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Die Freiheit im Gesellschaftsvertrag von Thomas Hobbes. „Was vom Menschen im Bürger übrig bleibt“

Title: Die Freiheit im Gesellschaftsvertrag von Thomas Hobbes. „Was vom Menschen im Bürger übrig bleibt“

Term Paper , 2017 , 13 Pages

Autor:in: Oliver Nettelbeck (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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„Der Leviathan (so nennen wir den Staat) ist ein Kunstwerk, oder ein künstlicher Mensch – obgleich an Umfang und Kraft weit größer als der natürliche Mensch, welcher dadurch geschützt und glücklich gemacht werden soll. Bei dem Leviathan ist derjenige, welcher die höchste Gewalt besitzt, gleichsam die Seele, welchen den gesamten Körper belebt und in Bewegung setzt.“

Was Hobbes unter dieser Freiheit versteht und warum er deren Aufgabe für so zwingend notwendig erachtet soll im Folgenden herausgearbeitet und anschließend in Verhältnis zu der Frage gestellt werden, was vom natürlichen Menschen im entstehenden Bürger übrigbleibt.

Zu Beginn soll dazu das Hobbessche Menschenbild im Naturzustand und seine Vorstellung des Begriffs von Freiheit vorgestellt werden. Anschließend wird auf den Moment des Vertragsschlusses eingegangen und die damit verbundene Aufgabe der universellen Selbstbestimmung. Im letzten Teil soll der neue Bürger beschrieben werden, der aus dem ursprünglichen Menschen im Naturzustand hervorgeht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1. Der Naturzustand bei Thomas Hobbes

2.2. Der Freiheitsbegriff bei Thomas Hobbes

2.3. Der Ausgang des Menschen aus dem Naturzustand in die Obhut der Gesellschaft

2.4. Die Rechte und Freiheiten des Leviathans und die des Bürgers

2.5. Der Mensch im Bürger

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Freiheit im Gesellschaftsvertrag von Thomas Hobbes und geht der zentralen Forschungsfrage nach, was vom ursprünglichen, natürlichen Menschen übrig bleibt, wenn dieser als Bürger in den staatlichen Zustand des Leviathans übertritt.

  • Das hobbessche Menschenbild im Naturzustand
  • Die Definition und Begrenzung von Freiheit
  • Der Vertragsschluss als Akt der universellen Selbstbestimmung
  • Die Machtbefugnisse des Leviathans gegenüber dem Bürger
  • Die Transformation des natürlichen Menschen in den staatlichen Bürger

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Naturzustand bei Thomas Hobbes

Im dreizehnten Kapitel seines Werkes Leviathan beschreibt Hobbes das Dasein der Menschen im Naturzustand, frei von jeglichen gesellschaftlichen Einflüssen, als „... ein tausendfaches Elend; Furcht, gemordet zu werden, stündliche Gefahr, ein einsames, kümmerliches, rohes und kurz dauerndes Leben.“

Dieses dunkle und unangenehme Bild des Daseins leitet er aus den folgenden beiden Annahmen ab:

1. „Die Natur hat den Menschen sowohl hinsichtlich der Körperkräfte wie der Geistesfähigkeiten untereinander gleichmäßig begabt“. Hierbei ist zu bedenken, dass jegliche überlegen wirkende Köperkraft eines Individuums nur eine Scheinkraft darstellt, und jederzeit beim Aufeinandertreffen mit einer effektiven List, oder zusammengeschlossenen, aufsummierten schwächeren Einzelkräften in einem Konfliktfall unterliegen kann. Diese Gleichheit spiegelt sich auch in der Gleichheit der Wünsche und natürlichen Bedürfnisse der Menschen wieder.

2. „Sooft daher zwei ein und dasselbe wünschen, dessen sie aber nicht zugleich teilhaftig werden können, so wird einer des anderen Feind, und um das gesetzte Ziel zu [...] erreichen, werden beide danach trachten, sich den anderen entweder unterwürfig zu machen oder ihn zu töten“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in Thomas Hobbes' Staatsmodell ein, das als Antwort auf die Erfahrungen des englischen Bürgerkriegs entstand und den Staat als künstliches Wesen aus einem Gesellschaftsvertrag begreift.

2.1. Der Naturzustand bei Thomas Hobbes: Dieses Kapitel erläutert den Zustand der Menschen als einen "Krieg aller gegen alle", der durch natürliche Gleichheit und fehlende übergeordnete Macht geprägt ist.

2.2. Der Freiheitsbegriff bei Thomas Hobbes: Hobbes definiert Freiheit hier rein physisch als Abwesenheit äußerer Hindernisse, womit er sich von metaphysischen Willensfreiheitskonzepten abgrenzt.

2.3. Der Ausgang des Menschen aus dem Naturzustand in die Obhut der Gesellschaft: Der Vertragsschluss wird als vernünftige Konsequenz dargestellt, um durch die Abgabe persönlicher Rechte Sicherheit und Frieden zu erlangen.

2.4. Die Rechte und Freiheiten des Leviathans und die des Bürgers: Hier wird analysiert, wie der Souverän durch die kollektive Rechtsabtretung zur unantastbaren Macht wird, die den Bürger einerseits schützt und andererseits in ein rechtliches Korsett zwängt.

2.5. Der Mensch im Bürger: Dieses Kapitel hinterfragt, welche Reste des ursprünglichen Menschseins bestehen bleiben, wenn das Individuum nur noch auf Selbsterhaltung und existenzielle Bedürfnisse konditioniert ist.

3. Resümee: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das moderne Leben in Sicherheit eine Umverteilung der Fähigkeiten bewirkt und eine spezifische Verantwortung für denjenigen hinterlässt, der die kollektive Macht ausübt.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Leviathan, Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Freiheit, Sicherheit, Krieg aller gegen alle, Souverän, Bürger, Selbsterhaltung, Angst, Staatsmodell, Rechtsabtretung, Willensfreiheit, politische Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische Werk von Thomas Hobbes und untersucht, wie der Übergang vom Naturzustand zum organisierten Staat die Freiheit und das Wesen des Menschen verändert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das hobbessche Menschenbild, die Entstehung des Staatsmodells durch den Gesellschaftsvertrag und die psychologischen Auswirkungen von Sicherheit und Abhängigkeit auf das Individuum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verhältnis von Freiheit zu staatlicher Macht zu klären und zu beantworten, was vom natürlichen Menschen übrig bleibt, wenn er zum Bürger wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, die den Leviathan interpretiert und dabei psychologische Konzepte, wie etwa von Abraham Maslow, zur Veranschaulichung hinzuzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise den Naturzustand, das Verständnis von Freiheit, den Prozess des Vertragsschlusses, die unumstößliche Macht des Leviathans sowie die Transformation des Individuums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Leviathan, Naturzustand, Freiheit, Gesellschaftsvertrag, Souveränität, Selbsterhaltung, Angst und die Frage nach dem Wesen des Bürgers.

Wie bewertet der Autor Hobbes' Wortwahl im Hinblick auf den Naturzustand?

Der Autor kritisiert, dass Hobbes' Wortwahl eine objektive Bewertung erschwert, da er den Naturzustand bewusst mit einer stark negativ bewertenden, abschreckenden Sprache beschreibt, um die Notwendigkeit des Staates zu untermauern.

Welche Rolle spielt die Angst im Hobbesschen System?

Angst fungiert als primärer Antriebsmotor des Menschen. Im Naturzustand führt sie zum Krieg, im Staat führt sie zur Aufgabe von Freiheit zugunsten von Sicherheit, was wiederum zu einer "Verbequemlichung" des Bürgers führen kann.

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Details

Title
Die Freiheit im Gesellschaftsvertrag von Thomas Hobbes. „Was vom Menschen im Bürger übrig bleibt“
Author
Oliver Nettelbeck (Author)
Publication Year
2017
Pages
13
Catalog Number
V370799
ISBN (eBook)
9783668483293
ISBN (Book)
9783668483309
Language
German
Tags
freiheit gesellschaftsvertrag thomas hobbes menschen bürger
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Nettelbeck (Author), 2017, Die Freiheit im Gesellschaftsvertrag von Thomas Hobbes. „Was vom Menschen im Bürger übrig bleibt“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370799
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