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Die Printmedienkrise in Deutschland und Österreich. Eigenverschuldung oder natürliche Entwicklung?

Titre: Die Printmedienkrise in Deutschland und Österreich. Eigenverschuldung oder natürliche Entwicklung?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 45 Pages , Note: 1,00

Autor:in: Andjelika Eissing-Patenova (Auteur), Julia Held (Auteur)

Médias / Communication - Médias imprimés, Presse
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Seit der Revolution durch das Internet durchläuft das Leitmedium Print und Presse einen turbulenten und unvorhersehbaren Wandel. Aus diesem Anlass sehen sich Verlagshäuser vermehrt dazu gezwungen, radikale Maßnahmen an ihren bislang erfolgreichen Geschäftsmodellen vorzunehmen. Sie investieren mehr und mehr in innovative digitale Geschäftsfelder. Gleichzeitig muss ein finanzieller Ausgleich zu diesen kostenintensiven Investitionen geschaffen werden: Personalabbau, Lohnsenkungen, Ablösung von älteren, erfahrenen JournalistInnen durch junge, schlechter Bezahlte, sowie Kooperationen mit und Übernahmen von Verlagshäusern. Durch Mängel an Geld-, Personal- und Zeitressourcen bewirken diese Maßnahmen wiederum besorgniserregende Einbuße in der journalistischen Qualität.

Die Krisensituation ist allerdings tiefer verankert: Auch die manipulative Rolle der sogenannten Kulturindustrie ist ein ausschlaggebender Faktor. Dies zeigt sich in den Folgen der Standardisierung, Technisierung, Kommerzialisierung und Bürokratisierung: Statt kritische Standpunkte äußern zu können sind RezipientInnen nur mehr in der Lage, sich dem Angebot zu fügen und es wehrlos zu akzeptieren. Inhalte begrenzen sich auf die von Eigeninteressen geleitete Selbstdarstellung von Konzern- und Staatsmedien. Hinzu kommt, dass die unübersichtliche digitale Informations- und Kommunikationsflut in „Demokratischer Zensur“ enden kann und es Medienunternehmen erschwert wird, ihre Zielgruppe auf das jeweilige Angebot zu lenken. So wird das vielversprechende Potenzial des Internets nicht ausgeschöpft, sondern den Prinzipien der Ausbeutung und Kommerzialisierung angepasst.

In dieser Seminararbeit steht folgende Frage im Fokus: Wie stellt sich die Krise der Printmedien in Deutschland und Österreich dar und inwiefern wurden medienpolitische Maßnahmen gesetzt?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Definitionen zentraler Begriffe

2.1.1 Definitionen „Medien“, „Politik“ und „Medienpolitik“

2.1.2 Definition „Medienkrise“

2.2 Freedmans „Neoliberales Paradigma“

3 Forschungsdesign – Methode

4 Empirische Ergebnisse

4.1 Deutschland

4.1.1 Maßnahmen der Medienpolitik

4.1.1.1 Presseförderung

4.1.1.2 Regulierung

4.1.2 Bezug zum neoliberalen Paradigma

4.2 Österreich

4.2.1 Maßnahmen der Medienpolitik

4.2.1.1 Presseförderung

4.2.1.2 Das Kartellgesetz

4.2.2 Bezug zum neoliberalen Paradigma

5 Zusammenfassung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Krisensituation der Printmedienbranche in Deutschland und Österreich im Zeitraum von 1994 bis 2014. Dabei wird analysiert, inwiefern und aus welchen Gründen staatliche medienpolitische Maßnahmen ergriffen wurden, wobei Freedmans „Neoliberales Paradigma“ als theoretischer Rahmen zur Einordnung der Ergebnisse dient.

  • Analyse der Printmedienkrise in Deutschland und Österreich
  • Untersuchung medienpolitischer Maßnahmen (Presseförderung, Regulierung, Kartellrecht)
  • Anwendung des Neoliberalen Paradigmas nach Freedman
  • Kritische Reflexion der Rolle von Medienpolitik und Akteuren

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Definition „Medienkrise“

Obwohl der Begriff der „Krise“ zunächst als negativ angesehen wird und hauptsächlich schwierige Zeiten und Konflikte damit in Verbindung gebracht werden, kann unter diesem Begriff auch das Gegenteil verstanden werden: eine „Krise“ stellt einen maßgeblichen Punkt des Umschwungs in einem länger andauernden Entwicklungsprozess dar. Dabei gehen meist nötige Entscheidungen und gesellschaftliches Handeln einher. In Krisenzeiten kann zwar vieles in die Brüche gehen – gleichzeitig kann eine Krise aber auch einen Gewinn für die Gesellschaft bedeuten. Daher hat eine „Krise“ sowohl „destruktives als auch kreatives Potential“ (Meier 2012: 12), wobei stets GewinnerInnen und VerliererInnen involviert sind. Ob eine „Krise“ nun folglich als positiv, oder als negativ gedeutet wird, also als Ausnahme- oder Normalzustand angesehen wird, hängt von der jeweiligen Sichtweise auf die Situation ab. (Vgl. Meier 2012: 12 f.)

Was jedoch feststeht, ist, dass der Journalismus sich heutzutage einigen Herausforderungen stellen muss: So stellt die Technisierung und Digitalisierung eine zunehmende und langfristige Bedrohung für die klassischen Medien dar. Das Internet bietet neue und einfachere Möglichkeiten der Informationsvermittlung, indem es Bild, Text, Ton und Video vereinen kann und somit audiovisuell klassischen Printmedien einen Schritt voraus liegt. Daher ist es für Medienunternehmen besonders wichtig, stets den Wandel zu verfolgen und jeweilige Maßnahmen zu setzen, also Innovationen zu fördern, um mithalten zu können. (Vgl. Porlezza 2014: 48 f.) In diesem Zusammenhang können also Ursachen für die Medienkrise beispielsweise mangelnde Investitionen in Innovationen, die zu starke Bedrohung durch KonkurrenzanbieterInnen, oder auch interne Probleme und Fehltritte seitens der MitarbeiterInnen und Führungskräfte, sowie fehlerhafte Arbeitsbedingungen sein (vgl. Pleil 2010: 175).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Krisensituation der Printmedien ein und legt die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen dar.

2 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe definiert und das Neoliberale Paradigma nach Freedman als theoretisches Gerüst etabliert.

3 Forschungsdesign – Methode: Das Kapitel erläutert die angewandten Methoden, primär die Literaturarbeit sowie die ergänzende Dokumentenanalyse.

4 Empirische Ergebnisse: Dieser Abschnitt analysiert die medienpolitischen Situationen in Deutschland und Österreich sowie deren Bezug zum theoretischen Rahmen.

5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel rekapituliert die Zielsetzung der Arbeit sowie die wesentlichen Ergebnisse der Analyse.

6 Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen für Medienpolitik und Verlage.

Schlüsselwörter

Medienkrise, Medienpolitik, Printmedien, Deutschland, Österreich, Neoliberalismus, Presseförderung, Medienregulierung, Journalismus, Medienkonzentration, Kartellgesetz, Digitalisierung, Strukturwandel, Öffentlichkeit, Medienökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Krise der Printmedien in Deutschland und Österreich und untersucht die medienpolitischen Gegenmaßnahmen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Transformationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Medienpolitik, Medienökonomie, journalistische Arbeitsbedingungen, Medienkonzentration sowie die Auswirkungen des Internets auf traditionelle Verlagshäuser.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie stellt sich die Krise der Printmedien in Deutschland und Österreich dar und inwiefern und weshalb wurden medienpolitische Maßnahmen gesetzt?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturarbeit (Theorie und aktuelle Diskurse) und einer Dokumentenanalyse (Untersuchung von Gesetzestexten und medienpolitischen Dokumenten).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert für Deutschland und Österreich spezifisch die Themen Presseförderung und Regulierung (inkl. Kartellrecht) und prüft diese an Freedmans „Neoliberalem Paradigma“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Medienkrise, Medienpolitik, Neoliberalismus, Medienkonzentration und Presseförderung.

Wie unterscheidet sich die Situation der Presseförderung in Deutschland und Österreich?

Deutschland setzt primär auf eine indirekte Presseförderung unter Wahrung der Staatsferne, während in Österreich neben indirekten Maßnahmen auch direkte staatliche Zuschüsse für Zeitungen existieren, wenngleich beide Länder unter starkem Konzentrationsdruck stehen.

Welche Rolle spielt die „Mediaprint“ im österreichischen Medienmarkt?

Die „Mediaprint“ als Vereinigung großer Zeitungen fungiert als dominanter Marktführer in Österreich, was nach Ansicht der Autoren die Medienvielfalt gefährdet und dem Staat die Regulierung erschwert.

Wie bewerten die Autoren das „Neoliberale Paradigma“ nach Freedman?

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das Modell nur teilweise auf die Realität in Deutschland und Österreich anwendbar ist, da es zwar Erklärungsansätze für Machtkonzentration liefert, aber die tatsächliche medienpolitische Praxis oft komplexer ist.

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Résumé des informations

Titre
Die Printmedienkrise in Deutschland und Österreich. Eigenverschuldung oder natürliche Entwicklung?
Université
University of Salzburg  (Paris-Lodron-Universität Salzburg)
Note
1,00
Auteurs
Andjelika Eissing-Patenova (Auteur), Julia Held (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
45
N° de catalogue
V366624
ISBN (ebook)
9783668453753
ISBN (Livre)
9783668453760
Langue
allemand
mots-clé
medien politik medienpolitik krisen transformation print printmedien printmedienkrise medienkrise neoliberales paradigma presse presseförderung regulierung medienregulierung kartellgesetz
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andjelika Eissing-Patenova (Auteur), Julia Held (Auteur), 2015, Die Printmedienkrise in Deutschland und Österreich. Eigenverschuldung oder natürliche Entwicklung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366624
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Extrait de  45  pages
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