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Wie lassen sich Kinder- und Naturmotivik in "Die Leiden des jungen Werther" verbinden?

Title: Wie lassen sich Kinder- und Naturmotivik in "Die Leiden des jungen Werther" verbinden?

Term Paper , 2013 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kristina Grasmik (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Der Roman „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang von Goethe ist eines der literarischen Werke des Sturm und Drang mit einigen Merkmalen der Aufklärung und soll in dieser Hausarbeit auf die Kinder- und Naturmotivik hin analysiert werden.

Der Roman zeigt den Versuch und das Scheitern Werthers, sich in eine Ständegesellschaft einzuordnen. Die Liebe zur vergebenen Lotte bewirkt schließlich seine Leiden und den Selbstmord. Goethes Werther ist geprägt von den Gefühlen Werthers und ihrer Ausdruckweise. Im Hinblick auf die sprachlichen und symbolischen Ausdrücke seiner Gefühle lassen sich viele Motiviken in Goethes Roman finden, die das Glück und das Leiden Werthers unterstreichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literatur in „Die Leiden des jungen Werthers“

2.1. Homers Einfluss auf Werther und seine Naturwahrnehmung

2.2. Klopstock

2.3. Ossians Einfluss auf Werther und seine Naturwahrnehmung

3. Naturmotivik in „Die Leiden des jungen Werthers“

4. Kindermotivik in „Die Leiden des jungen Werthers“

5. Kinder- und Naturmotivik in Verbindung

5.1. Motivverbindung im Sturm und Drang

5.2. Motivverbindung nach Rousseau

6. Welche Verbindung gibt es in Goethes Werther?

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Interdependenz von Kinder- und Naturmotivik in Johann Wolfgang von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Werther diese Motive zur Strukturierung seiner Gefühlswelt nutzt, welche Rolle die literarischen Vorbilder (Homer, Klopstock, Ossian) dabei spielen und wie sich diese Verbindungen im Kontext der Epochen Sturm und Drang sowie der Aufklärung im Denken Rousseaus verorten lassen.

  • Analyse der Literatur als Gefühlsvermittler und Rückzugsort
  • Untersuchung der Naturwahrnehmung im Wandel der Gefühlszustände
  • Deutung der Kindermotivik als Vorbildfunktion für Werther
  • Verknüpfung der Motiviken mit gesellschaftskritischen Aspekten
  • Diskussion der ästhetischen und emotionalen Funktionen der Natur- und Kinddarstellung

Auszug aus dem Buch

2.3. Ossians Einfluss auf Werther und seine Naturwahrnehmung:

Die Ossianischen Gesänge und Ossian spielen im zweiten Teil des Briefromans eine wichtige Rolle. Werthers Naturwahrnehmung ändert sich in das Gegenteil durch Ossian. Für ihn ist die Natur kein Rückzugsort mehr, wie er es mit Homer war, sondern eher ein Ort, an dem er mit seinen Leiden konfrontiert und in ihnen bestärkt wird:

Das volle, warme Gefühl meines Herzens an der lebendigen Natur, das mich mit so vieler Wonne überströmte, das rings umher die Welt mir zu einem Paradiese schuf, wird mir jetzt zu einem unerträglichen Peiniger, zu einem quälenden Geist, der mich auf allen Wegen verfolgt.

Ossian wird das erste Mal am 10. Juli erwähnt. In diesem kurzen Brief thematisiert Werther sein Gefallen an Lotte und die Frage, ob ihm Ossian gefalle. Nach dem ‚Klopstock-Ereignis‘ wird die Natur immer weniger von Werther beschrieben, sodass die Schilderungen aus seinen Briefen fast ganz verschwinden. Stattdessen stehen die Schwärmereien von Lotte und die Erlebnisse mit ihr im Vordergrund. Auch nach dem 10. Juli geht Werther nicht auf die Natur ein und Ossian spielt zunächst keine Rolle. Erst am 18. August spricht Werther wieder von der Natur, jedoch in Verbindung mit seinen Leiden. Er schafft es zunächst nicht sich das Leben zu nehmen und sich gleichzeitig von Lotte zu trennen. Am 12. Oktober des zweiten Buches löst Werther Homer durch Ossian ab. Die Natur, die Ossian beschreibt, spricht Werther an: „Welch eine Welt, in die der Herrliche mich führt!“ Auffällig ist dabei die darauffolgende Naturbeschreibung, die dunkel und düster dargestellt wird. Er spricht vom Tod und freundet sich mit dem Todesgedanken an, um seine Leiden zu unterbinden und seinen Freitod indirekt anzukündigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Motivverbindung von Natur und Kindheit ein und stellt die Relevanz der literarischen Einflüsse im Briefroman dar.

