Die Situation am Bankenmarkt wird durch verschiedenste Faktoren beeinflusst. Eine wichtige Rolle dabei spielt unter anderem das Internet. Die Internetaktivität wird bis zum Jahre 2020 mindestens 90 % der Bevölkerung betreffen. Leistungen und Produkte werden mehr und mehr über den elektronischen Weg abgewickelt, sodass Institutionen immer weiter in den Hintergrund rücken. Die Vernetzung steigt stetig, die reale und virtuelle Welt verschmelzen. Dies geschieht auch durch die rasante Smartphone-Nutzung, welche mittlerweile auch im Rahmen von Zahlungsabwicklungen genutzt werden. Durch diesen Online-Trend treten unter anderem die so genannten Non- und Nearbanks auf den Markt. Eine Gruppe von Konkurrenten, welche genauer in dieser Arbeit beschrieben wird.
Resultierend aus den oben beschriebenen Einflussfaktoren rücken die Kunden so gegenüber den Verkäufern bzw. den Banken in die Machtposition. Dies wird unter anderem auch durch die zahlreichen Möglichkeiten des Informationsaustausches verstärkt. Auf Grund dessen sind die Kunden besser informiert und können sich besser austauschen. Um diese Kunden zu behalten bzw. neue Kunden zu gewinnen erfordert es ein Umdenken der Banken, um weiterhin am Markt bestehen zu können. Die einst konservative und als relativ sicher geltende Bankbranche steht mitten in einem radikalen Wandel.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Allgemeine Trends/Megatrends
2.1 Internationalisierung
2.2 Digitalisierung
2.3 Demografische Entwicklung
2.4 Veränderung des Nachfrageverhaltens
3 Digitalisierung
3.1 Social Media
3.2 Smartphone
3.2.1 Near Field Communication (NFC)
3.2.2 iBeacon
4 Konkurrenz
4.1 Non- und Nearbanks
4.1.1 Google
4.1.2 Apple
4.1.3 PayPal
4.2 Rivalität und Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz
5 Kunden-Bank Beziehung
5.1 Der neue Kunde
5.2 Problematik der älteren Generation
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss der Digitalisierung auf die klassische Bankenbranche zu untersuchen und Strategien aufzuzeigen, wie Kreditinstitute im Privatkundengeschäft Marktanteile gegenüber neuen, digitalen Wettbewerbern behaupten oder zurückgewinnen können.
- Analyse der globalen Trends und Megatrends im Bankenumfeld
- Einfluss von Social Media und Smartphones auf die Kundenkommunikation
- Markteintritt und Rolle von Non- und Nearbanks (z.B. Google, Apple, PayPal)
- Veränderung der Kunden-Bank-Beziehung durch ein gewandeltes Nachfrageverhalten
- Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für verschiedene Kundengenerationen
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Near Field Communication (NFC)
Near Field Communication (NFC) erlaubt es, über einen im Smartphone integrierten Chip, drahtlos Daten auszutauschen. Der Unterschied zu dem bereits bekannten Bluetooth ist, dass diese Daten durch aneinanderhalten zweier Geräte übertragen werden. Daher übersetzt Nahfeldkommunikation. Dies kann unter anderem im Rahmen von elektronischen Zahlungsabwicklungen zwischen Smartphones und Terminals genutzt werden. Die Übertragung findet verschlüsselt statt. Das System ist in Japan bereits weit verbreitet und auch in den USA wird es bereits von Anbietern wie Starbucks, Samsung, Google Wallet und PayPal genutzt. Auch Kreditkartenunternehmen wie Visa und Mastercard beteiligen sich an diesem Markt.
Dies schafft unmittelbar Konkurrenz zu den traditionellen Banken, welche bei dieser Zahlungsabwicklung in den Hintergrund treten. Hier müssen die Banken rechtzeitig einsteigen, um sich Marktanteile zu sichern. Vorreiter sind die deutsche Sparkasse und die Volksbank. Diese setzen auf ein Prinzip zwischen NFC-Chips ausgestatteten EC-Karten, welche in Verbindung mit dem Smartphone eingesetzt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in den durch die Digitalisierung getriebenen Wandel im Bankensektor ein und beleuchtet die veränderte Machtposition des Kunden.
2 Allgemeine Trends/Megatrends: Es werden grundlegende Einflussfaktoren wie Internationalisierung, Digitalisierung und demografischer Wandel sowie deren Auswirkungen auf das Bankenumfeld diskutiert.
3 Digitalisierung: Dieses Kapitel erläutert die technologische Entwicklung durch Social Media und Smartphones, inklusive konkreter Anwendungen wie NFC und iBeacon.
4 Konkurrenz: Es wird der Markteintritt von Non- und Nearbanks wie Google, Apple und PayPal sowie die resultierende Rivalität zu traditionellen Instituten analysiert.
5 Kunden-Bank Beziehung: Hier stehen die Charakteristika des "neuen Kunden" sowie die spezifischen Herausforderungen bei der Integration älterer Generationen in die digitale Welt im Fokus.
6 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Banken trotz des technologischen Wandels ihre Marktstellung durch kompetente Beratung und die Einbindung innovativer Lösungen sichern müssen.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Bankensektor, Privatkundengeschäft, Kunden-Bank-Beziehung, Nonbanks, Nearbanks, Smartphone, Social Media, NFC, iBeacon, Kundenbindung, Marktwandel, Zahlungsverkehr, Finanzdienstleistung, Beratung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den radikalen Wandel des deutschen Bankensektors vom Verkäufer- zum Käufermarkt, getrieben durch die fortschreitende Digitalisierung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse technologischer Trends, der Identifikation neuer Wettbewerber (Non- und Nearbanks) und der Veränderung der Kundenbeziehung im Zeitalter des Internets.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie klassische Banken durch eine Anpassung ihrer Strategien und Dienstleistungen gegenüber digitalen Konkurrenten wettbewerbsfähig bleiben können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf aktueller Fachliteratur, Marktdaten und Expertenmeinungen basiert, um den Einflussfaktoren auf den Bankenmarkt zu begegnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse digitaler Trends (Social Media, Smartphone, NFC, iBeacon), die Untersuchung neuer Wettbewerber sowie die psychologischen und sozialen Aspekte der veränderten Kundenbeziehung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind unter anderem Digitalisierung, Nonbanks, Kundenbindung, Finanzdienstleistungen, Mobile Payment und Kundenberatung.
Welche Rolle spielen Nonbanks wie Google oder Apple?
Sie agieren als neue, ernstzunehmende Konkurrenten, da sie durch ihre digitalen Plattformen und technologische Schnittstellen (z.B. Apple Pay) traditionelle Zahlungsabwicklungen teilweise in den Hintergrund drängen.
Wie soll die ältere Generation abgeholt werden?
Die Arbeit empfiehlt, technische Neuerungen durch persönliche Beratung und die Verdeutlichung von Nutzen und einfacher Handhabung zu begleiten, um Vertrauen zu schaffen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2015, Der Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt durch die aktuelle Digitalisierung im Bankensektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359183