Einführung und Chancen des E-Payment-Dienstes Paydirekt


Bachelorarbeit, 2017
140 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Motivation und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise

2 Grundlagen
2.1 Ökonomische Transaktionen
2.2 Disruptive Innovationen
2.2.1 Geschäftsmodell
2.2.2 Innovation
2.2.3 Auswirkung der Innovationen auf Geschäftsmodelle

3 Entstehung des Geschäftsmodells Electronic Commerce
3.1.1 Internet als Motor für neue Geschäftsmodelle
3.1.2 Entwicklung des Electronic-Commerce in Deutschland
3.2 Electronic Payment als Geschäftsmodell
3.2.1 Kategorien von Electronic-Payment Systemen
3.2.2 Anforderungen an Zahlungssysteme
3.2.2.1 Gemeinsame Anforderungen
3.2.2.2 Anforderungen im Zielkonflikt
3.3 Populäre Zahlungssysteme im Electronic-Commerce
3.3.1 Klassische Zahlungssysteme
3.3.2 Electronic-Payment-Zahlungssysteme
3.3.3 Überblick
3.4 Aktuelle Trends im Zahlungsverkehr

4 Vorstellung des elektronischen Zahlungssystems paydirekt
4.1 Transaktionsprozess
4.2 Problematik bei der Einführung eines Zahlungsverfahrens

5 Empirische Untersuchung der Kundenanforderungen an E-Payment-Verfahren
5.1 Vorstellung des Fragebogens
5.2 Analyse der demographischen Daten der Umfrageteilnehmer
5.3 Auswertung der Umfrage

6 Nutzwertanalyse ausgewählter Zahlungsverfahren
6.1 Vorgehensweise und Bewertung der Methode
6.2 Durchführung der Analyse
6.2.1 Festlegung der Entscheidungsalternativen
6.2.2 Bestimmung der Zielkriterien
6.2.3 Gewichtung der Zielkriterien
6.2.4 Bestimmung des Teilnutzwertes
6.2.5 Ermittlung des Gesamtnutzwertes
6.2.6 Vorteilsbewertung der Alternativen

7 Schlussfolgerungen aus den Untersuchungen
7.1 Stärken und Schwächen von paydirekt
7.2 Handlungsempfehlung zur Etablierung des Dienstes
7.3 Disruptives Potential von E-Payment-Verfahren

8 Fazit
8.1 Kritische Würdigung
8.2 Resümee und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abstract

Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es die Chancen des Online-Bezahlverfahrens paydirekt auf dem Markt der elektronischen Zahlungssysteme zu bewerten. Dazu wird zunächst eine Analyse der Kundenanforderungen an Zahlungssysteme basierend auf einer Onlineumfrage durchgeführt. Davon ausgehend folgt eine Nutzwertanalyse ausgewählter klassischer und elektronischer Verfahren, mit dem Ziel die individuellen Stärken und Schwächen dieser herauszuarbeiten. Dabei konnte sich keine der betrachteten Bezahl-Alternativen erheblich von den Übrigen herausheben. Weiterhin liefert die Analyse die Erkenntnis, dass paydirekt konkurrenzfähig ist und über Potential verfügt sich im Onlinehandel zu etablieren. Die Verbreitung gestaltet sich jedoch aufgrund des vorliegenden Netzwerkeffektes von Zahlungssystemen als kompliziertes und langwieriges Vorhaben. Abschließend liefert der Autor Handlungsempfehlungen, um dieses Bestreben weiter zu forcieren und den Kundenutzen des Dienstes zu stärken.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Phasen ökonomischer Transaktionen.

Abbildung 2 - Entwicklung des Internets und E-Commerce in Deutschland.

Abbildung 3 - Anforderungen an Zahlungssysteme.

Abbildung 4 - Zahlungsverfahren im E-Commerce (Hochrechnung ohne Amazon).

Abbildung 5 - Zahlungsabwicklung mit PayPal.

Abbildung 6 - Zahlungsabwicklung mit giropay.

Abbildung 7 - Zahlungsabwicklung mit SOFORTüberweisung.

Abbildung 8 – Modelle verschiedener Netzwerktypen.

Abbildung 9 - Zahlungsablauf mit paydirekt.

Abbildung 10 - Geschlecht und Alter der Teilnehmer.

Abbildung 11 - Häufigkeit des Onlineshoppings der Teilnehmer.

Abbildung 12 - Nutzung und Bekanntheit von Zahlungsverfahren.

Abbildung 13 - Auswertung des Modells.

Abbildung 14 - Abweichung der einzelnen Nutzergruppen von der Gesamtheit der Stichprobe.

Abbildung 15 - Nutzen von Zusatzfunktionen.

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 - Vergleich von Paymentkategorien nach Transaktionsvolumen.

Tabelle 2 - Übersicht der vorgestellten Zahlungsverfahren.

Tabelle 3 - Bewertung der Aussagen.

Tabelle 4 - Gruppierte Zielkriterien.

Tabelle 5 - Gewichtung der Hauptkriterien.

Tabelle 6 - Gewichtung der Unterkriterien.

Tabelle 7 - Verbreitung von Zahlungsverfahren.

Tabelle 8 - Bewertung der Zusatzfunktionen.

Tabelle 9 - Teilnutzen der Alternativen von Kriterium 8.1.

Tabelle 10 - Berechnung des Gesamtnutzwertes.

Tabelle 11 - Ranking der Entscheidungsalternativen.

1 Einleitung

Die Geschichte der Zahlungsmittel reicht bis in das fünfte Jahrtausend vor Christus zurück. Die Art und Weise der Bezahlung unterliegt seitdem einem kontinuierlichen Veränderungsprozess.[1] Zu Beginn fand ein reiner Austausch von Gütern statt, welcher zunächst durch den Handel mit Münzgeld, später Papiergeld und schließlich virtuellem Giralgeld ersetzt wurde.[2] Banken unterstützen den wirtschaftlichen Handel hierbei durch die Bereitstellungen von Finanzdienstleistungen. Diese Funktion konnten sie seit ihrer Gründung im zwölften Jahrhundert konstant ausüben und ihre Bedeutung für die wirtschaftliche Wertschöpfung festigen.[3] Doch seit Beginn der 1990er Jahre befinden sich die Banken und der Zahlungsverkehr in einem dynamischen Veränderungsprozess.[4] Während anfangs die Zeitabstände zwischen Innovationen und Veränderungen im Zahlungsverkehr bei mehreren Jahrhunderten lagen, haben sich die Innovationszyklen zuletzt auf wenige Jahre oder Monate verkürzt.[5] Dies führt zu einem immer schnelleren Wandel der Finanzindustrie, der besonders durch den technischen Fortschritt und die damit einhergehende Digitalisierung zurückzuführen ist.[6] Die sogenannte Digitalisierung bezeichnet in diesem Kontext die Durchdringung der Informationstechnologie (kurz IT) in alle Lebensbereiche der Gesellschaft. Dies führt zu Veränderungen von Arbeitsabläufen, Konsumgewohnheiten sowie Geschäftsmodellen.[7] Infolgedessen haben sich auch die Anforderungen, welche die Kunden an ihre Finanzgeschäfte stellen sich deutlich verändert.[8] Die grundlegenden Kundenbedürfnisse, sicheres Banking mit individueller Beratung durch einen persönlichen Berater bleiben zwar bestehen, doch hat sich die Art und Weise, wie dies erfolgen soll, stark gewandelt.[9] Einfache Prozesse möchte der Kunde selbstständig von zuhause und zu jeder Tageszeit erledigen können.[10] Dabei wünscht dieser eine flexible Wahl des Vertriebskanals. Er unterscheidet nicht zwischen Offline- und Online-Geschäft und hält es für selbstverständlich, dass diese nahtlos ineinander übergreifen.[11] Den als innovationsschwach betitelten Banken wird häufig vorgeworfen, nicht angemessen auf die neuen Anforderungen zu reagieren.[12] Die augenscheinliche Diskrepanz zwischen den geänderten Kundenanforderungen und der Umsetzung dieser in den Finanzdienstleistungen der Banken schafft einen Markt für neue Wettbewerber.[13] Direktbanken, ohne eigenes Filialnetz, und FinTechs[14] drängen mit neuartigen Finanzdienstleistungen in den Finanzmarkt ein. Ihre Geschäftsmodelle sind geprägt von einer hohen Kundenorientierung und innovativen Dienstleistungen.[15] Sie profitieren von der Tatsache, dass die immateriellen Bankdienstleistungen nahezu ausschließlich auf Informationstechnologie beruhen und sich dadurch mit vergleichsweise geringem Aufwand imitieren und über neue digitale Kanäle vertreiben lassen.[16] Noch können die Banken ihre Vorherrschaft im Zahlungsverkehr gegen die neuen Wettbewerber behaupten, doch der Konkurrenzdruck steigt zunehmend.[17] Mit der Aussage „Banking is a necessay, Banks are not“[18] prophezeite der Microsoft Gründer Bill Gates bereits im Jahr 1994 das Ausscheiden der Banken vom Zahlungsmarkt. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat bereits zu bedeutenden Veränderungen in der Finanzindustrie geführt. Viele Experten sind jedoch der Meinung, dass sich die Branche erst am Anfang eines tiefgreifenden Veränderungsprozesses befindet, welcher die Banken zunehmend vor komplexe Herausforderungen stellt.[19]

1.1 Motivation und Zielsetzung

Um sich dem dynamischen Markt anzupassen und ihre eigene Wettbewerbsposition zu festigen, sind die Banken angehalten auf den Wandel zu reagieren und ihre Dienstleistungen an den geänderten Anforderungen und neuen Wettbewerbern auszurichten.[20] Diese Arbeit basiert auf Untersuchungen innerhalb der Finanz Informatik GmbH & Co. KG (nachfolgend Finanz Informatik), dem IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Das Angebot der Finanzinformatik reicht von der Entwicklung und Bereitstellung von IT-Anwendungen, Netzwerken, technischer Infrastruktur und Rechenzentrumsbetrieb bis zur Beratung und Schulung der Sparkassenmitarbeiter. Insgesamt verwaltet das Unternehmen 122 Millionen Konten. Auf dem System werden jährlich über 102 Milliarden Transaktionen getätigt. Gemessen an diesen Zahlen ist die Finanz Informatik einer der größten IT-Finanzdienstleister Europas.[21] Das Ziel des Unternehmens ist es, die Sparkassen für den dynamischen Wettbewerb zu unterstützen und dadurch deren Markposition zu festigen.[22] Aus diesen Bemühungen schuf die deutsche Kreditindustrie ein einheitliches Bezahlverfahren für den Onlinehandel. Unter dem Namen paydirekt wurde der Dienst Ende 2015 produktiv geschaltet.[23] Viele Experten halten dies, vor dem Hintergrund, dass mit PayPal ein vergleichbarer Dienst bereits im Jahr 1999 online ging, als verspätete Reaktion auf die dynamischen Veränderungen des Zahlungsmarktes.[24] Doch welche Chancen hat der Dienst sich auf dem umkämpften Markt der Online-Zahlungsverfahren zu etablieren? Ziel der Arbeit ist es den Zahlungsdienst paydirekt im Vergleich zu anderen Zahlungsverfahren im Onlinehandel zu bewerten. Dazu werden sowohl Schwachstellen als auch Stärken des Verfahrens aufgezeigt. Darauf aufbauend sollen Handlungsempfehlungen aufgezeigt werden, um den Dienst weiter zu etablieren und die Nutzung zu fördern.

1.2 Vorgehensweise

Zum thematischen Einstieg wird zunächst grundlegendes theoretisches Wissen zu Geschäftsmodellen und deren Wandel vermittelt. Nach der anschließenden Einordnung von Finanzdienstleitungen als Bestandteil ökonomischer Transaktionen, folgt ein theoretischer Ansatz zur Marktdurchdringung durch neue Wettbewerber. Daraufhin wird die Entstehung des Geschäftsmodells Electronic Payment vorgestellt und verschiedene Zahlungssysteme im Onlinehandel sowie die Anforderungen, welche an diese gestellt werden, aufgezeigt. Hierbei wird paydirekt, dem zentralen Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit, ein eigenes Kapitel gewidmet. Neben Informationen über den Dienst selbst wird dabei besonders auf Problematik bei der Einführung des Dienstes eingegangen. Anschließend erfolgt eine empirische Datenerhebung der Kundenanforderungen an Zahlungssysteme in Form einer Onlineumfrage. Auf Grundlage der Umfrage, wird in Kapitel fünf eine nwa ausgewählter Zahlungsverfahren. Der Fokus liegt dabei auf einem Vergleich der verschiedenen Verfahren und der Positionierung von paydirekt zu dessen Konkurrenz. Darauf aufbauend gibt der Autor im letzten Kapitel Handlungsalternativen zur weiterführenden Etablierung des Dienstes. Aufgrund der Tatsache, dass paydirekt zunächst nur für Kunden von deutschen Banken und Sparkassen zugänglich ist, sind sämtliche Betrachtungen und Annahmen dieser Arbeit auf die nationale Ebene beschränkt.

2 Grundlagen

Das folgende Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen, auf denen die Untersuchungen und Erkenntnisse dieser Arbeit aufbauen.

2.1 Ökonomische Transaktionen

Ökonomische Transaktionen bilden die Basis wirtschaftlichen Handelns.[25] Sie beschreiben den Übergang eines Wirtschaftsobjektes von einem Wirtschaftssubjekt auf ein anderes.[26] Bei dem getauschten Gegenstand kann es sich um Güter oder Forderungen handeln. Güter umfassen Waren, Dienstleistungen oder Faktorleistungen. Forderungen hingegen beschreiben den Anspruch auf Entgelt für ein getauschtes Gut.[27] Erfolgt die Übertragung eines Gutes oder einer Forderung ohne Gegenleistung, wird dies als Schenkung bezeichnet.[28] In dieser Arbeit wird lediglich der Handel mit Gütern gegen Forderungen behandelt, was einen Großteil der getätigten Transaktionen ausmacht und den Güterkauf oder Güterverkauf beschreibt.[29]

Der primäre Wertschöpfungsprozess des Kaufes oder Verkaufes läuft dabei in drei Phasen ab.[30] Zu Beginn steht die Informationsphase, in welcher sich ein Kunde über passende Güter, Anbieter, rechtliche Bedingungen und Konditionen informiert.[31] Ist die Wahl getroffen, folgt die Vereinbarungsphase. Hier verhandeln beide Transaktionspartner über Preis, Gegenstand und die Modalitäten der Bezahlung.[32] In der letzten Phase, der Abwicklungsphase, erfolgt der Leistungsaustausch. Sie ist geprägt von der Lieferung des Produktes und der Bezahlung als Gegenleistung.[33]

Banken agieren als Unterstützer des primären Wertschöpfungsprozesses ökonomischer Transaktionen. Sie bieten Finanzdienstleistungen, wie die Abwicklung von Zahlungen, Güterfinanzierung mittels Kredit oder das Aussprechen von Zahlungsgarantien.[34] Die Bereitstellung dieser Dienstleistung bildet einen sekundären Wertschöpfungsprozess, welcher sich vom primären Wertschöpfungsprozess, dem Güterkauf, ableiten lässt und in dessen Abwicklungsphase angestoßen wird.[35] Viele Jahrhunderte konnten die Banken ihre Monopolstellung bei der Bereitstellung der unterstützenden Finanzdienstleistungen beibehalten. In den vergangenen Jahren nahm der Konkurrenzdruck durch neue Wettbewerber jedoch deutlich zu.[36] Die nachfolgenden Unterkapitel liefern einen theoretischen Ansatz für diesen Effekt und beschreiben mögliche Strategien der Banken, um auf diese Entwicklung zu reagieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Phasen ökonomischer Transaktionen.[37]

2.2 Disruptive Innovationen

Die Theorie disruptiver Innovationen beschreibt einen marktbasierten Ansatz für das Scheitern etablierter Unternehmen am Markt und liefert den theoretischen Hintergrund für die Notwendigkeit der Banken, sich dem dynamischen Zahlungsmarkt anzupassen.[38] Zugleich beschreiben die folgenden Unterkapitel eine wirksame Strategie, zur Einführung und Etablierung neuer Produkte und Dienstleistungen am Markt.[39] Zum Verständnis des Effektes werden zunächst die Begriffe Geschäftsmodell und Innovation definiert. Daraufhin werden beide Begriffe zueinander in Beziehung gesetzt, indem die Auswirkungen von Innovationen auf Geschäftsmodelle erläutert werden.

2.2.1 Geschäftsmodell

Ein Geschäftsmodell ist definiert als eine „[…] vereinfachte Abbildung einer auf Gewinn abzielenden Unternehmung […]“, das aus den „wesentlichen Elementen [...] und deren Verknüpfungen […]“ besteht.[40] Das zentrale Ziel von Geschäftsmodellen liegt dain, die Elemente so zu kombinieren, dass diese sich gegenseitig verstärken und ein wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird.[41] In der Literatur ist dabei keine einheitliche Definition gegeben, welche Elemente ein Geschäftsmodell beschreiben.[42] Als grundlegende Bestandteile eines Geschäftsmodells sind jedoch häufig die Kundensegmente, Kundenkanäle, Leistungen, Prozesse, Ressourcen, Partner sowie die Kosten und Umsätze eines Unternehmens definiert.[43] Aus einer günstigen Kombination dieser Elemente folgt die Erstellung von Dienstleitungen und Produkten[44] sowie eine Erhöhung des Kundennutzens.[45] Der neu geschaffene Kundennutzen, soll die Beziehungen zu diesen stärken und die Differenzierung gegenüber Wettbewerbern fördern, mit dem Ziel, dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.[46]

Durch die logische Abbildung der Zusammenhänge in einem Unternehmen, dient das Geschäftsmodell als Analyse- und Planungsinstrument. Ein Modell des IST-Zustandes eines Unternehmens erlaubt die Bewertung der einzelnen Elemente und deren Zusammenhänge. Ein SOLL-Modell wird über die Rekombination bzw. Veränderung der Elemente, mit dem Ziel den wirtschaftlichen Nutzen zu optimieren, geschaffen.[47] Ein Geschäftsmodell liefert den Banken somit ein Werkzeug, welches es ihnen erlaubt ihre eigenen Geschäftstätigkeiten modellhaft abzubilden und anhand der einzelnen Elemente zu analysieren. Dies ermöglicht es die eigenen Stärken und Schwächen zu identifizieren. Davon ausgehend besteht für die Banken die Möglichkeit, ihre Geschäftstätigkeit abzuändern, um sich dem Wettbewerb anzupassen und gegen die neuen Mitbewerber zu behaupten.[48] Die dafür notwendigen Veränderungen werden durch Innovationen herbeigeführt, welche im folgenden Kapitel beschrieben sind.

2.2.2 Innovation

Das Wort Innovation leitet sich von dem lateinischen Wort „innovare“ ab, was sich mit „Neuerung“ oder „Erneuerung“ übersetzen lässt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird darunter häufig eine neue Technologie oder ein neuartiges Produkt verstanden.[49] Für den Begriff ist in der Literatur keine allgemeingültige Definition beschrieben. Aus ergebnisorientierter Sichtweise sind Innovationen, „am Markt oder unternehmensinterne qualitative Neuerungen, mit dem Ziel der Verbesserungen des eigenen wirtschaftlichen Erfolgs“[50]. Die betriebswirtschaftliche Definition sieht die Erfüllung der Unternehmensziele auf eine neuartige Weise als zentrales Ziel einer Innovation.[51] Andere Ansätze verstehen den Begriff als einen mehrstufigen und komplexen Prozess.[52] Dieser ist als eine Abfolge von Aktivitäten und Entscheidungen beschrieben, die zur Vermarktung eines Produktes oder Einführung eines Prozesses führen.[53] Für eine differenzierte Betrachtungsweise ist das Innovationsobjekt, der Innovationsgrad sowie die Innovationsdimension zu beachten.

Das Innovations-Objekt beschreibt worauf sich eine Innovation auswirkt:[54]

- Leistungs-Innovationen beschreiben die bedarfsgerechte Erneuerung und Verbesserung von Produkten oder Dienstleistungen.
- Prozess-Innovationen führen zu einer effizienteren[55] Herstellung von Produkten oder Dienstleistung.
- Markt-Innovationen umfassen die Identifikation neuer und Veränderungen bestehender Märkte.
- Sozial-Innovationen nehmen Einfluss auf Lebensstile und den sozialen Wandel.

Der Innovationsgrad beschreibt die Auswirkungen einer Innovation:[56]

- Inkrementelle Innovationen bilden geringe Veränderungen. Von ihnen gehen geringe Chancen und Risiken aus.
- Radikale Innovationen hingegen schaffen tiefgreifende Veränderungen, quantitativer und qualitativer Art, die auf die Innovationsobjekte wirken. Sie beinhalten hohe Chancen bei einem hohen Risiko.

Unter der Innovationsdimension versteht man die Perspektive einer Neuigkeitseigenschaft. Sie beschreibt, für wen eine Innovation eine Erneuerung darstellt:[57],[58]

- Die unternehmensorientierte Perspektive gibt die Neuigkeitseigenschaft eines Produktes oder Prozesses für das eigene Unternehmen an.
- Die kundenorientierten Perspektive beinhaltet aus einer Innovation resultierenden Veränderungen für die Kunden eines Unternehmens.
- Die wettbewerbsorientierte Perspektive beschreibt wie lange sich eine Innovation bereits auf dem Markt befindet oder auf diesen einwirkt.

2.2.3 Auswirkung der Innovationen auf Geschäftsmodelle

Wie im vorangehenden Kapitel erläutert, führen Innovationen zu Neuerungen auf einem bestimmten Innovationsobjekt, wie einem Produkt, einem Prozess oder einem Markt.[59] Bei dem Innovationsobjekt kann es sich auch um ein oder mehrere Elemente eines Geschäftsmodells handeln. Diese werden dahingehend verändert, dass sie auf einen erhöhten wirtschaftlichen Nutzen abzielen.[60] Die bewusste Rekombination oder Weiterentwicklung der Elemente wird als Geschäftsmodellinnovation bezeichnet.[61] Somit bleibt festzuhalten, dass Innovationen bestehende Geschäftsmodelle verändern oder gar neue Bereiche schaffen können.[62] Die erfolgreiche Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen ermöglicht es einem Unternehmen neuartige Produkte oder Dienstleistungen anzubieten und mit diesen neue oder zuvor unbekannte Kundenbedürfnisse abzudecken.[63] Dies führt zu einer Differenzierung gegenüber den Mittbewerbern und verschafft dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil.[64]

In welcher Beziehung die aus dem Innovationsprozess resultierenden Geschäftsmodelle zu den traditionellen Modellen stehen, ist dabei von der Art der Innovation abhängig. Der Autor Christensen (2006) unterscheidet zwischen disruptiven (ablösenden) und substaining (erhaltenden) Innovationen.[65]

- Erhaltende Innovationen führen zu einer Verbesserung bestehender Produkte entlang der vorherrschenden Maßstäbe.[66] Es entwickeln sich komplementäre Geschäftsmodelle, die ergänzend zu den traditionellen Geschäftsmodellen parallel fortbestehen.[67]
- Disruptive Innovationen hingegen schaffen neuartige Produkte, Technologien oder Prozesse und ändern die Maßstäbe und Kriterien, nach welchen deren Leistungsfähigkeit bewertet werden.[68] Die resultierenden Geschäftsmodelle, drängen auf den Markt und drohen die traditionellen Geschäftsmodelle mit ihren alten Produkten, Technologien und Prozessen zu ersetzen. Dieser fortlaufende Verdrängungsprozess kann sich dabei in kurzer Zeit abspielen oder viele Jahre andauern.[69] Die Geschäftsmodelle bieten häufig nutzerfreundlichere Produkte oder Dienstleistungen und zeugen von einer hohen Kundenorientierung.[70]

Ob eine Innovation für ein Unternehmen disruptiv oder erhaltend ist, hängt von dessen Umfeld und Management sowie dem Markt selbst ab. Das Scheitern etablierter Unternehmen ist folglich nicht auf eine reine Innovation selbst, sondern aus den daraus resultierenden Geschäftsmodellen zurückzuführen.[71] So sind es häufig unbekannte Unternehmen („Entrants“), die mit disruptiven Geschäftsmodellen in den Markt drängen und den etablierten Wettbewerbern („Incumbents“) ihre Position streitig machen.[72],[73] Auf dem Finanzmarkt nehmen die traditionellen Banken die Position der Incumbents ein, welche die Erhaltung ihrer Marktposition anstreben. Dabei sehen diese sich gezwungen, neue Produkte, Technologien und Innovationen der neuen Wettbewerber zu überwachen. Eine zentrale Aufgabe besteht darin, disruptives Potential einer Innovation frühzeitig zu erkennen und das eigene Geschäftsmodell dementsprechend anzupassen.[74] Diese anpassenden Innovationen sind somit für den langfristigen Fortbestand eines Unternehmens am Markt zwingend notwendig.[75]

3 Entstehung des Geschäftsmodells Electronic Commerce

Die theoretische Veränderung bzw. Entstehung neuer Geschäftsmodelle durch Innovationen wird im folgenden Kapitel anhand des Beispiels des Onlinehandels aufgezeigt.

3.1.1 Internet als Motor für neue Geschäftsmodelle

Obwohl die Begriffe Internet und World Wide Web (kurz WWW) im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als Synonym verstanden werden, sind die Bezeichnungen voneinander abzugrenzen. Als Internet bezeichnet man ein globales Rechnernetz, das aus einer Vielzahl verschiedener lokaler und nationaler Einzelnetze besteht.[76] Ursprünglich als Kommando- und Überwachungsnetz zu Militärzwecken entwickelt, wuchs das Netz durch den Zusammenschluss einzelner Netze immer weiter. Heute ermöglicht es einen weltweiten Informationsaustausch zwischen angebundenen Rechnern.[77] Beim WWW hingegen handelt es sich um eine einfach zu bedienende Nutzerschnittstelle. Sie ermöglicht es dem Nutzer Webseiten aufrufen und liefert somit eine grafische Nutzeroberfläche zu Nutzung des Netzwerkes.[78] Die Einführung des WWWs Anfang der 1990er Jahre machte das Internet für private Nutzer attraktiv.[79] Die Anzahl der Internetnutzer in Deutschland ist seitdem kontinuierlich gestiegen und liegt heute bei 79 %.[80],[81]

Mit zunehmender Nutzung des Internets, gewann eine kommerzielle Verwendung der Technologie schnell an hoher Attraktivität. So bildeten sich aus der Technologie des Internets neuartige Geschäftsmodelle. Ein Beispiel dafür ist der Electronic-Commerce.[82]

3.1.2 Entwicklung des Electronic-Commerce in Deutschland

Die Erschließung des Internets als neuer Vertriebsweg führt in vielen Branchen zu einem Strukturwandel.[83] Die bestehenden Geschäftsmodelle werden um das Element der digitalen Vertriebswege erweitert. Diese Verlagerung des primären Wertschöpfungsprozesses einer ökonomischen Transaktion, dem Güterkauf und Güterverkauf, auf einen digitalen Vertriebskanal wird als Electronic-Commerce (kurz E-Commerce) bezeichnet.[84] In der Literatur ist E-Commerce als der „Handel mit Waren, Dienstleistungen und Informationen über das Internet“ definiert.[85] Neben der eigentlichen Transaktion zählen sämtliche Pre- und Postsale-Aktivitäten, also sekundäre Wertschöpfungsprozesse, die sich aus den primären Wertschöpfungsprozess ergeben, zum E-Commerce.[86] Diese Aktivitäten, wie der Versand, die Zahlung oder Marketing können sowohl über das Internet als auch auf analogem Weg erfolgen.[87]

Viele Definitionen beschreiben lediglich den Business-to-Consumer-Markt (B2C-Markt). Eine speziellere Definition umfasst sämtliche elektronische Transaktionen zwischen einer Organisation und einer Drittpartei. Diese können finanzieller oder nicht finanzieller Art sein. Bei der Drittpartei kann es sich neben den Konsumenten (B2C) auch um Geschäftskunden (B2B) oder anderen Organisationen handeln.[88]

Parallel zum Siegeszug des Internets hat sich auch der Onlinehandel positiv entwickelt. Der durch E-Commerce erzielte Umsatz in Deutschland ist seit Beginn stetig gewachsen und lag im Jahr 2016 bei ca. 44 Milliarden Euro.[89] Als Vorreiter der Onlineshops gilt Jeff Bezos, dessen Online Buchlanden Amazon 1995 online ging. Heute bietet der Versandhändler eine breitgefächerte Produktpalette von Waren und Services in über 190 Ländern an.[90]

Während die Anzahl der Internetnutzer in Zukunft zu stagnieren scheint, sind die Umsatzprognosen für den Onlinehandel durchaus positiv.[91] Der Online-Anteil am Gesamthandel lag im Jahr 2015 bei lediglich 11,6 %.[92] Ein Großteil des Potentials des Onlinehandels ist somit noch nicht ausgeschöpft, weshalb auch in Zukunft mit wachsendem Umsatz zu rechnen ist.[93] Mit genauem Blick auf die Statistik wird deutlich, dass 40 % der Umsätze von den zehn größten Onlineshops stammen.[94] Amazon ist der umsatzstärkste Versandhandel in Deutschland und konnte im Jahr 2015 7,8 Mrd. Euro umsetzen, was 19 % des Gesamtumsatzes in Deutschland entspricht.[95]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 - Entwicklung des Internets und E-Commerce in Deutschland.[96]

3.2 Electronic Payment als Geschäftsmodell

Mit der Erschließung des Internets als Vertriebskanal und dem daraus resultierenden Erfolg des E-Commerce sahen viele Experten die Notwendigkeit, speziell an die Anforderungen des E-Commerce angepasste Zahlungsverfahren zu entwickeln.[97] Aus diesem Bestreben heraus bildet sich das Geschäftsmodell des Electronic-Payment (kurz E-Payment). Eine einheitliche Definition des Begriffs ist in der Literatur nicht gegeben. Der zusammengesetzte Begriff lässt sich mit „elektronische Zahlung“ übersetzen.[98] Hartmann (2006) definiert E-Payment als Zahlungen, „die auf elektronischem Weg initiiert, abgewickelt und empfangen werden“[99]. Nach dem Verständnis von Meier und Stormer (2008) muss lediglich die Übermittlung elektronisch erfolgen. Der Anstoß zum Bezahlprozess kann dabei auch auf analogem Weg stattfinden.[100] Anders als im E-Commerce erfolgt der sekundäre Wertschöpfungsprozess somit zwingend elektronisch, wobei der auslösende primäre Prozess sowohl elektronisch als auch analog ablaufen kann.

Ein elektronisches Zahlungssystem ist „[…] ein informationstechnisches System, mit dessen Hilfe Zahlungsmittel zwischen Teilnehmern transferiert werden können“[101]. Es umfasst die Menge der Technologien, Verfahren, Systeme und Organisationstrukturen, die es ermöglichen Zahlungsmittel elektronisch zu transferieren.[102] Internetbanking fällt dabei nicht unter die Definition eines Elektronischen Zahlungssystems, da es sich dabei lediglich um die reine Administration eines traditionellen Zahlungssystems über das Internet handelt.[103] Im Laufe der Jahre entstand eine Vielzahl verschiedener Systeme, die jeweils unterschiedliche Kundenbedürfnisse abdecken sollten. Doch nur wenige dieser Verfahren konnten sich auf dem Markt behaupten.[104]

3.2.1 Kategorien von Electronic-Payment Systemen

Die E-Payment-Systeme lassen sich nach bestimmten Kriterien in Kategorien unterteilen. Die Klassifizierung erfolgt nach dem Zeitpunkt der Zahlung, nach der Höhe des Betrages und nach Art des Verfahrens.[105]

Zeitpunkt der Zahlung

a. Bei Pre-Paid-Verfahren (oder Pay-Before-Verfahren) erfolgt die Belastung des Kunden vor dem eigentlichen Zahlvorgang. Dafür wird ein beliebiger Betrag auf ein Speichermedium, wie eine Geldkarte oder eine digitale Geldbörse, eingezahlt. Dieses Guthaben kann darauf für Einkäufe genutzt werden, bis es aufgebraucht ist und eine weitere Einzahlung notwendig ist.[106] (Bsp: Charge-Karte[107] )
b. Bei der Nutzung von Pay-Now-Verfahren erfolgt die Belastung des Kunden zeitgleich mit dem Erwerb der Ware.[108] (Bsp: Vorkasse)
c. Bei Pay-Later-Verfahren liegt der Zeitpunkt der Belastung hinter dem der Zahlung. Der Kunde erhält zuerst die Ware und zahlt diese im Nachgang.[109] (Bsp: Rechnung)

Höhe des Geldbetrags

Die Kategorisierung von Bezahlsystemen nach deren Transaktionsvolumina wird in der Literatur nicht einheitlich beschrieben. Die Bezeichnungen der Systeme sowie deren Grenzen variieren zwischen den Autoren. Bei allen betrachteten Autoren (Dannenberg/Ulrich (2004); Thymian/Niemeyer (2001); Fritz (2013)) erfolgt die Differenzierung in vier Kategorien, wobei sich die Betragsgrenzen voneinander unterscheiden. Die Bezeichnungen Micropayment und Macropayment werden allen drei Autoren verwendet. Häufig erfolgt die Differenzierung der Verfahren nur nach diesen zwei Kategorien. Micropaymentsysteme wickeln kleine Transaktionen mit niedrigen Volumen ab, wohingegen bei Macropaymentsystemen große Beträge übermittelt werden.[110] In der Literatur ist keine einheitliche Abgrenzung zwischen Micro- und Macroverfahren definiert. Eine häufig benannte Grenze liegt bei fünf Euro.[111]

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten[112] [113] [114]

Tabelle 1 - Vergleich von Paymentkategorien nach Transaktionsvolumen.

In dieser Arbeit findet die Klassifizierung von Thymian und Niemeyer Anwendung, da sich diese für die Repräsentation eines durchschnittlichen Warenkorbes am besten eignet. Der Betrag liegt bei etwa 64 € und somit genau im Bereich des Normalpayments.[115] Der Bereich des Macropayments beginnt bei einem Wert über 100€. Die Kategorie des Picopayments, für Zahlungen unter einem Cent, wird dabei aufgrund der geringen Relevanz für den E-Commerce nicht berücksichtigt. Die Kategorie des Micropayments umfasst somit den Wertebereich von null bis fünf Euro.

Art des Verfahrens

a. Bei nutzerkontenunabhängige Zahlungsverfahren handelt es sich in der Regel um Geldkarten, die nach dem Pre-Paid-Verfahren vor der Zahlung mit einem Betrag geladen werden müssen. Sie erfordern keine Registrierung des Nutzers.[116]
b. Nutzerkontenabhängige Zahlungsverfahren hingegen erfordern eine vorherige Registrierung. Der Nutzer muss je nach Verfahren seine Adresse, Telefonnummer, Mailadresse oder Kontoverbindung angeben.[117] Sind Zahlungsinformationen hinterlegt und verifiziert, hat der Kunde oft die Wahl, ob die Zahlung im Pre-Paid, Pay-Now oder Pay-Later-Verfahren ablaufen soll.[118]
c. Voraussetzung für die Nutzung eines Direktüberweisungsverfahrens ist ein Onlinegirokonto.[119] Der Kunde meldet sich mit seinen gewohnten Onlinebanking-Zugangsdaten bei dem Verfahren an und legitimiert die Zahlung durch wenige Klicks. Die Überweisung wird darauf direkt vom Girokonto des Kunden nach dem Pay-Now-Prinzip abgewickelt.[120]

3.2.2 Anforderungen an Zahlungssysteme

Ein Zahlungssystem, elektronischer oder analoger Art, ist erfolgreich, wennes von Händlern und Kunden akzeptiert wird.[121] Aus diesem Grund sollten für eine erfolgreiche Einführung neuer Zahlungssysteme stets die Bedürfnisse beider Gruppen berücksichtigt werden. Ist die Akzeptanz eines Verfahrens nicht gegeben, ist auch die technische Innovation, welche von diesem ausgeht, ohne Wirkung.[122] In der Vergangenheit gab es zahlreiche Beispiele von innovativen Zahlungssystemen, die an der Akzeptanz gescheitert sind und sich nicht durchsetzen konnten. Beispiele für gescheiterte Lösungen sind das Mobile-Payment-Verfahren der Otto GmbH Yapital[123] oder der E-Paymentdienst Click-and-Buy[124] der Deutschen Telekom. Obwohl hinter beiden Systemen namenhafte und finanzkräftige Unternehmen standen, wurden die Dienste in den Jahren 2015 und 2016 eingestellt.[125],[126]

Grundlegend stellen sowohl Kunde und Händler die gleichen Anforderungen an Zahlungssysteme, wobei diese von den verschiedenen Gruppen unterschiedlich priorisiert werden können. Zwei Kriterien stehen zueinander in einem Zielkonflikt.[127] Die aufgeführten Anforderungen bilden die Grundlage für die Nutzwertanalyse in Kapitel fünf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 - Anforderungen an Zahlungssysteme.[128]

3.2.2.1 Gemeinsame Anforderungen

a. Technische Sicherheit

In der Literatur ist die technische Sicherheit als wichtigste Anforderung eines Zahlungsverfahrens definiert. Sie umfasst Schutz gegen das Lesen, Verändern und den Missbrauch von Informationen.[129] Nach einer Studie gaben 35 % der befragten Onlinekäufer an, dass sie eine unzureichende Sicherheit des Zahlungsverkehrs fürchten, wobei lediglich drei Prozent der Befragten negative Erfahrungen im Zusammenhang mit der Zahlung gemacht haben. Probleme, die auf technische Mängel zurückzuführen sind, treten nur vereinzelt auf.[130],[131] Grundlegend kann davon ausgegangen werden, dass die Anbieter etablierter Zahlungssysteme größtes Augenmerk auf die technische Sicherheit legen und ihr System und dessen Infrastruktur nach dem neusten Stand der Technik absichern. Öffentliche Meldungen über die mangelnde Sicherheit eines Systems dürfte sich stark auf den Erfolg eines Verfahrens auswirken.[132] Aus diesem Grund lässt sich die Sicherheit eines Verfahrens durch die zusätzlich implementierten Absicherungsmechanismen sowie die Fehleranfälligkeit eines Verfahrens definieren.[133]

b. Schnelligkeit

Sowohl Händler als auch Käufer profitieren von einer zeitnahen Abwicklung der Zahlung.[134] Eine schnelle Zahlungsabwicklung ist häufig die Voraussetzung für eine zügige Lieferung.[135] Für Käufer hat die schnelle Lieferung einer Ware hohe Priorität.[136] Die Händler sehen den Vorteil einer schnellen Abwicklung in dem zeitnahen Erhalt des Geldes.[137]

c. Niedrige Kosten

Aus Kundensicht setzen sich die Kosten aus einer Grundgebühr für die Nutzung des Zahlungsmittels und möglichen Gebühren pro Transaktion zusammen.[138]

Die Gesamtkosten für Händler ergeben sich aus verschiedensten Bestandteilen. Ein neues Zahlungsverfahren muss zunächst in das bestehende System integriert werden. Hierfür können neben Personalkosten, zusätzliche Anschaffungskosten für Software oder Hardware entstehen. Für den Betrieb und die Wartung sind in der Folge weitere Kosten zu entrichten.[139] Hinzu kommt eine optionale Grundgebühr für die Nutzung des Verfahrens sowie erhobene Kosten pro Transaktion für den Händler.[140] Kommt es zum Zahlungsausfall können weitere Kosten durch Mahn- oder Inkassoverfahren entstehen.[141]

d. Hohe Verbreitung

Eine Währung hat keinen Wert, wenn sie nirgendwo akzeptiert wird.[142] Endkunden sehen nur einen geringen Mehrwert in einem Zahlungssystem, welches nur von wenigen Onlineshops angeboten wird. Auf der anderen Seite haben Händler auch keinen Anreiz das System einzuführen, wenn nur wenige potentielle Kunden damit bezahlen möchten.[143] Besonders die Verbreitung in den größten Onlineshops ist, aufgrund dem hohen Umsatzanteil dieser, von enormer Bedeutung.[144]

e. Einfache Anwendung

Die unkomplizierte Anwendung eines Zahlungssystems ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren.[145] Die Bereitschaft der Nutzer sich mit den Eigenschaften eines neuen Systems und dessen Prozessen auseinanderzusetzen, wird häufig überschätzt.[146] Dabei sind sämtliche Schritte, die für die Tätigung eines Bezahlvorgangs notwendig sind, zu betrachtet und auf ihre Einfachheit und Geschwindigkeit zu prüfen. Aus Kundensicht handelt es sich dabei um den Registrierungs- und Transaktionsprozess eines Verfahrens.[147] Händler fordern zudem eine simple Anbindung ihres Shops an das Zahlungssystem.[148]

f. Universelle Nutzbarkeit

Zu Beginn des E-Payments herrschte die Annahme, dass sich der Kunde ein elektronisches Zahlungssystem wünscht, welches dem Bezahlen in einem realen Geschäft möglichst ähnlich ist. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, schufen zahlreiche Zahlungsdienstleister spezielle Systeme für einzelne Anwendungsbereich. Spezialisierte Micropaymentsysteme hatten beispielsweise zum Ziel, das Kleingeld zu ersetzen.[149] Doch mit fortschreitender Souveränität der Internetnutzer sinken die Vorbehalte gegenüber elektronischen Verfahren, sodass die Analogie zum Bezahlen im stationären Handel für den Nutzer an Bedeutung verliert.[150] Anstatt viele verschiedene Verfahren für spezielle Anwendungsbereiche zu nutzen, wünscht sich der Kunde ein einheitliches Verfahren, welches jede Art von Zahlung unterstützt. Die Höhe des Betrages oder geografische Niederlassung des Kunden ist dabei nicht von Relevanz.[151]

g. Nachvollziehbarkeit

Getätigte Transfers müssen für die Nutzer nachvollziehbar sein. Beide Parteien können ihre Transaktionen nachweisen und ihre Ein-und Ausgaben überwachen. Besonders im Schadens- oder Streitfall ist dieser Punkt von hoher Bedeutung.[152]

3.2.2.2 Anforderungen im Zielkonflikt

h. Möglichkeit zum Widerruf versus Zahlungsgarantie

Knapp die Hälfte der Onlinekäufer sah sich beim Einkauf im Internet bereits mit Problemen konfrontiert. Manche Waren wurden verspätet oder gar nicht geliefert. Andere wiesen nicht die versprochene Beschaffenheit auf.[153] In einem solchen Fall ist es für den Kunden von Vorteil, wenn er die Zahlung widerrufen kann bzw. die Ware erst nach Erhalt bezahlen muss.[154] Der Sicherheitszuwachs auf Kundenseite bildet für die Händler hingegen ein Risiko. Diese sind gezwungen auf die Zahlungsmoral ihrer Kunden zu vertrauen. Sollte ein Kunde trotz korrekter Warenlieferung nicht zahlen oder die Zahlung später widerrufen, können zudem Mahn- oder Inkassogebühren anfallen.[155] Lange Wartezeiten auf den Zahlungseingang und Zahlungsausfälle bereiten besonders kleinen und finanzschwachen Händler schwerwiegende Probleme.[156]

i. Datenschutz versus Kundeninformationen

Der Datenschutz im Internet hat bei Kunden in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen.[157] Die Angst vor Datenmissbrauch und einer zunehmender Werbeflut, führen zu einem erhöhten Bewusstsein des Datenschutzes im Internet. Besonders finanzbezogene Informationen sind dabei als äußerst sensibel anzusehen.[158] Händler hingegen ziehen einen großen Nutzen aus umfangreichen Kundendaten. Diese helfen bei der Erstellung eines Kundenprofils, welches zielgeleitete Werbemaßnahmen ermöglicht.[159]

3.3 Populäre Zahlungssysteme im Electronic-Commerce

Laut Befragungen sind die angebotenen Zahlungsmethoden ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Onlineshops und somit bedeutende Erfolgsfaktoren im Onlinehandel.[160] Die Masse der verschiedenen Zahlungsverfahren, speziell der E-Payment-Lösungen, ist unzählig.[161] Im folgenden Abschnitt werden die wichtigsten Zahlungsverfahren gemessen, an deren Umsatzanteil im Onlinehandel, kurz vorgestellt und deren Zahlungsprozess erläutert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 - Zahlungsverfahren im E-Commerce (Hochrechnung ohne Amazon).[162]

Als Grundlage dient eine Hochrechnung der Umsatzanteile bei einem Wegfall des Marktführers Amazon. Dieser bietet lediglich den Kauf auf Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte an. Eine Zahlung mit E-Payment-Verfahren ist nicht möglich und scheint auch in naher Zukunft unwahrscheinlich, da diese den Kaufvorgang laut Amazon-Payment-Manager Patrick Gauthier „komplizierter machen, als notwendig ist.“[163] Aus diesem Grund wird Amazon in den Betrachtungen dieser Arbeit nicht berücksichtigt. Während die Rechnung und PayPal ein deutliches Umsatzwachstum in den letzten Jahren erkennen lassen, sank der Umsatzanteil der Kreditkarte, der Vorkasse, der Lastschrift, des Ratenkaufs und der Nachnahme erheblich.

3.3.1 Klassische Zahlungssysteme

Bei klassischen Zahlungsverfahren erfolgt die Transaktionsabwicklung i.d.R. über eine Bank. Sie sind bereits seit Jahrzehnten im Onlinehandel erprobt und haben auch heute noch einen hohen Anteil am gesamten Umsatzvolumen zu verzeichnen.[164]

Rechnung

Aus Kundensicht ist der Kauf auf Rechnung das sicherste und beliebteste Zahlungsverfahren.[165] Der Kunde erhält zusammen mit der Ware eine Rechnung, welche innerhalb einer gesetzten Frist zu begleichen ist. Dabei besteht für diesen die Möglichkeit zunächst die Lieferung abzuwarten und die Ware zu prüfen, bevor er die Zahlung ausführt. Aus Händlersicht ist der Kauf eher unvorteilhaft, da sie die Ware versenden ohne eine Zahlungsgarantie zu erhalten. Kommt es zum Zahlungsausfall, hat der Händler ggf. entstandene Mahn- oder Inkassogebühren zu tragen. Hinzu kommen Kosten für den Abgleich des Zahlungseingangs mit offenen Posten sowie die Bearbeitung von Unstimmigkeiten oder Unklarheiten.[166] Laut einer Studie sind 95 % aller Händler beim Kauf auf Rechnung von Zahlungsstörungen betroffen.[167]

Lastschrift

Beim Lastschriftverfahren wird der Zahlungsempfänger aktiv und zieht das Geld vom Zahlungspflichtigen ein.[168] Dafür muss der Zahlungspflichtige dem Zahlungsempfänger ein Lastschriftmandat erteilen. Der Empfänger ist dazu verpflichtet, den Zahlungspflichtigen über den Termin und die Höhe des Geldeinzugs in Kenntnis zu setzen. Die mandatsbezogenen Daten reicht der Zahlungsempfänger bei seiner Bank ein, welche anschließend sämtliche Informationen an die Bank des Zahlungspflichtigen weiterleitet. Das Konto des Zahlungspflichtigen wird belastet und der Betrag dem Zahlungsempfänger gutgeschrieben.[169] Der Zahlungspflichtige hat die Möglichkeit ein Mandat schriftlich oder elektronisch zu widerrufen. Autorisierte Zahlungen können bis zu acht Wochen nach dem Zeitpunkt der Abbuchung zurückgerufen werden. Ungültige Lastschriften können innerhalb einer Frist von 13 Monaten widerrufen werden. Das herkömmliche nationale Lastschriftverfahren wurde im Februar 2014 von der SEPA-Lastschrift abgelöst.[170] Die Umstellung ermöglicht grenzüberschreitende Lastschriften.[171]

Kreditkarte

Die Kreditkarte ist im Onlinehandel weit verbreitet und findet international Anerkennung.[172] Der Zahlungsvorgang erfolgt elektronisch. Der Kunde gibt dabei seine Kreditkartendaten (Kartennummer, Prüfziffer und Gültigkeitsdatum) in ein Webformular ein und übermittelt diese an den Händler. Der Händler leitet die Daten daraufhin an eine Autorisierungszentrale weiter, wo die Karte auf Verfügungsrahmen und mögliche Sperren geprüft wird. Bei erfolgreicher Prüfung wird der Umsatz verarbeitet und der Händler erhält eine Bestätigung der Zahlung sowie eine Zahlungsgarantie durch die Kreditkartengesellschaft.[173] Grundlegend kann zwischen vier Kreditkartentypen nach dem Zeitpunkt der Zahlung unterscheiden werden. Die Debitkarte, auch EC-Karte genannt, zählt in vielen Ländern zur Kreditkarte. Der Betrag wird direkt während des Bezahlvorgangs vom Girokonto des Nutzers abgezogen. Die Debitkarte zählt somit zu den Pay-Now-Verfahren.[174] Unter der klassischen Kreditkarte versteht man im Allgemeinen die sogenannte Charge-Karte. Sie nutzt ein Pay-Later-Verfahren. Der Kunde erhält monatlich eine Aufstellung aller Umsätze, die in dem Zeitraum gebucht wurden. Ihm wird ein Kredit vom Kauf der Ware, bis zur Fälligkeit der Rechnung gewährt. Die letzte Karte der Reihe ist die Prepaid Karte. Alle Zahlungen erfolgen hierbei auf Guthabenbasis. Dafür muss die Karte vor einer Zahlung mit einem entsprechenden Betrag geladen werden. Oftmals erheben die Kreditkartenunternehmen Gebühren für die Nutzung dieser Karte.[175] Das Spektrum der Kreditkarten wird komplettiert von virtuellen Kreditkarten. Dabei handelt es sich um keine reale Plastikkarte, sondern um eine reine Abfolge von Zahlen. Mit der virtuellen Karte kann somit nicht stationär im Geschäft, sondern nur online oder per Telefon eingekauft werden.[176]

Vorkasse

Bei der Zahlung per Vorkasse überweist der Kunde den fälligen Betrag auf das Händlerkonto, noch bevor dieser die Ware verschickt. Zur späteren Zuordnung der Zahlung durch den Händler, wird im Verwendungszeck häufig die Kunden- oder Bestellnummer angegeben. Diese ist zusammen mit den Kontoinformationen und dem fälligen Betrag vom Kunden eigenhändig in das Überweisungsformular einzutragen. Diese Vorgehensweise lässt das Verfahren umständlich und fehleranfällig werden.[177] Aus Kundensicht ist die Vorkasse die unbeliebteste Zahlungsmethode.[178] Der Kunde hat keine Möglichkeit die Zahlung zu widerrufen. Für ihn besteht das Risiko, dass die Ware gar nicht, unpünktlich oder fehlerhaft geliefert wird.[179] Bei Händlern hingegen erfreut sich das Verfahren hoher Beliebtheit, da diese die Ware erst verschicken müssen, sobald sie die Zahlung erhalten haben. Das Risiko des Zahlungsausfalls besteht nicht.[180] Im Gegenzug fallen bei der Vorkasse, wie auch bei der Rechnung, Kosten für den Abgleich der Zahlungseingänge mit offenen Posten sowie die Bearbeitung von Unstimmigkeiten in der Zahlungsabwicklung an.[181]

Nachnahme

Die Zahlung per Nachnahme verspricht Händler und Kunden einen Risikoschutz. Der Kunde hat den fälligen Betrag bei Warenlieferung durch einen Logistikpartner direkt bei diesem zu bezahlen. Dem Händler ist somit eine Zahlungsgarantie gegeben und dem Kunden wird die Zustellung der Ware garantiert. Ob diese auch die versprochene Beschaffenheit aufweist, kann er dabei nicht prüfen.[182] Die Abwicklung gestaltet sich jedoch umständlich, zumal der Kunde zum Lieferzeitpunkt zuhause sein und das Paket entgegennehmen muss. Zudem ist das Verfahren häufig mit zusätzlichen Kosten verbunden, da die Logistikpartner für die Abwicklung der Dienstleistung Kosten erheben.[183] Der Logistikdienstleister DHL beispielsweise berechnet für den Service 6,90€.[184] Gerade bei Sendungen mit geringem Warenwert können die Nachnahmekosten verhältnismäßig hoch ausfallen.

3.3.2 Electronic-Payment-Zahlungssysteme

Das elektronische Äquivalent der klassischen Zahlungsverfahren bilden die E-Payment-Verfahren, welche speziell auf die Anforderungen des E-Commerce angepasst sind.[185]

Paypal

PayPal Inc. (kurz PP) wurde 1998 gegründet und ist das erfolgreichste globale elektronisches Bezahlsystem.[186] Um mit dem nutzerkontenbasierten Dienst zu zahlen, muss sich der Kunde zunächst registrieren und ein Zahlungsmittel hinterlegen. Hierbei kann es sich um ein Girokonto oder eine Kreditkarte handeln.

