In dem Praxisbericht des Faches Kosten- und Leistungsrechnung liegt der Fokus darin, dass in der Theoriephase erlangte Wissen in der Praxis zu vertiefen und zu prüfen, ob die erlangten theoretischen Kenntnisse im ausbildenden Unternehmen angewendet werden können.
In diesem Praxisbericht wird die Fragestellung „make or buy“ erörtert und ein genereller Überblick über die verschiedenen Gesichtspunkte der Entscheidungsfindung vermittelt. Ein Praxisbeispiel wird anhand der Deckungsbeitragsrechnung für die Peter Kremser GmbH & Co. KG dargestellt und soll die beschriebenen theoretischen Ansätze verdeutlichen und zeigen, in wie weit die Theorien in der Praxis Anwendung finden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Vorstellung des Unternehmens
1.2 Ziele des Praxisberichtes
2 Einführung „make or buy“
2.1 Problematik
2.2 Aspekte der Entscheidungsfindung
2.2.1 „make or buy“ operative Methode
2.2.2 „make or buy“ strategische Methode
2.3 Kostenrechnerischer Ansatz
2.3.1 Einfache Deckungsbeitragsrechnung
3 Praktische Anwendung in der Peter Kremser GmbH & Co. KG
3.1 Kritische Würdigung
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht kostenrechnerische Aspekte bei Make-or-Buy-Entscheidungen, um zu prüfen, wie theoretisch erlangtes Wissen der Kosten- und Leistungsrechnung in der betrieblichen Praxis des Unternehmens Peter Kremser GmbH & Co. KG angewendet werden kann.
- Theoretische Grundlagen von Make-or-Buy-Entscheidungen
- Operative versus strategische Entscheidungsansätze
- Einsatz der Deckungsbeitragsrechnung als Entscheidungsinstrument
- Praktische Fallstudie zur Eigenfertigung versus Fremdbezug
- Kritische Reflexion der Eignung rein kostenrechnerischer Verfahren
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Einfache Deckungsbeitragsrechnung
Ein Kostenrechnerischer Ansatz für die „make or buy“ Entscheidung ist die einfache Deckungsbeitragsrechnung, die auch Teilkostenrechnung genannt wird. Anders als bei der Vollkostenrechnung werden bei der Teilkostenrechnung die Fixkosten unabhängig von der Menge vom zuvor errechneten Deckungsbeitrag abgezogen. Daraus wird ersichtlich, dass sobald der Deckungsbeitrag größer ist als die Fixkosten, ein Gewinn erzielt wird. Daher eignet sich die Teilkostenrechnung für die „make or buy“ Entscheidungsfindung.12
Nachfolgend wird der einfache Deckungsbeitrag anhand einer Formel dargestellt. Diese wird im Praxisbeispiel bezüglich der Peter Kremser GmbH & CO. KG in Kapitel 3 genutzt, um die Frage zu klären ob Eigenproduktion oder Fremdbezug für das Unternehmen wirtschaftlicher ist.
Formel zur Errechnung des einfachen Deckungsbeitrags:
Preis pro Stück P
- variable Kosten pro Stück -kv
= Deckungsbeitrag pro Stück = db
* abgesetzte Menge *x
= Gesamtdeckungsbeitrag = DB
- fixe Kosten -Kf
= Gewinn/ Verlust = G
Der Stückdeckungsbeitrag errechnet sich aus der Differenz zwischen Stückpreis und variablen Stückkosten. Wird der Stückdeckungsbeitrag mit der verkauften Menge multipliziert, dann erhält man den Gesamtdeckungsbeitrag oder auch „einfachen Deckungsbeitrag“. Zieht man hiervon die fixen Kosten ab, erhält man wiederum den Gewinn oder den Verlust, der mit dem Produkt gemacht wird. 13
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Unternehmen Peter Kremser GmbH & Co. KG vor und definiert die Ziele der Hausarbeit im Rahmen des Studiums.
2 Einführung „make or buy“: Hier werden die theoretischen Grundlagen, die Problematik sowie die operativen und strategischen Methoden der Make-or-Buy-Entscheidung erläutert.
3 Praktische Anwendung in der Peter Kremser GmbH & Co. KG: Dieses Kapitel zeigt eine konkrete Fallanwendung der Deckungsbeitragsrechnung für ein Bauteil des Unternehmens und kritisiert den gewählten Ansatz aus wissenschaftlicher Sicht.
4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Make-or-Buy-Entscheidung aufgrund sich ändernder Bedingungen regelmäßig überprüft werden muss und rein kostenrechnerische Indikatoren oft nicht ausreichen.
Schlüsselwörter
Make or Buy, Eigenfertigung, Fremdbezug, Deckungsbeitragsrechnung, Kostenrechnung, Kosten- und Leistungsrechnung, Unternehmensentscheidung, Wirtschaftlichkeit, Fixkosten, Variable Kosten, Strategische Methode, Operative Methode, Produktionskosten, Entscheidungshilfe, Wettbewerbsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der kostenrechnerischen Analyse von Make-or-Buy-Entscheidungen in einem mittelständischen Unternehmen der Elektroindustrie.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentral sind die Abgrenzung zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug sowie die Anwendung der Teilkostenrechnung zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, theoretisch erlernte Kenntnisse der Kosten- und Leistungsrechnung auf ein praktisches Beispiel bei der Peter Kremser GmbH & Co. KG anzuwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zu Make-or-Buy-Konzepten sowie auf eine praktische Fallanwendung mittels Deckungsbeitragsrechnung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Fallstudie zur Kalkulation von Plastikabdeckungen und eine kritische Auseinandersetzung mit der Methodik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Make or Buy, Deckungsbeitragsrechnung, Eigenfertigung, Fremdbezug, Kostenrechnung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Warum ist die einfache Deckungsbeitragsrechnung nach Ansicht einiger Kritiker problematisch?
Kritiker führen an, dass Gemeinkosten oft schwer zurechenbar sind und das Verfahren durch „Lockangebote“ von Fremdanbietern oder fehlende Transaktionskostenbetrachtung manipulierbar oder unvollständig sein kann.
Wie lautet das Ergebnis der Fallstudie bei der Peter Kremser GmbH & Co. KG?
Basierend auf der Deckungsbeitragsrechnung für die untersuchte Plastikabdeckung fällt die Entscheidung für die Eigenfertigung aus, da diese kostengünstiger ist als das vorliegende Fremdbezugsangebot.
Ist die Entscheidung für die Eigenfertigung dauerhaft gültig?
Nein, die Arbeit stellt klar, dass Entscheidungen aufgrund dynamischer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen regelmäßig überprüft und aktualisiert werden müssen.
- Arbeit zitieren
- Patrick Becker (Autor:in), 2017, Kostenrechnerische Aspekte im Rahmen einer "make or buy" Entscheidung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371543