2. Literatur in „Die Leiden des jungen Werthers“: Das Kapitel analysiert die Funktion von Homer, Klopstock und Ossian als Spiegel und Verstärker von Werthers emotionaler Befindlichkeit.

3. Naturmotivik in „Die Leiden des jungen Werthers“: Hier wird untersucht, wie Werther die Natur als Ort der Zuflucht, aber auch als unüberwindbares Paradoxon gegenüber der Gesellschaft wahrnimmt.

4. Kindermotivik in „Die Leiden des jungen Werthers“: Das Kapitel beleuchtet Kinder als identitätsstiftende Vorbilder für Werther, die für Natürlichkeit und Freiheit stehen.

5. Kinder- und Naturmotivik in Verbindung: Dieser Abschnitt verknüpft die Motive mit den zeitgenössischen Idealen des Sturm und Drang sowie der Pädagogik Jean Jacques Rousseaus.

6. Welche Verbindung gibt es in Goethes Werther?: Hier erfolgt eine Synthese, die Werther als Figur darstellt, welche die Natur- und Kindermotivik vereint, um ein neues Verständnis seiner Umwelt zu suchen.

7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Erkenntnisse über Werthers Scheitern in der Gesellschaft und seine Suche nach Rückhalt in Natur und Kindheit.

Schlüsselwörter

Goethe, Werther, Naturmotivik, Kindermotivik, Sturm und Drang, Aufklärung, Rousseau, Briefroman, Literatur, Identität, Gesellschaftskritik, Emotionen, Selbsmord, Lotte, Motivverbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie in Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ zwei zentrale Motive – die Natur und das Kind – inhaltlich miteinander verwoben werden, um Werthers inneren Zustand und sein Scheitern darzustellen.

Welche Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt?

Im Fokus stehen die literarischen Referenzen (Homer, Klopstock, Ossian), die Wahrnehmung der Natur in verschiedenen Gefühlsstadien sowie die Bedeutung der Kindheit als Gegenentwurf zur starren Ständegesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Analyse der Verbindung zwischen Natur- und Kindermotivik und die Beantwortung der Frage, wie diese Motive zur psychologischen Charakterisierung Werthers beitragen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Textstellen aus dem Briefroman mit zeithistorischen Kontexten des Sturm und Drang und pädagogischen Theorien von Rousseau in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert sukzessive den Einfluss der Literatur auf Werthers Wahrnehmung, die Spezifik der Naturdarstellungen, die Symbolik der Kinderfigur und deren theoretische Einbettung in die Epoche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Naturmotivik, Kindermotivik, Epochenwandel, literarische Vorbilder und emotionaler Identität im Briefroman.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Homer und Ossian eine so wichtige Rolle für Werther?

Homer steht für die anfängliche Ordnung und positive Naturwahrnehmung, während Ossian den Übergang zu Werthers negativer, destruktiver Phase und seinen Todesgedanken markiert.

Inwieweit fungieren Kinder in dem Roman als Vorbilder für den Protagonisten?

Werther idealisiert Kinder als natürliche, unverfälschte und freie Wesen, deren Lebensart er selbst anstrebt, da sie sich noch nicht in den Zwängen der bürgerlichen Gesellschaft verloren haben.

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Details

Title
Wie lassen sich Kinder- und Naturmotivik in "Die Leiden des jungen Werther" verbinden?
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
2,0
Author
Kristina Grasmik (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V369281
ISBN (eBook)
9783668469884
ISBN (Book)
9783668469891
Language
German
Tags
Johann Wolfgang von Goethe Goethe Die Leiden des jungen Werther Natur Naturmotiv Kinder Kindermotiv
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Grasmik (Author), 2013, Wie lassen sich Kinder- und Naturmotivik in "Die Leiden des jungen Werther" verbinden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369281
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