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Was beeinhalten die Begriffe der Gesundheitsaufklärung,- Erziehung,- und Förderung und in welchem Zusammenhang stehen diese

Title: Was beeinhalten die Begriffe der Gesundheitsaufklärung,- Erziehung,- und Förderung und in welchem Zusammenhang stehen diese

Term Paper , 2004 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Frings (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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[...] Die Arbeit soll vor allem verdeutlichen, dass diese Konzepte nicht abgeschlossen nebeneinander stehen können, sondern sich in Teilen ergänzen, wiederholen, aber auch widersprechen können. Keines der aufgezeigten Modelle kann das Prädikat „einzig gültig“ bekommen, denn alle erläuterten Ansätze werden sowohl Stärken als auch Schwächen aufweisen. Allerdings schließt die Arbeit mit der Feststellung, dass das Modell mit dem oftmals synonym verwendeten Begriff der Gesundheitsförderung, der in diesem Falle die Begriffe der Gesundheitsaufklärung und Gesundheitserziehung impliziert, auf die Stärkung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Individuen, Gruppen und Gemeinwesen ausgerichtet ist. Gesundheitsförderung schließt die Gesundheitsaufklärung und Gesundheitserziehung mit ein, berücksichtigt gleichzeitig aber, dass es die sozialen und ökonomischen Faktoren sind, die letztlich die Gesundheit der Menschen (mit) bestimmen. Zugleich wird das Dilemma, welches sich aus den unterschiedlichsten ethischen und politischen Werturteilen ergibt, deutlich. Es ergeben sich Fragen, inwiefern der Staat bezüglich der Gesundheit der Gemeinschaft intervenieren muss: Wie „frei“ darf man seinen Lebenswandel führen? Wie hoch darf der Grad der Selbstbestimmung sein? Sollte das Modell der Gesundheitsförderung und ihr sich anschließenden Maßnahmen lediglich auf Risiko gefährdete Gruppen beziehen, oder werden Menschen dadurch benachteiligt, die zunächst nicht einer solchen Gruppierung angehören- Stichwort: Chancengleichheit? Wer bestimmt das Programm der Gesundheitsförderung? Mit dem Begriff der Förderung der Gesundheit können zunächst einmal eine ganze Reihe von Maßnahmen verstanden werden: - die Förderung gesunder Lebensweisen - die Verbesserung des Zugangs zu den Gesundheitsdiensten und der Beteiligung der Menschen an Entscheidungen - die Gestaltung einer gesunden physischen und sozialen Umwelt, die es den Menschen erleichtert sich für eine gesündere Alternative zu entscheiden - die Aufklärung der Menschen über die Funktionsweise und Gesundheitserhaltung ihres Körpers Die Arbeit soll den Aspekt der Gesundheit in den Vordergrund stellen, und nicht allein den Aspekt der Erkrankung oder Krankheit, die in der Gesundheitsversorgung durch die Priorität der Medizin noch immer dominierend ist. Die unterschiedlichen Ansätze sollen den Zweck, die Art und den Umfang der gesundheitsfördernden Arbeit vorstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

I/ Die historische Wandlung vom Begriff der Gesundheitsaufklärung, über die Gesundheitserziehung bis hin zur Gesundheitsförderung

1.1 Der Status Quo

II/ Definitionsversuche

2.1 „Definitions- (versuch)“ der Gesundheitsaufklärung

2.2 „Definitions- (versuch)“ der Gesundheitserziehung

III/ Grundproblematik der Modelle

IV/ Übergang zum Modell der Gesundheitsförderung

4.1 Der Ansatz des Empowerment

4.2 Kernelemente der WHO

4.3 Die Ottawa- Charta

V/ „Definitions- (versuch)“ der Gesundheitsförderung

5.1 Ansätze und Modelle der Gesundheitsförderung

5.2 Gesundheitserziehung vs. Gesundheitsförderung?!

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die historischen Entwicklungen und inhaltlichen Differenzierungen der Begriffe Gesundheitsaufklärung, Gesundheitserziehung und Gesundheitsförderung, um deren Zusammenspiel und die damit verbundenen ethischen Dilemmata im Spannungsfeld zwischen staatlicher Intervention und individueller Freiheit zu verdeutlichen.

  • Historische Evolution der Gesundheitskonzepte vom 19. bis 21. Jahrhundert
  • Kritische Analyse von Gesundheitsaufklärung und Gesundheitserziehung
  • Ansatz des Empowerments und der WHO-Kernelemente
  • Ethische Abwägung zwischen Autonomie und kollektiver Verantwortung
  • Ganzheitliches Modell der Gesundheitsförderung

Auszug aus dem Buch

2.1 „Definitions- (versuch)“ der Gesundheitsaufklärung:

Die Gesundheitsaufklärung vollzog sich vor allem durch das Mittel der Massenaufklärung, so dass man unter dem Begriff der Gesundheitsaufklärung die Vermittlung des Wissens der Ärzteschaft mit dem Ziel, den Patienten über mögliche Risiken seines individuellen Verhaltens aufzuklären und daraus resultierende Konsequenzen für die Gesamtgesellschaft einzudämmen, verstehen kann.

