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SMS und E-Mail. Technische Voraussetzungen, Klagen über Sprachverfall und Verlust der Schreibkompetenz

Title: SMS und E-Mail. Technische Voraussetzungen, Klagen über Sprachverfall und Verlust der Schreibkompetenz

Term Paper , 2012 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kristina Grasmik (Author)

German Studies - Linguistics
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In dieser Arbeit werden zunächst die Besonderheiten und Eigenschaften der Kommunikationsformen E-Mail und SMS beschrieben, um die Verwendung und Nutzung der Sprache und des Mediums näherzubringen und nachvollziehen zu können. Anschließend werden die technischen Voraussetzungen, aber auch die Möglichkeiten dieser Formen aufgelistet, um die Ergebnisse und den Einfluss dieser Medien auf die Sprache zu beziehen. Durch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des E-Mail- und SMS-Dienstes wird speziell auf die wichtigen Eigenschaften eingegangen, die zum Sprachverfall bzw. Sprachwandel beitragen könnten. Somit lässt sich anschließend der Einfluss der neuen Medien auf die Sprache mit den Fragen, welche Veränderungen es gibt und welche Auswirkungen diese Veränderungen haben, belegen. Im Anschluss stellt sich die Frage, ob man eher vom Sprachverfall oder Sprachwandel spricht. Die wichtigsten gesammelten Ergebnisse werden am Ende der Arbeit noch einmal kurz aufgegriffen und erläutert.

Mit der fortschreitenden Technologie haben sich auch die neuen Medien entwickelt. Für jede Generation gab und gibt es ein bestimmtes Medium, das zu ihrer Zeit besonders viel genutzt wurde/wird. So waren in den 1960er Jahren das Radio und die Zeitung sehr beliebt. In den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts war das Fernsehen das meist genutzte Medium Jugendlicher. Mit dieser Entwicklung begannen die Kommunikationsformen der Menschen, sich zu verändern, vor allem aber die der Jugendlichen. Durch das Hinzukommen des Computers und anschließend des Internets sind diese Medien die Hauptbeschäftigungen aller Heranwachsenden geworden. Mit dem Internet entstanden neue Kommunikationsformen, die im Grunde den „alten“ Kommunikationsformen wie z.B. Briefen und Postkarten ähneln und diese vertreten, jedoch nicht ganz verdrängen. So können E-Mails mit Briefen und SMS mit Postkarten verglichen werden. Mit den vielen weiteren Kommunikationsformen wie z.B. Facebook, Twitter etc., die mit Hilfe des Computers und vor allem des Internets möglich sind, kamen durch die starke Nutzung durch Jugendliche Veränderungen der Sprache zustande.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. E-Mail

3. SMS

4. E-Mail und SMS im Vergleich

4.1. Technische Voraussetzungen/ Möglichkeiten

4.2. Unterschiede

4.3. Gemeinsamkeiten

5. Bezug auf die Sprache

5.1. Welche Veränderungen gibt es?

5.2. Welche Auswirkungen hat es?

6. Sprachverfall oder Sprachwandel?

7. Fazit/ Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der neuen Medien, insbesondere von E-Mail und SMS, auf die deutsche Sprache und setzt sich kritisch mit der Debatte um einen vermeintlichen Sprachverfall auseinander. Das zentrale Ziel ist es, zu analysieren, ob die durch neue Kommunikationsformen hervorgerufenen sprachlichen Veränderungen als bloßer Sprachwandel oder als substanzieller Verfall der Schreibkompetenz zu bewerten sind.

  • Technische Bedingungen und Einsatzmöglichkeiten von E-Mail und SMS
  • Vergleich der Kommunikationsmedien hinsichtlich Normen und Gebrauch
  • Analyse sprachlicher Phänomene in digitalen Texten (Jugendsprache, Abkürzungen, Flüchtigkeitsfehler)
  • Diskussion über das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftsprache
  • Bewertung des Sprachwandels im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen

Auszug aus dem Buch

3. SMS

Die ersten SMS gab es im Jahr 1996, wobei die größere Nutzung dieses Dienstes erst Ende der 90er Jahre stattfand. Vor allem Jugendliche nutzen diese Mitteilungsform um mit ihren Freunden im Kontakt zu bleiben, sich zu verabreden und vor allem aus Vergnügen. Immer erreichbar zu sein und sich sicher fühlen zu können, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Dadurch, dass die Kommunikation über das Handy „nicht an klassische Computer-Endgeräte […] gebunden“ ist, ist man ständig erreichbar. Durch diese ständige Erreichbarkeit sind SMS oft spontan und durch die Situation, in der sich der Empfänger bzw. Absender befindet, bedingt (Bsp. „ich sitz grad im zug“).

Das Prägende des Short Message Services, wie der Name bereits beinhaltet, ist die Kürze. Werden 160 Zeichen überschritten, beginnt die zweite SMS, sodass aus Kostengründen Abkürzungen gemacht werden müssen, um die gewünschte Mitteilung in weniger als 160 Zeichen unterbringen zu können. Dies kann unter Umständen als unfreundlich gesehen werden, was durch die fehlenden „außersprachliche[n] Mittel“ falsch verstanden werden kann.

Heutzutage ist es jedoch nicht mehr notwendig sich auf die 160 Zeichen zu beschränken, denn durch die sogenannten SMS-Flatrates ist das Versenden von SMS unbegrenzt möglich. Man kann diese nicht nur über das Handy versenden, sondern auch über den Computer aus dem Internet. Da aber die meisten Kurzmitteilungen über das Handy versendet werden, tauchen oft Abkürzungen, Fehler und Satzzeichenweglassungen aus Gründen der erschwerten Bedienung der Handytastatur und der hohen Tippaufwendigkeit, als die der Computertastatur, auf.

Paradoxerweise werden viele Smileys und Satzzeichenwiederholungen in die SMS-Texte eingebaut um die „Emphase“ auszudrücken. Abkürzungen dienen dazu, die Mitteilungen der Jugendlichen zu verschlüsseln, sodass sie nur aus dem Kontext heraus verstanden werden können, wobei auch oft allgemein bekannte Abkürzungen in den Kurzmitteilungen vorkommen. Die SMS ist eine asynchrone Kommunikationsform, im Gegensatz zum Chat, aus dem Grunde, weil die Kurznachricht nicht im selben Moment gelesen wird, in dem sie geschrieben worden ist und der Absender somit oft auf die Antwort warten muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die technologische Entwicklung der Kommunikation und stellt die Forschungsfrage zur Debatte zwischen Sprachverfall und Sprachwandel durch neue Medien.

2. E-Mail: Das Kapitel definiert die E-Mail als vielseitige Kommunikationsform, die sowohl beruflich als auch privat genutzt wird und situationsabhängige Normen erfordert.

3. SMS: Hier werden Ursprung und Merkmale der SMS beleuchtet, insbesondere die Kürze und Spontanität, die durch die Mobiltelefonnutzung geprägt sind.

4. E-Mail und SMS im Vergleich: Dieses Kapitel arbeitet die technischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Medien heraus, insbesondere im Hinblick auf den Adressatenkreis und die Fehlertoleranz.

4.1. Technische Voraussetzungen/ Möglichkeiten: Es wird analysiert, wie technische Hilfsmittel wie Computer und Internet sowie soziale Netzwerke die Kommunikationskapazitäten und Sprachnormen beeinflussen.

4.2. Unterschiede: Der Vergleich konzentriert sich auf die Mobilität der Nutzung, die Zeichenbegrenzung und die Kostenstrukturen zwischen SMS und E-Mail.

4.3. Gemeinsamkeiten: Es wird dargelegt, dass in beiden Formaten jugendsprachliche und mündliche Elemente sowie Umgangssprache im privaten Kontext häufig Verwendung finden.

5. Bezug auf die Sprache: Das Kapitel untersucht, wie technische Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der Medien auf die Sprache einwirken.

5.1. Welche Veränderungen gibt es?: Hier werden konkrete sprachliche Anpassungen wie Laut-Buchstabenzuordnungen, Auslassungen und Flüchtigkeitsfehler durch schnelle Textproduktion diskutiert.

5.2. Welche Auswirkungen hat es?: Es wird erörtert, wie die zunehmende Mündlichkeit in der Schriftsprache und der Einfluss von Anglizismen die Wahrnehmung der Standardsprache verändern.

6. Sprachverfall oder Sprachwandel?: Das Kapitel führt aus, dass die beobachteten Veränderungen eher als kontinuierlicher Sprachwandel denn als Sprachverfall zu interpretieren sind, da die Kommunikation weiterhin regelgeleitet erfolgt.

7. Fazit/ Zusammenfassung: Abschließend wird konstatiert, dass Sprache ein ständiger Prozess ist, der sich analog zum Wandel der Menschen und der technologischen Möglichkeiten weiterentwickelt.

Schlüsselwörter

E-Mail, SMS, Sprachwandel, Sprachverfall, Neue Medien, Schreibkompetenz, Jugendsprache, Mündlichkeit, Schriftsprache, Kommunikation, Normen, Sprachgebrauch, Mediale Entwicklung, Textproduktion, Digitale Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss moderner digitaler Kommunikationsmedien wie E-Mail und SMS auf die deutsche Sprache und die Art und Weise, wie wir kommunizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die technischen Rahmenbedingungen der Medien, der Vergleich zwischen E-Mail und SMS, die Auswirkungen auf die Sprachnormen sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Sprachverfalls.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob die in digitalen Texten beobachteten sprachlichen Besonderheiten als tatsächlicher Sprachverfall gewertet werden können oder ob es sich um einen natürlichen Sprachwandel handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und textlinguistische Ansätze, um aktuelle Kommunikationsformen und deren Auswirkungen auf die Schriftsprache theoretisch zu durchleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der E-Mail und SMS, einen direkten Vergleich dieser Medien, eine Analyse spezifischer sprachlicher Veränderungen (wie Abkürzungen und Flüchtigkeitsfehler) sowie eine Diskussion über die Auswirkungen auf die deutsche Sprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sprachwandel, Sprachverfall, E-Mail, SMS, Jugendsprache, digitale Kommunikation und der Wandel von Mündlichkeit zur Schriftlichkeit.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von SMS von der E-Mail in Bezug auf Fehlerhäufigkeit?

Laut der Autorin weist die SMS aufgrund der umständlicheren Handytastatur, der Tippaufwendigkeit und der Zeichenbegrenzung eine höhere Fehlerrate auf als die E-Mail, die meist komfortabler am Computer verfasst wird.

Warum kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass es sich um Sprachwandel statt Sprachverfall handelt?

Die Arbeit argumentiert, dass Sprachgebrauch in digitalen Medien weiterhin regelgeleitet erfolgt und an spezifische Situationen angepasst ist; die beobachtete zunehmende Mündlichkeit ist demnach kein Defizit, sondern eine Anpassung an moderne Kommunikationskontexte.

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Details

Title
SMS und E-Mail. Technische Voraussetzungen, Klagen über Sprachverfall und Verlust der Schreibkompetenz
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
1,7
Author
Kristina Grasmik (Author)
Publication Year
2012
Pages
16
Catalog Number
V369263
ISBN (eBook)
9783668470002
ISBN (Book)
9783668470019
Language
German
Tags
SMS E-Mail Sprachverfall Schreibkompetenz Technologie Internet Facebook Neue Medien Twitter Computer Sprachwandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Grasmik (Author), 2012, SMS und E-Mail. Technische Voraussetzungen, Klagen über Sprachverfall und Verlust der Schreibkompetenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369263
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