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Inklusion an deutschen Regelschulen. Eine qualitative Studie zu Einstellungen der Lehrer

Titel: Inklusion an deutschen Regelschulen. Eine qualitative Studie zu Einstellungen der Lehrer

Examensarbeit , 2016 , 141 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lilly Steiglechner (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der aktuellen Entwicklungsphase inklusiver Grundschulen in Bayern stellt aufgrund der sozialpsychologischen Annahme, dass Einstellungen handlungsleitend sind, die Einstellung beteiligter Akteure zu Inklusion einen wichtigen Faktor dar. Vor allem das Handeln von Lehrkräften macht das Wesen der Institutionen aus, dass der Einstellung jener eine besonders große Bedeutung zugesprochen werden kann.

Diese Arbeit möchte einen Beitrag zur Einstellungsforschung leisten, indem folgend auf die theoretische Auseinandersetzung von Inklusion und Einstellungen, der Forschungsstand hinsichtlich ungeklärter Aspekte untersucht wird, um dann mittels einer offenen Befragung im Sinne der qualitativen Untersuchung den Fragen nachzugehen, welche Argumente von Lehrkräften hinsichtlich ihrer kognitiven, affektiven und verhaltens-bezogenen Komponente der Einstellung zu Inklusion berichtet werden und welche dieser selbstberichteten Argumente sich auf allen drei Strukturebenen der Einstellung wiederfinden lassen.

Mit der anschließenden Diskussion unter Einbezug des vorab geschilderten Forschungsstandes und der theoretischen Auseinandersetzung lässt sich eine vorhandene inklusionspädagogische Grundhaltung der Lehrkräfte feststellen, aber eine daraus zu erwartende positive Einstellung zu Inklusion wird vor allem durch Argumente hinsichtlich unzureichender Unterstützungsmaßnahmen und Rahmenbeding-ungen der Grundschule, sowie der damit verbundenen Erwartung eines Mehraufwandes und einer Mehrbelastung untergraben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Aufbau dieser Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsklärung

2.2 Rechtliche Grundlagen der Umsetzung von Inklusion

2.3 Aktuelle Situation schulischer Inklusion

2.4 Vorstellung einer bayerischen Grundschule mit Schulprofil Inklusion

2.4 Notwendige Verhaltensweisen von Regelschullehrkräfte als Herausforderung

2.4.1 Gerecht werden der Heterogenität

2.4.2 Notwendigkeit von Kooperation

2.4.3 Weiterentwicklung der eigenen Professionalität

2.5 Einstellungen von Lehrkräften als Einflussfaktor

2.6 Einstellungsforschung

2.6.1 Wirkung von Einstellungen auf das Verhalten

2.6.2 Funktionen von Einstellungen

2.6.3 Das Wesen von Einstellungen

2.6.3.1 Affektive Einstellungskomponente

2.6.3.2 Kognitive Einstellungskomponente

2.6.3.3 Verhaltensbezogene Einstellungskomponente

2.6.4 Messung von Einstellungen

2.7 Forschungsstand von Einstellungen zu Inklusion von Lehrkräften

2.7.1 Forschungsstand aus quantitativen Studien

2.7.2 Forschungsstand aus qualitativen Studien

2.8 Forschungslücke und Forschungsinteresse

2.8.1 Qualitative Untersuchungsmethode als Möglichkeit für Unbeschränktheit

2.8.2 Transparenz der Einstellung durch selbstberichtete Argumente

2.8.3 Beachtung aller Einstellungskomponenten

3 Empirischer Teil

3.1 Forschungsfragen

3.2 Methodik

3.2.1. Datenerhebung in Form eines offenen Fragebogens

3.2.2 Konstruktion des Fragebogens

3.2.3 Stichprobe

3.2.4 Durchführung

3.3 Auswertung anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring

3.3.1 Grundkonzepte und Arbeitsschritte der qualitativen Inhaltsanalyse

3.3.2 Bestimmung des Ausgangsmaterials

3.3.3 Richtung der Analyse und Fragestellung

3.3.4 Ablaufmodell der Analyse

3.3.4.1 Festlegung der Analysetechnik

3.3.4.2 Bestimmung der Analyseneinheiten

3.3.5 Analyseschritte der Zusammenfassung mittels des Kategoriensystems

3.4 Darstellung der Ergebnisse

4 Diskussion

4.1 Interpretation der Ergebnisse

4.2. Fazit und Ausblick

4.3. Limitation und Kritik der Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Einstellungen von Lehrkräften zur schulischen Inklusion in Bayern unter Anwendung eines qualitativen Ansatzes. Ziel ist es, die kognitiven, affektiven und verhaltensbezogenen Komponenten dieser Einstellungen durch eine offene Befragung zu erfassen, um ein tieferes Verständnis für die Beweggründe und Argumente zu entwickeln, die das Handeln der Lehrkräfte in inklusiven Settings leiten.

  • Sozialpsychologische Grundlagen des Einstellungskonzepts (Drei-Komponenten-Modell)
  • Qualitative Analyse von selbstberichteten Argumenten von Lehrkräften
  • Herausforderungen an Regelschullehrkräfte im inklusiven Unterricht
  • Bedeutung von Rahmenbedingungen und Unterstützungsmaßnahmen für die Inklusionspraxis

Auszug aus dem Buch

Geschichtlicher Abriss von der Exklusion zur Inklusion

Aufgrund dessen, dass im 18 Jahrhundert Menschen mit Behinderungen und auch weitere Personengruppen, die der damaligen homogenisierenden Vorstellung von „Normalität“ nicht entsprachen, aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden, spricht man bei dieser Zeit von der Phase der Exklusion. Es war den ausgeschlossenen Menschen aufgrund ihrer durch ein Merkmal (unter anderem Aussehen, mentale oder physische Fähigkeiten) ausgelöste Kategorisierung „anders“ auch trotz Einführung der allgemeinen Schulpflicht Ende des 18. Jahrhunderts keinerlei Zugang zu Bildungseinrichtungen gewährt (vgl. Robeck, 2012, S.3f; Bleckmann, von Saldern & Wolfangel, 2012, S.7), weshalb sie nur durch eine eventuelle häusliche Unterrichtung der Eltern Bildung erfuhren (vgl. Heimlich, 2012b, S.14f). Auf pädagogischer Ebene definiert Sander (2004) Exklusion folgendermaßen: „Behinderte Kinder waren bzw. sind von jeglichem Schulbesuch ausgeschlossen.“ (ebd., 2004, S.234). Auch die leistungsschwächeren Kinder wurden dann durch die Einführung von Jahrgangsklassen aussortiert und in Hilfsklassen gesondert unterrichtet. Mit den Jahren wurden diese Hilfsklassen durch ein System von Hilfsschulen erweitert und lässt somit die im Folgenden beschriebene Phase der Segregation beginnen (vgl. Bleckmann, von Saldern & Wolfangel, 2012, S.8).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Bedeutung der Inklusion nach der UN-BRK und definiert die Motivation der Arbeit sowie deren Aufbau zur Erforschung der Einstellungen von Lehrkräften als Gelingensfaktor.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die historischen Entwicklungsphasen (Exklusion, Segregation, Integration, Inklusion), die rechtlichen Rahmenbedingungen und das theoretische Konzept der Einstellungsforschung.

3 Empirischer Teil: Der empirische Teil beschreibt die forschungsmethodische Vorgehensweise, inklusive der Konstruktion eines offenen Fragebogens und der Auswertung durch qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.

4 Diskussion: Das Kapitel diskutiert die gewonnenen Ergebnisse im Kontext der Forschungsfragen und der theoretischen Grundlagen und zieht ein Fazit zu den Herausforderungen der Inklusionsumsetzung.

Schlüsselwörter

Inklusion, Einstellung, dreidimensionales Einstellungskonzept, Argumente, qualitative Forschung, schulische Inklusion, Regelschullehrkräfte, Heterogenität, Kooperation, Schulentwicklung, soziale Teilhabe, Lehrkräftefortbildung, qualitative Inhaltsanalyse, Mayring, Pädagogische Grundhaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Hausarbeit untersucht die Einstellungen von bayerischen Grundschullehrkräften zum Thema Inklusion und deren Bedeutung als Gelingensfaktor für die schulische Praxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft sozialpsychologische Einstellungsmodelle mit aktuellen bildungspolitischen und pädagogischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Inklusion in der Schule.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es, die spezifischen Argumente und Gründe zu identifizieren, die Lehrkräfte für ihre kognitiven, affektiven und verhaltensbezogenen Einstellungen zur Inklusion anführen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der die Daten durch offene Fragebögen erhoben und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die ausführliche Darstellung und Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Inklusion, Einstellung, qualitative Forschung und das dreidimensionale Einstellungskonzept charakterisieren.

Was unterscheidet das Schulprofil Inklusion in dieser Untersuchung?

Die Arbeit analysiert anhand des Beispiels der Grundschule Münsing, wie sich eine Schule mit diesem Profil durch multiprofessionelle Kooperation und spezielle Förderstunden inklusiv aufstellt.

Welches Fazit zieht die Autorin zur Umsetzung?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Inklusionsumsetzung primär an äußeren Rahmenbedingungen und fehlenden Ressourcen scheitert, weniger an einer ablehnenden pädagogischen Grundhaltung der Lehrkräfte.

Ende der Leseprobe aus 141 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inklusion an deutschen Regelschulen. Eine qualitative Studie zu Einstellungen der Lehrer
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,0
Autor
Lilly Steiglechner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
141
Katalognummer
V368614
ISBN (eBook)
9783668494985
ISBN (Buch)
9783668494992
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inklusion regelschulen eine studie einstellungen lehrer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lilly Steiglechner (Autor:in), 2016, Inklusion an deutschen Regelschulen. Eine qualitative Studie zu Einstellungen der Lehrer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368614
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