Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Individuo, grupos, sociedad

Die Integration der Russlanddeutschen in der Bundesrepublik Deutschland

Wie lässt sich die Situation der russlanddeutschen Spätaussiedler durch Alfred Schütz‘ Theorie des Fremden erklären?

Título: Die Integration der Russlanddeutschen in der Bundesrepublik Deutschland

Ensayo , 2017 , 18 Páginas

Autor:in: Alexandra Barth (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Im Rahmen dieser Arbeit wird auf Alfred Schütz‘ Theorie des Fremden eingegangen, um die Situation der russlanddeutschen Spätaussiedler in der Bundesrepublik Deutschland zu analysieren und der Frage nachzugehen, inwieweit sie als Deutsche im Sinne des Grundgesetzes Artikel 116 trotzdem als Fremde in der deutschen Gesellschaft auftreten und dem Begriff „marginal man“, was als ein „kultureller Bastard an der Grenze von zwei verschiedenen Mustern des Gruppenlebens, der nicht weiß, wohin er gehört“ verstanden wird, entsprechen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung zur Fragestellung

2. Bezug auf Schütz‘ Theorie des Fremden

2.1. Die Theorie des Fremden

2.2. Spätaussiedler aus der früheren Sowjetunion: Geschichte und neue Entwicklungen einer Einwanderungsbewegung

2.3. Der Status der Russlanddeutschen laut Schütz‘ Theorie des Fremden

3. Erläuterung der Erkenntnisziele, Arbeitsdefinitionen und Arbeitshypothesen

3.1. Die qualitative empirische Forschung

3.1.1. Das problemzentrierte Interview

3.1.2. Die Leitfragen für das Interview

4. Reflexion erwartbarer Befunde der qualitativen empirischen Forschung anhand vom problemzentrierten Interview

5. Arbeitsplan

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Integrationserfahrungen russlanddeutscher Spätaussiedler in der Bundesrepublik Deutschland unter Anwendung der sozialpsychologischen Theorie des Fremden von Alfred Schütz. Ziel ist es zu analysieren, ob und inwieweit diese Personengruppe trotz ihrer deutschen Abstammung als Fremde in der deutschen Gesellschaft wahrgenommen wird und ob sie das Profil des „marginal man“ erfüllt.

  • Analyse der soziologischen Theorie des Fremden nach Alfred Schütz.
  • Historischer Kontext der Einwanderung russlanddeutscher Spätaussiedler.
  • Methodische Anwendung des problemzentrierten Interviews zur Untersuchung der subjektiven Wahrnehmung der Integration.
  • Untersuchung von Identitätskonflikten und dem Status als "kultureller Bastard" an der Grenze zweier Lebenswelten.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Theorie des Fremden

Die Theorie des aus Österreich stammenden Soziologen Alfred Schütz entstand in den Zeiten des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1944 und ist eine sozialpsychologische Untersuchung der Situation, in der sich die Menschen befinden, die sein Heimatland verlassen und in ein fremdes Land ziehen. In seinem Aufsatz analysiert Alfred Schütz das Verhalten der Migranten im Migrationsland, sowie ihr Verhältnis zur neuen Kultur und neuen sozialen Gruppe, das durch kulturelle Hintergründe und Sprachprobleme erschwert ist. Die Theorie des Fremden basiert nicht nur auf allgemeinen Forschungen, sondern reflektiert auch Schütz‘ Erfahrungen, die er während seiner zweifachen Emigration gesammelt hat. Dabei ist zu erwähnen, dass der Fremde für Alfred Schütz „ein[…] Erwachsene[r] unserer Zeit und Kultur […], der in einer Gruppe zu leben beginnt, von der er dauerhaft akzeptiert oder zumindest geduldet werden möchte“ (Schütz 1972:59), ist. Der Soziologe schließt Besucher, Gäste und Kinder aus. Bei den Besuchern und Gästen handelt es sich um zeitlich begrenzte Anwesenheit, während die Kinder noch fehlende Urteilskraft besitzen.

Die Alltagswelt in einer Heimatgruppe unterscheidet sich von dem Leben in einer fremden sozialen Gruppe dadurch, dass das Wissen in der Heimatgruppe ein kollektiv geteiltes Wissen ist und auf „vertrauenswerten Rezepten“ (Schütz 1972: 58) basiert, die „als eine Vorschrift für Handlungen“ fungieren und „als Anweisungsschema: wer immer ein bestimmtes Resultat erreichen will, muß so verfahren, wie es das Rezept, das für diesen speziellen Zweck gilt, angibt“ und „als Anweisungsschema: wer immer so verfährt, wie es das spezifische Rezept anzeigt, zielt vermutlich auf das entsprechende Resultat“ dienen (Schütz 1972:58). Dadurch sind die Zivilisations- und Kulturmuster der Gruppe ein erprobtes System von Rezeptoren und die Mitglieder der in-group stellen das Wissen, das innerhalb ihrer sozialen Gruppe entsteht, nicht in Frage. Das wird als „Denken-wie-üblich“ bezeichnet und stellt „die „natürlich“-Annahmen, die für eine bestimmte soziale Gruppe relevant sind“ dar(Schütz 1972:58).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung zur Fragestellung: Das Kapitel führt in die demografische Situation in Deutschland ein und beschreibt den spezifischen Status der russlanddeutschen Spätaussiedler als Zuwanderungsgruppe mit einer komplexen historischen Identität.

2. Bezug auf Schütz‘ Theorie des Fremden: Hier wird der theoretische Rahmen erläutert, wobei insbesondere die Konzepte des "Fremden", der "Alltagswelt" und des "marginal man" nach Alfred Schütz auf die Situation der Spätaussiedler übertragen werden.

3. Erläuterung der Erkenntnisziele, Arbeitsdefinitionen und Arbeitshypothesen: Dieses Kapitel begründet die Wahl der qualitativen empirischen Forschung und stellt das Design des problemzentrierten Interviews sowie die Leitfragen vor.

4. Reflexion erwartbarer Befunde der qualitativen empirischen Forschung anhand vom problemzentrierten Interview: Es werden Annahmen darüber formuliert, wie unterschiedliche Altersgruppen und Einreisezeitpunkte die Integration und das Identitätsempfinden beeinflussen.

5. Arbeitsplan: Dieses Kapitel skizziert den zeitlichen Ablauf, die Schritte der Datenerhebung, die Gewinnung von Interviewpartnern sowie die methodische Auswertung des Untersuchungsmaterials.

Schlüsselwörter

Russlanddeutsche, Spätaussiedler, Alfred Schütz, Theorie des Fremden, Integration, Migration, Identität, Marginal Man, Qualitative Forschung, Problemzentriertes Interview, Alltagswelt, Zivilisationsmuster, Kulturbastard, Sozialpsychologie, Ethnische Minderheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Integration von russlanddeutschen Spätaussiedlern in die deutsche Gesellschaft unter Verwendung soziologischer Theorien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Migrationsprozess, die kulturelle Identität, der Status als "Fremder" in der neuen Heimat und die sprachlichen sowie beruflichen Integrationsprobleme.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob russlanddeutsche Spätaussiedler trotz ihrer deutschen Herkunft in Deutschland als Fremde wahrgenommen werden und ob ihr Status dem soziologischen Begriff des "marginal man" entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative empirische Methode angewandt, konkret das problemzentrierte Interview, um subjektive Erfahrungen und Lebenswelten der Betroffenen zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung nach Schütz, der historischen Einordnung der Spätaussiedler und der methodischen Durchführung sowie der Reflexion einer qualitativen Befragung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Integration, "Denken-wie-üblich", "marginal man", russlanddeutsche Spätaussiedler und qualitative Sozialforschung.

Inwiefern beeinflusst der Zeitpunkt der Einreise die Integration laut der Erwartung in der Arbeit?

Es wird erwartet, dass die Einreisezeitpunkte (1995 vs. 2004) sowie das Alter zum Zeitpunkt der Einreise einen signifikanten Einfluss auf die Geschwindigkeit und Tiefe der Integration haben.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Definition des Fremden?

Laut Schütz dient die Sprache als zentrales Auslegungs- und Ausdrucksschema. Der Mangel an Sprachkenntnissen erschwert den Zugang zu den Zivilisationsmustern der neuen Gruppe, was den Aussiedler in eine Identitätskrisis führt.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Integration der Russlanddeutschen in der Bundesrepublik Deutschland
Subtítulo
Wie lässt sich die Situation der russlanddeutschen Spätaussiedler durch Alfred Schütz‘ Theorie des Fremden erklären?
Autor
Alexandra Barth (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
18
No. de catálogo
V366014
ISBN (Ebook)
9783668450776
ISBN (Libro)
9783668450783
Idioma
Alemán
Etiqueta
integration russlanddeutschen bundesrepublik deutschland situation spätaussiedler alfred schütz‘ theorie fremden
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexandra Barth (Autor), 2017, Die Integration der Russlanddeutschen in der Bundesrepublik Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366014
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  18  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint