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Gründe für ein Christentum ohne Kirche

Title: Gründe für ein Christentum ohne Kirche

Seminar Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 3+

Autor:in: Caroline Dorn (Author)

Theology - Systematic Theology
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Viele Christen scheinen mit der Kirche nicht viel anfangen zu können. Bei den Gottesdiensten trifft man meist nur wenige Gemeindemitglieder an und ein relativ hoher Anteil der Mitglieder der evangelischen Kirche fühlt sich mit eben dieser Kirche kaum oder gar nicht verbunden. Wo liegen die Gründe für ein nichtkirchliches Christentum und wie wird es bewertet? Diese Hausarbeit möchte sich mit diesen Fragen beschäftigen. Dazu soll zunächst anhand der Kirchenmitgliedschaftserhebung der Evangelischen Kirche in Deutschland die aktuelle Situation betrachtet werden. Im Anschluss daran werde ich einige Positionen zum Thema Christentum ohne Kirche vorstellen, um dann eine abschließende Schlussfolgerung zu ziehen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur aktuellen Situation: 4. EKD-Erhebung zur Kirchenmitgliedschaft

3 Gründe für ein Christentum ohne Kirche

3.1 Ein Erbe der Aufklärung - Trutz Rendtorff

3.2 Wesen des Christentums - Gotthold Hasenhüttl

3.3 Geburtsfehler des Protestantismus - Günter Kegel

3.4 Schlussfolgerungen

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Ursachen und die Legitimation eines nichtkirchlichen Christentums. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich ein christliches Glaubensleben von der institutionellen Bindung an die Kirche lösen kann und welche theoretischen Positionen dies stützen.

  • Analyse der 4. EKD-Erhebung zur Kirchenmitgliedschaft
  • Die aufklärerische Perspektive nach Trutz Rendtorff
  • Wesen des Christentums aus Sicht von Gotthold Hasenhüttl
  • Kritik an den Strukturen des Protestantismus bei Günter Kegel
  • Bewertung des Spannungsfeldes zwischen Kirche und Christsein

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein Erbe der Aufklärung - Trutz Rendtorff

In seinem Buch „Christentum ohne Kirche - Konkretionen der Aufklärung“ legt Rendtorff dar, dass das nichtkirchliche Christentum aus der Aufklärung hervorgegangen ist und als eigene Form des Christentums Geltung erhalten muss.

Als die zwei Hauptargumente der christlichen Aufklärung erwähnt Rendtorff folgende: Zunächst kam in der Aufklärung der Protest gegen all jene kirchlichen Lehren auf, die der Mensch nicht nachvollziehen kann, weil sie mit den eigenen Erfahrungen nicht erklärbar sind. Wer in seinem Leben nie eine Jungfrau hat gebären sehen, der kann nicht verstehen, dass die Geburt Jesu eine Jungfrauengeburt war. Zwar ging es auch nicht darum, „alles dem absoluten Gesetz der Vernunft zu unterwerfen“4, aber solche Lehren sollten - bei Unverständnis - nicht einfach nur hingenommen werden. Indem man versuchte, die christlichen Überlieferungen auf neue Art wahrzunehmen, konnten einem auch solche unglaublichen Geschichten einsichtig werden. So soll die Jungfrauengeburt in erster Linie keine wundersame Begebenheit erzählen, sondern verdeutlichen, dass Jesus mit keinerlei Erbsünde belastet war - eine Aussage, deren Einsicht und Annahme viel leichter fällt.

Rendtorff erwähnt weiterhin, dass nur durch die kritische Betrachtung der kirchlichen Lehre diese „angemessen bewahrt und fortgeführt werden“5 kann. Das Christentum sei nur deshalb noch in unserer Gesellschaft präsent, weil die Aufklärung die Einheit von Christentum und Annahme aller kirchlichen Lehre aufgehoben hat. Wer heute wegen naturwissenschaftlichen und biologischen Entdeckungen dem Schöpfungsbericht keinen Glauben mehr schenkt, muss deshalb nicht seinen gesamten Glauben aufgeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der schwindenden Bindung vieler Christen an die Kirche ein und stellt die Forschungsfragen der Hausarbeit vor.

