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Workplace Violence. Schwere Gewalt am Arbeitsplatz mit Todesfolge im Polizeiberuf

Title: Workplace Violence. Schwere Gewalt am Arbeitsplatz mit Todesfolge im Polizeiberuf

Seminar Paper , 2016 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Winnie Faust (Author)

Social Studies (General)
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In der folgenden Arbeit wird versucht, das Handeln von Arbeitsplatz-Amokläufern und Polizisten im Speziellen systematisch aufzuarbeiten und zu verstehen. Dies geschieht vorerst in einer allgemeinen Untersuchung zum Thema Workplace Violence beziehungsweise Workplace Homicide und geht im Weiteren, auch durch die Darstellung zweier Fallbeispiele, auf zielgerichtete Gewalt im Arbeitsumfeld von Polizisten ein.

Laut Medien und Literatur nehmen die Vorkommnisse zielgerichteter Gewalt am Arbeitsplatz tendenziell zu. Als Grund hierfür werden in den Medien häufig die schwierigen Konditionen im modernen Arbeitsumfeld, der steigende Druck auf Arbeitnehmer, die Angst vor Verlust der Arbeitsstelle und andauernde Stresssituationen genannt. Amokläufe am Arbeitsplatz sind nicht nur ein Anschlag auf eine eventuelle Zielperson oder unschuldige Mitarbeiter, sondern bedeuten auch immer einen stellvertretenden Angriff auf die gesamte Gesellschaft. Zurück bleiben Unverständnis, Entsetzen und Erklärungsversuche.

Der Beruf eines Polizisten hat viel mit Gewalt und psychische Stress zu tun. Da stellt sich die Frage: Sind Menschen im Arbeitssektor der öffentlichen Gewalt- und Deliktprävention grundsätzlich anfälliger für die autogene Ausführung von Gewalttaten? Oder kann das Tragen einer Waffe den Besitzer zu schnelleren Affekthandlungen hinreißen?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist schwere (zielgerichtete) Gewalt am Arbeitsplatz? – eine Definition

2.1 Workplace Violence – Einschränkung des Untersuchungsbegriffs

3. Ursachen für schwere Gewalt am Arbeitsplatz

3.1 Psychische Störungen

3.1.1 narzisstische Persönlichkeit

3.2 Genetische Ursachen

3.2.1 Serotoninmangel

3.3 Opferrolle

3.4 schwache soziale Bindung

3.5 Schicksalsschläge und Verlusterlebnisse

3.6 Druck in der Arbeitswelt

3.7 Intoxikation

4. schwere Gewalt unter Polizisten und mögliche Ursachen

4.1 Konfrontation mit Gewalt

4.2 Waffennähe

4.3 Machtposition

5. Fallbeispiele und Analyse

5.1 Fallbeispiel 1: Manila, Philippinen

5.2 Fallbeispiel 2: Los Angeles, Kalifornien

6. Situation in Deutschland

7. Prävention

7.1 Anzeichen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe und Ursachen von zielgerichteter Gewalt am Arbeitsplatz mit tödlichem Ausgang, wobei ein besonderer Fokus auf dem Berufsfeld der Polizei liegt. Ziel ist es, das Handeln von Tätern in diesem spezifischen Kontext systematisch aufzuarbeiten, psychologische sowie strukturelle Belastungsfaktoren zu analysieren und zu klären, ob Polizeibeamte aufgrund ihrer Berufsausübung ein höheres Risiko für derartige Gewalttaten aufweisen.

  • Definition und Eingrenzung von Workplace Violence
  • Psychologische Ursachen und Persönlichkeitsstrukturen
  • Einflussfaktoren des Polizeiberufs (Waffennähe, Machtposition, Stress)
  • Analyse internationaler Fallbeispiele
  • Präventionsmöglichkeiten und Warnsignale

Auszug aus dem Buch

3.1.1 narzisstische Persönlichkeit

Eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur scheint eine der unabdinglichen Voraussetzungen für zielgerichtete Gewalt zu sein. Die Ich-Perspektive ist überhöht und Empathie kaum vorhanden.

Dem Narzissmus zugrunde liegt ein instabiles Selbstwertgefühl, dass stark auf Kränkungen reagiert. Die Unsicherheit wird kompensiert durch die Überhöhung des Ichs. Die Bedrohung des Ichs resultiert in einer aggressiven Reaktionsbereitschaft.

Der Narzissmus dient der Strategie der Selbstwerterhöhung. Die Täter fühlen sich anderen überlegen und degradieren ihre soziale Umwelt. Ebendiese Haltung nährt die Tatplanung eines Gewaltaktes. Der Täter erlebt sich als Außenseiter, dem die sozialen Integration aufgrund seines Andersseins und der Zugang zu der Welt „von denen“ versperrt bleibt. Diese Einstellung kann – anfangs noch gedanklich - zu einer Kriegserklärung gegenüber der Gesellschaft führen. Der Täter glaubt an sein Recht, andere zu liquidieren und überhöht seinen anschließenden Tod durch Symbolik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik zielgerichteter Gewalt am Arbeitsplatz ein und formuliert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der Anfälligkeit von Polizeibeamten für derartige Taten.

2. Was ist schwere (zielgerichtete) Gewalt am Arbeitsplatz? – eine Definition: Das Kapitel definiert den Begriff der zielgerichteten Gewalt und grenzt ihn durch den Terminus des „Workplace Homicide“ auf Waffengewalt mit Tötungsabsicht ein.

3. Ursachen für schwere Gewalt am Arbeitsplatz: Hier werden verschiedene psychosoziale und biologische Faktoren wie psychische Störungen, soziale Isolierung und Arbeitsdruck als Auslöser für Gewalt untersucht.

4. schwere Gewalt unter Polizisten und mögliche Ursachen: Dieses Kapitel analysiert spezifische Belastungsfaktoren im Polizeiberuf, wie den ständigen Kontakt mit Gewalt, den Zugang zu Waffen und die damit verbundene Machtposition.

5. Fallbeispiele und Analyse: Anhand konkreter Vorfälle, etwa in Manila oder Los Angeles, werden die individuellen Motive und Auslöser für die jeweiligen Gewalttaten nachvollzogen.

6. Situation in Deutschland: Es wird ein Überblick über die aktuelle statistische Lage und das Vorkommen von Gewalt sowie Drohungen am Arbeitsplatz in Deutschland gegeben.

7. Prävention: Das Kapitel diskutiert Möglichkeiten der Gewaltprävention und weist auf Verhaltensauffälligkeiten wie das „Leaking“ hin, die frühzeitig auf ein potenzielles Eskalationsrisiko deuten können.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Polizisten aufgrund ihrer spezifischen Arbeitsbedingungen eine gefährdetere Berufsgruppe darstellen können.

Schlüsselwörter

Zielgerichtete Gewalt, Workplace Violence, Amoklauf, Polizeiberuf, Narzissmus, Aggression, Stressfaktoren, Waffennähe, Machtposition, Fallbeispiel, Prävention, Leaking, Arbeitnehmer, Täterprofil, Arbeitsplatz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von schwerer, zielgerichteter Gewalt am Arbeitsplatz, die mit Tötungsabsicht begangen wird, und fokussiert sich dabei besonders auf Polizisten als Tätergruppe.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die psychologischen Ursachen von Gewalttaten, die Definition von Gewalt am Arbeitsplatz sowie die spezifischen beruflichen Belastungen im Polizeidienst.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob Menschen im Berufsfeld der Polizei grundsätzlich anfälliger für die Ausführung schwerer Gewalttaten sind und welche Faktoren – wie Waffennähe oder Stress – dazu beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Quellen sowie auf die Auswertung von Medienberichten zu internationalen Fallbeispielen, da für dieses spezifische Thema nur begrenzt Literatur existiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung allgemeiner Ursachen für Workplace Violence, die spezifische Analyse polizeilicher Belastungsfaktoren und die detaillierte Fallbetrachtung zur Ursachenforschung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Zielgerichtete Gewalt, narzisstische Persönlichkeit, Workplace Homicide, polizeiliche Machtposition und Gewaltprävention.

Wie spielt das „Leaking“ bei der Prävention eine Rolle?

Leaking bezeichnet das Vorab-Verkünden von Absichten, beispielsweise durch Drohungen. Es dient als wichtiges Warnsignal, das im präventiven Sinne genutzt werden kann, um Eskalationsprozesse frühzeitig zu erkennen.

Warum wird die narzisstische Persönlichkeit als Faktor genannt?

Narzisstische Strukturen gehen oft mit einem instabilen Selbstwertgefühl und einer überhöhten Ich-Perspektive einher; Kränkungen am Arbeitsplatz können hierbei eine aggressive Reaktionsbereitschaft auslösen.

Welche Rolle spielt die Waffennähe bei Polizisten?

Die ständige Verfügbarkeit einer Schusswaffe senkt potenziell die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung und erhöht die Gefährlichkeit von Taten, da sie eine hohe Tötungsquote garantiert.

Was ist das Ergebnis der Fallbeispiele?

Die Analysen zeigen, dass eine Kombination aus Kündigungsangst, persönlichem Versagen, subjektivem Empfinden von Ungerechtigkeit und Rachegefühlen zentrale Motive für die untersuchten Gewalttaten darstellen.

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Details

Title
Workplace Violence. Schwere Gewalt am Arbeitsplatz mit Todesfolge im Polizeiberuf
Grade
1,0
Author
Winnie Faust (Author)
Publication Year
2016
Pages
21
Catalog Number
V370415
ISBN (eBook)
9783668478893
ISBN (Book)
9783668478909
Language
German
Tags
Polizei Polizist Workplace Violence Workplace Homicide Amoklauf Arbeitsplatz Todesfolge Arbeitsplatz-Amokläufer Gewalt Prävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Winnie Faust (Author), 2016, Workplace Violence. Schwere Gewalt am Arbeitsplatz mit Todesfolge im Polizeiberuf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370415
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