Vor allem wird hierbei deutlich, dass die Gesundheit individuenzentriert betrachtet wird, jeder Einzelne ist für seine Gesundheit verantwortlich zu machen, der Staat sieht sich lediglich in der Verantwortung, die Gesamtbevölkerung vor Unwissenden zu schützen, indem sie eben solche Unwissenden zu passiven „Wissenden“ macht, die lernen den Anweisungen der „Experten“ Folge zu leisten. Der Mensch und seine Gesundheit an sich werden lediglich als passive Empfänger betrachtet, in die das Wissen der Ärzteschaft regelrecht eingetrichtert werden musste- ein Verstehen von Zusammenhängen war nach Ansicht der Experten nicht erforderlich, um den Maßregelungen bezüglich ihrer Verhaltensweisen gehorsam folgen zu können. Betrachtet man also das Prinzip der Aufklärung, so wird dem Individuum zwar jegliche Konsequenz „falscher“ Verhaltensweisen der Eigenverantwortung zugeschrieben, eine Entscheidungsfreiheit, und darüber hinaus ein Verstehen von Zusammenhängen bezüglich seiner gesundheitsrelevanten Entscheidungen aber gleichzeitig verwehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Darstellung der theoretischen und historischen Grundlagen zur Klärung und Abgrenzung der drei Gesundheitskonzepte.

I/ Die historische Wandlung vom Begriff der Gesundheitsaufklärung, über die Gesundheitserziehung bis hin zur Gesundheitsförderung: Untersuchung der historischen Ursprünge und des Wandels im Verständnis von Gesundheit seit dem 19. Jahrhundert.

1.1 Der Status Quo: Analyse der präventiven Ansätze und des Übergangs zum modernen Gesundheitsverständnis.

II/ Definitionsversuche: Zusammenfassung verschiedener Begriffsdefinitionen aus unterschiedlichen Perspektiven.

2.1 „Definitions- (versuch)“ der Gesundheitsaufklärung: Erörterung der Wissensvermittlung als Mittel der Massenaufklärung und Kontrolle.

2.2 „Definitions- (versuch)“ der Gesundheitserziehung: Diskussion des verhaltensbezogenen Ansatzes und der Rolle der Gesundheitserzieher.

III/ Grundproblematik der Modelle: Hinterfragung der Ambivalenzen zwischen Expertenautorität und individueller Freiheit.

IV/ Übergang zum Modell der Gesundheitsförderung: Einführung in das Empowerment-Konzept und die Bedeutung sozialer Lebensbedingungen.

4.1 Der Ansatz des Empowerment: Darstellung des Prozesses zur Überwindung diskriminierender Bedingungen.

4.2 Kernelemente der WHO: Aufzählung der wesentlichen Grundsätze für eine ganzheitliche Gesundheitsförderung.

4.3 Die Ottawa- Charta: Zusammenfassung der fünf Handlungsfelder zur Förderung der Gesundheit.

V/ „Definitions- (versuch)“ der Gesundheitsförderung: Zusammenfassende Definition des Begriffs Gesundheitsförderung.

5.1 Ansätze und Modelle der Gesundheitsförderung: Skizzierung der verschiedenen theoretischen Zugangsweisen.

5.2 Gesundheitserziehung vs. Gesundheitsförderung?!: Vergleich der unterschiedlichen Zielsetzungen und ethischen Implikationen.

Fazit: Resümee über die Notwendigkeit, Gesundheit als komplexes Zusammenspiel von individuellen und gesellschaftlichen Faktoren zu begreifen.

Schlüsselwörter

Gesundheitsaufklärung, Gesundheitserziehung, Gesundheitsförderung, Empowerment, WHO, Prävention, Lebensbedingungen, Autonomie, Eigenverantwortung, Public Health, Chancengleichheit, Soziale Gerechtigkeit, Ottawa-Charta.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die historischen Hintergründe und inhaltlichen Definitionen von Gesundheitsaufklärung, Gesundheitserziehung und Gesundheitsförderung sowie deren gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entwicklung von medizinisch zentrierten Modellen hin zu ganzheitlichen Ansätzen, die Bedeutung von Empowerment sowie die ethischen Fragen der staatlichen Intervention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, die konzeptionellen Unterschiede und Überschneidungen aufzuzeigen und zu verdeutlichen, dass Gesundheitskonzepte nicht abgeschlossen nebeneinander stehen, sondern sich in einem sozialen Kontext ständig weiterentwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische und historische Literaturanalyse, um die verschiedenen Begriffsdefinitionen und die Evolution der Modelle kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historischen Wandlungsprozesse, die Definitionen der drei Hauptbegriffe, die Grundproblematik der Modelle sowie die Übergangsmodelle zur Gesundheitsförderung, inklusive der WHO-Kernelemente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Gesundheitsförderung, Empowerment, Autonomie, Prävention und soziale Gerechtigkeit definieren.

Warum wird zwischen Gesundheitserziehung und Gesundheitsförderung unterschieden?

Während die Gesundheitserziehung stark auf das individuelle Verhalten und die Wissensvermittlung fokussiert, betrachtet die Gesundheitsförderung zusätzlich die sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen als gesundheitsbestimmende Faktoren.

Welches ethische Dilemma wird thematisiert?

Es geht um die Frage, inwieweit der Staat in die Lebensweise der Bürger eingreifen darf („Freiheit“ vs. „Intervention“), um Gesundheit zu fördern, ohne die Selbstbestimmung des Einzelnen unangemessen einzuschränken.

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Details

Title
Was beeinhalten die Begriffe der Gesundheitsaufklärung,- Erziehung,- und Förderung und in welchem Zusammenhang stehen diese
College
University of Dortmund  (FB 13 Rehabilitationssoziologie)
Course
Hauptsache gesund?! Seminar Reha7 (Soziologie) Universität Dortmund
Grade
1,0
Author
Stefanie Frings (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V36633
ISBN (eBook)
9783638362023
Language
German
Tags
Begriffe Gesundheitsaufklärung Erziehung Förderung Zusammenhang Hauptsache Seminar Reha7 Universität Dortmund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Frings (Author), 2004, Was beeinhalten die Begriffe der Gesundheitsaufklärung,- Erziehung,- und Förderung und in welchem Zusammenhang stehen diese, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36633
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