Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Romanistik - Hispanistik

"Ya tú sabes, man!" Diskursmarker im Sprachkontakt von Englisch und Spanisch in den USA

Titel: "Ya tú sabes, man!" Diskursmarker im Sprachkontakt von Englisch und Spanisch in den USA

Bachelorarbeit , 2016 , 50 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sara Fackler Calvo (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Fokus dieser Arbeit steht der englisch-spanische Sprachkontakt der USA, das Spanglish. Bisher wurden viele Werke zu diesem Thema verfasst, jedoch gibt es einen Bereich, der bislang noch relativ unerforscht ist und zwar die Diskursmarker des Spanglish. Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, Studienergebnisse zu spanisch-englischen Diskursmarkern in den USA näher zu betrachten. Im Laufe der Recherche kristallisierten sich dabei die Diskursmarker-Paare "like" und "como", "you know" und "tú sabes" sowie "so" und "entonces" als besonders interessant heraus.

Zu diesem Zweck soll zunächst ein genereller Überblick zur historischen Herkunft des Spanglish sowie der Versuch einer Definition gegeben werden. Anschließend wird das Codeswitching näher erläutert werden mit seinen Formen, Limitationen sowie Einflussfaktoren. Der Begriff des Diskursmarkers und seine Stellung im Rahmen des Codeswitching wird erläutert und schließlich auf die spezifisch spanglishen Diskursmarker eingegangen werden.

Hierbei werden zu Beginn die jeweiligen Marker im rein spanischen bzw. rein englischen Kontext präsentiert, um ihre konventionellen Funktionen herauszufinden. Schließlich werden sie anhand der maßgeblichen Studien von Aaron, Said-Mohand und Torres im englisch-spanischen Sprachkontakt komparatistisch betrachtet, um ihre Entwicklung und die mögliche wechselseitige Beeinflussung zu analysieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spanglish – Das Sprachphänomen der USA

2.1 Historische Fakten

2.2 Spanglish als detraducción

3. Codeswitching

3.1 Definition

3.2 Intrasententielles Codeswitching

3.3 Intersententielles Codeswitching

3.4 Die Regeln des Codeswitching

3.5 Der Einfluss extra-linguistischer Faktoren auf das Codeswitching

4. Spanisch-Englische Diskursmarker

4.1 Definition Diskursmarker

4.2 Analyse der Diskursmarker des Spanglish

4.2.1 Die Diskursmarker like und como

4.2.1.1 Konventionelle Funktionen

4.2.1.2 Funktionen und Vorkommen im Spanglish

4.2.2 Die Diskursmarker you know und tú sabes

4.2.2.1 Konventionelle Funktionen

4.2.2.1 Funktionen und Vorkommen im Spanglish

4.2.3 Die Diskursmarker so und entonces

4.2.3.1 Konventionelle Funktionen

4.2.3.2 Funktionen und Vorkommen im Spanglish

5. Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den englisch-spanischen Sprachkontakt in den USA, bekannt als Spanglish, mit einem spezifischen Fokus auf die bislang wenig erforschte Rolle von Diskursmarkern. Ziel ist es, durch eine komparatistische Analyse der Marker-Paare like/como, you know/tú sabes und so/entonces deren Funktionen und die wechselseitige Beeinflussung der Sprachen im bilingualen Kontext aufzuzeigen.

  • Historische Herkunft und Definition des Begriffs Spanglish
  • Theoretische Grundlagen des Codeswitching und dessen Regeln
  • Funktionsanalyse von Diskursmarkern im monolingualen und bilingualen Kontext
  • Einfluss extra-linguistischer Faktoren auf das Codeswitching
  • Komparative Untersuchung der Entwicklung und Assimilation von Diskursmarkern

Auszug aus dem Buch

2.2 Spanglish als detraducción

[…] [There] has arisen a hybrid variety of language, often given the slightly derogatory label of Spanglish, which coexists with less mixed forms of standard English and standard Spanish and has at least one of the characteristics of an autonomous language: a substantial number of native speakers. (Nash 1970: 223)

In dieser Erläuterung von Nash wird Spanglish als Hybridvarietät dargestellt. Nach Sinner ist diese Aussage jedoch problematisch, da über sprachliche Hybridität kein Konsens besteht und diese „nicht ohne weiteres messbar ist.“ (Sinner 2007: 3)

