"Wir haben uns noch nie solch einer Herausforderung gegenüber gesehen. Die menschlichen, ökonomischen und ökologischen Kosten des Klimawandels werden bald untragbar sein. Der Klimawandel bedroht den so hart errungenen Frieden, unseren Wohlstand und die Chancen für Milliarden Menschen. Er ist die prägende Aufgabe unserer Zeit. Unsere Antwort wird die Zukunft entscheiden."
Dieses Zitat des ehemaligen Generalsekretärs der Vereinten Nationen Ban Ki-moon zeigt auf, welche herausragende Relevanz die derzeitige Umweltsituation für die gesamte Menschheit besitzt. Als eine der Hauptursachen für diese prekäre Umweltsituation gilt die globalisierte Weltwirtschaft, die insbesondere seit den 1980er Jahren enorm an Bedeutung in ökonomischer, politischer, ökologischer, aber auch soziologischer Hinsicht gewann.
Der Fokus dieser Arbeit liegt, nach einer umfangreichen Darstellung der wirtschaftlichen Globalisierung und den dadurch verursachten Umweltfolgen, auf der Frage, wie und welche sozialtheoretischen Ansätze mit direktem Bezug zur Globalisierung dabei helfen können, der gegenwärtigen Umweltproblematik, einschließlich der des Klimawandels, entgegenzuwirken.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Gegenstand der wirtschaftlichen Globalisierung
3 Umweltsymptomatik und ihre Ursachen im Zuge der wirtschaftlichen Globalisierung
3.1 Der Klimawandel
3.2 Weitere Aspekte der Umweltzerstörung
3.3 Ursachenforschung
4 Soziologie und Umwelt
4.1 Der Umweltbegriff im sozialtheoretischen Verständnis
4.2 Soziologische Lösungsansätze zur Umweltproblematik
4.2.1 Der Homo oeconomicus Ansatz in der Ökologie
4.2.2 Der Cultural Theory-Ansatz
5 Kritische Würdigung und Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen der globalisierten Weltwirtschaft und den daraus resultierenden ökologischen Folgen. Das primäre Ziel ist es, unter Einbeziehung ausgewählter soziologischer Theorien zu erörtern, wie ein tieferes Umweltbewusstsein in der Gesellschaft verankert werden kann, um der fortschreitenden Umweltzerstörung entgegenzuwirken.
- Analyse des Begriffs und der Mechanismen der wirtschaftlichen Globalisierung.
- Darstellung ökologischer Krisensymptome wie Klimawandel und Ressourcenübernutzung.
- Untersuchung der Wechselwirkung zwischen menschlichem Handeln und natürlichen Systemen.
- Evaluation soziologischer Ansätze zur Lösung der Umweltproblematik.
- Kritische Reflexion der Anwendbarkeit theoretischer Modelle in der Praxis.
Auszug aus dem Buch
3.1 Der Klimawandel
Der eingangs erwähnte Prozess des Klimawandels ist nur eines von zahlreichen anderen Symptomen, welches durch die wirtschaftliche Globalisierung als Mit-Verursacher hervorgerufen wurde. Ursächlich für den Klimawandel sind unter anderem der übermäßige Verbrauch, beziehungsweise die Verbrennung von fossilen Energieträgern und das dadurch emittierte Kohlenstoffdioxid, sowie das durch die Massentierhaltung massenhaft produzierte Methangas. Auch hier sind es die bereits wenigen genannten dominierenden Industriestaaten, die den Großteil an Emissionen produzieren, und somit die gesamte Umwelt belasten. Die Kohlenstoffdioxid-Emissionen, welche mit 60 % den Hauptanteil am Klimawandel ausmachen, werden primär durch China und den USA (28 % bzw. 16 % des weltweiten Kohlenstoffdioxid Ausstoßes) produziert. Die anderen genannten führenden Kräfte der wirtschaftlichen Globalisierung folgen dahinter mit jeweils einstelligen Prozentwerten. Dies bestätigt folglicherweise die These, dass die Dominatoren der wirtschaftlichen Globalisierung gleichzeitig auch die Hauptverantwortlichen der Umweltverschmutzung sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der Klimawandel-Problematik als prägende Herausforderung unserer Zeit und skizziert das Ziel der Arbeit, diese durch eine soziologische Perspektive zu beleuchten.
2 Gegenstand der wirtschaftlichen Globalisierung: In diesem Kapitel wird der Begriff der Globalisierung als globaler Vernetzungsprozess ökonomischer Aktionen definiert und die Dominanz einiger weniger Industriestaaten hervorgehoben.
3 Umweltsymptomatik und ihre Ursachen im Zuge der wirtschaftlichen Globalisierung: Dieses Kapitel identifiziert zentrale ökologische Krisen wie Klimawandel und Überfischung und analysiert die Ursachen in exzessivem Konsumverhalten sowie globalen Wirtschaftsstrukturen.
4 Soziologie und Umwelt: Hier werden das theoretische Verhältnis zwischen Gesellschaft und Natur untersucht sowie zwei soziologische Ansätze (Homo oeconomicus und Cultural Theory) zur Bewältigung der Umweltproblematik vorgestellt.
5 Kritische Würdigung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung der theoretischen Lösungsansätze und fordert eine stärkere interdisziplinäre Einbeziehung der Soziologie.
Schlüsselwörter
Wirtschaftliche Globalisierung, Klimawandel, Umweltproblematik, Soziologie, Umweltbewusstsein, Homo oeconomicus, Cultural Theory, Mensch-Natur-Interaktion, Umweltdumping, Nachhaltigkeit, Industrienationen, Ressourcenverbrauch, Sozialwandel, Globale Handelsströme, Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die ökologischen Folgen der wirtschaftlichen Globalisierung und diskutiert, wie soziologische Theorien zum Verständnis und zur Lösung der daraus resultierenden Umweltprobleme beitragen können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Globalisierung, ökologische Krisensymptome wie der Klimawandel, das sozialtheoretische Verständnis der Mensch-Natur-Interaktion sowie die Möglichkeiten soziologischer Lösungsansätze.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob und welche sozialtheoretischen Ansätze dabei helfen können, der gegenwärtigen Umweltproblematik entgegenzuwirken, indem ein nachhaltiges Bewusstsein in der Gesellschaft geschaffen wird.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse soziologischer Konzepte und deren Anwendung auf aktuelle Phänomene der Globalisierung und Umweltpolitik.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Fundierung, eine Darstellung konkreter Umweltschäden, eine soziologische Einordnung des Umweltbegriffs und eine kritische Diskussion zweier spezifischer Lösungsmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Globalisierung, Umweltsoziologie, Homo oeconomicus, Cultural Theory, nachhaltige Entwicklung und globale Verantwortung charakterisiert.
Warum wird der "Homo oeconomicus" in Bezug auf Umweltprobleme kritisch betrachtet?
Obwohl dieser Ansatz hilft, Kosten für Umweltnutzung zu internalisieren, ist die Annahme des vollkommen rational handelnden Menschen in der Realität aufgrund kognitiver Beschränkungen und der Komplexität ökologischer Schäden kaum haltbar.
Was ist die Kernbotschaft der "Cultural Theory" für das Umweltbewusstsein?
Die Theorie besagt, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen unterschiedliche Naturbilder haben; um das Umweltbewusstsein effektiv zu stärken, müssen Kommunikation und Sensibilisierung an die jeweilige Lebensform der Akteure angepasst werden.
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- Tobias Gödden (Author), 2017, Wirtschaftliche Globalisierung und Umwelt. Sozialtheoretische Überlegungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/365234