Die vorliegende Arbeit zeigt auf, wie das Lernen von Singen vermittelt wird. Hierbei fokussiert sich die Arbeit auf die Kinderstimmbildung. Es werden exemplarisch zwei Bereiche der Kinderstimmbildung in den unterschiedlichen Arbeiten untersucht.
Zu Beginn der Arbeit werden zwei Zitate zum Singen von Blank und Adamek sowie Gembris vorgestellt und daraufhin kommentiert, wie sie Singen lernen in ihren Ausführungen mit implizieren. Im zweiten Schritt des ersten Kapitels werden zwei Bereiche der Kinderstimmbildung, die sich aus der Kommentierung der Zitate ergeben, genauer beschrieben. Das abschließende Teilkapitel des ersten Kapitels hat zur Aufgabe Überlegungen anzuführen, welche Bedeutung Singen lernen für die musikalische Entwicklung im Allgemeinen aufweist. Das Hauptkapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse von drei Handreichungen (Wieblitz, Hefele und YemenDzakis, Göstl) mit dem Ziel, Übungsmaterial und Kenntnisse zur Kinderstimmbildung zu vermitteln. Es wurden dabei drei Handreichungen ausgewählt, die innerhalb ihrer inhaltlichen Schwerpunktsetzung verschieden sind, jedoch sich alle zum Ziel gesetzt haben, Singen lernen zu vermitteln. Zu Beginn werden die Handreichungen in ihrem generellen Aufbau vorgestellt. Im zweiten Schritt werden die drei Handreichungen dahingehend analysiert, wie sie die Atmung, sowie den sozialen Bereich in der Kinderstimmbildung mit in ihren Ausführungen integrieren. Im Anschluss daran wird jeweils eine Übung vorgestellt und daraufhin untersucht, wie sie den jeweiligen Bereich thematisiert. Das letzte Kapitel hat zum Ziel, die Ergebnisse der Arbeit zu vergleichen und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszustellen.
Der Ergebnisse der Arbeit können eine Hilfestellungen für Pädagogen darstellen, die sich der Kinderstimmbildung zuwenden wollen, jedoch in der Fülle von Handreichungen keine geeigneten Kriterien finden, wie man die einzelnen Handreichungen untereinander vergleichen kann, um herauszufinden, welche für die eigene Hand geeignet ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Singen lernen
1.1. Singen
1.2. Kinderstimmbildung
1.3.1. Sozialer Bereich
1.3.2. Atmung
1.3. Die Bedeutung des Singens für die musikalischen Entwicklung
2. Analyse dreier Handreichungen zur Kinderstimmbildung
2. 1. Christiane Wieblitz – Lebendiger Kinderchor
2.1.1. Atmung
2.1.1.1. Übung Baummeditation
2.1.2. Sozialer Bereich
2.1.2.1. Übung Klangspuren
2.2. Michaela Hefele und Mirka YemenDzakis – Jedes Kind kann singen
2.2.1. Atmung
2.2.1.1. Übung Fahrrad fahren
2.2.2. Sozialer Bereich
2.2.2.1. Übung Die Körperwippe
2.3. Robert Göstl – Singen mit Kindern
2.3.1. Atmung
2.3.1.1. Übung Dampfeisenbahn
2.3.2. Sozialer Bereich
2.3.2.2. Übung Beim Namen Rufen
3. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
3.1. Allgemeiner Aufbau der Handreichungen
3.2. Atmung
3.3. Sozialer Bereich
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch, wie in drei ausgewählten Handreichungen zur Kinderstimmbildung die Bereiche Atmung und der soziale Aspekt des Singens vermittelt werden, um Pädagogen eine Orientierungshilfe für die Auswahl geeigneten Lehrmaterials zu bieten.
- Grundlagen des Singenlernens bei Kindern
- Analyse und Vergleich der Handreichungen von Wieblitz, Hefele/YemenDzakis und Göstl
- Methodische Ansätze zur Vermittlung von Atemtechnik
- Einbindung sozialer Interaktion und Kommunikation beim Singen
- Eignung der Materialien für unterschiedliche pädagogische Vorerfahrungen
Auszug aus dem Buch
1.1. Singen
Das Leben eines jeden Menschen beginnt mit dem Singen. Diese These scheint auf den ersten Blick fragwürdig, schaut man sich jedoch das Verhalten von Säuglingen an, so scheint dieser Gedanke gar nicht mehr so weither geholt. Jeder Mensch, der auf die Welt kommt, begrüßt die Mutter mit einem Schrei. Singen ist im Prinzip nichts anderes als kultiviertes Schreien, da beim Singen doch ähnliche Muskeln beansprucht werden, wie beim Schreien (vgl. Mithen 2007).
Thomas Blank und Karl Adamek konstatieren:
„Singen stellt eine einzigartige Möglichkeit zur relativ schnellen Erreichung von starken Glücksempfindungen dar, sowohl alleine als auch gemeinschaftlich. Singen kann die Sozialfähigkeiten, die soziale Bindungsfähigkeit und die Lernfähigkeit fördern. Singen kann helfen, negative Gefühle allgemein und besonders Angst, Aggressionen und Trauer in positive Gefühle und konstruktive Tatkraft umzuwandeln.“ (Blank/Adamek 2010:34; Hervorhebungen Simon Böker)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Singen lernen: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen des Singens ein, beleuchtet die kindliche Entwicklung und erläutert die Bedeutung des Singens für die musikalische Sozialisation.
2. Analyse dreier Handreichungen zur Kinderstimmbildung: Hier werden drei ausgewählte Fachwerke hinsichtlich ihrer Struktur, ihrer didaktischen Ansätze zur Stimmbildung und ihrer Behandlung der Bereiche Atmung und Soziales untersucht.
3. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse: Das Kapitel vergleicht die Ansätze der analysierten Handreichungen und stellt Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten in der Vermittlung von Stimmbildung und sozialer Kompetenz heraus.
Schlüsselwörter
Kinderstimmbildung, Singen lernen, Atmung, Sozialer Bereich, Handreichungen, Musikpädagogik, Grundschule, Kinderchor, Stimmbildung, Atemtechnik, Gruppenprozesse, Musikalische Entwicklung, Gesang, Lehrmaterial, Didaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Vermittlung von Stimmbildung im Kindesalter anhand von drei ausgewählten, praxisorientierten Handreichungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Atemtechnik und der soziale Bereich des Singens, insbesondere wie diese Aspekte in Lehrmaterialien für Kinder aufbereitet werden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Pädagogen Kriterien an die Hand zu geben, um die Eignung verschiedener Handreichungen für die eigene Arbeit mit Kindern beurteilen zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Analyse von Fachliteratur und didaktischen Modellen, die exemplarisch auf die Bereiche Atmung und soziales Miteinander fokussiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Werke von Christiane Wieblitz, Michaela Hefele/Mirka YemenDzakis sowie Robert Göstl und untersucht deren jeweilige Übungskonzepte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Kinderstimmbildung, Singen lernen, Atmung, Soziales Lernen und pädagogische Handreichungen.
Wie unterscheidet sich der Ansatz von Robert Göstl von den anderen?
Göstl verfolgt einen umfassenderen, persönlichkeitsbildenden Ansatz, der das Kind stärker in den Mittelpunkt stellt, während andere Werke teilweise stärker technisch oder spielerisch-funktional orientiert sind.
Welche Rolle spielt die Atmung in den analysierten Modellen?
Die Atmung wird unterschiedlich gewichtet: Während sie bei einigen Werken als isolierter technischer Aspekt behandelt wird, setzen andere auf eine spielerische oder ganzheitliche Einbindung.
- Citation du texte
- Simon Böker (Auteur), 2016, Kinder lernen singen. Eine Untersuchung dreier Handreichungen zur Kinderstimmbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371184