Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Potenzialen und Beschränkungen des Social Networks Facebook zur politischen Kommunikation und Partizipation. Es sollen Fragen nach der Facebook-Nutzung und des politischen Engagements der ProbandInnen gestellt werden. Demnach lautet die leitende Forschungsfrage: Welchen Stellenwert besitzt das Social Network Facebook bei der „Generation Facebook“ für ihre politische Kommunikation und Partizipation? Die Forschungsfrage soll mithilfe von theoretischen Analysen und einer qualitativen Befragung von sechs ProbandInnen geklärt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Forschungsstand
1.3 Arbeitsaufbau
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Der Stellenwert
2.2 Politik
3. Generationsauswahl
3.1 Definition von „Generation“
3.2 „Generation Facebook“
4.1 Soziale Netzwerke
4.2 Definition Social Network Sites
4.3 Facebook
4.4 Typologie von Facebook-NutzerInnen
5. Politische Kommunikation und Partizipation
5.1 Definition politischer Partizipation
5.2 Die Politische Partizipation in Verbindung mit politischer Kommunikation
5.3 Typologien politischer Partizipation
5.4 Der Partizipationsbegriff und die Demokratie
5.5 Die Entwicklung des Konsumenten zum „Produser“
6. Theoretischer Rahmen
6.1 Die Handlungstheorie
6.2 Die Öffentlichkeit
7. Methodik: Qualitatives Vorgehen
7.1 Das problemzentrierte Interview
7.2 Der Leitfaden
7.3 Stichprobe und Untersuchungszeitraum
7.4 Eine kritische Reflexion
8. Auswertung
8.1 Einzelfallanalysen
8.1.1 Tom
8.1.2 Sarah
8.1.3 Dominik
8.1.4 Katrin
8.1.5 Anna
8.1.6 Lukas
8.2 Facebook-Nutzung
8.3 Facebook-Typen
8.4 Stellenwert von Facebook
8.5 Politische Kommunikation und Partizipation auf Facebook
8.6 „Produser“ oder „Nichtnutz“?
8.7 Stellenwert von Politik
8.8 Facebook und Demokratie
9. Diskussion
10. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Stellenwert des Social Networks Facebook für die „Generation Facebook“ im Kontext ihrer politischen Kommunikation und Partizipation. Ziel ist es, durch theoretische Analysen und qualitative Experteninterviews zu klären, welche Rolle das Medium im Alltag der NutzerInnen einnimmt und ob es als Instrument für politisches Engagement fungiert.
- Stellenwert von Social Networks im Alltag
- Politische Kommunikation und Partizipation auf Facebook
- Die „Generation Facebook“ als Zielgruppe
- Qualitative Analyse des Nutzerverhaltens
- Potenziale und Grenzen digitaler Demokratie
Auszug aus dem Buch
1.1 Einführung in die Thematik
“(...) my problem with paper is that all communication dies with it. It holds no possibility of continuity.” (Eggers 2013: o.S.)
Dieses Zitat von Eggers aus seinem neuesten Buch, welches im Oktober 2013 veröffentlicht wurde, zeigt ganz explizit, wie wichtig beziehungsweise wie präsent das Internet und Social Media für die Gesellschaft sind. Das Buch gibt einen Aufriss einer dystopischen Welt, in der Social Networks und die Teilhabe in diesen als wichtiger Bestandteil gelten. Die Möglichkeiten sich im Internet und in Social Networks zu äußern oder zu kommunizieren sind fast endlos. Wie auch in dem Buch von Eggers besitzen Social Networks eine immer wichtigere Rolle im Alltag, die durch die Gesellschaft zugeschrieben wird. Die Kommunikation und die Partizipation nehmen durch die Digitalisierung einen immer wichtigeren Stellenwert in der Gesellschaft ein.
Eine Revolution der neuen Medien begann mit der Revolution in den arabischen Ländern im Frühjahr 2011. In Ägypten, Libyen und Tunesien gingen Millionen von Menschen auf die Straßen, um gegen die herrschende Regierung zu protestieren. Die Menschen benutzten Social Media, um ihre Landsleute zu mobilisieren und auf den Straßen gemeinsam zu kämpfen. Natürlich waren nicht die Social Networks der Auslöser für den Arabischen Frühling, denn die Kämpfe fanden in der realen Welt auf den Straßen dieser Länder statt. Dennoch haben die neuen Medien, wie Facebook, Twitter und YouTube eine bedeutende Rolle im Arabischen Frühling gespielt. Durch die bemerkenswerte Reichweite von Facebook konnten junge AraberInnen einen ersten Schritt wagen und die Menschen mobilisieren, auf die Straße zu gehen. Die Medien Twitter und YouTube dienten als Informationsquelle für die Welt, um über die laufenden Proteste im Bilde zu bleiben (vgl. El Difraoui 2011: o.S.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel kontextualisiert das Thema, bietet einen Überblick über den Forschungsstand und erläutert den Aufbau der Bachelorarbeit.
2. Begriffsdefinitionen: Hier werden die zentralen Begriffe „Stellenwert“ und „Politik“ für die spätere Operationalisierung theoretisch definiert und verortet.
3. Generationsauswahl: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Generation und begründet die Auswahl der „Generation Facebook“ für die vorliegende Untersuchung.
4. Social Networks: Es werden soziale Netzwerke im Allgemeinen sowie Social Network Sites definiert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung von Facebook und verschiedenen Nutzertypen.
5. Politische Kommunikation und Partizipation: Das Kapitel befasst sich mit den Definitionen von politischer Partizipation, deren Verbindung zur Kommunikation, verschiedenen Typologien und der Entwicklung des Nutzers zum „Produser“.
6. Theoretischer Rahmen: Hier wird das theoretische Gerüst durch die Handlungstheorie und das Konzept der Öffentlichkeit für die empirische Analyse geschaffen.
7. Methodik: Qualitatives Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das problemzentrierte Interview als gewählte Erhebungsmethode und reflektiert das Vorgehen kritisch.
8. Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Probandeninterviews, inklusive Einzelfallanalysen und die Einordnung der Ergebnisse in die gewählten Kategorien.
9. Diskussion: Hier werden die Ergebnisse der Auswertung zusammengeführt und interpretiert, um die Forschungsfrage zu beantworten.
10. Fazit: Das letzte Kapitel fasst die Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Facebook, Politische Kommunikation, Politische Partizipation, Generation Facebook, Soziale Netzwerke, Online-Partizipation, Digitalisierung, Qualitative Sozialforschung, Handlungstheorie, Öffentlichkeit, Produsage, Demokratie, Internet, Mediennutzung, Clicktivismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welche Bedeutung das soziale Netzwerk Facebook für die politische Kommunikation und Partizipation der „Generation Facebook“ hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Kommunikationswissenschaft und der Politikwissenschaft, insbesondere im Hinblick auf Social Media Nutzung, politisches Engagement und die Rolle des Internets in der modernen Gesellschaft.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den Stellenwert von Facebook bei jungen Erwachsenen für ihr politisches Handeln zu ermitteln und herauszufinden, ob die Plattform als Instrument für aktive Teilhabe wahrgenommen wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign und führt problemzentrierte Interviews mit sechs Probanden durch, um tiefere Einblicke in deren persönliche Wahrnehmung und Nutzungsgewohnheiten zu gewinnen.
Was wird im empirischen Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Interviews ausgewertet, Einzelfallanalysen erstellt und die Probanden anhand theoretischer Kategorien (wie z. B. Nutzertypen oder Beteiligungsformen) eingeordnet.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Facebook-Nutzung, Politische Partizipation, Generation Facebook, Clicktivismus, Online-Öffentlichkeit und die Transformation vom Konsumenten zum Produser.
Warum wurde explizit die „Generation Facebook“ als Zielgruppe gewählt?
Die Wahl fiel auf diese Generation, da sie mit sozialen Netzwerken aufgewachsen ist, diese Plattformen allgegenwärtig nutzt und somit ein hohes Maß an Routine im Umgang mit digitalen sozialen Medien aufweist.
Welche Rolle spielt der „Gefällt-mir-Button“ bei der politischen Partizipation?
Der Button fungiert als „kleinstmögliche“ Form der Partizipation (Clicktivismus). Die Analyse zeigt, dass viele Nutzer durch das Liken von politischen Inhalten zwar eine politische Haltung signalisieren, dies jedoch oft unverbindlich geschieht.
- Citar trabajo
- Natalie Kozub (Autor), 2016, Politische Partizipation auf Facebook. Eine Studie über den Stellenwert der politischen Kommunikation und Partizipation der „Generation Facebook“ im Social Network Facebook, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371225