Wählt der Nutzer die Zahlung mit PP (1) wird er zur Seite des Dienstes weitergleitet (2). Dort muss er sich mit seiner E-Mail und seinem Passwort anmelden und kann die Zahlung mit einem Mausklick bestätigen (3-4). Der Händler erhält eine Zahlungsbestätigung und der Kunde wird zum Webshop zurückgeleitet (5).[187] Dem Kunden steht es offen, auf welche Art die Verrechnung erfolgen soll. So kann er das hinterlegte Zahlungsmittel bei der Zahlung mit PP direkt belasten oder im Voraus einen Betrag auf sein PP Konto buchen um das Konto als E-Wallet[188] zu verwenden (6).[189] Die Gutschrift des Betrages auf das Konto des Händlers erfolgt automatisiert (7). Die gesamte Kommunikation und sämtliche Transaktionen während des Bezahlvorgangs erfolgen zentralisiert über PP.[190]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5 - Zahlungsabwicklung mit PayPal.[191]

Giropay

Das Direktüberweisungsverfahren wurde im Jahr 2005 von der deutschen Kreditwirtschaft gegründet. Für die Nutzung ist keine Registrierung notwendig. Voraussetzung ist ein Online-Girokonto bei einer der über 1500 teilnehmenden Banken und Sparkassen.[192] Wählt der Kunde die Zahlung mit giropay (GP) gelangt er über die Angabe seiner Bankleitzahl zur Onlinebanking-Seite seiner Bank (1-2). Dort ist eine Authentifizierung mithilfe der Kundennummer und einer persönlichen Identifikationsnummer[193] (kurz PIN) notwendig (3). Bei erfolgreicher Anmeldung erscheint dem Kunden ein vorausgefülltes Überweisungsformular, welches er lediglich bestätigen muss. Mit der Eingabe eines Bestätigungscodes, der Transaktionsnummer[194] (kurz TAN genannt), gibt der Kunde die Zahlung frei (4). Beträge bis 30 Euro können ohne Angabe einer TAN beglichen werden. Der Händler erhält nach erfolgreicher Zahlung direkt eine Zahlungsgarantie der Bank (5). Der Kunde wird zum Webshop zurückgeleitet und die Bank des Kunden schreibt den Betrag der Bank des Händlers gut (6).[195]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6 - Zahlungsabwicklung mit giropay.[196]

SOFORTüberweisung

SOFORTüberweisung (kurz SÜ) ist ein bankenunabhängiges Direktüberweisungsverfahren der SOFORT GmbH. Der Dienst besteht seit 2005 und ist in 13 Ländern verfügbar. Voraussetzung für die Nutzung des Dienstes ist ein Online-Girokonto.[197] Anders als bei GP verläuft die Kommunikation des Kunden mit seiner Hausbank nicht direkt über die eigene Banking-Website, sondern ausschließlich über den Dienstleister SÜ.[198] Wählt der Kunde SÜ als Zahlungsmittel (1), gelangt er zu einem Zahlungsformular des Dienstes (2). In diesem wählt er das Kreditinstitut aus, bei welchem er sein Online-Konto unterhält und meldet sich mit seinen Onlinebanking-Daten an (3). Nach erfolgreicher Anmeldung (4) bestätigt er die Zahlung durch Eingabe einer TAN. (5-7) Anschließend erhält der Händler eine Zahlungsbestätigung und der Kunde wird zum Webshop zurückgeleitet (8). Der Betrag wird dem Händlerkonto gutgeschrieben und der Zahlungsvorgang ist abgeschlossen (9).[199]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7 - Zahlungsabwicklung mit SOFORTüberweisung.[200]

3.3.3 Überblick

Die untenstehende Tabelle gibt eine Zusammenfassung der beschriebenen Zahlungsverfahren. Die Rechnung, PP sowie die SÜ konnten in den vergangenen Jahren ihre Umsatzanteile im Onlinehandel steigern. Das Lastschriftverfahren, die Kreditkarte, die Vorkasse, die Nachnahme und der Ratenkauf hingegen verloren im selben Zeitraum an Bedeutung für den Onlinehandel.[201] Es bleibt somit festzuhalten, dass immer mehr Onlinekäufer die Zahlung über elektronische Verfahren abwickeln, während die klassischen Verfahren, mit Ausnahme der Rechnung, Umsatzeinbußen hinnehmen mussten.

Abbildung in dieser eseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 - Übersicht der vorgestellten Zahlungsverfahren.

3.4 Aktuelle Trends im Zahlungsverkehr

Das nachfolgende Kapitel beschreibt neue Technologien und Trends im Zahlungsverkehr.

Peer-To-Peer-Zahlungen

Der Begriff Peer-to-Peer (nachfolgend P2P genannt) kann mit „von-Gleichem-zu-Gleichem“ übersetzt werden.[202] Grundlegend versteht man darunter eine Softwarearchitektur, bei welcher die Rechner (Peers) über das Internet direkt miteinander verbunden sind.[203] In einem serverbasiertem Netzwerk herrscht eine klare Aufgabenverteilung. Ein oder mehrere Server verwalten Informationen und stellen diese den einzelnen Rechnern (Clients) bereit. Bei P2P-Netwerken sind alle Rechner ebenbürtig und stellen den anderen Peers ihre Daten zur Verfügung. Sie übernehmen somit sowohl Server als auch Client-Funktionen.[204] Das P2P-Netzwerk ermöglicht dadurch einen direkten Datentransfer zwischen Rechnern, ohne, dass ein zentraler Server notwendig ist.[205] Ähnlich wie der Datentransfer in einem P2P-Netzwerk läuft auch die P2P-Zahlung zwischen den Beteiligten direkt ab, ohne einer Bank als Zwischeninstanz. Die Identifikation des Empfängers erfolgt dabei anders als bei einer Giro-Überweisung, nicht per IBAN, sondern über eine Mailadresse oder die Telefonnummer. Aufgrund der Tatsache, dass die transferierten Beträge bei P2P-Zahlungen hauptsächliche im Micro- oder Normalpayment anzusiedeln sind, gilt eine deutlich geringere Risikoklassifizierung als bei einer Giro-Überweisung. Viele der Sicherheitsmechanismen, wie TAN-Eingabe oder die Überprüfung der korrekten IBAN, fallen durch die besonderen Anforderungen weg. Um den Vorgang anzustoßen reicht ein Endgerät (Smartphone, Tablet, Computer etc.) aus. Neben diesen wird keine weitere Hardware benötigt.[206]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8 – Modelle verschiedener Netzwerktypen.[207]

Instant Payments

Instant Payments (dt: sofortige Zahlungen) bezeichnen Überweisungen, die in wenigen Sekunden ablaufen. Die Buchung ist sowohl für Sender als auch für Empfänger direkt einzusehen. Der Empfänger kann dabei sofort über das Geld verfügen. Gerade in Zeiten der digitalen Kommunikation in Echtzeit, stellt sich vielen Kunden die Frage, warum Überweisungen nicht ebenfalls in wenigen Sekunden ablaufen können.[208] Um dies zu beantworten, muss zunächst der Vorgang bei einer Buchung näher aufgezeigt werden. Der Kunde tätigt die Überweisung bei seiner Bank. Die Bank leitet diese daraufhin an die Bundesbank weiter, die das Clearing übernimmt. Beim Clearing werden alle Buchungen der deutschen Banken zunächst gesammelt. Zu einem festgelegten Zeitpunkt erfolgt ein Buchungsschnitt, an dem die Bundesbank sämtliche eingereichten Buchungen der Banken untereinander verrechnet. Diese Buchungssätze werden wiederum zurück an die Bank geleitet, welche das Geld den Empfängern auf dem Konto gutschreiben.[209]

Bei der Instant-Payment-Methode erfolgt das Clearing in Echtzeit und wird nicht zu einem bestimmten Buchungsschnitt ausgeführt. Die Herausforderung dabei besteht aus der Entwicklung und Umsetzung einer neuen Clearing Plattform. Diese muss zum einen in der Lage sein, ein sehr hohes Volumen an Buchungen in Echtzeit performant zu verrechnen, gleichzeitig jedoch sicher und hochverfügbar sein. Ziel ist es, die Clearing-Plattform als internationalen Standard zu etablieren und somit den europäischen Zahlungsmarkt einheitlich auf Instant Payments zu migrieren. Auch die Banken stehen vor einer Herausforderung. Sie müssen ihre IT-Infrastruktur und die Prozesse in ihren Krenbanksystemen aufrüsten und für eine Überweisung in Echtzeit anpassen. Auch wenn die Einführung von Instant Payments zunächst mit hohen Investitionen verbunden ist, bringt das Verfahren deutliche Vorteile mit sich.[210] Gerade im Bereich des Onlinehandels und bei den Zahlungen zwischen Unternehmen (B2B) sehen viele Experten großes Potential der neuen Technologie.[211] Aktuell wird der Bedarf an Überweisungen in Echtzeit von Drittanbietern wie PP gedeckt. Diese simulieren die Buchungen über Zwischenkonten und sprechen den Beteiligten Zahlungs- bzw. Liefergarantien aus. Instant Payments ermöglichen eine solche Transaktion ohne die zusätzliche Nutzung eines Zwischenkontos.[212]

Mobile Payment

Mobile Payment (kurz M-Payment) bezeichnet Zahlungsvorgänge, die mittels mobiler Endgeräte, wie Smartphone oder Tablet, vom Zahlungspflichtigen autorisiert werden.[213] Die Definition umfasst sowohl die Zahlung im E-Commerce als auch die Zahlung im stationären Geschäft, dem sogenannten mobile Point of Sale (kurz mPos).[214] Aktuell ist der Markt der M-Payment-Anbieter in Deutschland noch sehr stark fragmentiert. Bisher konnte sich kein einheitlicher Standard durchsetzen.[215] In einer Studie gaben Kunden an, dass sie eine einheitliche Lösung mit vielen Akzeptanzstellen wünschen. Darüber hinaus fehlt den Kunden das Vertrauen in die mobile Bezahlung, da sie um die Sicherheit des Verfahrens besorgt sind.[216] Sollten die Unternehmen es schaffen den Kunden die Sicherheitsbedenken zu nehmen und eine universell einsetzbare Lösung zu etablieren, bietet die Technologie des mPos ein enormes Marktpotential.[217]

4 Vorstellung des elektronischen Zahlungssystems paydirekt

Durch den sinkenden Umsatzanteil der klassischen Zahlungsverfahren am expandierenden Onlinehandel verlieren die Banken hohes Transaktionsvolumen an die Anbieter von elektronischen Zahlungsverfahren. Besonders PP konnte in den letzten Jahren bedeutende Umsatzanteile im Onlinehandel für sich gewinnen.[218] Als Reaktion auf diese Entwicklung schlossen sich die deutschen Banken und Sparkassen[219] im Jahr 2014 zusammen, um mit paydirekt (kurz PD) ein einheitliches elektronisches Zahlungssystem für den Onlinehandel auf den Markt zu bringen.[220] Dabei handelt es sich, wie bei PP, um ein nutzerkontenbasiertes Zahlungsverfahren. Voraussetzung für die Verwendung ist ein Onlinegirokonto bei einer der teilnehmenden Banken oder Sparkassen. Die Anlage eines Nutzerkontos erfolgt im Onlinebanking-Bereich der Hausbank.[221] Vertrieben wird der Dienst von der paydirekt GmbH mit Hauptsitz in Frankfurt. Das Unternehmen ist für die Weiterentwicklung und Bereitstellung des Services und dessen Schnittstellen, zur Anbindung weiterer Shops, verantwortlich.[222] Seit Mitte des Jahres 2016 arbeitet das Unternehmen an der Kundengewinnung und der Erweiterung des Händlerportfolios.[223] Aktuell sind ca. 550 Onlineshops an PD angebunden und über 900.000 Bankkunden haben sich für den Deinst registriert.[224],[225] Vor dem Hintergrund, dass 38 Millionen deutsche ihr Konto online verwalten, entspricht dies gerade einmal zwei Prozent der potentiellen Kunden.[226] Über das Transaktionsvolumen, wie viele Zahlungen tatsächlich über das System abgewickelt werden, macht PD keine Angabe.[227]

[...]


[1] Vgl. Judt (2006), S. 22ff.

[2] Vgl. Hartmann et. al. (2010), 266ff.

[3] Vgl. Alt/Puschmann (2016), S. 5.; Vgl. Judt (2006), S. 21.

[4] Vgl. Keck/Hahn (2007), S. 16.

[5] Vgl. Lammer (2006), S. 22ff.

[6] Vgl. http://www.it-finanzmagazin.de/dsgv-joachim-schmalzl-verantwortet-die-strategie-fuer-die-bereiche-payment-und-digitalisierung-27457/ (Aufruf: 13.01.2017).

[7] Vgl. Wittpahl (2017), S. 5ff.

[8] Vgl. Alt/Puschmann (2016), S. 21ff.

[9] Vgl. Bain & Company (2012).

[10] Vgl. http://www.it-finanzmagazin.de/dsgv-joachim-schmalzl-verantwortet-die-strategie-fuer-die-bereiche-payment-und-digitalisierung-27457/ (Aufruf: 13.01.2016).

[11] Vgl. Bain & Company (2012).

[12] Vgl. Wittpahl (2017), S. 6.

[13] Vgl. Krause (2013), S. 1.

[14] Als FinTechs werden Startups verstanden, die neuartige finanztechnologische Lösungen auf den Markt bringen. (Vgl. Waupsch 2016 S. 66.).

[15] Alt/Puschmann (2016), S. 202.

[16] Vgl. Keck/Mertes (2015), S. 195.; Alt/Puschmann (2016), S. 1.

[17] Vgl. Waupsch (2016), S. 64ff.

[18] Bill Gates (1994).

[19] Vgl. Britzelmaier/Geberl (2013), S. 87.

[20] Vgl. Bain & Company (2012).

[21] Vgl. https://www.f-i.de/Unternehmen (Aufruf: 25.01.2017).

[22] Vgl. http://www.it-finanzmagazin.de/dsgv-joachim-schmalzl-verantwortet-die-strategie-fuer-die-bereiche-payment-und-digitalisierung-27457/ (Aufruf: 13.01.2016).

[23] Vgl. https://www.paydirekt.de/presse/medien/170106_Fast-Facts.pdf (Aufruf: 25.01.2017).

[24] Vgl. https://www.it-finanzmagazin.de/paydirekt-unser-potential-sind-50-millionen-deutsche-online-banking-konten-21630/ (Aufruf: 25.01.2017).

[25] Vgl. Alt/Puschmann (2016), S. 3ff.

[26] Vgl. Stobbe (2013), S. 13.

[27] Vgl. Priddat (2015), S.154.

[28] Vgl. Stobbe (2013), S. 13.

[29] Vgl. Priddat (2015), S. 154ff.

[30] Vgl. Alt/Puschmann (2016), S. 4.

[31] Vgl. Stähler (2008), S. 148ff.

[32] Vgl. Alt/Puschmann (2016), S. 4.

[33] Vgl. Stähler (2008), S. 149ff.

[34] Vgl. Alt/Puschmann (2016), S. 4ff.

[35] Vgl. Stähler (2008), S. 149ff.

[36] Vgl. Waupsch (2016), S. 64ff.

[37] Eigene Darstellung, angelehnt an Alt/Puschmann (2016), S. 142ff.

[38] Vgl. Weitert (2014), S. 11.

[39] Vgl. Weitert (2014), S. 15ff.

[40] Vgl. Meinhardt (2013), S.8.

[41] Vgl. Schallmo (2013), S. 22.

[42] Vgl. Küpper (2010), S. 46ff.

[43] Vgl. Schallmo (2013), S. 22.

[44] Vgl. Wirtz (2010), S. 70.

[45] Vgl. Meinhardt (2013), S. 10.; Osterwalder/Pigneur (2011), S. 14.

[46] Vgl. Wirtz (2010), S. 70.

[47] Vgl. Schallmo (2013), S. 22.

[48] Vgl. Waupsch (2016), S. 68ff.

[49] Vgl. http://www.duden.de/rechtschreibung/Innovation (Aufruf: 25.01.2017).

[50] Vgl. Küpper (2010), S. 37.

[51] Vgl. Sammer/Wirtz (2006), S. 30.

[52] Vgl. Schulthess (2012), S. 6ff.

[53] Vgl. Sielaff (2009), S. 9ff.

[54] Vgl. Sielaff (2009), S. 9ff.; Gerybadze (2004), S. 77.

[55] Eine effiziente Herstellung ist durch eine hohe Produktivität bei minimalem Ressourcenaufwand gekennzeichnet. (Vgl. Branz (2009), S. 9ff.).

[56] Vgl. Küpper (2010), S. 40ff.; Günther et al. (2008), S. 19.

[57] Vgl. Küpper (2010), S. 46ff.

[58] Vgl. Schallmo (2014), S. 8.

[59] Vgl. Kapitel 2.2.2.

[60] Vgl. Schallmo (2014), S. 27.

[61] Vgl. u.a. Coles/Mitchel (2010), S. 136.

[62] Vgl. Christensen (2006), S. 49.

[63] Vgl. Osterwalder/Pigneur (2010), S. 136.; Stähler (2008), S. 2.

[64] Vgl. Ahrendt (2016), S. 358ff.

[65] Vgl. Christensen (2006), S. 32.

[66] Vgl. Danneels et al. (2011), S. 121ff.

[67] Vgl. Schöberl (2008), S. 12.

[68] Vgl. Danneels et al. (2011), S. 121ff.

[69] Vgl. Weitert (2014), S. 17.

[70] Vgl. Christensen (2006), S. 49.

[71] Vgl. Christensen (2006), S. 56 ff.

[72] Vgl. Schöberl (2008), S. 12.

[73] In Anhang elf ist ein Beispiel einer disruptiven Innovation ausführlich beschrieben.

[74] Vgl. Weitert (2014), S. 12ff.

[75] Vgl. Ahrendt (2016), S. 358ff.

[76] Vgl. Chenou et. al. (2014), S. 116.

[77] Vgl. Hoffmann/Hüllermeier (2012), S. 251ff.

[78] Vgl. Chenou et. al. (2014), S. 120.

[79] Vgl. https://www.w3.org/Consortium/facts#history (Aufruf: 25.01.2017).

[80] Vgl. D21 Digital-Index (2016), S. 13ff.

[81] Anzumerken ist dabei, dass der Anteil der 14 – 29 jährigen bei nahezu 99 % liegt. Mit zunehmendem Alter der Befragten sinkt der Anteil der Internetnutzer. (Vgl. D21 Digital-Index (2016), S. 15.).

[82] Vgl. Hoffmann/Hüllermeier (2012), S. 260.

[83] Vgl. Clement/Schreiber (2010), S. 253.

[84] Vgl. Stähler (2008), S. 148ff.

[85] Vgl. Seifert (2013), S. 5.

[86] Vgl. Fost (2014), S.8ff.

[87] Vgl. Alt/Puschmann (2016), S. 4.

[88] Vgl. Fost (2014), S.8ff.

[89] Vgl. http://www.einzelhandel.de/index.php/presse/zahlenfaktengrafiken/item/110185-e-commerce-umsaetze (Aufruf: 25.01.2017).

[90] Vgl. https://amazon-presse.de/Top-Navi/Unternehmen/-ber-Amazon.html (Aufruf: 25.01.2017).

[91] Vgl. http://www.retailmenot.de/studien/internationale-ecommerce-studie-2016 (Aufruf 25.01.2017).

[92] Vgl. https://www.bevh.org/markt-statistik/zahlen-fakten/ (Aufruf 25.01.2017).

[93] Vgl. eBusiness-Lotse (2015), S. 13.

[94] Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/170530/umfrage/umsatz-der-groessten-online-shops-in-deutschland/ (Aufruf: 13.01.2017).

[95] Vgl. EHI Retail Institut (2016), S. 24.

[96] Eigene Darstellung, angelehnt an Stahl et. al. (2015), S. 23.

[97] Vgl. Hartmann (2013), S. 10.

[98] Vgl. Meier/Stomer (2008), S. 152.

[99] Vgl. Hartmann (2013), S.7.

[100] Vgl. Meier/Stormer (2012), S. 152.

[101] Vgl. Hartmann (2013), S. 31f.

[102] Vgl. Dannenberg (2013), S. 27ff.

[103] Vgl. Dombret (2011), S. 14.

[104] Vgl. Dannenberg (2013), S. 18.

[105] Vgl. Dombret (2011), S. 14.

[106] Vgl. Schüngel (2013), S. 99.

[107] Vgl. Kapitel 3.3.1.

[108] Vgl. Alt/Puschmann (2016), S. 113.

[109] Vgl. Dannenberg (2013), S. 30.

[110] Vgl. Dannenberg (2013), S. 31.

[111] Vgl. Stallmann/Wegner (2014), S. 23ff.

[112] Vgl. Dannenberg (2013), S. 31.

[113] Vgl. Thymian/Niemeyer (2001), S.14ff.

[114] Vgl. Fritz (2013), S.212.

[115] Vgl. http://www.retailmenot.de/studien/internationale-ecommerce-studie-2015 (Vgl. 25.01.2017).

[116] Vgl. Lammer (2006), S. 57.

[117] Vgl. Breitschaft et. al. (2012), S. 16.

[118] Vgl. Lammer (2006), S. 58.

[119] Vgl. Wilhelm/Stoll (2016), S. 35.

[120] Vgl. Breitschaft et. al. (2012), S. 17.

[121] Vgl. Starzer (2010), S. 54.

[122] Vgl. Moormann et. al. (2016), S. 86ff.

[123] Yapital ist ein Mobile-Payment-Verfahren, welches die Zahlung an der stationären Ladenkasse mittels einem Bild-Code auf dem Smartphone ermöglicht.

