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Atatürks außenpolitisches Modell zwischen Scheitern und Erfolg. Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt?

Título: Atatürks außenpolitisches Modell zwischen Scheitern und Erfolg. Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt?

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2017 , 18 Páginas , Calificación: 15

Autor:in: Salih Talha Güney (Autor)

Historia - Asia
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Mustafa Kemal Atatürk distanzierte sich von imperialistischem Expansionismus und plädierte für internationale Friedensdiplomatie zwischen den Staaten. So beabsichtigte er, der Nachfolgerin des untergegangenen Osmanischen Reichs die notwendige globale Anerkennung zu verschaffen und gute Beziehungen zur internationalen Staatengemeinschaft, insbesondere zum westlichen Europa, zu knüpfen. Sein Hauptaugenmerk lag jedoch auf der Errichtung eines zeitgenössischen – und vor allem westlich geprägten – Staates, der sich in allen Bereichen mit den europäischen Großmächten messen konnte.

Jahrhundertelang spielten die Türkei beziehungsweise ihr Vorgänger, das Osmanische Reich, eine beachtliche Rolle in der Weltpolitik. Doch die zerfallende Großmacht konnte nicht mit dem Fortschritt Europas mithalten und wurde zunehmend ein Interessensgebiet der imperialistischen Kolonialmächte, das lediglich durch deren Gunst fortbestand. Durch die verheerende Niederlage im Ersten Weltkrieg war der Untergang des Vielvölkerstaats schließlich besiegelt. Wie intendierte Mustafa Kemal Atatürk nun, die Türkei als Nationalstaat nach dem gelungenen Befreiungskrieg wieder reif für die internationale Bühne zu machen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Aufgabenstellung

2. Atatürk – eine Person sui generis

3. Ausgangssituation der türkischen Außenpolitik

3.1. Der Vertrag von Lausanne

3.2. Das türkische Konzept der Außenpolitik während des Befreiungskrieges

3.3. Das türkische Konzept der Außenpolitik nach der Staatsgründung

3.4. Die innenpolitische Situation

4. Außenpolitische Beziehungen nach der Staatsgründung

4.1. Großbritannien und Frankreich

4.2. Italien und Deutschland

4.3. Sowjetunion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das außenpolitische Konzept von Mustafa Kemal Atatürk und dessen Einfluss auf die Reputation und internationale Stellung der jungen türkischen Republik nach der Staatsgründung. Dabei wird analysiert, wie durch diplomatischen Pragmatismus und eine balancierte Interessenspolitik die Souveränität des Staates gegenüber den Großmächten gesichert wurde.

  • Analyse des türkischen Selbstverständnisses und der Modernisierung unter Atatürk
  • Bedeutung des Vertrags von Lausanne für die staatliche Souveränität
  • Die wechselseitigen Beziehungen zu den Westmächten, Italien, Deutschland und der Sowjetunion
  • Strategien zur Bewältigung innenpolitischer Herausforderungen im Kontext der Außenpolitik

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Vertrag von Lausanne

Die türkischen Nationalisten unter Mustafa Kemal feierten am 24. Juli 1923 ihren bisher größten außenpolitischen Erfolg – die Unterzeichnung des Vertrags von Lausanne und die dadurch erfolgende Revidierung des Vertrags von Sèvres von 1920, welcher das Osmanische Reich zu einem kleinen halbautonomen Marionettenstaat der Alliierten machte. Lausanne war in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung. Nach dem Sieg auf dem Schlachtfeld gegen die von den Alliierten unterstützten Griechen musste nun ein Sieg auf diplomatischer Ebene folgen, um den Status quo zu untermauern und die eigene Herrschaft zu festigen.

Ende 1922 wurde sowohl die Regierung des Sultans in Istanbul als auch die der Nationalisten in Ankara zu Gesprächen im neutralen Lausanne eingeladen. Mustafa Kemal reagierte brüskiert und initiierte einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung des Sultanats, welcher am 01.11. durch das Parlament in Ankara angenommen wurde. Somit waren die Kemalisten alleiniger Ansprechpartner und Repräsentant der Türkei.

Die türkischen Hauptforderungen orientierten sich hauptsächlich am 1920 formulierten „Nationalpakt“ (türk. Misak-ı Milli) sowie am Waffenstillstand von Mudanya von 1922, der den türkischen Sieg bestätigte: Die Wiederherstellung der türkischen Souveränität, die Verhinderung eines armenischen Staats in Ostanatolien, die Einhaltung der im Nationalpakt erklärten Grenzen (d.h. Gesamtanatolien mit Ostthrakien, dem Sandschak von Alexandrette und der Provinz Mossul), keine ausländischen Truppen an den Meerengen, keine wirtschaftlichen Privilegien für fremde Staaten, keine Einschränkung des türkischen Militärs und die Tilgung der osmanischen Staatschulden. Im Gegensatz dazu standen die alliierten Forderungen, welche Sèvres als Maßstab nahmen. So wollte Großbritannien das erdölreiche Mossul und die für den Handel wichtigen Meerengen auf keinen Fall türkischer Kontrolle überlassen, Frankreich beharrte auf den osmanischen Schulden, da die Kreditgeber meist Franzosen waren. Der harte Widerstand der Alliierten gegenüber den türkischen Forderungen wurde durch die Zusicherung umfangreicher Reformen nach europäischem Vorbild und das Versprechen der Annäherung an Europa gemildert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Aufgabenstellung: Hinführung zum Thema mit Erläuterung der außenpolitischen Ausgangslage des modernen türkischen Staates und Darstellung der zentralen Forschungsfragen.

2. Atatürk – eine Person sui generis: Biografischer Abriss über Mustafa Kemal Atatürk, seine Rolle im Befreiungskrieg und die anschließende Transformation der Türkei durch umfassende Reformen.

3. Ausgangssituation der türkischen Außenpolitik: Analyse der diplomatischen Rahmenbedingungen, beginnend mit dem Vertrag von Lausanne und den daraus resultierenden außenpolitischen Konzepten für die junge Republik.

4. Außenpolitische Beziehungen nach der Staatsgründung: Detaillierte Untersuchung der diplomatischen und wirtschaftlichen Interaktionen mit Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und der Sowjetunion.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Atatürks Außenpolitik als realistische und pragmatische Strategie, die zur Etablierung der Türkei als souveräner Akteur beitrug.

Schlüsselwörter

Mustafa Kemal Atatürk, türkische Außenpolitik, Vertrag von Lausanne, Souveränität, Zwischenkriegszeit, Diplomatie, Modernisierung, Mossulfrage, Geopolitik, Osmanisches Reich, Nationalstaat, Staatengemeinschaft, Interessenpolitik, Bündnispolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das außenpolitische Handeln der Türkei in den 1920er und 1930er Jahren unter der Führung von Mustafa Kemal Atatürk und wie dieser den Grundstein für die internationale Anerkennung des neuen Staates legte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die diplomatischen Beziehungen der Türkei zu europäischen Großmächten und der Sowjetunion sowie die Anpassung der türkischen Außenpolitik an die sich wandelnde internationale Lage der Zwischenkriegszeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung verfolgt die Frage, wie und inwiefern das außenpolitische Konzept Atatürks dazu beitrug, das Ansehen der Türkei zu verbessern und das Land als souveränen Partner in der internationalen Politik zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Verträgen und historischen Kontexten basiert, um die außenpolitischen Strategien Atatürks zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangssituation nach dem Befreiungskrieg, der internen Reformpolitik als Voraussetzung für die Diplomatie und die detaillierte Betrachtung der bilateralen Beziehungen zu verschiedenen europäischen Mächten und der Sowjetunion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Atatürk, Außenpolitik, Souveränität, Diplomatie, Vertrag von Lausanne und geopolitischer Pragmatismus beschreiben.

Warum war der Vertrag von Lausanne für Atatürk von solch zentraler Bedeutung?

Der Vertrag von Lausanne bildete das rechtliche Fundament für die Souveränität der Republik und markierte den offiziellen Abschied vom Status des "kranken Mannes am Bosporus", was für die internationale Anerkennung unerlässlich war.

Wie ging Atatürk mit dem Spannungsfeld zwischen der Sowjetunion und dem Westen um?

Atatürk verfolgte eine ausbalancierte Außenpolitik, indem er einerseits gute Wirtschafts- und Sicherheitsbeziehungen mit dem Westen suchte, andererseits die Sowjetunion als Gegengewicht nutzte, ohne jedoch ein exklusives Bündnis einzugehen, das die Beziehungen zu den Westmächten gefährdet hätte.

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Detalles

Título
Atatürks außenpolitisches Modell zwischen Scheitern und Erfolg. Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt?
Calificación
15
Autor
Salih Talha Güney (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
18
No. de catálogo
V370978
ISBN (Ebook)
9783668489202
ISBN (Libro)
9783668489219
Idioma
Alemán
Etiqueta
Türkei Außenpolitik Deutschland Großbritannien Frankreich Italien Sowjetunion Atatürk Ankara Balkan Mittelmeer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Salih Talha Güney (Autor), 2017, Atatürks außenpolitisches Modell zwischen Scheitern und Erfolg. Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370978
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