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Kognitive Linguistik in der didaktischen Praxis. Akzeptanz von Grammatikanimationen und Einfluss der Animationsart 2D vs 3D

Title: Kognitive Linguistik in der didaktischen Praxis. Akzeptanz von Grammatikanimationen und Einfluss der Animationsart 2D vs 3D

Thesis (M.A.) , 2014 , 112 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Luisa Zeilhofer (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Summary Excerpt Details

Studien zeigen, dass Animationen, denen ein kognitionslinguistisch durchdachtes Konzept zugrunde liegt, im Gegensatz zu traditionellen Didaktisierungen einen Mehrwert bei der Vermittlung von grammatischen Phänomenen besitzen. Ein Lernmehrwert kann aber nur erzielt werden, wenn die Animationen auch genutzt werden. Von entscheidender Bedeutung ist hier der Schlüsselbegriff der Akzeptanz, da diese die Voraussetzung für eine intensive und kontinuierliche Nutzung der Animationen darstellt.

Da der Akzeptanzprozess von Grammatikanimationen allerdings noch nicht ausreichend untersucht worden ist, versucht diese Arbeit den Einfluss der Animationsart (2D vs 3D) von Grammatikanimationen auf die Akzeptanz zu beleuchten und diesen auf die Variablen Geschlecht, Alter, Technikaffinität und Grad des räumlichen Vorstellungsvermögens zu untersuchen. Auf Basis der Wechselpräpositionsanimationen von Scheller (2008) wurden Animationen erstellt, die sich nur in der Animationsart unterscheiden und 88 japanischen Deutschlernern vorgelegt.

Die Ergebnisse zeigen, dass Grammatikanimationen insgesamt ein hohes Akzeptanzniveau genießen und auch beide Animationsarten gleichermaßen akzeptiert werden. Allerdings zeigen sich in Bezug auf die untersuchten Variablen signifikante Unterschiede der Präferenz. Die Erkenntnisse dieser Arbeit sollen zu einer Akzeptanzerhöhung bei bestimmten Zielgruppen und somit auch zu einer Erhöhung der Nutzungshäufigkeit beitragen, wodurch der Mehrwert der Grammatikanimationen voll zum Tragen kommen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theorie und Forschungsstand

