Eine Schwierigkeit für Unternehmen ist es, einen geeigneten, externen Moderator auszusuchen. Wie ein kompetenter Teamentwickler gefunden werden kann, soll in vorliegender Studienarbeit erörtert werden. Neben dem Kompetenzprofil eines Teamentwicklers wird aufgeschlüsselt, was sich hinter einer Teamentwicklung verbirgt und weshalb hierfür ein Moderator erforderlich ist. Im anschließenden Teil der Studienarbeit wird anhand eines praktischen Beispiels der Teamentwicklungsprozess aus Sicht eines Personalentwicklers beschrieben. Zunächst beschäftigt sich der erste Teil der Arbeit, mit der zugrunde gelegten Theorie. Hierbei werden in einem ersten Schritt die wichtigsten Begrifflichkeiten erläutert. Nachfolgend wird auf einen typischen Ablauf einer Teambuildingmaßnahme eingegangen. Und Schließlich werden die Anforderungen an einen Moderator näher beleuchtet.
Moderation ist ein Konzept, das überwiegend in Trainings, Gruppendiskussionen oder Meetings eingesetzt wird, bei der es in erster Linie um die Leitung und Regelung der Diskussionsrunde geht, jedoch ohne aktive Einflussnahme auf die Konversation oder das Verhalten des Teams durch den Moderator. Eine Moderation ist allerdings klar von einer Gesprächshaltung, in der Teammitglieder die Gruppe von ihren Standpunkten überzeugen oder einzelne Gruppenangehörige im Fokus stehen, zu differenzieren. In ihrer ursprünglichen Wortbedeutung heißt Moderation so viel wie „Mäßigung“ oder „Maß halten“. Die Kommunikation soll durch ein „Maß halten“ bzw. durch eine Strukturierung zu effizienterem und ideenreicheren Arbeiten führen. Moderation besteht aus mehreren Einzelmethoden und dient dazu, die Gruppenleistung zu steigern
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffserklärung
2.1.1 Definition:Team
2.1.2 Definition:Teamentwicklung
2.1.2 Definition:Moderation
2.2 Ablauf einer Teamentwicklung
2.2.1 Auswahl des Moderators
2.2.2 Auftragsklärung
2.2.3 Nachbereitung
2.3 Kompetenzen eines Moderators
2.3.1 fachliche Kompetenzen
2.3.2 methodische Kompetenzen
2.3.3 soziale Kompetenzen
3. Praxisteil
3.1 Aufgabenstellung
3.2 Ausgangssituation
3.3 Zugrunde gelegtes Kompetenzprofil
3.4 Moderatorenfindung
3.5 Hintergrundinformationen
3.6 Qualitätssicherung
3.6.1 im Auswahlprozess
3.6.2 in der Nachbereitung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, das notwendige Kompetenzprofil eines Teamentwicklers zu erörtern und den Auswahlprozess sowie die Qualitätssicherung bei der Beauftragung eines externen Moderators praxisnah darzustellen.
- Grundlagen der Teamentwicklung und Definition des Moderationskonzepts
- Phasenmodell nach Tuckman als Basis für Teamentwicklungsprozesse
- Anforderungsbereiche an Moderatoren: Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen
- Strategien zur Moderatorenauswahl in Unternehmen
- Qualitätssicherung und Evaluationsmethoden nach der Maßnahme
Auszug aus dem Buch
2.3.3 soziale Kompetenzen
Ein professioneller Teamentwickler muss sich den Fragen „Wie behandle ich, als Moderator, die Gruppenmitglieder?“, „Wie werden die Teilnehmer zur Kenntnis genommen?“, Kann ich gegenseitige Abhängigkeiten zwischen einzelnen Teilnehmern und der Gruppe erkennen?“, stellen. Im Kontext der Sozialkompetenzen erarbeiteten Saller, Sattler und Förster drei elementare Fähigkeiten aus, die ein erfahrener Teamentwickler aufweisen muss um eine fachkundige Teamentwicklungsmaßnahme durchführen zu können.
Das Anaylsevermögen ist eines dieser Kompetenzen. Diese Fähigkeit beinhaltet, dass der Teamentwickler in der Lage ist, die Anforderungen aus der Auftragsklärung entsprechend umzusetzen um somit beispielsweise die Zufriedenheit des Auftraggebers und das Interesse und die Motivation der Teammitglieder zu steigern. Das Analysevermögen ist nicht beobachtbar, hat aber einen enormen Bedeutung auf die Wirksamkeit und das Niveau einer Teamentwicklungsmaßnahme (vgl. Saller et al. 2012, S.101).
Eine weitere Fähigkeit, Empathie und soziale Wahrnehmung meint, die Angleichung der Handlungsweisen des Moderators in Interdependenz zur Haltung der Gruppenmitglieder. Ausschlaggebend ist hierbei, dass der Moderator die Verbindung und die Interaktion zwischen den Teilnehmern registriert und entsprechend deutet. Demnach geht es darum, dass der Teamentwickler ein Empfindung für zwischenmenschliche Interaktionen hat um denkbare Unterbrechungen angemessen zu behandeln (vgl. Saller et.al. 2012, S.101).
Die dritte Kompetenz stellt die Ideologie, des Moderators, zu seiner Herangehensweise, dar. Dem zufolge sollten seine Überzeugungen die Merkmale Achtung, Interesse und Miteinander beinhalten, um sich mit der Dynamik des Teams zu arrangieren und diese „Energie kreativ für die Entwicklung des Gruppenarbeitsprozesses zu nutzen“( Ziehr 2000 S.17), (vgl. Saller et al.2012, S.102).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung von Teamentwicklung in modernen Unternehmen und skizziert die Schwierigkeit bei der Auswahl geeigneter externer Moderatoren.
2. Theoretische Grundlagen: Definiert zentrale Begriffe wie Team und Moderation und erläutert sowohl den Ablauf von Teamentwicklungen als auch die erforderlichen Kompetenzbereiche eines Moderators.
3. Praxisteil: Überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf ein fiktives Fallbeispiel einer Unternehmensfusion, inklusive der Suche und Qualitätssicherung eines externen Moderators.
4. Fazit: Resümiert die Bedeutung sozialer Kompetenzen und betont den wirtschaftlichen Mehrwert professioneller Teamentwicklung für Unternehmen.
Schlüsselwörter
Teamentwicklung, Moderator, Kompetenzprofil, Moderationszyklus, Sozialkompetenz, Qualitätssicherung, Evaluation, Personalentwicklung, Teamarbeit, Kommunikation, Konfliktmanagement, Gruppendynamik, Führung, Fachkompetenz, Methodenkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Anforderungsprofil an einen professionellen Teamentwickler und beschreibt, wie Unternehmen einen geeigneten Moderator auswählen und dessen Qualität sichern können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben den theoretischen Definitionen von Team und Moderation stehen vor allem das Phasenmodell der Teamentwicklung, der Moderationszyklus sowie die verschiedenen Kompetenzbereiche des Moderators im Fokus.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, aufzuzeigen, über welche fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen ein Moderator verfügen muss, um den Teamentwicklungsprozess erfolgreich zu steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Konzepte (wie das Modell von Tuckman) mit einer praxisorientierten Fallstudie verknüpft, um Entscheidungshilfen für Personaler zu bieten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Moderation und Teamentwicklung sowie einen Praxisteil, der anhand eines fiktiven Beispiels den Auswahlprozess und die Qualitätssicherung detailliert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Teamentwicklung, Moderation, Kompetenzprofil, Evaluation sowie soziale und methodische Kompetenzen.
Warum ist das "Analysevermögen" für einen Teamentwickler so wichtig?
Es ermöglicht dem Moderator, die Anforderungen aus der Auftragsklärung präzise umzusetzen und die Motivation sowie die Zufriedenheit der Teammitglieder gezielt zu fördern.
Wie unterscheidet sich die summative von der formativen Evaluation?
Während die summative Evaluation den Grad des Wissenserwerbs und die Effektivität nach der Maßnahme validiert, setzt die formative Evaluation bereits während des Prozesses an, um Abläufe kontinuierlich zu optimieren.
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- Patrizia Schoen (Autor), 2016, Das Kompetenzprofil des Teamentwicklers eines Unternehmens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371847