Bewertung der Vereinbarkeit mit der Mutter-Tochter-Richtlinie.

Auszug aus dem Buch

1. Problemstellung

Ziel dieser Hausarbeit ist es, die geänderten körperschaftssteuerlichen Vorschriften zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung aufzuzeigen. Dabei soll insbesondere eine kritische Analyse vor dem Hintergrund europarechtlicher Vorgaben und ökonomischer Anforderungen erfolgen.

Die Gesellschafter-Fremdfinanzierung ist in § 8a KStG geregelt. Mit der ursprünglichen Regelung des § 8a KStG sollte verhindert werden, dass Gewinne inländischer KapG der deutschen Besteuerung durch eine übermäßige Gesellschafter-Fremdfinanzierung entzogen werden. Daher sieht § 8a KStG vor, dass die Vergütungen für das FK unter bestimmten Bedingungen in vGA umqualifiziert werden. Eine Neuregelung der Vorschrift durch das sog. Korb II-Gesetz ist erforderlich geworden, da der EuGH mit der Lankhorst-Hohorst-Entscheidung festgestellt hat, dass die bisherige Regelung des § 8a KStG zur Gesellschafter Fremdfinanzierung gegen das Gemeinschaftsrecht, insbesondere die EG-rechtlich garantierte Niederlassungsfreiheit, verstößt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Gesellschafter-Fremdfinanzierung und die Notwendigkeit der Neuregelung des § 8a KStG aufgrund des Lankhorst-Hohorst-Urteils.

2. Grundlagen und Neuerungen des § 8a KStG: Erläuterung des persönlichen Anwendungsbereichs und der Ausweitung der Vorschrift auf Inlandsfälle sowie Neuerungen bei Holdinggesellschaften.

3. Kritische Analyse des § 8a KStG unter Beachtung der Finanzierungsfreiheit: Untersuchung der steuerlichen Konsequenzen bei Fremdfinanzierung und der Problematik der 250.000 € Freigrenze für den Mittelstand.

3.1 Rechtsfolgen und Belastungswirkungen des § 8a KStG: Analyse der Verschiebung der Steuerlast und der Auswirkungen bei Refinanzierung durch den Gesellschafter.

3.2 Die Freigrenze von 250.000 €: Kritische Betrachtung der Anhebung der Freigrenze zur Verwaltungsvereinfachung und deren Auswirkungen auf die Finanzierungsfreiheit.

4. Kritische Analyse der Europarechtskonformität des § 8a KStG: Prüfung der Vereinbarkeit des Paragraphen mit den EU-Grundfreiheiten nach der Rechtsprechung des EuGH.

4.1 Die Niederlassungsfreiheit: Diskussion der Diskriminierungsverbote in Bezug auf Tochtergesellschaften mit Sitz im EU-Ausland.

4.2 Die Kapitalverkehrsfreiheit: Analyse der Übertragbarkeit der Diskriminierungsverbote auf Drittstaateninvestoren.

4.3 Die Mutter-Tochter-Richtlinie: Bewertung der KSt-Belastung auf vGA als potenziell unzulässige Dividendenquellensteuer.

5. Abschließende Betrachtung: Fazit zur negativen Auswirkung der Neuregelung auf den Wirtschaftsstandort Deutschland und zur verbleibenden EU-Rechtswidrigkeit.

Schlüsselwörter

Gesellschafter-Fremdfinanzierung, § 8a KStG, Kapitalgesellschaft, vGA, Europarecht, Niederlassungsfreiheit, Kapitalverkehrsfreiheit, Safe Haven, Freigrenze, Steuerbelastung, Refinanzierung, Mutter-Tochter-Richtlinie, Wirtschaftsstandort Deutschland, Mittelstand, Lankhorst-Hohorst-Urteil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Neuregelung der körperschaftssteuerlichen Vorschriften zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung (§ 8a KStG) und deren kritische Analyse.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Steuerbelastung, die Konformität mit dem EU-Recht sowie die Auswirkung auf die unternehmerische Finanzierungsfreiheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Neufassung von § 8a KStG vor dem Hintergrund europarechtlicher Vorgaben und ökonomischer Anforderungen kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine rechts- und steuerwissenschaftliche Analyse, gestützt auf aktuelle Gesetzgebung, EuGH-Rechtsprechung und Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Behandelt werden die Grundlagen des § 8a KStG, die steuerlichen Rechtsfolgen, die Freigrenze von 250.000 € sowie die Vereinbarkeit mit EU-Grundfreiheiten und der Mutter-Tochter-Richtlinie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gesellschafter-Fremdfinanzierung, vGA, Niederlassungsfreiheit, § 8a KStG und Steuerbelastung.

Warum wird die Freigrenze von 250.000 € kritisiert?

Sie wird kritisiert, weil sie den Mittelstand in seiner Finanzierungsfreiheit einschränkt und bei Überschreitung zu einer vollen Umqualifizierung der Zinsen in eine vGA führt.

Welche Rolle spielt das Lankhorst-Hohorst-Urteil?

Das Urteil führte dazu, dass die alte Regelung des § 8a KStG als europarechtswidrig eingestuft wurde, was den Gesetzgeber zur Neufassung zwang.

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Details

Title
Die Änderungen der körperschaftsteuerlichen Vorschriften zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung
College
University of Göttingen  (Institut für deutsche und internationale Steuerlehre)
Course
Internationale Steuern
Grade
2,3
Author
Ilka Fahlbusch (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V35767
ISBN (eBook)
9783638355889
ISBN (Book)
9783656767350
Language
German
Tags
Vorschriften Gesellschafter-Fremdfinanzierung KstG) Eine Analyse Hintergrund Vorgaben Anforderungen Internationale Steuern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ilka Fahlbusch (Author), 2004, Die Änderungen der körperschaftsteuerlichen Vorschriften zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35767
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