Zahlreiche Innovationen der Fabrikplanung haben den Fabrikplanungsprozess grundlegend gewandelt. Digitale und integrale Fabrikplanung, die fraktale Fabrik, Segmentierung der Fabrikplanung, sowie die komplexe Fabrik sind hier einige Schlagworte für den Wandel des letzten Jahrzehnts. Ausgelöst wurden diese neuen Methoden als Anpassungsprozess an die steigende Variantenvielfalt, dem Druck nach kürzer werdenden Time-to-Market-Zyklen, kürzeren Produktlebenszyklen sowie der Dezentralisierung von Produktionsstandorten. Moderne strategische Unternehmenskonzepte haben sich in der Fabrikplanung behauptet, um Risiken im Planungsprozess und der Umsetzung des Baus zu minimieren. Hierbei handelt es sich um vielfältige Risiken, die allesamt Folgekosten vereinen.
Moderne Fabriken sollten den Anforderungen und Risiken der Zukunft gewappnet sein. Fabriken mit einem hohen Grad an Wandlungsfähigkeit helfen, sich ändernden Rahmenbedingungen mit geringerem Zeitverzug anpassen zu können. Ein umfassendes Risikomanagement-System hilft, den proaktiven Umgang mit Risiken zu ermöglichen, um somit Kostenvorteile und die frühere Besetzung des Marktes gegenüber Wettbewerbern zu erlangen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 FABRIKPLANUNG
2.1 Der Fabrikplanungsprozess
2.1.1 Anforderungen an den Fabrikplanungsprozess
2.2 Marktcharakteristische Entwicklungen für die Fabrikplanung
2.3 Aufgaben der Fabrikplanung
2.4 Phasen der Fabrikplanung
3 RISIKOMANAGEMENT
3.1 Risikodefinition
3.2 Arten des Risikos
3.3 Regelkreis des Risikomanagements
3.3.1 Risikoidentifikation (1)
3.3.2 Risikobewertung (2)
3.3.3 Risikohandhabung (3)
3.3.4 Risikocontrolling (4)
3.4 Risikomanagement – proaktiv oder reaktiv?
4 RISIKOMANAGEMENT IN DER FABRIKPLANUNG
4.1 Risiken der Planungsphasen und Methoden zu deren Bewältigung
4.1.1 Zielplanung
4.1.2 Vorplanung
4.1.3 Grobplanung
4.1.3 Feinplanung
4.1.4 Ausführungsplanung
4.1.5 Ausführung
4.2 Aufbau eines Risikomanagementsystems
4.3 Methoden des Risikomanagements
4.3.1 Risikostrukturblatt
4.3.2 Risikolandkarte
4.3.3 Risikoreporting
4.4 Methoden des Risikocontrollings
4.5 Weitere Methoden des Risikomanagements der Fabrikplanung
4.5.1 Wahrscheinlichkeits-Ereignis-Analyse (PEA)
4.5.2 Prozess-Mapping
4.5.3 Kreativitätstechniken
4.5.4 Expertenbefragungen
4.5.5 Informationssysteme / Wissensmanagementsysteme
4.5.6 Risikoliste
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Integration eines Risikomanagement-Systems in den komplexen Fabrikplanungsprozess, um durch einen proaktiven Umgang mit Risiken Wettbewerbsvorteile zu sichern und die Planungsqualität zu erhöhen.
- Grundlagen und Definitionen der Fabrikplanung sowie Risikomanagement-Systematiken.
- Detaillierte Analyse der Risiken in den einzelnen Planungsphasen (von der Zielplanung bis zur Ausführung).
- Vorstellung praktischer Methoden zur Risikoidentifikation, -bewertung und -steuerung (z. B. Risikostrukturblätter, Simulation).
- Strategien für den proaktiven Umgang mit Risiken durch Frühwarnsysteme und Wissensmanagement.
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Vorplanung
Inhalte und Zielsetzungen dieser Planungsphase basieren auf den Ergebnissen der Zielplanung. Die Inhalte und Ziele werden in der Regel von den dafür beauftragten Projektteams bearbeitet, sie stellen einen ersten Aufgabenkomplex des Fabrikplanungsvorhabens dar. Die Arbeitsinhalte dieser Planungsphase sind:
- Analyse der Ausgangslage (Produktionspotential)
- Erarbeitung von Planungsgrundlagen
- Abschätzen von Bedarf und Aufwand
- Entwurf von Lösungsprinzipien/Präzisierung Arbeitsrichtung
- Konkretisierung der Aufgabenstellung
- Sicherung der Entscheidungsfähigkeit
Die in dieser Phase erarbeiteten Planungsgrundlagen sind maßgeblich für die Qualität und Treffsicherheit der in den nachfolgenden Planungsphasen zu entwickelnden Lösungen verantwortlichen.
Mittels Simulationstechniken, die durch die digitale Fabrikplanung möglich wurden, können mehrere Szenarien erprobt werden, durch die somit der Aufwand im Planungsprozess verringert wird. Die Simulationstechnik kann dabei helfen, die Aufgabenstellung zu konkretisieren und damit die Entscheidungsfindung für den weiteren Planungsverlauf zu erleichtern. Dem Risiko der Fehleinschätzung des zukünftigen Produktionsprogramms kann unter Berücksichtigung moderner Gestaltungsprinzipien wie z.B. fraktaler oder modularer Fabrikplanung gegengesteuert werden. Ein weiterer Ansatz, um Planungsrisiken in dieser Phase auszuschließen, ist die Sicherstellung funktionierender Informations- und Kommunikationswege innerhalb der Trinität Vertrieb, Produktionsprogrammplanung und Fabrikplanung. Um Fehlentscheidungen vorzubeugen, können Methoden zur Unterstützung der Entscheidungsfindung zum Risikoausschluss beitragen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert den Wandel der Fabrikplanung durch steigende Variantenvielfalt und Marktdruck und betont die Notwendigkeit proaktiven Risikomanagements.
2 FABRIKPLANUNG: Dieses Kapitel definiert den Fabrikplanungsprozess als Investitionsprozess und beschreibt dessen Phasen sowie die hohen Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Flexibilität.
3 RISIKOMANAGEMENT: Hier werden die Grundlagen des Risikomanagements, der Regelkreis der Risikoanalyse und die verschiedenen Risikotypen (Produkt-, Projekt- und Prozessrisiken) theoretisch erläutert.
4 RISIKOMANAGEMENT IN DER FABRIKPLANUNG: Der Hauptteil verknüpft die Methoden des Risikomanagements direkt mit den spezifischen Phasen der Fabrikplanung und stellt Instrumente zur praktischen Umsetzung vor.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst zusammen, dass Risikomanagement ein dynamischer, integraler Bestandteil zukunftsfähiger Fabrikplanung ist, der durch den technologischen Wandel ständige Anpassung erfordert.
Schlüsselwörter
Fabrikplanung, Risikomanagement, Risikocontrolling, Risikoidentifikation, Prozess-Mapping, Projektmanagement, Frühwarnsystem, Investitionsrisiko, Simulationstechnik, Risikostrukturblatt, Risikolandkarte, Risikoreporting, Produktionsprogramm, Flexibilität, Prozessrisiken.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken, die im Rahmen der Planung und Umsetzung von Fabrikprojekten auftreten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die methodische Gestaltung des Fabrikplanungsprozesses und die Implementierung eines begleitenden Risikomanagementsystems zur Sicherung der Projektziele.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Risiken in unterschiedlichen Planungsphasen proaktiv erkannt und durch gezielte Maßnahmen minimiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Darstellung bewährter Projektmanagement- und Risikomanagement-Methoden, ergänzt durch Praxisinstrumente wie das Risikostrukturblatt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Planungsphasen (von der Zielplanung bis zur Ausführung) und die Vorstellung spezifischer Werkzeuge des Risikomanagements.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind Fabrikplanung, Risikomanagement, Risikostrukturblatt, Frühwarnsystem und Prozess-Mapping.
Welche Rolle spielen Simulationstechniken in der Vorplanung?
Simulationstechniken werden genutzt, um Szenarien zu erproben, den Planungsaufwand zu reduzieren und durch frühzeitige Erkenntnisse Fehlentscheidungen bei der Dimensionierung zu vermeiden.
Warum wird das Risikocontrolling als Servicefunktion für das Management bezeichnet?
Es fungiert als Servicefunktion, da es dem Management Methoden zur Risikoidentifikation und -analyse bereitstellt und Informationen über Risikopositionen aufbereitet, um strategische Entscheidungen zu ermöglichen.
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- Daniel Fies (Author), Jens König (Author), 2005, Das Management von Risiken in der Planung von Fabriken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36495