Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Revision, Prüfungswesen

Unternehmensbewertung im Rahmen des Überschuldungstatbestandes. Auswirkungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie auf die Beteiligungen

Titel: Unternehmensbewertung im Rahmen des Überschuldungstatbestandes. Auswirkungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie auf die Beteiligungen

Masterarbeit , 2013 , 81 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Kristina Schweigert (Autor:in)

BWL - Revision, Prüfungswesen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es, die Herausforderungen, die sich in der Unternehmensbewertung bezüglich einer Überschuldungsmessung ergeben, zu analysieren und darzustellen. Aufgrund einer negativen Fortbestehensprognose werden die Aktivposten in der Überschuldungsbilanz unter dem Grundsatz der Veräußerbarkeit ermittelt. Dabei stellt sich die Frage, wie sowohl ein Geschäfts- oder Firmenwert als auch eine Unternehmensbeteiligung anzusetzen und zu bewerten sind. Aus der Notwendigkeit heraus, eine Bemessung des Geschäftswertes und der Beteiligung vorzunehmen, wird eine Gesamtunternehmensbewertung erforderlich, die unter dem Aspekt der Unternehmenskrise eine bewertungsmethodische Anpassung verlangt. In dieser risikobehafteten Überschuldungssituation wäre es möglich, dass ein Wert für den Geschäfts- oder Firmenwert sowie für die Beteiligungen berechnet werden kann, der in der Überschuldungsbilanz angesetzt wird und dadurch eventuell eine Insolvenzeröffnung wegen Überschuldung verhindert werden könnte. In dieser Arbeit wird ausschließlich auf die Unternehmensbeteiligungen sowie den positiven Geschäfts- oder Firmenwert ausführlich eingegangen. Des Weiteren liegt der Fokus auf den Unternehmensrechtsformen, die für den Überschuldungstatbestand maßgeblich sind.

Diese Arbeit ist in drei Teile gegliedert. In Kapital 2 wird zunächst der Tatbestand der Überschuldung nach § 19 InsO dargestellt, um anschließend die ausführliche Feststellung dieses Insolvenzeröffnungsgrundes aufzuzeigen. Bereits hier erfolgen Erläuterungen zum Ansatz und Anhaltspunkte zur Bewertung des Firmenwertes und der Beteiligungen. Kapitel 3 behandelt die Grundsätze der Unternehmensbewertung und stellt die für die Praxis gängigen Bewertungsverfahren und die möglichen Beeinflussungen auf die Kalkulation dar. Schließlich folgt in Kapitel 4 eine Zusammenführung der vorangegangenen Themen aus Kapitel 2 und Kapitel 3. Dabei wird die Problematik der Bewertungsmethodik von Unternehmensbeteiligungen und dem Geschäfts- oder Firmenwert vor dem Hintergrund eines insolvenzgefährdeten Unternehmens aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau

2 Überschuldungstatbestand

2.1 Die Grundlagen des Überschuldungstatbestandes

2.1.1 Der Überschuldungbegriff und sein historischer Wandel

2.1.2 Eine Abgrenzung zu weiteren Insolvenzeröffnungstatbeständen

2.1.3 Die Organpflicht und die Intention des Überschuldungstatbestandes

2.2 Die Überschuldungsfeststellung

2.2.1 Die Fortbestehensprognose

2.2.1.1 Unternehmenskonzept

2.2.1.2 Finanzplanung

2.2.1.3 Gesamtbeurteilung der Fortbestehensprognose

2.2.2 Überschuldungsstatus

2.2.2.1 Ansatz in der Überschuldungsbilanz

2.2.2.1.1 Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes

2.2.2.1.2 Ansatz der Beteiligungen

2.2.2.2 Bewertung in der Überschuldungsbilanz

3 Grundlagen der Unternehmensbewertung

3.1 Eine Einführung in die Unternehmensbewertung

3.1.1 Die Wertkonzeptionen

3.1.2 Funktionen der Unternehmensbewertung

3.1.3 Bewertungsanlässe

3.2 Die Bewertungsmethodik

3.2.1 Substanzwertverfahren

3.2.2 Ertragswertverfahren

3.2.2.1 Ertragsüberschüsse des betriebsnotwendigen Vermögens

3.2.2.1.1 Einflüsse auf finanzielle Überschüsse bei objektivierter Bewertung

3.2.2.1.2 Einflüsse auf finanzielle Überschüsse bei subjektiver Betrachtung

3.2.2.2 Ertragsüberschüsse des nicht betriebsnotwendigen Vermögens

3.2.2.3 Ermittlung eines Kalkulationszinssatzes

3.2.2.3.1 Bei objektivierter Wertkonzeption

3.2.2.3.2 Bei subjektivem Entscheidungswert

3.2.2.4 Kapitalisierung der zukünftigen Erfolgsgrößen

3.2.3 Discounted Cash Flow-Verfahren

3.2.3.1 Weighted Average Cost of Capital-Ansatz

3.2.3.1.1 Bestimmung der FCF und des Residualwertes

3.2.3.1.2 Ermittlung des gewogenen Kapitalkostensatzes

3.2.3.1.3 Marktwert des Eigenkapitals

3.2.3.2 Adjusted Present Value-Ansatz

4 Herausforderungen der Unternehmensbewertung in der Überschuldungsmessung

4.1 Auswirkungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert

4.1.1 Auswirkungen auf die Bemessung der finanziellen Überschüsse

4.1.1.1 Einfluss aus Synergieeffekten

4.1.1.2 Auswirkungen auf die Finanzierungsannahmen

4.1.1.3 Auswirkungen auf geplante Maßnahmen

4.1.1.4 Einfluss auf Managementfaktoren

4.1.1.5 Probleme bei der Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes

4.1.2 Betrachtung der ewigen Rente

4.1.3 Abschließende Würdigung der Einflüsse auf den Geschäftswert

4.2 Auswirkungen auf die Beteiligungen

4.2.1 Einfluss auf künftig entziehbare Zahlungsüberschüsse

4.2.2 Auswirkungen auf den Kapitalisierungszinssatz

4.2.3 Abschließende Würdigung der Beteiligungsbewertung

4.3 Subjektiver vs. objektivierter Unternehmenswert

4.4 Die Zirkularitätsproblematik

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse der Herausforderungen, die sich bei der Unternehmensbewertung im Kontext einer Überschuldungsmessung ergeben, insbesondere bei der Bewertung von Firmenwerten und Unternehmensbeteiligungen zur Abwendung einer Insolvenzeröffnung.

  • Insolvenzrechtliche Grundlagen und Überschuldungstatbestand gemäß § 19 InsO.
  • Methodik der Überschuldungsfeststellung: Fortbestehensprognose und Überschuldungsstatus.
  • Grundlagen der Unternehmensbewertung (Ertragswert- und DCF-Verfahren).
  • Spezifische Herausforderungen bei der Bewertung in Krisensituationen und Zirkularitätsproblematik.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Der Überschuldungbegriff und sein historischer Wandel

Eine Überschuldung stellt neben der Zahlungsunfähigkeit nach § 17 Abs. 2 InsO und der drohenden Zahlungsunfähigkeit gemäß § 18 Abs. 2 InsO einen der drei Tatbestände dar, der die zwingende Eröffnung eines Insolvenzverfahrens impliziert (§ 16 InsO) und gilt sowohl für juristische Personen als auch für Personengesellschaften, bei denen keine natürliche Person ein persönlich haftender Gesellschafter ist (§ 19 Abs. 1 InsO). Der Begriff der Überschuldung wird nach § 19 Abs. 2 der Insolvenzordnung wie folgt definiert:

„Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.“

Dieser sogenannte „modifizierte zweistufige Überschuldungsbegriff“ wurde von Schmidt/Ulmer entwickelt und fand von 1985 bis zur Umstellung der Konkursordnung auf die Insolvenzordnung im Jahre 1994 seine Anwendung in der Rechtsprechung und in der Literatur. Danach erfolgte die Feststellung der Überschuldung neben einer rechnerischen Überschuldungsprüfung, die die fälligen Verbindlichkeiten dem zu Liquidationswerten angesetzten Vermögen einschließlich stiller Reserven gegenüberstellte, auch anhand einer Fortbestehensprognose, wobei eine positive Fortbestehensprognose isoliert betrachtet ausreichte, um im rechtlichen Sinne den Insolvenzauslösetatbestand der Überschuldung zu vermeiden. Mit der Implementierung der Insolvenzordnung am 01.01.1994 entschied sich der Gesetzgeber jedoch zum ersten Mal für eine verschärfte Legaldefinition des „zweistufigen Überschuldungsbegriffs“, der bereits in der Zeit vor dem modifizierten zweistufigen Begriff herrschende Meinung war. Eine Überschuldung lag laut der alten Fassung des § 19 Abs. 2 InsO vor,

„(…) wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht deckt. Bei der Bewertung des Vermögens ist jedoch die Fortführung des Unternehmens zugrunde zu legen, wenn diese nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich ist“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Unternehmenskrise und Insolvenz ein und erläutert die Relevanz der Überschuldungsprüfung sowie das Ziel und den Aufbau der Arbeit.

2 Überschuldungstatbestand: Dieses Kapitel definiert den Überschuldungstatbestand und die insolvenzrechtliche Feststellung mittels Fortbestehensprognose und Überschuldungsstatus.

3 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Hier werden die wesentlichen theoretischen Verfahren der Unternehmensbewertung (Ertragswert- und DCF-Verfahren) und deren Konzeptionen dargestellt.

4 Herausforderungen der Unternehmensbewertung in der Überschuldungsmessung: In diesem Kapitel werden die spezifischen Problematiken bei der Bewertung von Firmenwerten und Beteiligungen unter Krisenbedingungen analysiert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Notwendigkeit einer plausiblen Argumentation bei der Unternehmensbewertung zur Abwendung der Insolvenz hervor.

Schlüsselwörter

Überschuldung, Insolvenzrecht, Fortbestehensprognose, Überschuldungsstatus, Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted Cash Flow, Firmenwert, Beteiligungsbewertung, Gläubigerschutz, Liquidationswert, Zirkularitätsproblematik, Sanierung, Insolvenzordnung, Unternehmenskrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexe Problematik der Unternehmensbewertung für Unternehmen, die sich in einer kritischen finanziellen Lage befinden und bei denen ein möglicher Überschuldungstatbestand gemäß Insolvenzordnung geprüft werden muss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen das deutsche Insolvenzrecht im Kontext der Überschuldung, die betriebswirtschaftliche Feststellung der Überschuldung sowie die Anwendung spezieller Bewertungsmethoden unter Unsicherheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die methodischen Herausforderungen bei der Bewertung von Aktivposten wie dem Firmenwert und Unternehmensbeteiligungen im Überschuldungsstatus zu analysieren, um aufzuzeigen, wie durch eine fundierte Bewertung eine drohende Insolvenzeröffnung abgewendet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse sowie die kritische Auseinandersetzung mit IDW-Standards und insolvenzrechtlichen Definitionen, um die Bewertungsanpassungen in Krisensituationen methodisch herzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des insolvenzrechtlichen Tatbestands der Überschuldung, die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung und die kritische Analyse der Bewertungsbesonderheiten bei Vorliegen einer Überschuldungslage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Überschuldungsmessung, Fortbestehensprognose, Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, DCF-Ansatz, Firmenwert und Gläubigerschutz.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Fortbestehensprognose und Überschuldungsstatus so wichtig?

Die Fortbestehensprognose ist der erste Schritt der Prüfung: Ist sie positiv, entfällt die Notwendigkeit einer rechnerischen Überschuldungsbilanz. Erst bei einer negativen Prognose wird der Überschuldungsstatus relevant, um die Verwertbarkeit des Vermögens zu prüfen.

Wie wirkt sich die Zirkularitätsproblematik auf die Bewertung aus?

Es entsteht ein Zirkelschluss, da die Ergebnisse der Unternehmensbewertung (z. B. der Firmenwert) direkt in den Überschuldungsstatus einfließen, welcher wiederum bestimmt, ob eine Überschuldung vorliegt und somit die Unternehmensbewertung erst notwendig macht.

Warum ist die Bewertung des Firmenwertes im Überschuldungsfall problematisch?

Ein Firmenwert ist nur bei einer positiven Fortbestehensprognose plausibel. In der Insolvenznähe ist die Werthaltigkeit oft zweifelhaft, weshalb eine Aktivierung nur bei einer konkreten Veräußerungsabsicht rechtssicher begründet werden kann.

Ende der Leseprobe aus 81 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unternehmensbewertung im Rahmen des Überschuldungstatbestandes. Auswirkungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie auf die Beteiligungen
Hochschule
Universität Kassel  (Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,7
Autor
Kristina Schweigert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
81
Katalognummer
V368181
ISBN (eBook)
9783668478695
ISBN (Buch)
9783668478701
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unternehmensbewertung Überschuldung Überschuldungstatbestand Wirtschaftsprüfung § 19 InsO Insolvenz Zahlungsunfähigkeit DCF
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristina Schweigert (Autor:in), 2013, Unternehmensbewertung im Rahmen des Überschuldungstatbestandes. Auswirkungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie auf die Beteiligungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368181
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  81  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum