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Touristische Angebotsoptimierung für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Österreich

Título: Touristische Angebotsoptimierung für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Österreich

Tesis (Bachelor) , 2016 , 80 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Andreas Knogler (Autor)

Turismo - Otros
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Es lag im Interesse des Autors nicht nur Ansätze zu Angeboten speziell für beeinträchtigte Menschen anzuführen, sondern auch die bestehenden touristischen Angebote barrierefreier zu gestalten.

Die leitende Fragestellung für diese Arbeit lautet: „Wie kann die touristische Angebotslandschaft für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in der österreichischen Tourismusindustrie optimiert werden?“

Eines der wichtigsten Erkenntnisse war, dass ein barrierefreies Angebot nur mit einwandfreier Zusammenarbeit zwischen dem touristischen Anbieter und dem Gesetzesgeber erstellt werden kann. Zudem müssen die Maßnahmen von allen Interessengruppen im touristischen Betrieb unterstützt werden, um eine bestmögliche Identifizierung unter diesen Gruppen zu schaffen.

Das Ziel dieser Arbeit ist, Empfehlungen für das bestehende touristische Angebot für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Österreich abzugeben. Dies erfolgt durch die Zusammenfassung wichtiger Begrifflichkeiten welche für den barrierefreien Tourismus ausschlaggebend sind. Des Weiteren spielt der demographische Wandel eine wesentliche Rolle in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Zielgruppe. Hierfür wird auf die Parameter Fertilität, Mortalität, und Migration eingegangen. Auch das daraus resultierende Marktpotential wird dargestellt. Verschiedene Erkenntnisse aus einschlägigen Studien belegen zusätzlich die künftige Relevanz dieser Zielgruppe. Eine Abgrenzung auf die Sparte der Blinden und Sehbeeinträchtigten soll die konkreten Bedürfnisse darstellen. Anhand eines realen Betriebes, dem Hotel Hirscher in Altenmarkt, will der Autor das Angebot für Blinde und Sehbehinderte anführen und Ansätze für die weitere Verbesserung des Angebots schaffen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problembeschreibung

1.2. Zielsetzung

1.3. Vorgehensweise

2. Barrierefreier Tourismus

2.1. Menschen mit Behinderung

2.2. Demographischer Wandel als Einflussfaktor

2.2.1. Geburtenrate (Fertilität)

2.2.2. Sterblichkeitsrate (Mortalität)

2.2.3. Zu-und Abwanderung (Migration)

2. Marktpotenzial mit Fokus auf blinde und sehbeeinträchtigte Personen

3. Touristische Angebote für Blinde und Sehbeeinträchtigte

3.1. Anforderungen aus der Nachfragersicht

3.2. ÖNORM B 1600 für Blinde und Sehbeeinträchtigte

3.3. Kriterien für einen barrierefreien Urlaub

3.4. Good Practice Beispiele

4. IST-Analyse Hotel Hirscher

5. Fazit

6. Qualitative Sozialforschung

6.1. Prinzipien der qualitativen Sozialforschung

6.2. Definition Interview

6.3. Formen und Dimensionen

7. Experteninterview

7.1. Definition Experteninterview

7.2. Definition Experte

8. Case Study - Hotel Hirscher

8.1. Infrastruktur

8.2. Architektur

8.3. Service

8.4. Kommunikation

9. Untersuchung

9.1. Vorstellung des Interviewleitfadens

9.2. Interviewpartner

9.3. Transkription der Interviewgespräche

9.4. Auswertung/Interpretation

9.4.1. Marktpotential der Zielgruppe in Österreich:

9.4.2. Grundsätzliche Anforderungen der Zielgruppe an einen Urlaub

9.4.3. Informationskanäle für die Zielgruppe

9.4.4. bauliche Optimierungen

9.4.5. Sensibilisierung der Mitarbeiter

9.5. Handlungsempfehlungen

9.6. Methodenkritik

10. Zusammenfassung der Ergebnisse BA2

11. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung von Empfehlungen zur Optimierung des touristischen Angebots für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Österreich. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die touristische Angebotslandschaft in der österreichischen Tourismusindustrie für diese Zielgruppe sinnvoll und praktikabel angepasst werden kann, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen.

  • Analyse des demographischen Wandels und dessen Auswirkungen auf den Tourismus.
  • Erforschung der Bedürfnisse von blinden und sehbeeinträchtigten Gästen entlang der touristischen Servicekette.
  • Anwendung des Modells der "Pyramide der Barrierefreiheit" zur ökonomischen Bewertung.
  • Untersuchung der Rolle von baulichen Maßnahmen, Kommunikationskanälen und Mitarbeitersensibilisierung mittels Experteninterviews und einer Case Study.

