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Piraterie und Hanse. Kaperkriege und Vitalienbrüder

Título: Piraterie und Hanse. Kaperkriege und Vitalienbrüder

Trabajo Escrito , 2016 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sina Schröder (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Den Namen des berühmtesten deutschen Seeräubers Klaus Störtebeker kennt über seinen Wirkungskreis des Nord- und Ostseeraums hinweg fast jeder. Als ein Anführer der Vitalienbrüder wurde er zur Legende und einem modernen Mythos, welcher Romane, Filme, Musikstücke und nicht zuletzt als bekannteste Rezeption die Störtebeker Festspiele, ein Open-Air-Theater auf der Insel Rügen, inspirierte. Die Rezeptionen zeigen die Vitalienbrüder und ihre legendären Kapitäne, welche im Spätmittelalter die Ost- und später Nordsee befuhren und Handelsschiffe überfielen. Diese sind allgemein bekannt und ein Teil des kollektiven Volksgedächtnisses.

Doch zwischen 1360 und 1435 erlebte der Ostseeraum und somit die Hanse einen stetigen Anstieg der Gefahr durch Piraten – mit dem Aufkommen der Vitalienbrüder als Höhepunkt. Der Grund waren politische Prozesse, welche hier im Zuge der Darstellung der Geschichte der Piraterie im Ostseeraum verdeutlicht werden sollen. Es soll gezeigt werden, wie Politik und Piraterie im Spätmittelalter miteinander verbunden waren und wie sich die Folgen dieser Politik auf die Hanse auswirkten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Hanse

2.1 Entstehung

2.2 Handel und Handelsrouten

3. Die Anfänge – Piraterie

3.1 Begriffsklärung: Piraterie

3.2 Piraterie im Ostseeraum

4. Die Intensivierung – Kaperkriege

4.1 Begriffsklärung: Kaperei

4.2 Streit um den dänischen Thron

4.3 Der Kaperkrieg zwischen Mecklenburg und Dänemark

4.4 Folgen für die Hanse und Gegenmaßnahmen

5. Die Eskalation – Vitalienbrüder

5.1 Ausbruch des Kriegs zwischen Mecklenburg und Dänemark

5.2 Proklamation und ihre Folgen – offene Häfen für Seeräuber

5.3 Die Vitalienbrüder und ihre Rolle im Krieg

5.4 Folgen für die Hanse und Gegenmaßnahmen

6. Die Vitalienbrüder nach dem Krieg gegen Dänemark

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die enge, wechselseitige Verflechtung von spätmittelalterlicher Politik und Piraterie im Ostseeraum. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie machtpolitische Auseinandersetzungen, insbesondere zwischen Mecklenburg und Dänemark, den Seeraub instrumentalisierten und welche schwerwiegenden Auswirkungen dies auf den Handel der Hanse hatte.

  • Entwicklung und Handelsstrukturen der Hanse
  • Differenzierung zwischen Piraterie und staatlich legitimierter Kaperei
  • Die Rolle der Vitalienbrüder als machtpolitisches Instrument mecklenburgischer Interessen
  • Die Auswirkungen der Piraterie auf den hansischen Handel und die Wirksamkeit hansischer Gegenmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.2 Piraterie im Ostseeraum

Im Ostseeraum, genau wie in jedem anderen maritimen Ort der Erde, verkehrten Piraten. Als internationale Handelsroute verschiedenster Nationen und hohem Verkehr an wertvollen Waren war der Überfall auf Handelsschiffe eine unausweichliche Konsequenz.

Doch mit der Entstehung und dem Erstarken der Hanse wurden mehr Waren und unterschiedlichste Waren von einzelnen Schiffen transportiert, welche gerade zu Beginn ein einfaches Ziel für Seeräuber darstellten. Die Piraten des Ostseeraums setzten sich aus verschiedensten sozialen Herkünften zusammen und zum Seeraub aus verschiedensten Gründen motiviert.

Zum einen sei die Marcellusflut, welche im Jahr 1362 auf die Nordseeküste traf und von Nord- bis Ostfriesland verheerende Schäden anrichtete, zu nennen. Tausende Tote, die Zerstörung von Ackern und Ernten und die Verwüstung ganzer Landstriche waren die unmittelbare Folge. Doch aus dem Verlust von Hab und Gut und dem Ausbleiben der Ernten heraus wendeten sich viele Menschen den Meeren und den Waren, welche auf ihnen transportiert wurden, zu.

Zum anderen wendeten sich nicht nur Bauern und einfache Leute aus der Verschlechterung ihrer Gesamtsituation heraus dem Seeraub zu. Denn ein weiterer Grund für die Zunahme der Überfälle in dieser Zeit wird in der steigenden Verarmung des Landadels zu Beginn des 14. Jahrhunderts gesehen. Nicht in der Lage diesem Vorgang entgegenzuwirken kam es zu einer Intensivierung von Überfällen auf Land und Wasserwegen durch vom Landadel geführte Banden.

Zuletzt begünstigte wohl auch das Ende des letzten Kreuzzugs diese Entwicklung. Personen, welche an ihnen teilgenommen hatten, sahen sich nun gezwungen sich wieder in das normale gesellschaftliche Leben zu etablieren und oftmals nicht in der Lage dazu. Ungeachtet der sozialen Herkunft richteten die Überfälle auf Handelsschiffe für die jeweiligen Nationen finanziellen Schaden an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Piraterie im spätmittelalterlichen Ostseeraum ein und skizziert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der Vitalienbrüder.

2. Die Hanse: Das Kapitel erläutert die Entstehung des Städtebundes sowie die Ausdehnung der hansischen Handelsrouten, die zur wirtschaftlichen Dominanz im Nord- und Ostseeraum führten.

3. Die Anfänge – Piraterie: Es erfolgt eine begriffliche Einordnung der Piraterie und eine Analyse der sozioökonomischen Faktoren, die den Seeraub im Ostseeraum begünstigten.

4. Die Intensivierung – Kaperkriege: Dieses Kapitel behandelt die Definition der Kaperei sowie den Kaperkrieg zwischen Mecklenburg und Dänemark als Reaktion auf thronpolitische Konflikte.

5. Die Eskalation – Vitalienbrüder: Hier werden die Ursachen für das Auftreten der Vitalienbrüder, die Rolle der mecklenburgischen Politik und die massiven Auswirkungen auf den hansischen Handel beschrieben.

6. Die Vitalienbrüder nach dem Krieg gegen Dänemark: Das Kapitel betrachtet die weitere Entwicklung der Piraten nach dem Friedensschluss und die Bemühungen zu ihrer Vertreibung aus der Ostsee.

7. Schluss: Die Arbeit resümiert, wie die Instrumentalisierung von Piraten durch die mecklenburgische Politik zu einer unkontrollierbaren Bedrohung wurde, der die Hanse trotz vielfältiger Gegenmaßnahmen nur schwer beikommen konnte.

Schlüsselwörter

Hanse, Vitalienbrüder, Piraterie, Kaperei, Kaperbrief, Ostseeraum, Mecklenburg, Dänemark, Klaus Störtebeker, Handelsschiffe, Friedeschiff, Machtpolitik, Spätmittelalter, Seeraub, Kaperkrieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung der Piraterie im spätmittelalterlichen Ostseeraum und ihrer engen Verknüpfung mit den machtpolitischen Interessen der Akteure Mecklenburgs und Dänemarks.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Entstehung der Hanse, die begriffliche und rechtliche Differenzierung zwischen Piraterie und Kaperei sowie die Auswirkungen dieser Phänomene auf den hansischen Handel.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie politische Prozesse und kriegerische Auseinandersetzungen im Spätmittelalter den Seeraub als Mittel der Kriegsführung instrumentalisierten und welche Folgen dies für die Sicherheit auf der Ostsee hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Quellen wie den Hanserezessen sowie auf relevanter Sekundärliteratur zu den Themen Hanse, Kaperkriege und Vitalienbrüder basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Eskalationsstufen des Seeraubs, beginnend bei den ersten Kaperkriegen über die Rolle der mecklenburgischen Städte bis hin zur zentralen Bedeutung der Vitalienbrüder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hanse, Vitalienbrüder, Piraterie, Kaperei, Kaperbrief, Ostseeraum, Mecklenburg, Dänemark und Seeraub.

Welche Rolle spielten die Hansestädte Rostock und Wismar bei der Unterstützung der Vitalienbrüder?

Aufgrund ihrer Stellung als mecklenburgische Städte unterstützten Rostock und Wismar die Vitalienbrüder durch die Öffnung ihrer Häfen und die Ausstellung von Kaperbriefen, was zu erheblichen internen Spannungen innerhalb der Hanse führte.

Warum schlug die Strategie, Piraten als Söldner zu instrumentalisieren, für Mecklenburg fehl?

Die Vitalienbrüder erwiesen sich als unkontrollierbare Akteure, deren profitorientierte Überfälle nicht nur dänische Interessen, sondern auch den Handel der Hanse und damit auch die mecklenburgischen Bündnispartner schädigten, was sie letztlich unberechenbar machte.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Piraterie und Hanse. Kaperkriege und Vitalienbrüder
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Curso
Die Hanse und Skandinavien im Mittelalter
Calificación
1,3
Autor
Sina Schröder (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
23
No. de catálogo
V370386
ISBN (Ebook)
9783668477223
ISBN (Libro)
9783668477230
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hanse Piraterie Skandinavien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sina Schröder (Autor), 2016, Piraterie und Hanse. Kaperkriege und Vitalienbrüder, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370386
Leer eBook
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