2.1 Animationen

2.1.1 Animationsbegriff

2.1.2 Lernen mit Animationen

2.1.2.1 Kognitiver Hintergrund

2.1.2.2 Studie zur Effektivität von Grammatikanimationen

2.2 Akzeptanz

2.2.1 Akzeptanzbegriff

2.2.1.1 Etymologie und Verbreitung

2.2.1.2 Präzisierungen und Arbeitsdefinition

2.2.2 Forschungsstand der Akzeptanz

2.2.2.1 Akzeptanzforschung

2.2.2.2 Modelle und Einflussfaktoren

2.2.3 Akzeptanz im Fremdsprachenunterricht

2.3 Bisherige Untersuchungen

2.3.1 Studien zur Akzeptanz von Grammatikanimationen

2.3.2 Weitere Untersuchungen zur Akzeptanz von Animationen

2.4 Relevante Einflussfaktoren für die Akzeptanz von Grammatikanimationen

2.4.1 Geschlecht

2.4.2 Alter

2.4.3 Technikaffinität

2.5 Forschungshypothesen

III. Empirische Untersuchung

3.1 Ziel der Untersuchung

3.2 Untersuchungsgegenstand

3.3 Untersuchungsdesign

3.4 Methode und Erhebungsinstrumente

3.4.1 Fragebögen und Wissenstests der Vor- und Nachbefragung

3.4.2 Test zum räumlichen Vorstellungsvermögen (MRT-A)

3.4.3 Vortest zur Validierung der Erhebungsinstrumente

3.5 Durchführung

3.6 Ergebnisse

3.6.1 Vorbefragung

3.6.2 Eingangs- und Nachtest

3.6.3 Nachbefragung

3.6.4 Visuelles Raumvermögen

3.7 Analyse

3.7.1 Auswertung relevanter Ergebnisse

3.7.2 Überprüfung der Forschungshypothesen

3.8 Diskussion

IV. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Animationsart (2D vs. 3D) auf die Einstellungsakzeptanz von Grammatikanimationen bei japanischen Deutschlernern. Ziel ist es, unter Berücksichtigung von Variablen wie Geschlecht, Alter, Technikaffinität und räumlichem Vorstellungsvermögen, ein tieferes Verständnis für Akzeptanzprozesse zu entwickeln und somit die Basis für eine zielgruppenorientierte Gestaltung von computergestützten Lernangeboten zu schaffen.

  • Akzeptanzforschung im Kontext computergestützten Sprachlernens
  • Vergleich der Wirksamkeit und Akzeptanz von 2D- und 3D-Animationen
  • Einfluss demografischer und kognitiver Faktoren auf die Akzeptanz
  • Methodik der empirischen Akzeptanzmessung mittels Vor- und Nachbefragung
  • Konzeptionelle Grundlagen der Grammatikvermittlung mit Animationen

Auszug aus dem Buch

2.1.2.1 Kognitiver Hintergrund

Erst wenn „die Funktionsweise des menschlichen kognitiven Apparates“ berücksichtigt wird, kann mit Animationen ein Lernmehrwert erzielt werden (Scheller 2008, 29). Dies ist im Prinzip die wichtigste Prämisse für die Erstellung jeglichen Unterrichtsmaterials, aber vor allem bei den „neuen Medien“ sollte nicht blindlings drauflos produziert werden, „denn Erwartungen an die Wunderkräfte der neuen Medien sind die eine Seite der Medaille. Die Realität bei der Erzielung eines Mehrwertes die andere“ (Roche 2005, 246).

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, sich konkret mit dem zu vermittelnden Stoff auseinanderzusetzen (vgl. Lowe & Schnotz 2008, 347) und darauf aufbauend ein Konzept zu entwickeln, das den Lernerinnen und Lernern hilft, die kognitiven Prozesse beim Lernen zu unterstützen.

Für die Vermittlung der Wechselpräpositionen wurde vom bisherigen Erklärungsstandard der Unterscheidung von Bewegung oder Ruhezustand („Wo?/Wohin?“) Abstand genommen und das Konzept der Grenzüberschreitung (vgl. die Darstellung in der Minigrammatik Deutsch als Fremdsprache von Roche & Webber 1995, 25) in einen integrierten Ansatz des multimedialen Lernens adaptiert. Die so entstandene Räumlichkeit macht das abstrakte System „Kasuswahl nach Wechselpräpositionen“ mithilfe von Bildschemata erfahrbar. Damit wird der Lernerin oder dem Lerner geholfen, ihre oder seine „körperliche und räumliche Erfahrung“ auf ein mentales Modell zu übertragen (vgl. Dirven & Radden 2007, 16). Mentale Modelle sind „ganzheitliche kognitive Repräsentation[en] eines Sachverhalts oder Gegenstands“ (Drewer 2003, 55).

Sie helfen somit „abstrakte und unübersichtliche Sachverhalte zu begreifen“ (Seel 2000, 254). Sie haben des Weiteren die „Funktion, die Objekt- und Ereigniswelt rational verfügbar zu machen und subjektive Plausibilität zu erzeugen“ (Seel 2000, 254). Diese „Eigenschaften mentaler Modelle“ bieten für das „Lernen mit Animationen verschiedene Potenziale, aber auch Herausforderungen für die Bildung solcher mentalen Repräsentationen“ (Grass 2013, 100). Ein eindeutiger Vorteil der Animationen liegt vor allem bei Lerninhalten, die eine Dynamik vermitteln wollen (vgl. Rieber 1991, 318-319; Roche 2008, 61).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der Untersuchung dar, beleuchtet den aktuellen Forschungsstand zu Animationen im Sprachunterricht und formuliert die zentrale Forschungsfrage zum Einfluss der Animationsart auf die Akzeptanz.

II. Theorie und Forschungsstand: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Animationen und der Akzeptanzforschung detailliert erläutert, bisherige Studien bewertet und die relevanten Einflussfaktoren für die empirische Untersuchung hergeleitet.

III. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das Ziel der Studie, den Untersuchungsgegenstand, das Design sowie die angewandten Methoden und Instrumente zur Datenerhebung.

IV. Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit, ordnet sie in den theoretischen Kontext ein und gibt Impulse für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Akzeptanzforschung, E-Learning, Grammatikanimationen, Animationsart, 2D-Animation, 3D-Animation, Fremdsprachenerwerb, Kognitive Grammatik, Mentale Modelle, Technikaffinität, Raumvorstellungsvermögen, Akzeptanzprozess, Lernmehrwert, User Experience, Empirische Studie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Akzeptanz von computergestützten Grammatikanimationen beim Erlernen der deutschen Sprache und untersucht, inwiefern die Art der Animation (2D oder 3D) die Einstellungsakzeptanz der Lernenden beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die kognitionslinguistische Grammatikvermittlung, die Theorie des multimedialen Lernens, die Akzeptanzforschung (Technikakzeptanz) sowie die empirische Analyse von Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht und Technikaffinität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welchen Einfluss hat die Animationsart auf die Akzeptanz von Grammatikanimationen?“ Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die eine zielgruppengerechte Konzeption ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine empirische, quantitativ ausgerichtete Studie durchgeführt, bei der standardisierte Fragebögen und ein Test zum räumlichen Vorstellungsvermögen (MRT-A) zum Einsatz kamen, ergänzt durch statistische Analysen der erhobenen Daten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Einflussfaktoren (Geschlecht, Alter, Technikaffinität, Raumverständnis) und die empirische Untersuchung, in deren Rahmen die Wirksamkeit und subjektive Akzeptanz der Animationen bei Studierenden und Sprachschülern in Japan geprüft wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Akzeptanzforschung, E-Learning, Grammatikanimationen, 2D- und 3D-Animation, Kognitive Grammatik, Technikaffinität und räumliches Vorstellungsvermögen.

Welchen Einfluss spielt das Geschlecht auf die Akzeptanz?

Die Studie ergab signifikante Unterschiede: Frauen zeigten generell eine höhere Einstellungsakzeptanz für die Animationen, während Männer tendenziell eine stärkere Präferenz für 3D-Animationen aufwiesen.

Wie beeinflusst das Alter die Einstellung zu 3D-Animationen?

Entgegen der ursprünglichen Hypothese sank die Akzeptanz von 3D-Animationen nicht mit dem Alter; vielmehr zeigte sich bei älteren Teilnehmern mit zunehmendem Alter eine positivere Bewertung der 3D-Visualisierungen.

Warum spielt das räumliche Vorstellungsvermögen eine Rolle?

Es konnte bestätigt werden, dass Lernende mit einem höheren räumlichen Vorstellungsvermögen die komplexeren 3D-Animationen positiver bewerten, was die sogenannte Fähigkeitsverstärkungshypothese stützt.

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Details

Title
Kognitive Linguistik in der didaktischen Praxis. Akzeptanz von Grammatikanimationen und Einfluss der Animationsart 2D vs 3D
College
LMU Munich  (Deutsch als Fremdsprache)
Grade
1,3
Author
Luisa Zeilhofer (Author)
Publication Year
2014
Pages
112
Catalog Number
V369338
ISBN (eBook)
9783668485310
ISBN (Book)
9783668485327
Language
German
Tags
Akzeptanz Animation CTML Kognitive Linguistik Statistik Multimedia Cognitive Load Unterrichtsmaterial Mentales Modell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luisa Zeilhofer (Author), 2014, Kognitive Linguistik in der didaktischen Praxis. Akzeptanz von Grammatikanimationen und Einfluss der Animationsart 2D vs 3D, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369338
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