Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Leadership and Human Resources - Miscellaneous

Das Vorstellungsgespräch als Instrument der Personalauswahl

Title: Das Vorstellungsgespräch als Instrument der Personalauswahl

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie die Wahrscheinlichkeit von Fehleinschätzungen im Vorstellungsgespräch verringert werden kann. Dabei wird die Annahme gestützt, dass das Hauptziel eines Interviews die Ergründung der Persönlichkeit des Bewerbers ist.

Zunächst wird im zweiten Kapitel das Kreislaufkonzept des visionsorientierten Personalmanagements des Schweizer Betriebswirtschaftler Martin Hilb kurz vorgestellt. Im dritten Kapitel wird anschließend ein einheitliches Verständnis der Gütekriterien Validität, Reliabilität und Objektivität geschaffen. Das vierte Kapitel widmet sich der Personalauswahl. Um die Komplexität zu reduzieren und den Rahmen der Hausarbeit nicht zu übertreffen, werden die verschiedenen Phasen lediglich in Ausschnitten kurz erläutert. Der eindeutige Fokus dieser Arbeit liegt auf der Auswahlentscheidung, welche aus Gründen der Vereinfachung am Beispiel des Vorstellungsgespräches vorgestellt wird. Im sechsten Kapitel erfolgt eine kritische Diskussion der Erkenntnisse. Die Arbeit endet mit einem abschließenden Fazit.

Seit vielen Jahren hat sich in Wissenschaft und Praxis die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens deren zentraler Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor sind. Ein dauerhafter Unternehmenserfolg ist nur mit einer qualitativ und quantitativ optimalen Personalausstattung möglich. Die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland und anderen Industrienationen hängt gerade deshalb mehr und mehr von der Auswahl gut ausgebildeter Fachkräfte ab. Die Unternehmen müssen sich dieser Herausforderung stellen und aus dem Pool der zur Verfügung stehenden Kandidaten die geeignetsten auswählen.

Die Personalauswahl gehört damit zu den strategisch wichtigsten Aufgaben eines erfolgreichen Unternehmens. Eines der am häufigsten eingesetzten Instrumente im Bereich der Personalauswahl stellt das Vorstellungsgespräch dar. Es ist noch heute unverzichtbar wenn es darum geht, einen Bewerber persönlich kennen zu lernen, sich einen Eindruck über seine Persönlichkeit, seine Eigenschaften, sein Temperament, seinen Charakter und seine Fähigkeiten zu verschaffen. Empirische Studien belegen jedoch, dass viele Fehlentscheidungen bei der Personalauswahl aufgrund subjektiver Gesprächseindrücke entstehen. Fehlinvestitionen verursachen auch bei frühzeitiger Trennung Kosten, die ein Mehrfaches des Jahreseinkommens des Mitarbeiters betragen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Personalauswahl als Knotenpunkt im Kreislaufkonzept des visionsorientierten Personalmanagements nach Martin Hilb

3 Gütekriterien für Auswahlentscheidungen

4 Personalauswahl

4.1 Anforderungsprofil

4.2 Sichtung der Bewerbungsunterlagen

4.3 Auswahlentscheidung basierend auf Vorstellungsgesprächen

4.3.1 Arten von Vorstellungsgesprächen

4.3.2 Themenschwerpunkte

4.3.3 Beobachtungsfehler

5 Erfolgskontrolle der Auswahlentscheidung

6 Diskussion

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Vorstellungsgespräch als zentrales Instrument der Personalauswahl mit dem Ziel, Möglichkeiten zur Reduzierung von Fehlentscheidungen durch eine höhere Objektivität und Validität in der Eignungsdiagnostik aufzuzeigen.

  • Bedeutung des Kreislaufkonzepts des visionsorientierten Personalmanagements
  • Wissenschaftliche Anforderungen an Gütekriterien (Validität, Reliabilität, Objektivität)
  • Methoden und Gestaltungsmöglichkeiten von Vorstellungsgesprächen
  • Analyse typischer Beobachtungsfehler und deren Vermeidung
  • Wirtschaftliche Aspekte der Personalauswahl und Erfolgskontrolle

Auszug aus dem Buch

4.3.3 Beobachtungsfehler

Aus mangelnder Reliabilität heraus entstehen verschiedene Effekte und Tendenzen, welche das Urteil des Beurteilenden verfälschen.

Unter Primacy- und Recency Effekt sind solche Beurteilungen zu verstehen, die aufgrund der Reihenfolge der Verhaltensbeobachtungen während des Gespräches entstehen. So haben erste Beobachtungen oder Eindrücke einen größeren Einfluss auf den Gesamteindruck eines Kandidaten als später hinzukommende Erkenntnisse, selbst wenn diese den vorangegangenen Beobachtungen widersprechen (Primacy-Effekt). Auch Verhaltensbeobachtungen, die kurz vor der Gesamtbeurteilung gemacht werden und dadurch im Gedächtnis noch sehr präsent sind, gehen mit großem Gewicht in die Beobachtung ein (Recency-Effekt).

Die Wahrnehmung der Menschen ist durch hohe Konsistenz geprägt. So überstrahlen einmal wahrgenommene positive Merkmale wie Sympathie oder physische Attraktivität die gesamte Persönlichkeitsstruktur. Dieses Phänomen wird als Halo-Effekt bezeichnet und verdeutlicht die Schlussfolgerung und Übertragung eines Merkmals auf andere Merkmale. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Anzahl der zu überprüfenden Kriterien auf fünf bis sieben zu beschränken, um dem Halo-Effekt entgegenzuwirken.

Einen weiteren Einfluss auf die Bewertung übt die Reihenfolge der interviewten Bewerber aus. So sticht ein mittelmäßiger Kandidat unter mehreren ungeeigneten Kandidaten besonders positiv hervor. Diese Erkenntnis wird mit dem Kontrasteffekt beschrieben.

Eine weitere Beeinflussung der Beurteilung lässt sich unter der Zentralen Tendenz finden, welche die Neigung von Beurteilenden ausdrückt, extreme Werte in einer Beurteilung zu vermeiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung der Personalauswahl für den Unternehmenserfolg und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Minimierung von Fehlbesetzungen durch die Optimierung des Vorstellungsgesprächs vor.

2 Die Personalauswahl als Knotenpunkt im Kreislaufkonzept des visionsorientierten Personalmanagements nach Martin Hilb: Dieses Kapitel erläutert die Einbettung der Personalauswahl in ein ganzheitliches, visionsorientiertes Personalmanagement, um reaktive Insellösungen zu vermeiden.

3 Gütekriterien für Auswahlentscheidungen: Hier werden die wissenschaftlichen Gütekriterien Validität, Reliabilität und Objektivität definiert, die ein Auswahlverfahren erfüllen muss, um objektiv fundierte Entscheidungen zu gewährleisten.

4 Personalauswahl: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Prozess der Auswahl, vom Anforderungsprofil über die Sichtung der Unterlagen bis hin zur Durchführung des Vorstellungsgesprächs.

5 Erfolgskontrolle der Auswahlentscheidung: Das Kapitel thematisiert die Notwendigkeit, nach der Einstellung die Qualität der Entscheidung mittels Personalbeurteilungen und 360-Grad-Feedback zu evaluieren.

6 Diskussion: Hier findet eine kritische Auseinandersetzung mit der Subjektivität in der Personalauswahl und der Bedeutung strukturierter Instrumente statt, um Fehlurteile zu begrenzen.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Kombination aus methodischer Strukturierung und professioneller Gesprächsführung die Wahrscheinlichkeit von Fehleinschätzungen signifikant senken kann.

Schlüsselwörter

Personalauswahl, Eignungsdiagnostik, Vorstellungsgespräch, Validität, Reliabilität, Objektivität, Anforderungsprofil, Beobachtungsfehler, Halo-Effekt, Primacy-Effekt, Recency-Effekt, Kontrasteffekt, Personalmanagement, Fehlbesetzung, Beurteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vorstellungsgespräch als Instrument der Personalauswahl und untersucht, wie dieses methodisch gestaltet werden muss, um objektive und valide Eignungsentscheidungen zu treffen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Kreislaufkonzept des Personalmanagements, der Anwendung wissenschaftlicher Gütekriterien, der Strukturierung von Interviewformen sowie der Identifikation psychologischer Beurteilungsfehler.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen bei der Personalauswahl durch ein tieferes Verständnis von Auswahlmethoden reduziert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse eignungsdiagnostischer Standards und der Konzepte nach Martin Hilb sowie der Darstellung psychologischer Effekte nach Daniel Kahneman.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Gütekriterien, die praktische Abfolge der Personalauswahl und eine detaillierte Analyse der Interviewarten und Beobachtungsverzerrungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Personalauswahl, Validität, Eignungsdiagnostik, Beobachtungsfehler und das strukturierte Vorstellungsgespräch definiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen strukturierten und unstrukturierten Interviews eine so große Rolle?

Da unstrukturierte Interviews anfälliger für subjektive Eindrücke und Verzerrungen sind, dient die Strukturierung als notwendiger Rahmen, um die Vergleichbarkeit von Kandidaten zu erhöhen und eine valide Prognose über deren zukünftige Leistung zu ermöglichen.

Welchen Einfluss haben Beobachtungsfehler auf die Personalentscheidung?

Beobachtungsfehler wie der Halo-Effekt oder die Zentrale Tendenz führen dazu, dass Urteile auf unsachlichen Grundlagen beruhen, was wiederum zu Fehlbesetzungen und damit verbundenen hohen finanziellen Kosten für das Unternehmen führt.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Das Vorstellungsgespräch als Instrument der Personalauswahl
College
Nordakademie University
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
22
Catalog Number
V371064
ISBN (eBook)
9783668493971
ISBN (Book)
9783668493988
Language
German
Tags
personal auswahl recruiting vorstellungsgespräch interview bewerber gespräch eignungsdiagnostik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Das Vorstellungsgespräch als Instrument der Personalauswahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371064
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint