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Die Eignung des Rechtsextremismusbegriffs nach Richard Stöss zur Beschreibung des Attentäters Anders Behring Breivik

Título: Die Eignung des Rechtsextremismusbegriffs nach Richard Stöss zur Beschreibung des Attentäters Anders Behring Breivik

Trabajo Escrito , 2016 , 28 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Marcel Riepegerste (Autor)

Trabajo social
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Resumen Extracto de texto Detalles

Am Nachmittag des 22. Juli 2011 detonierte im Zentrum der norwegischen Hauptstadt Oslo eine Bombe und tötete vor dem Bürogebäude des Ministerpräsidenten acht Menschen. Nur zwei Stunden später ereignete sich auf der Insel Utoya - in einem Feriencamp der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei - ein Attentat, das weiteren 69, zum größten Teil jungen Menschen, das Leben nahm. Ein geständiger Täter wurde schnell gefasst: Anders Behring Breivik. Ein damals 32-jähriger Norweger, der Insidern der rechten Szene schon länger bekannt war und seine Anschläge islamfeindlich und kritisch gegenüber der norwegischen Migrationspolitik begründet. Doch wie lässt sich Breivik, der seine Anfänge in einer rechtspopulistischen Partei und Foren im Internet genommen hat und es selbst als traumatisierend erlebt „als Rechtsextremist abgestempelt und dämonisiert zu werden“ in die herkömmlichen Dimensionen des Rechtsextremismus einordnen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition Rechtsextremismus

2.1 Herkunft und Problematik des Begriffs

2.2 Der amtliche Rechtsextremismusbegriff

2.3 Der politikwissenschaftliche Rechtsextremismusbegriff

3. Breivik aus Sicht des amtlichen Rechtsextremismusbegriffs

3.1 Nachweis der amtlichen Extremismusmerkmale bei Breivik

3.2 Eignung für die Darstellung Breiviks

4. Breivik aus Sicht des politikwissenschaftlichen Rechtsextremismusbegriffs

4.1 Nachweis der Merkmale rechtsextremistischer Einstellung

4.1.1 Nationalismus

4.1.2 Ethnozentrismus

4.1.3 Sozialdarwinismus

4.1.4 Antisemitismus

4.1.5 Pro-Nazismus

4.1.6 Befürwortung Rechts-Diktatur

4.1.7 Sexismus

4.2 Nachweis der Merkmale rechtsextremistischen Verhaltens

4.2.1 Wahlverhalten

4.2.2 Protest, Provokation

4.2.3 Partizipation

4.2.4 Mitgliedschaft

4.2.5 Gewalt, Terror

4.3 Eignung für die Darstellung Breiviks

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik in die Definitionen des Rechtsextremismus eingeordnet werden kann, und vergleicht dazu das amtliche Extremismusmodell mit dem mehrdimensionalen Ansatz des Politikwissenschaftlers Richard Stöss.

  • Analytische Einordnung von Breiviks Ideologie und Handlungen.
  • Gegenüberstellung des amtlichen und politikwissenschaftlichen Extremismusbegriffs.
  • Eignung der Extremismusmodelle für die Soziale Arbeit.
  • Prävention von rechtsextremem Terror durch Ideologieanalyse.

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Sozialdarwinismus

Anhänger der Idee eines Sozialdarwinismus übertragen Elemente der Evolutionstheorie des Naturforschers Charles Darwin aus der Pflanzen- und Tierwelt unter einem falschen Verständnis auf die menschliche Gesellschaft. Grundlegend ist hierbei die Ansicht, dass das Recht des Stärkeren das menschliche Zusammenleben bestimmt, was zu einer Unterscheidung und Ungleichbehandlung zwischen wertvollem und minderwertigem Leben führt (o.V. 03.02.2014, www.bpb.de)

In dem fiktiven Interview zum Ende seiner Schrift antwortet Breivik auf die Frage was seine Ziele seien bzw. konkreter wie er sich ein perfektes Europa vorstelle, dass Logik und rationales Denken, was für ihn eben auch ein bestimmtes Maß an Darwinismus beinhalte, das Fundament der Gesellschaft sein sollen (vgl. Breivik 2011, S. 1386). So nennt er in Bezug auf die wichtigsten Bücher, die er gelesen hat, auch Charles Darwins Werk The Origin of Species (vgl. Breivik 2011, S. 1407) und beklagt sich, dass der Sozialdarwinismus, welcher vor den 1950er Jahren noch die Norm gewesen wäre und es ermöglichte zu sagen, was man fühlte, heute aus Angst vor negativen Konsequenzen verschleiert werden müsse (vgl. Breivik 2011, S. 1227).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Anschläge von Breivik und führt die Forschungsfrage ein, ob und wie Breivik rechtsextremistischen Kategorien zugeordnet werden kann.

2. Begriffsdefinition Rechtsextremismus: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Grundlagen und Schwierigkeiten bei der Definition von Rechtsextremismus sowie die Modelle von Behörden und Politikwissenschaftlern.

3. Breivik aus Sicht des amtlichen Rechtsextremismusbegriffs: Hier wird geprüft, ob Breiviks Handlungen die staatliche Definition von Extremismus als Feindschaft gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung erfüllen.

4. Breivik aus Sicht des politikwissenschaftlichen Rechtsextremismusbegriffs: Dieses Kapitel analysiert Breiviks Einstellungs- und Verhaltensmuster anhand des detaillierten Modells von Richard Stöss.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Eignung der beiden untersuchten Modelle für die Soziale Arbeit und identifiziert Grenzen sowie Forschungsbedarf bezüglich moderner Ideologien.

Schlüsselwörter

Anders Behring Breivik, Rechtsextremismus, Extremismus, Richard Stöss, Politische Ideologie, Sozialdarwinismus, Nationalismus, Terrorismus, Soziale Arbeit, Prävention, Verfassungsschutz, Radikalismus, Politische Einstellungen, Gewalt, Manifest.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ideologische Einordnung des norwegischen Attentäters Anders Behring Breivik in verschiedene Rechtsextremismus-Modelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Extremismusdefinitionen, der Vergleich zwischen amtlicher und politikwissenschaftlicher Betrachtung sowie deren Relevanz für die Soziale Arbeit.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit Breivik als Rechtsextremist einzuordnen ist und welches Extremismusverständnis sich besser für die Arbeitspraxis eignet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Analyse von Sekundärquellen, Medienberichten und Breiviks eigenem Manifest durchgeführt, basierend auf dem Modell von Richard Stöss.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung nach dem amtlichen Extremismusbegriff und die detaillierte Aufschlüsselung von Breiviks Einstellungen und Verhalten nach Stöss.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rechtsextremismus, Extremismus-Modelle, Politische Ideologie, Terrorismus-Prävention und Soziale Arbeit.

Warum wird der psychische Zustand von Breivik ausgeklammert?

Aufgrund der widersprüchlichen psychiatrischen Gerichtsgutachten, die keine eindeutige Klärung des psychischen Zustands ermöglichten, wird dieser Aspekt bewusst nicht thematisiert.

Warum hält der Autor das politikwissenschaftliche Modell für besser geeignet?

Das politikwissenschaftliche Modell ist differenzierter, da es neben strafrechtlich relevanten Handlungen auch latente politische Einstellungen einbezieht, was für präventive Ansätze der Sozialen Arbeit entscheidend ist.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Eignung des Rechtsextremismusbegriffs nach Richard Stöss zur Beschreibung des Attentäters Anders Behring Breivik
Universidad
University of Applied Sciences Koblenz
Curso
Modul "Rassismus" - "Antirassismus"
Calificación
1,0
Autor
Marcel Riepegerste (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
28
No. de catálogo
V357886
ISBN (Ebook)
9783668427877
ISBN (Libro)
9783668427884
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rechtsextremismus Anders Breivik Soziale Arbeit Attentat Norwegen Rassismus Islam Fremdenfeidlichkeit Terror
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marcel Riepegerste (Autor), 2016, Die Eignung des Rechtsextremismusbegriffs nach Richard Stöss zur Beschreibung des Attentäters Anders Behring Breivik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/357886
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Extracto de  28  Páginas
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