2 Zur aktuellen Situation: 4. EKD-Erhebung zur Kirchenmitgliedschaft: Dieses Kapitel wertet statistische Daten zur Kirchenbindung aus und hinterfragt, ob eine unzeitgemäße Verkündigung zu einer Distanzierung der Mitglieder führen könnte.

3 Gründe für ein Christentum ohne Kirche: In diesem Hauptteil werden verschiedene theologische Positionen vorgestellt, die das Christsein unabhängig von kirchlichen Institutionen begründen.

3.1 Ein Erbe der Aufklärung - Trutz Rendtorff: Rendtorff argumentiert, dass die Aufklärung eine notwendige Trennung von Kirche und persönlichem Glauben ermöglicht hat, was eine autoritätsfreie Beziehung zu Gott legitimiert.

3.2 Wesen des Christentums - Gotthold Hasenhüttl: Hasenhüttl zeigt auf, dass das Wesen des Christentums in tätiger Nächstenliebe und christlichem Handeln liegt, die auch unabhängig von einer kirchlichen Institution verwirklicht werden können.

3.3 Geburtsfehler des Protestantismus - Günter Kegel: Kegel analysiert interne strukturelle Probleme des Protestantismus, wie das starre Schriftprinzip, als Ursachen für die Entfremdung vieler Gläubiger von der Kirche.

3.4 Schlussfolgerungen: Hier werden die vorgestellten Thesen kritisch gegeneinander abgewogen und die eigene Position der Autorin dargelegt.

4 Schluss: Der Schlussteil fasst zusammen, dass die Art der Verkündigung zweitrangig gegenüber den Inhalten ist und plädiert für die Anerkennung eines Christentums außerhalb der Kirche.

Schlüsselwörter

Christentum, Kirche, EKD-Erhebung, Aufklärung, Protestantismus, Kirchenmitgliedschaft, Säkularisierung, Glaube, Trutz Rendtorff, Gotthold Hasenhüttl, Günter Kegel, Nächstenliebe, Institution, Theologie, Kirchenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Gründe für die Entstehung und Legitimation eines nichtkirchlichen Christentums und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen persönlichem Glauben und kirchlicher Institution.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Auswertung der EKD-Kirchenmitgliedschaftserhebung sowie die theologischen Ansätze von Rendtorff, Hasenhüttl und Kegel zur Autonomie des Glaubens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu klären, warum sich Menschen vom kirchlichen Leben distanzieren und inwieweit ein Christentum ohne Kirche theologisch als vollwertig betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zentraler theologischer Werke sowie eine empirische statistische Auswertung zur Kirchenbindung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie die Aufklärung, die Wesensbestimmung des Christentums als Nächstenliebe und systemimmanente Geburtsfehler des Protestantismus die Distanz zur Kirche erklären.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kirchenbindung, Aufklärung, nichtkirchliches Christentum, Säkularisierung und institutionelle Kritik.

Welche Rolle spielt die Säkularisierung in der Argumentation?

Die Säkularisierung wird als notwendige Voraussetzung gesehen, die es Christen erst ermöglicht hat, kirchliche Lehrsätze kritisch zu hinterfragen und eigene Wege abseits der Tradition zu gehen.

Wie unterscheidet sich Kegels Sichtweise von der Rendtorffs und Hasenhüttls?

Während Rendtorff und Hasenhüttl ein Christentum außerhalb der Kirche als berechtigte Daseinsform akzeptieren, zielt Kegel eher auf eine notwendige Reform der Kirche ab, um kirchenferne Menschen wieder zurückzugewinnen.

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Details

Title
Gründe für ein Christentum ohne Kirche
College
Dresden Technical University
Course
Kirchenreform zwischen Folkloreverin und heiligem Rest
Grade
3+
Author
Caroline Dorn (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V37147
ISBN (eBook)
9783638365765
Language
German
Tags
Gründe Christentum Kirche Kirchenreform Folkloreverin Rest
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Caroline Dorn (Author), 2005, Gründe für ein Christentum ohne Kirche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37147
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