[124] Click-and-Buy ist ein nutzerkontenbasiertes elektronisches Zahlungsverfahren, welches 1999 gegründet wurde und in direkter Konkurrenz zu PP stand.

[125] Vgl. http://www.ottogroup.com/de/newsroom/meldungen/Otto-Group-nimmt-Yapital-aus-dem-Geschaeft-mit-dem-Endkunden.php (Aufruf: 31.01.2017).

[126] Vgl. http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/ computer-online-bezahldienst-clickandbuy-schliesst-im-mai-2016-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-151203-99-76584 (Aufruf: 31.01.2017).

[127] Vgl. Dombret (2011), S. 22.

[128] Eigene Darstellung, angelehnt an Dombret (2011), S.23.

[129] Vgl. Sauer (2009), S. 422.

[130] Vgl. Fittkau & Maaß Consulting (2015).

[131] Vgl. Vgl. D21 Digital-Index (2016), S. 24.

[132] Vgl. Dombret (2011), S. 23.

[133] Vgl. Höft (2009), S. 48.

[134] Vgl. Dombret (2011), S. 25.

[135] Vgl. Dannenberg (2013), S. 55.

[136] Vgl. D21 Digital-Index (2016), S. 13ff.

[137] Vgl. Höft (2009), S. 52.

[138] Vgl. Lammer (2006), S. 258.

[139] Vgl. Henkel et. al. (2013), S. 108.

[140] Vgl. Dannenberg (2013), S. 55.

[141] Vgl. Höft (2009), S. 53.

[142] Vgl. Henkel et. al. (2013), S. 108.

[143] Diese Problematik wird auch als Netzwerkeffekt oder Henne-Ei Problem bezeichnet. (Vgl. Höft (2009), S. 52.).

[144] Vgl. Henkel et. al. (2013), S. 110.

[145] Vgl. Stahl et. al. (2015), S. 43.

[146] Vgl. Dombret (2011), S. 24.

[147] Vgl. Höft (2009), S. 52.

[148] Vgl. Breitschaft et. al. (2013), S. 5.

[149] Vgl. Höft (2009), S. 52ff.

[150] Vgl. D21 Digital-Index (2016), S. 35.

[151] Vgl. Dombret (2011), S.26.

[152] Vgl. Höft (2009), S. 54.

[153] Vgl. D21 Digital-Index (2016), S. 16.

[154] Vgl. Höft (2009), S. 51.

[155] Vgl. Dombret (2011), S. 26.

[156] Vgl. Breitschaft et. al. (2013), S. 12.

[157] Vgl. eBusiness-Lotse (2013), S. 14.

[158] Vgl. Höft (2009), S. 54.

[159] Vgl. Dombret (2011), S. 27.

[160] Vgl. eBusiness-Lotse (2013), S. 10ff.; D21 Digital-Index (2016), S. 46.

[161] Sämtliche Verfahren zu behandeln würde den Rahmen dieser Arbeit überschreiten, weshalb sich auf die populärsten Verfahren beschränkt wird.

[162] Eigene Darstellung, angelehnt an Stahl (2015), S. 25.

[163] Vgl. http://www.zdnet.de/88258229/amazon-unsere-kunden-wollen-nicht-mit-paypal-zahlen/ (Aufruf: 25.01.2017)

[164] Vgl. Dannenberg (2013), S. 36.

[165] Vgl. Stahl (2015), S. 113.

[166] Vgl. Breitschaft et. al. (2012), S. 4.

[167] Vgl. Breitschaft et. al. (2013), S. 57.

[168] Vgl. https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Aufgaben/Unbarer_Zahlungsverkehr/ die_sepa_lastschrift.html (Aufruf: 28.12.16).

[169] Vgl. Ohlshausen (2015), S. 79.

[170] Vgl. https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Aufgaben/Unbarer_Zahlungsverkehr/ die_sepa_lastschrift.html (Aufruf: 28.12.2016).

[171] Vgl. Ohlshausen (2015), S. 4.

[172] Vgl. Breitschaft et. al. (2013), S. 15.

[173] Vgl. Stahl/Wittmann (2012), S. 4.

[174] Vgl. Nitsch (2010), S. 104.

[175] Vgl. Henkel et. al. (2013), S. 334.

[176] Vgl. Bühl (2013), S. 184.

[177] Vgl. Henkel et. al. (2013), S. 271.

[178] Vgl. Breitschaft et. al. (2013), S. 10.

[179] Vgl. Henkel et. al. (2013), S. 271.

[180] Vgl. D21 Digital-Index (2016), S. 56.

[181] Vgl. Breitschaft et. al. (2012), S. 5.

[182] Vgl. HGB §§407-409.

[183] Vgl. Breitschaft et. al. (2012), S.5.

[184] Vgl. https://www.dhl.de/de/privatkunden/information/service-nachnahme.html (Aufruf 20.01.2017).

[185] Vgl. Dannenberg (2013), S. 36.

[186] Vgl. https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/about (Aufruf: 28.01.2017).

[187] Vgl. https://demo.paypal.com/de/demo/home (Aufruf: 28.01.2017).

[188] Ein E-Wallet entspricht einer elektronischen Geldbörse auf welche ein Kunde Geldbeträge einzahlen kann um damit später nach dem Pre-Paid-Verfahren zu bezahlen. (Vgl. Lammer (2006), S. 45.).

[189] Vgl. https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/pay-online (Aufruf: 28.01.2017).

[190] Vgl. Stahl et. al. (2015), S. 65.

[191] Eigene Darstellung, Logo copyright © PayPal Inc.

[192] Vgl. https://www.giropay.de/ueber-uns/ (Aufruf: 14.01.2017).

[193] Engl. personal identification number (Geheimzahl, Code) ist eine ausschließlich dem Berechtigtem bekannte Zahlenfolge, die vor Kontomissbrauch schützen soll. (Vgl. Dewner et. al. (2012), S. 1027.).

[194] Die Transaktionsnummer (TAN) ist eine sechsstellige Sicherheitsnummer, die der einmaligen Legitimierung von Aktivitäten im Onlinebanking dient. Der Kunde erhält von seinem Institut eine Liste gültiger TAN´s auf analogem Weg, die er aufbrauchen kann. Das Verfahren dient dem zusätzlichen Schutz vor Missbrauch. (Vgl. Canaris (2009) S. 389).

[195] Vgl. https://www.giropay.de/kaeufer/online-ueberweisen/ (Aufruf: 03.01.2017).

[196] Eigene Darstellung, Logo copyright © giropay.

[197] Vgl. https://www.sofort.com/ger-DE/ueber-uns/ueber-marktfuehrer-sofort-gmbh/ (Aufruf: 20.01.2017).

[198] Vgl. Breitschaft et. al. (2013), S. 67.

[199] Vgl. https://www.sofort.com/ger-DE/kaeufer/su/so-funktioniert-sofort-ueberweisung/ (Aufruf: 20.01.2017).

[200] Eigene Darstellung, Logo copyright © SOFORT GmbH.

[201] Vgl. Abbildung 5. Der Umsatzanteil von GP am Onlinehandel ist zu gering, weshalb keine konkreten Umsatzzahlen des Dienstes vorliegen.

[202] Vgl. Faßbender (2012), S. 6.

[203] Vgl. Gehrke (2013), S. 15ff.

[204] Vgl. Lix (2010), S. 5.

[205] Vgl. Gehrke (2013), S. 20.

[206] Vgl. Alt/Puschmann (2016), S. 194.

[207] Eigene Darstellung, angelehnt an Faßbender (2012), S. 10.

[208] Vgl. http://www.europeanpaymentscouncil.eu/index.cfm/sepa-instant-payments/what-are-instant-payments / (Aufruf: 15.01.2017).

[209] Vgl. Esemann et. al. (2013), S. 565.

[210] Vgl. https://www.it-finanzmagazin.de/geldtransfer-in-sekunden-die-payment-revolution-kommt-mit-sepa-instant-payment-14394/ (Aufruf: 15.01.2017).

[211] Vgl. http://www.Vgk.de/files/Studie_Instant-Payments_eine-neue-Revolution-im-Zahlungsverkehr.pdf (Aufruf: 25.01.2017).

[212] Vgl. https://www.it-finanzmagazin.de/geldtransfer-in-sekunden-die-payment-revolution-kommt-mit-sepa-instant-payment-14394/ (Aufruf: 15.01.2017).

[213] Vgl. Pousttchi (2004), S. 260.

[214] Vgl. Lerner (2012), S. 6ff.

[215] Vgl. Klotz (2014), S. 3.

[216] Vgl. http://smartmobilefactory.com/wp-content/uploads/Smart-Mobile-Factory-GmbH-Mobile-Payment-Studie-Ergebnisse2.pdf (Aufruf: 29.01.2017)

[217] Vgl. http://www.pwc.de/de/digitale-transformation/mobile-payment-branche-steht-vor-marktbereinigung.html (Aufruf: 14.01.2017).

[218] Vgl. Stahl (2015), S. 27.

[219] Insgesamt sind 98 % der deutschen Banken an das Verfahren angebunden, wodurch es über nahezu vollständige Markabdeckung verfügt. (Vgl. https://www.paydirekt.de/presse/medien/170106_Fast-Facts.pdf (Aufruf: 25.01.2017).).

[220] Vgl. https://www.paydirekt.de/ueberuns/index.html (Aufruf: 30.01.2017).

[221] Vgl. https://www.it-finanzmagazin.de/paydirekt-unser-potential-sind-50-millionen-deutsche-online-banking-konten-21630/ (Aufruf: 25.01.2017)

[222] Vgl. https://www.paydirekt.de/ueberuns/index.html (Aufruf: 25.01.2017).

[223] Vgl. https://www.paydirekt.de/presse/medien/170106_Fast-Facts.pdf (Aufruf: 25.01.2017).

[224] Vgl. https://www.paydirekt.de/kaeufer/index.html (Aufruf: 26.01.2017).

[225] Zum Zeitpunkt dieser Arbeit befindet sich der Dienst seit etwa sechs Monaten in der Expansionsphase und gibt einen fünfstelligen Kundenzuwachs pro Woche an. (Vgl. Wißmann (2017). S. 15.).

[226] Vgl. Dietz (2016), S. 4.

[227] Vgl. Wißmann (2017), S. 15.

Ende der Leseprobe aus 140 Seiten

Details

Titel
Einführung und Chancen des E-Payment-Dienstes Paydirekt
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim
Note
1,2
Autor
Jahr
2017
Seiten
140
Katalognummer
V366100
ISBN (eBook)
9783668468597
ISBN (Buch)
9783668468603
Dateigröße
2352 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bank, sparkasse, padirekt, paypal, e-payment, elektronische, zahlungsmittel, e-commere, digitalisierung
Arbeit zitieren
Nico Brockmann (Autor), 2017, Einführung und Chancen des E-Payment-Dienstes Paydirekt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366100

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