Auszug aus dem Buch

1.1. Problembeschreibung

Laut Martin Lohmann, Geschäftsführer des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa in Kiel, ist die sich wandelnde Altersstruktur eine der wichtigsten Komponenten der aktuellen demographischen Entwicklung. Da in den kommenden Jahren die Lebenserwartung laut einschlägigen Studien weiter steigen wird, wird auch die Zahl von potentiellen Gästen steigen, welche körperlich beeinträchtigt sind. Der demographische Wandel, gemessen anhand drei wichtiger Kennzahlen (Fertilität, Mortalität, Migration), wird das Bedürfnis nach barrierefreien und komfortablen Angeboten steigern. Die essentiellen Indikatoren hierfür sind die Geburtenhäufigkeit, die Lebenserwartung und auch die Migration, also die Zu-und Abwanderung von Bevölkerungsmitgliedern. Bedingt durch die steigende Lebenserwartung bei gleichzeitiger Abnahme der Geburtenhäufigkeit, prognostiziert sich ein bedeutender Wandel der Altersstruktur in Österreich. Mit zunehmendem Alter wächst das Risiko mit körperlichen Einschränkungen den Alltag zu bestreiten. (vgl. Lohmann 2007: 25)

Laut dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband werden Sehbeeinträchtigte folgendermaßen definiert:

„Ein Mensch ist sehbehindert, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 30 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. (Sehrest ≤ 30 %)“. „Ein Mensch ist blind, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 2 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. (Sehrest ≤ 2 %)“. (Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverein 2014: online)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des demographischen Wandels und die Relevanz der Zielgruppe blinder und sehbeeinträchtigter Menschen für die Tourismusindustrie ein.

2. Barrierefreier Tourismus: Dieses Kapitel definiert Barrierefreiheit und erläutert den demographischen Wandel sowie das daraus resultierende Marktpotenzial für barrierefreie touristische Angebote.

3. Touristische Angebote für Blinde und Sehbeeinträchtigte: Hier werden die Anforderungen der Zielgruppe sowie die ÖNORM B 1600 als planerische Grundlage vorgestellt und durch Praxisbeispiele ergänzt.

4. IST-Analyse Hotel Hirscher: Das Kapitel bietet eine Bestandsaufnahme der aktuellen Infrastruktur und Angebote des Hotels Hirscher im Hinblick auf barrierefreie Standards.

5. Fazit: Das Kapitel schließt die theoretische und IST-analytische Betrachtung ab und leitet zur qualitativen Forschungsphase über.

6. Qualitative Sozialforschung: Hier werden die methodologischen Grundlagen der qualitativen Forschung sowie die Definition und Dimensionen von Interviews erläutert.

7. Experteninterview: Dieses Kapitel widmet sich der Methodik des Experteninterviews, inklusive der Definition des Expertenbegriffs und der Fehlerquellen im Befragungsprozess.

8. Case Study - Hotel Hirscher: Die Fallstudie analysiert das Hotel Hirscher detailliert hinsichtlich Infrastruktur, Architektur, Service und Kommunikation.

9. Untersuchung: In diesem Kapitel werden die Interviewergebnisse transkribiert, interpretiert und in die Bereiche Marktpotenzial, Anforderungen, Informationskanäle, bauliche Maßnahmen und Sensibilisierung unterteilt.

10. Zusammenfassung der Ergebnisse BA2: Dieses Kapitel führt die Kernbereiche der Untersuchung zusammen und leitet Management-Implikationen ab.

11. Fazit: Das abschließende Fazit resümiert die gesamte Arbeit und bestätigt die Notwendigkeit und den Mehrwert der Barrierefreiheit im Tourismus.

Schlüsselwörter

Barrierefreier Tourismus, Blinde Menschen, Sehbeeinträchtigung, Demographischer Wandel, Tourismusindustrie, Hotel Hirscher, Experteninterview, ÖNORM B 1600, Servicekette, Barrierefreiheit, Inklusion, Qualitätsmanagement, Sensibilisierung, Marktpotenzial, Kundenbindung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung des touristischen Angebots für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Österreich, um deren Teilhabe am Tourismus zu verbessern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf barrierefreien infrastrukturellen Maßnahmen, der Optimierung von Informationskanälen sowie der Sensibilisierung von Mitarbeitern in Tourismusbetrieben.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die leitende Fragestellung lautet: „Wie kann die touristische Angebotslandschaft für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in der österreichischen Tourismusindustrie optimiert werden?“

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden qualitative Sozialforschungsmethoden angewandt, konkret leitfadengestützte Experteninterviews und eine Fallstudie (Case Study) des Hotels Hirscher.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte IST-Analyse des Fallbeispiels, die methodische Erarbeitung von Optimierungsansätzen durch Expertenwissen und konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Barrierefreiheit, Tourismuswirtschaft, Servicekette, Zielgruppenorientierung und demographischer Wandel.

Welche Rolle spielt die ÖNORM B 1600 in diesem Kontext?

Sie dient als wichtige bauliche Richtlinie für barrierefreies Bauen und liefert essenzielle Planungsgrundlagen für die Gestaltung von Orientierungshilfen und Zugängen.

Warum wird das Hotel Hirscher als Fallstudie verwendet?

Das Hotel dient als realer Praxisbetrieb, um die theoretischen Konzepte der Barrierefreiheit an einem konkreten Beispiel zu prüfen und spezifische Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.

Welche Bedeutung kommt der Mitarbeitersensibilisierung zu?

Sie wird als kostengünstiger, aber höchst effektiver Faktor identifiziert, da eine geschulte Belegschaft maßgeblich zum Wohlbefinden und zur Sicherheit blinder und sehbeeinträchtigter Gäste beiträgt.

Final del extracto de 80 páginas  - subir

Detalles

Título
Touristische Angebotsoptimierung für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Österreich
Universidad
Fachhochschule Salzburg
Calificación
3,0
Autor
Andreas Knogler (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
80
No. de catálogo
V358669
ISBN (Ebook)
9783668439344
Idioma
Alemán
Etiqueta
touristische angebotsoptimierung menschen österreich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Knogler (Autor), 2016, Touristische Angebotsoptimierung für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Österreich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358669
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