Ebenso ist umstritten, ob es sich bei Spanglish um eine Kreolsprache handelt. López García-Molins lehnt die Bezeichnung der Kreolsprache in Bezug auf Spanglish vehement ab. Seiner Meinung nach kann Folgendes bei einer Kontaktsituation zweier Sprachen geschehen: Zum Einen kann es zu einer Übernahme der Sprache A kommen, während die Sprache B infolgedessen völlig verschwindet. Ebenfalls ist es möglich, dass die Sprache B mit einer großen Anzahl an Lehnwörtern der Sprache A weiterexistiert. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, dass sich eine Kreolsprache aus beiden Sprachen entwickelt. López García-Molins ordnet Spanglish hier der zweiten Option zu. Er äußert die Tendenz mehrerer Autoren zu einer Klassifizierung als Pidginsprache und damit der Vorstufe des Kreol (vgl. López García-Molins 2015: 35-36). Eine Pidginsprache charakterisiert sich zum Einen durch ihr Defizit an grammatikalischer Komplexität, da wenige Zeitformen existieren und es keine Genus- oder Pluralformen gibt. Zum Anderen ist auch die morphologische Komplexität eines Pidgin mangelhaft, da es keine Flexion gibt und es dazu tendiert, nur ein Morphem pro Wort zu besitzen. Auch die semantische Transparenz, die durch ihre isolierende und agglutinierende Morphologie sowie das reduzierte Vokabular gekennzeichnet ist, ist charakteristisch für Pidginsprachen (vgl. Sebba 1997: 54). Dies ist jedoch im Spanglish nicht der Fall.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema Bilingualismus und führt in den spezifischen Sprachkontakt zwischen Englisch und Spanisch in den USA ein, wobei die Forschungsfrage zu den Diskursmarkern dargelegt wird.

2. Spanglish – Das Sprachphänomen der USA: Dieses Kapitel behandelt die historische Entstehung des Spanglish und diskutiert theoretische Ansätze zur Klassifizierung, insbesondere die Debatte um Hybridität und den Begriff der detraducción.

3. Codeswitching: Hier werden Definitionen, Formen (intra- und intersententiell), syntaktische Regeln sowie die bedeutenden extra-linguistischen Einflussfaktoren auf das Codeswitching systematisch erläutert.

4. Spanisch-Englische Diskursmarker: Der Hauptteil analysiert die Funktionen spezifischer Diskursmarker-Paare im Spanglish anhand aktueller Studien und vergleicht diese mit ihrem Gebrauch im monolingualen Sprachgebrauch.

5. Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Assimilationstendenzen der Marker und verweist auf den Bedarf für weiterführende soziolinguistische Forschung.

Schlüsselwörter

Spanglish, Codeswitching, Sprachkontakt, Diskursmarker, Bilingualismus, USA, Like, Como, You know, Tú sabes, So, Entonces, Soziolinguistik, Detraducción, Sprachassimilation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem englisch-spanischen Sprachkontakt in den USA, dem sogenannten Spanglish, und untersucht dabei insbesondere die Funktion und Verwendung von Diskursmarkern im bilingualen Alltag.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung von Spanglish, die Funktionsweise des Codeswitching und eine detaillierte komparatistische Analyse spezifischer Diskursmarker wie like/como oder so/entonces.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel besteht darin, die bisher untererforschte Rolle von Diskursmarkern im Spanglish zu beleuchten und aufzuzeigen, wie diese Marker in bilingualen Konversationen funktionieren und sich anpassen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive linguistische Auswertung bestehender Fachliteratur und maßgeblicher Studien zum Sprachkontakt, um die Funktionen der Diskursmarker in verschiedenen Sprachkontexten zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Codeswitching und eine tiefgehende, kapitelweise Analyse der Marker-Paare like/como, you know/tú sabes sowie so/entonces hinsichtlich ihrer konventionellen und spanglish-spezifischen Funktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Spanglish, Codeswitching, Sprachkontakt, Diskursmarker, Bilingualismus und Detraducción geprägt.

Warum wird der Begriff detraducción zur Beschreibung von Spanglish verwendet?

López-García nutzt diesen Begriff, um auszudrücken, dass Spanglish kein Produkt einer bloßen Sprachmischung ist, sondern einen bewussten sprachlichen Prozess widerspiegelt, bei dem Sprecher zwei Sprachen kombinieren, um ihre kommunikativen Bedürfnisse auszudrücken.

Welchen Einfluss haben extra-linguistische Faktoren auf das Codeswitching?

Faktoren wie das Geschlecht, der Bildungsgrad, das Alter des Zweitspracherwerbs, der Kontakt zum Heimatland und die Arbeitsplatzsituation spielen eine signifikante Rolle bei der Frequenz und Art des angewandten Codeswitching.

Welche Funktion hat tú sabes im Kontext des Spanglish?

Tú sabes dient im Spanglish vor allem der Progression von Unterhaltungen, der Signalisierung von Schlussfolgerungen und der Modifizierung bereits Gesagten, wobei es ähnliche Funktionen wie you know erfüllt.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Ya tú sabes, man!" Diskursmarker im Sprachkontakt von Englisch und Spanisch in den USA
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
2,3
Autor
Sara Fackler Calvo (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
50
Katalognummer
V370836
ISBN (eBook)
9783668485174
ISBN (Buch)
9783668485181
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spanglish Interlingua Sprachkontakt Varietät Sprachwissenschaft USA Lateinamerika Diskursmarker like como tu sabes you know Forschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sara Fackler Calvo (Autor:in), 2016, "Ya tú sabes, man!" Diskursmarker im Sprachkontakt von Englisch und Spanisch in den USA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370836
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  50  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum