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Geschichtsdidaktik. Das Beispielmodell des entdeckenden und forschenden Unterrichts

Titel: Geschichtsdidaktik. Das Beispielmodell des entdeckenden und forschenden Unterrichts

Hausarbeit , 2015 , 31 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Saskia Wieneke (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Didaktik-Hausarbeit im Fach Geschichte, die ich in zwei Bereiche aufgeteilt habe. Im ersten soll es um mein eigenes Geburtsjahr gehen und welche historische Rolle dieses in der Weltgeschichte spielt. Die Ereignisse aus diesem und den darauffolgenden Jahren haben mein eigenes Geschichtsbewusstsein natürlich nachhaltig beeinflusst. Aus diesem Grund soll im ersten Teil der Arbeit zunächst ein Überblick der bedeutendsten Ereignisse meines Geburtsjahres und der anschließenden Jahre gegeben werden, da besonders die historischen Ereignisse, die einem in der (frühen) Kindheit begegnen, prägend für das Geschichtsbild und Geschichtsbewusstsein sind und dieses nachhaltig beeinflussen.

Weiterhin hat vor allem der Geschichtsunterricht einen hohen Einfluss auf diese Bereiche, die heute zu den wichtigsten Kompetenzen gehören, die Schülerinnen und Schüler durch den Geschichtsunterricht vermittelt werden sollen. Geschichtsbewusstsein spielt in der Geschichtsdidaktik der letzten Jahre eine besonders zentrale Rolle und soll auch in dieser Arbeit einen Schwerpunkt darstellen, wenn im letzten Teil um guten Geschichtsunterricht und dessen Didaktik gehen soll.

Zunächst wird im zweiten Teil der Arbeit auf meine eigenen Erfahrungen mit Geschichtsunterricht eingegangen und dargestellt, was guten Geschichtsunterricht für mich ausmacht. Dieser Teil soll den Übergang zum Kern der Arbeit bilden, in dem verschiedene Ansätze und Methoden des Geschichtsunterrichts vorgestellt werden sollen, die am Beispiel des Themas der Arbeitsgruppe im Seminar „Kindheit und Jugend in Deutschland 1933-1945“ veranschaulicht werden sollen, die sich mit der besonderen Situation der Kinder und Jugendlichen in den Jugendkonzentrationslagern auseinander gesetzt hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Jahr 1989 und seine prägenden Ereignisse

2.1 Weitere historische Ereignisse von 1990 bis heute

3. Geschichtsunterricht

3.1 Eigene Erfahrungen mit Geschichtsunterricht (als Schüler)

3.2 Was ist guter Geschichtsunterricht?

4. Methodik

4.1 Der Ansatz eines handlungsorientierten Geschichtsunterrichts

4.1.1 Theoretische Grundlage und Ziele des handlungsorientierten Unterrichts

4.1.2 Handlungsorientierter Geschichtsunterricht

4.1.3 Kritik/Fazit

4.2 Der Ansatz der historischen Projektarbeit

4.2.1 Planung und Durchführung einer Projektarbeit

5. Das thematische Beispiel der Arbeitsgruppe im didaktischen Modell des entdeckenden/forschenden Unterricht

5.1 Der Ansatz des entdeckenden/forschenden Lernens

5.2 Das Thema „Jugendkonzentrationslager“ im entdeckenden/forschenden Unterrichtsmodell

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Didaktik-Hausarbeit zielt darauf ab, die Bedeutung von Geschichtsbewusstsein und handlungsorientierten Lehrmethoden zu untersuchen, um Schüler für das Fach Geschichte zu motivieren und ihnen einen lebendigen Zugang zur Vergangenheit zu ermöglichen.

  • Analyse historisch prägender Ereignisse und deren Einfluss auf das Geschichtsbewusstsein.
  • Reflexion eigener Erfahrungen mit Geschichtsunterricht und Bestimmung von Gütekriterien für "guten" Unterricht.
  • Theoretische Fundierung und methodische Ausarbeitung des handlungsorientierten Lernens.
  • Konzeptualisierung der historischen Projektarbeit als fächerübergreifende Lernform.
  • Praktische didaktische Anwendung der Methoden am Beispiel des Themas "Jugendkonzentrationslager".

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Theoretische Grundlage und Ziele des handlungsorientierten Unterrichts

Der theoretische Hintergrund des handlungsorientierten Unterrichts lässt sich aus drei theoretischen Positionen ableiten: der allgemeinpädagogischen, der lernpsychologischen und der kognitionspsychologischen Theorie.

Die allgemeinpädagogische Begründung besagt, dass durch die Verknüpfung von Denken und Handeln Denkstrukturen aus Handlungsstrukturen entstehen können. Die Verbindung entsteht durch das Nachdenken über das Tun, was man auch als reflektiertes Handeln bezeichnet.

Aus lernpsychologischer Sicht ist vor allem von Bedeutung, dass mehrere Bezugssysteme, zum Beispiel die sinnhafte Wahrnehmung (hören, fühlen, schmecken, sehen) und Kodierung (lesen, wiedergeben), angesprochen werden und dadurch das Gelernte besser im Gedächtnis verankert wird und einfacher abrufbar ist. Auch die bereits angesprochene Lernmotivation spielt hier eine wichtige Rolle. Gelingt es durch handlungsorientierten Unterricht eine engere Beziehung zwischen Lerngegenstand und Lerner herzustellen wirkt sich dies positiv auf die Lernmotivation aus. Der Unterricht sollte dabei stets auf die Nutzung abwechslungsreicher Sinneskanäle bei der Vermittlung von Wissen abzielen.

Innerhalb der Kognitionspsychologie haben sich drei Strukturprinzipien entwickelt, welche für die erfolgreichen Lernprozesse entscheidend sind (Weidemann):

1. Erfahrungs- und Lebensweltbezug: Erfolgreiches lernen gelingt dann besonders gut, wenn ein Lerngegenstand in Bezug zu den (individuellen) Alltagserfahrungen der SuS gestellt wird und dadurch die Voraussetzung für (motiviertes) Anschlusslernen und individuell-biographisches Lernen gelegt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Struktur der Arbeit, die Bedeutung des eigenen Geburtsjahres für das Geschichtsbewusstsein sowie die Motivation, angehende Schüler für historische Inhalte zu begeistern.

2. Das Jahr 1989 und seine prägenden Ereignisse: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über das Jahr 1989, insbesondere den Mauerfall und die politischen Umwälzungen in den Ostblockstaaten, und reflektiert deren Stellenwert für das historische Verständnis der Autorin.

2.1 Weitere historische Ereignisse von 1990 bis heute: Hier werden prägende Ereignisse nach 1990 beleuchtet, wobei der Fokus insbesondere auf dem Terroranschlag vom 11. September 2001 als ein Schlüsselerlebnis für das eigene Geschichtsbewusstsein liegt.

3. Geschichtsunterricht: In diesem Abschnitt wird die Relevanz des Geschichtsunterrichts für die Ausbildung von Kompetenzen und die Förderung des Interesses an historischen Prozessen erörtert.

3.1 Eigene Erfahrungen mit Geschichtsunterricht (als Schüler): Die Autorin reflektiert kritisch ihren eigenen Schulunterricht, der primär von Frontalunterricht und einer starken Fokussierung auf das Dritte Reich geprägt war, und vergleicht dies mit positiven Erfahrungen im universitären Kontext.

3.2 Was ist guter Geschichtsunterricht?: Dieses Kapitel diskutiert didaktische Definitionen von gutem Unterricht und betont die zentrale Rolle des Geschichtsbewusstseins sowie die Notwendigkeit von Methodenvielfalt und Schüleraktivierung.

4. Methodik: Der Abschnitt führt in methodische Ansätze ein, die über den rein kognitiven Frontalunterricht hinausgehen und den Lernenden in den Mittelpunkt stellen.

4.1 Der Ansatz eines handlungsorientierten Geschichtsunterrichts: Das Konzept der Handlungsorientierung wird als Antwort auf das Bedürfnis nach lebendigem Geschichtsunterricht vorgestellt, bei dem Kopf, Herz und Hand gleichermaßen angesprochen werden sollen.

4.1.1 Theoretische Grundlage und Ziele des handlungsorientierten Unterrichts: Hier werden die pädagogischen, lernpsychologischen und kognitiven Fundamente erläutert, die das Lernen durch Handeln begründen.

4.1.2 Handlungsorientierter Geschichtsunterricht: Dieses Unterkapitel fokussiert auf die historische Entwicklung der Handlungsorientierung im Unterricht und deren Potenzial, Schüler auf ganzheitlicher Ebene anzusprechen.

4.1.3 Kritik/Fazit: Es wird kritisch hinterfragt, dass Handlungsorientierung keinen automatischen Lernerfolg garantiert, sondern stets didaktisch begründet und in ein Maß an Methodenvielfalt eingebettet sein muss.

4.2 Der Ansatz der historischen Projektarbeit: Dieses Kapitel definiert die Projektarbeit als demokratische, selbstgesteuerte und fächerübergreifende Lernform, die über den klassischen Unterricht hinausgeht.

4.2.1 Planung und Durchführung einer Projektarbeit: Die Darstellung gliedert den Ablauf eines Projektes in fünf Phasen und betont die Rolle der Vorplanung durch die Lehrkraft sowie die kooperative Gestaltung mit den Schülern.

5. Das thematische Beispiel der Arbeitsgruppe im didaktischen Modell des entdeckenden/forschenden Unterricht: Hier werden die Vorteile des forschenden Lernens für den Sonderpädagogik-Bereich hervorgehoben und ein didaktisches Modell zur Behandlung schwieriger Themen vorgestellt.

5.1 Der Ansatz des entdeckenden/forschenden Lernens: Der Fokus liegt auf der Unterscheidung zwischen dem Erschließen bereits bekannter Erkenntnisse (entdeckend) und dem Gewinnen völlig neuer Einsichten (forschend).

5.2 Das Thema „Jugendkonzentrationslager“ im entdeckenden/forschenden Unterrichtsmodell: Das Kapitel bietet konkrete didaktische Anregungen, wie das sensible Thema der Jugendkonzentrationslager mittels Gedichts- und Bildinterpretation im Unterricht behutsam erschlossen werden kann.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einem Plädoyer für einen abwechslungsreichen Geschichtsunterricht, der die Schüler durch Methodenvielfalt und intrinsische Motivation zur aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte bewegt.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Geschichtsbewusstsein, Handlungsorientierter Unterricht, Projektarbeit, Forschendes Lernen, Entdeckendes Lernen, Didaktik, Sonderpädagogik, Schüleraktivierung, Methodenvielfalt, Historische Projektarbeit, Nationalsozialismus, Jugendkonzentrationslager, Ganzheitliches Lernen, Kompetenzentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Didaktik des Geschichtsunterrichts und untersucht, wie durch alternative Lehrmethoden das Interesse von Schülern geweckt und ein fundiertes Geschichtsbewusstsein aufgebaut werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Geschichtsbewusstseins, die Methodik des handlungsorientierten Unterrichts, die historische Projektarbeit sowie die didaktische Aufbereitung sensibler historischer Themen für den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch Methodenvielfalt und einen stärkeren Fokus auf den Lernprozess Schüler vom passiven Rezipienten zum aktiv handelnden Lerner entwickeln können, um Geschichte als lebendiges Fach erfahrbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse geschichtsdidaktischer Konzepte (u.a. Michael Sauer, Peter Gautschi, Herbert Gudjons) sowie auf die reflexive Verknüpfung dieser Theorien mit eigenen Erfahrungen und einer praktischen didaktischen Planung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Reflexion über "guten" Geschichtsunterricht, die methodische Vorstellung des handlungsorientierten Lernens und der Projektarbeit sowie einen praktischen Transfer dieser Methoden auf das sensible Thema "Jugendkonzentrationslager".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Geschichtsbewusstsein, Handlungsorientierung, Projektarbeit, forschendes Lernen und didaktische Methodenvielfalt im Geschichtsunterricht charakterisieren.

Warum ist die Behandlung des Themas "Jugendkonzentrationslager" didaktisch so herausfordernd?

Das Thema ist hochgradig sensibel, da Schüler durch die Identifikation mit den Opfern emotional überfordert werden könnten und es für Lehrkräfte, besonders in der Sonderpädagogik, schwierig ist, die schrecklichen Geschehnisse kindgerecht und ohne Überwältigung zu vermitteln.

Welchen praktischen Ansatz schlägt die Autorin für die Arbeit mit Gedichten und Bildern in Lagern vor?

Die Autorin schlägt ein Projekt vor, in dem Schüler Zeichnungen und Gedichte von betroffenen Kindern analysieren und interpretieren, um sich dem Thema über die persönliche Ebene anzunähern, unterstützt durch Ausstellungen oder Stationenarbeit.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschichtsdidaktik. Das Beispielmodell des entdeckenden und forschenden Unterrichts
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Autor
Saskia Wieneke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
31
Katalognummer
V371208
ISBN (eBook)
9783668491533
ISBN (Buch)
9783668491540
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschichtsdidaktik beispielmodell unterrichts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Saskia Wieneke (Autor:in), 2015, Geschichtsdidaktik. Das Beispielmodell des entdeckenden und forschenden Unterrichts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371208
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Leseprobe aus  31  Seiten
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