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Die aktuelle Diskussion um die Schulschrift. Ein Vergleich der diskutierten Schriften

Title: Die aktuelle Diskussion um die Schulschrift. Ein Vergleich der diskutierten Schriften

Term Paper , 2016 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ina Knop (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Das Thema, mit dem ich mich in dieser Arbeit auseinandersetzen werde, umfasst die aktuelle Diskussion um die Schulschrift, die es zum Ziel hat, eine geeignete Ausgangsschrift für diejenigen Kinder zu finden, die am Beginn des Schriftspracherwerbs stehen. Dazu werden im ersten Kapitel die Funktionen von Schulschriften aufgezeigt, anhand derer die verschiedenen Schriften im späteren Verlauf diskutiert werden. Das zweite Kapitel, welches den Großteil dieser Arbeit umfasst, erläutert die vier gängigsten Schriftmöglichkeiten und stellt jeweils deren Vor- und Nachteile dar, die aus der Literatur abzuleiten sind. Es folgt ein abschließendes Fazit, bei dem die Schriften miteinander verglichen werden, sodass ich schließlich eine persönliche Wertung begründen kann, in der ich herausstellen möchte, welche Schrift nach meinen Erkenntnissen die Kriterien einer Schulschrift in vollem Umfang erfüllt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Funktionen der Schulschrift

2. Ein Vergleich der diskutierten Schriften

2.1. Lateinische Ausgangsschrift

2.1.1. Pro-Argumente

2.1.2. Contra-Argumente

2.2. Schulausgangsschrift

2.2.1. Pro-Argumente

2.2.2. Contra-Argumente

2.3. Vereinfachte Ausgangsschrift

2.3.1. Pro-Argumente

2.3.2. Contra-Argumente

2.4. Grundschrift

2.4.1. Pro-Argumente

2.4.2. Contra-Argumente

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die aktuelle fachliche Diskussion um die geeignete Ausgangsschrift für den Schriftspracherwerb in der Grundschule zu analysieren, die gängigen Schriftvarianten kritisch zu bewerten und eine Empfehlung unter Berücksichtigung didaktischer Kriterien auszusprechen.

  • Analyse der Funktionen einer schulisch vermittelten Handschrift
  • Vergleichende Untersuchung der Lateinischen Ausgangsschrift (LA), Schulausgangsschrift (SAS), Vereinfachten Ausgangsschrift (VA) und der Grundschrift (GS)
  • Darstellung der jeweiligen Pro- und Contra-Argumente aus der Fachliteratur
  • Bewertung der Schriftarten hinsichtlich Schreibbarkeit, Lesbarkeit und Individualisierungspotenzial

Auszug aus dem Buch

2.4. Grundschrift

Bereits im Jahre 1997 erschien erstmals ein Artikel im Grundschulverband, der als Ausgangsschrift eine Druckschrift forderte und somit den verbundenen Schriften diesen Status absprach. Da diesem Wunsch mit Gefallen entgegnet wurde, bemühte sich der Grundschulverband um ein Fachgespräch mit Vertretern aus der Schulpraxis und der Wissenschaft, welches im Januar 2010 stattfand. Die Forderung nach einer Druckschrift wurde schließlich mit der Entwicklung einer neuen Schrift beantwortet, welche den Namen „Grundschrift“ (kurz: „GS“) trägt, wodurch eine Assoziation mit dem Vorgang des Druckens umgangen werden sollte. Des Weiteren werde durch diesen Begriff zum Einen die Funktion einer Schreibschrift und zum Anderen die einer Ausgangsschrift untermauert, so der Grundschulverband.

Damit die GS ihren didaktischen Überlegungen nachkommt, wurden verschiedene Prinzipien erstellt, an denen sich die Schrift orientiert:

Zunächst unterliegt die Buchstabenform zweien solcher Prinzipien, von denen das erste den Aspekt handschriftlich umsetzbarer Buchstaben behandelt. Obwohl sich die GS zu den Druckschriften zählt, ist es dennoch von besonderer Bedeutung, dass es sich bei den Buchstabenformen nicht um gedruckte, sondern um handgeschriebene Buchstaben handelt. Trotzdem soll durch ihre Gestaltung eine Orientierung an der Druckschrift bewahrt bleiben, da diese in den gedruckten Texten, welchen die Schülerinnen und Schüler beim Lesen lernen begegnen, entsprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Funktionen der Schulschrift: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Anforderungen an eine Schulschrift, wie Produktionsaspekt, Rezeptionsaspekt, Klarheit, Materialaspekt sowie Lern- und Lehrbarkeit.

2. Ein Vergleich der diskutierten Schriften: Hier werden die vier wesentlichen Schriftvarianten detailliert vorgestellt und anhand von Pro- und Contra-Argumenten diskutiert.

2.1. Lateinische Ausgangsschrift: Untersuchung der 1953 eingeführten Schrift, die als verbundene Schreibschrift gilt, aber aufgrund ihrer Formkomplexität kritisiert wird.

2.1.1. Pro-Argumente: Fokus auf die Bedeutung der verbundenen Schrift als Kulturgut und Hilfe für die Selbstkritik beim Schreiben.

2.1.2. Contra-Argumente: Kritik am zeitaufwendigen Umlernprozess von der Druckschrift zur verbundenen Schrift und an der mangelnden Modernität.

2.2. Schulausgangsschrift: Vorstellung der 1968 in der DDR eingeführten Schrift, die sich durch Grund- und Aufstriche auszeichnet.

2.2.1. Pro-Argumente: Erleichterung der Lesbarkeit durch klare Unterlängen und einfachere Verknüpfung der Buchstaben.

2.2.2. Contra-Argumente: Höhere Anforderungen an die Schreibmotorik und schwierige Lernbarkeit im Vergleich zu moderneren Ansätzen.

2.3. Vereinfachte Ausgangsschrift: Analyse der VA, die durch ein Baukastenprinzip und den Verzicht auf zwingende Verbindungsstriche besticht.

2.3.1. Pro-Argumente: Geringere Drehrichtungswechsel und Fokus auf lernpsychologische Aspekte erleichtern den Erwerb.

2.3.2. Contra-Argumente: Kritik als "modulare Schrift", da sie als nicht "echte" Schreibschrift wahrgenommen wird und flüssige Abläufe erschweren kann.

2.4. Grundschrift: Erläuterung der aktuellen Entwicklung des Grundschulverbandes, die auf einer Druckschrift basiert und individuelle Handschriften fördert.

2.4.1. Pro-Argumente: Vermeidung des "unsinnigen Umwegs" über eine zweite Schrift und Anknüpfung an bekannte Druckbuchstaben aus der Umwelt.

2.4.2. Contra-Argumente: Kritische Stimmen sehen in der GS einen unpädagogischen "Zwitter" und befürchten eine Einschränkung der Entwicklung einer sicheren Handschrift.

3. Fazit: Die Verfasserin bewertet die Schriften anhand der zuvor definierten Kriterien und spricht sich für die Grundschrift als geeignete Wahl aus.

Schlüsselwörter

Schulschrift, Schriftspracherwerb, Grundschule, Lateinische Ausgangsschrift, Schulausgangsschrift, Vereinfachte Ausgangsschrift, Grundschrift, Handschrift, Schreibmotorik, Schreibdidaktik, Druckschrift, Schreibbarkeit, Lesbarkeit, Individualisierung, Schreibprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aktuellen Diskussion über die Wahl der richtigen Ausgangsschrift für Kinder am Beginn des Schriftspracherwerbs in deutschen Grundschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die didaktischen Funktionen einer Schulschrift, die historische Entwicklung der Schreibschriften in Deutschland sowie der Vergleich zwischen verbundenen Schriften und der Grundschrift.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Vor- und Nachteile der vier gängigen Schriften (LA, SAS, VA, GS) anhand wissenschaftlicher Funktionen zu analysieren, um eine begründete Empfehlung für die Praxis abzugeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit fachdidaktischen Konzepten zum Schriftspracherwerb.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Kriterien an eine Schulschrift und eine detaillierte Diskussion der einzelnen Schriftvarianten inklusive ihrer spezifischen Pro- und Contra-Argumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulschrift, Schriftspracherwerb, Handschrift, Schreibmotorik sowie die Bezeichnungen der untersuchten Schriften (LA, SAS, VA, GS).

Warum wird die Grundschrift in der Arbeit besonders hervorgehoben?

Die Grundschrift wird als innovativer Ansatz bewertet, der an die bereits erworbenen Kompetenzen im Umgang mit Druckschrift anknüpft und Zeitressourcen für die individuelle Schriftentwicklung freisetzt.

Wie bewertet die Verfasserin den "Umlernprozess" von der Druck- zur Schreibschrift?

Sie bewertet diesen Prozess als problematisch und oft qualvoll, weshalb sie sich gegen die verpflichtende Einführung einer verbundenen Zweitschrift ausspricht.

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Details

Title
Die aktuelle Diskussion um die Schulschrift. Ein Vergleich der diskutierten Schriften
College
University of Siegen
Grade
2,0
Author
Ina Knop (Author)
Publication Year
2016
Pages
29
Catalog Number
V370654
ISBN (eBook)
9783668481978
ISBN (Book)
9783668481985
Language
German
Tags
Schulschrift lateinische Ausgangsschrift Schulausgangsschrift vereinfachte Ausgangsschrift Grundschrift
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Knop (Author), 2016, Die aktuelle Diskussion um die Schulschrift. Ein Vergleich der diskutierten Schriften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370654
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