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Das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück aus Sicht der Bundestagsabgeordneten auf Twitter

Klartext vs. #muttimachts

Title: Das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück aus Sicht der Bundestagsabgeordneten auf Twitter

Bachelor Thesis , 2013 , 59 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marlies Klein (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
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Die Folgende Arbeit soll sich mit der Frage beschäftigen, wie die Netzgemeinde, insbesondere die Bundestagsabgeordneten, das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück auf Twitter kommentierte. Diese Frage dient als Aufhänger der vorliegenden Arbeit. Während Bild, Spiegel, Süddeutsche und Co. einen nichtwissenschaftlichen Blick auf alle Twitternutzer warfen, soll hier jedoch eine quantitative Inhaltsanalyse der Twitterkommentare einer begrenzten Gruppe von Politikern, der auf Twitter vertretenen Bundestagsabgeordneten, vorgenommen werden. Als wichtige Punkte zur Beantwortung dieser Forschungsfrage soll geklärt werden, welche Aspekte des TV-Duells die Abgeordneten kommentieren und welche Politikthemen dabei eine besondere Rolle spielen. Außerdem wird untersucht, wie die Abgeordneten die Kandidaten Merkel und Steinbrück bewerten und ob Hinweise auf einen Dialog und Interaktion mit anderen Twitternutzern erkennbar sind.

In Wahlkampfzeiten suchen Politiker in besonderer Weise den Kontakt zum Bürger, etwa über Infostände und Wahlkampfveranstaltungen. Daher wäre zu erwarten, dass auch die Möglichkeiten zur persönlichen Ansprache und Mobilisierung potenzieller Wähler über die Social Media-Plattformen von den Politikern während des Wahlkampfs verstärkt wahrgenommen werden. Alle im Bundestag vertretenen Parteien setzten im Wahlkampf 2009 auf die Nutzung Sozialer Netzwerke. Die insgesamt höchste Aktivität wurde bei der Union gemessen; allerdings zeigten die Grünen im Laufe des Wahlkampfs mit einem starken Zuwachs ihrer Social Media-Aktivität die positivste Entwicklung. Die Online- Wahlkampfstrategie bestand im Wesentlichen aus vier Elementen: Information, Organisation, Kommunikation sowie Interaktion/Partizipation. Obwohl die Parteien die Wichtigkeit ausreichend Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten anzubieten erkannten, wurden gerade diese Elemente zur Einbeziehung möglicher Wähler aus Expertensicht unzureichend genutzt. Auch Marx kritisiert den fehlenden Willen der Parteien zur Kommunikation: „Auf keinem der untersuchten Profile gab es öffentliche Rückmeldungen an die User. So blieben die Kommentare eine scheinbar unbedeutende Meinung, die nicht zur Basis eines Gesprächs werden sollte.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Politische Kommunikation im Internet

2.1 Social Media als Wahlkampfinstrument

2.2 Twitter und Politik

3 Das TV-Duell – ein besonderes Wahlkampfereignis

3.1 TV-Duelle im Urteil der Zuschauer

3.2 Personalisierung, Mobilisierung und Priming

4 Twitter als Second Screen

5 Forschungsfragen, Methodik und Untersuchungsdesign

6 Ergebnisse

6.1 Inhaltliche vs. formale Aspekte

6.2 Angesprochene Themengebiete

6.3 Bewertung der Kandidaten

6.4 Einseitige vs. zweiseitige Kommunikation

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Twitterverhalten von Bundestagsabgeordneten während des TV-Duells 2013 zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück. Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer quantitativen Inhaltsanalyse zu ermitteln, welche Aspekte des TV-Duells von Politikern kommentiert werden, wie sie die Kanzlerkandidaten bewerten und ob Twitter als interaktives Kommunikationsinstrument mit den Bürgern oder primär zur Selbstvermarktung genutzt wird.

  • Analyse der Twitteraktivität von Bundestagsabgeordneten im Kontext von TV-Events
  • Untersuchung von Medien-Priming-Effekten und Personalisierungstendenzen
  • Bewertung von Merkel und Steinbrück durch die Abgeordneten
  • Evaluation von Twitter als "Second Screen" und dessen Rolle im "Political Information Cycle"
  • Erforschung der Kommunikationsstrategien (Dialog vs. Selbstvermarktung) politischer Akteure

Auszug aus dem Buch

3.1 TV-Duelle im Urteil der Zuschauer

Das Format der TV-Duelle zwischen Kanzler und Herausforderer feierte 2002 in Deutschland eine Doppelpremiere: Am 25. August lieferten sich Gerhard Schröder und Edmund Stoiber die erste Debatte bei RTL und Sat.1, gefolgt von einem zweiten Fernsehduell am 8. September bei ARD und ZDF. Obwohl beide Duelle ein großer Quotenerfolg waren, fiel das Publikumsurteil eher negativ aus (vgl. Dehm 2002). Besonders die erste Sendung wurde wegen der strengen Regeln kritisiert, die einen Schlagabtausch zwischen den Kandidaten kaum ermöglichten (vgl. ebd.: 600). Bei beiden Duellen vermissten die Zuschauer zudem klare Antworten und einen Informationsgewinn (vgl. ebd.: 601). Die im Vorfeld diskutierte Frage, inwiefern TV-Duelle die Wahlentscheidung beeinflussen, wurde auch nach dem Duell nicht einheitlich beantwortet. So deuten die Ergebnisse der ZDF-Befragung darauf hin, dass die individuelle Kandidatenpräferenz die Wahrnehmung und Bewertung der Duellanten geprägt hat: „Die Mehrheit hat gesehen, was sie sehen wollte“ (ebd.: 608). Scheufele, Schünemann und Brosius (2005: 417) stellten hingegen nach dem ersten Duell kurzfristige Veränderungen der Kandidaten- und Parteienpräferenz fest. Laut Maurer und Reinemann (2003: 219) hatte das zweite TV-Duell „erhebliche Auswirkungen auf die Vorstellung der Zuschauer von den Kandidaten“, womit sie die Annahme „dass Fernsehdebatten […] keine Meinungsänderungen hervorrufen können, weil die Zuschauer ohnehin nur das wahrnehmen, was ihren bestehenden Meinungen entspricht“ (ebd.: 221), widerlegen. Unterschiede in der Fragestellung und die Wahl des Befragungszeitpunktes könnten eine Erklärung für die ungleichen Ergebnisse der Studien sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Twitter-Nutzung während des TV-Duells 2013 ein und definiert die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2 Politische Kommunikation im Internet: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle von Social Media als Wahlkampfinstrument und untersucht, wie Politiker allgemein und spezifisch auf Twitter kommunizieren.

3 Das TV-Duell – ein besonderes Wahlkampfereignis: Hier wird der theoretische Kontext von TV-Duellen, deren Wahrnehmung durch das Publikum sowie Wirkungsmechanismen wie Personalisierung und Priming erörtert.

4 Twitter als Second Screen: Das Kapitel analysiert Twitter als Begleitmedium zu Fernsehdebatten und führt Konzepte wie das „Viewertariat“ und den „Political Information Cycle“ ein.

5 Forschungsfragen, Methodik und Untersuchungsdesign: Dieser Abschnitt beschreibt das quantitative Untersuchungsdesign, die Stichprobenwahl der Abgeordneten-Tweets und die Codierungsvariablen.

6 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Inhaltsanalyse hinsichtlich thematischer Aspekte, der Kandidatenbewertung sowie der Kommunikationsstrategien präsentiert.

7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschung.

Schlüsselwörter

TV-Duell, Twitter, politische Kommunikation, Bundestagsabgeordnete, Inhaltsanalyse, Wahlkampf, Second Screen, Personalisierung, Medien-Priming, Angela Merkel, Peer Steinbrück, soziale Medien, Viewertariat, politische Debatte, Wahlentscheidung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Twitter-Verhalten von deutschen Bundestagsabgeordneten während des TV-Duells 2013, um zu verstehen, wie politische Akteure ein solches Medienereignis online begleiten.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentral sind die Nutzung von Social Media als Wahlkampfinstrument, die Rolle von Twitter als Begleitmedium zum Fernsehen („Second Screen“) sowie die Mechanismen politischer Kommunikation im Web 2.0.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Studie?

Die zentrale Frage lautet, wie die Bundestagsabgeordneten auf Twitter das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück kommentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datenerhebung genutzt?

Die Autorin verwendet eine quantitative Inhaltsanalyse von „Primärtweets“, die am 01. September 2013 mit entsprechenden Hashtags veröffentlicht wurden.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert, ob die Tweets inhaltliche oder formale Aspekte thematisieren, welche Themengebiete (z.B. Wirtschaft, Soziales) dominieren und wie die Kandidaten Merkel und Steinbrück von den Abgeordneten bewertet wurden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie TV-Duell, Twitter, politische Kommunikation, Personalisierung, Priming und Online-Wahlkampf definieren.

Warum spielt die Parteizugehörigkeit bei der Bewertung der Kandidaten eine so große Rolle?

Die Analyse zeigt, dass Abgeordnete die Kandidaten durch die „Brille“ ihrer eigenen Parteizugehörigkeit beurteilen, was zu einer hohen Übereinstimmung zwischen Parteibewertung und Kandidatenbewertung führt.

Inwiefern beeinflusst das Twitter-Verhalten der Abgeordneten den Dialog mit den Bürgern?

Die Untersuchung verdeutlicht, dass das Potenzial zur Interaktion („Dialog“) kaum ausgeschöpft wird und Twitter von den Abgeordneten primär zur Selbstvermarktung und Reaktion auf das Fernsehgeschehen genutzt wird.

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Details

Title
Das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück aus Sicht der Bundestagsabgeordneten auf Twitter
Subtitle
Klartext vs. #muttimachts
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung)
Grade
1,0
Author
Marlies Klein (Author)
Publication Year
2013
Pages
59
Catalog Number
V369457
ISBN (eBook)
9783668505131
ISBN (Book)
9783668505148
Language
German
Tags
Twitter Politik TV-Duell Social Media Second Screen Wahlkampf Bundestagswahl 2013
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlies Klein (Author), 2013, Das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück aus Sicht der Bundestagsabgeordneten auf Twitter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369457
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