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Kultur und Persönlichkeit als Einflussfaktoren zwischen Rollenambiguität und proaktivem Arbeitsverhalten

Titel: Kultur und Persönlichkeit als Einflussfaktoren zwischen Rollenambiguität und proaktivem Arbeitsverhalten

Masterarbeit , 2017 , 84 Seiten

Autor:in: Philipp Ilgner (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Beitrag zur Identifikation relevanter Einflussfaktoren für proaktives Arbeitsverhalten, unter Berücksichtigung individueller und kultureller Aspekte, zu leisten.

Aus diesem Grund wurden Einflussfaktoren von proaktivem Arbeitsverhalten untersucht. Dabei wurde analysiert, welchen Effekt Rollenambiguität, ausgewählte Kulturdimensionen sowie bestimmte Persönlichkeitsfaktoren auf derartiges Verhalten ausüben. Die Kulturdimensionen, die in diese Studie aufgenommen wurden, sind Machtdistanz und Unsicherheitsvermeidung. Die untersuchten Persönlichkeitsfaktoren belaufen sich auf role breadth self-efficacy (Selbstwirksamkeit hinsichtlich einer breit definierten Rolle) und desire for control (Verlangen nach Kontrolle). Neben vermuteten direkten Einflüssen wurden zudem moderierende Einflüsse der Kulturdimensionen und der Persönlichkeitsfaktoren auf den Effekt von Rollenambiguität auf proaktives Arbeitsverhalten untersucht. Die Studie wurde mit Hilfe eines Online-Fragebogens in zwei verschiedenen Kulturen durchgeführt. 144 Teilnehmer aus Deutschland (68) und Italien (76) beantworten dazu für jedes Konstrukt eine Reihe von Fragen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Rollenambiguität, Machtdistanz, role breadth self-efficacy, und desire for control proaktives Arbeitsverhalten beeinflussen. Lediglich Unsicherheitsvermeidung beeinflusst proaktives Arbeitsverhalten nicht. Zudem wurden keine Moderatoreffekte hinsichtlich der zusammenfassenden Skala proaktiven Arbeitsverhaltens gefunden. Bei weiterführender Datenanalyse zeigten sich jedoch moderierende Einflüsse von sowohl Machtdistanz als auch Unsicherheitsvermeidung auf Unterkategorien dieser Variable.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

1. Fragestellung

2. Theoretischer Hintergrund & Hypothesen

2.1 Proaktives Arbeitsverhalten & Rollenambiguität

2.2 Kulturelle Faktoren: Machtdistanz & Unsicherheitsvermeidung

2.3 Persönlichkeitsfaktoren: Role Breadth Self-Efficacy & Desire for Control

3. Methodik

3.1 Stichprobe

3.2 Design und Durchführung

4. Ergebnisse

4.1 Voranalysen

4.2 Hypothesenüberprüfung

4.3 Weiterführende Datenanalyse

5. Diskussion

5.1 Zusammenfassung & Theoretische Implikationen

5.2 Praktische Implikationen

5.3 Limitationen & Zukünftige Forschung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Einflussfaktoren auf das proaktive Arbeitsverhalten von Mitarbeitern, insbesondere die Rolle von Rollenambiguität, kulturellen Werten wie Machtdistanz und Unsicherheitsvermeidung sowie spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen wie Role Breadth Self-Efficacy und Desire for Control.

  • Analyse des Effekts von Rollenambiguität auf proaktive Verhaltensweisen
  • Untersuchung kultureller Moderatoreffekte (Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung)
  • Evaluation des Einflusses von Persönlichkeitsfaktoren (RBSE, Desire for Control)
  • Kulturvergleichende Perspektive zwischen deutschen und italienischen Stichproben
  • Differenzierung in Unterkategorien: taking charge, expressing voice, problem prevention, individual innovation

Auszug aus dem Buch

2.1 Proaktives Arbeitsverhalten & Rollenambiguität

Proaktives Arbeitsverhalten. Proaktivität wird als aktives Hinterfragen eines Status quo und selbst-initiiertes Suchen und Herbeiführen von Möglichkeiten zur Verbesserung einer Situation definiert. Es handelt sich um ein aktives Agieren anstelle einer passiven Anpassung an bestehende Umweltbedingungen (Crant, 2000). Unter einer proaktiven Handlung versteht man eine „vorrausschauende Handlung, die Mitarbeiter durchführen, um sich selbst und/ oder ihre Umwelt zu beeinflussen“ (Grant & Ashford, 2008, S.4). Nach Frese und Fay (2001) ist diese Handlung zukunftsorientiert und nach Sternberg (2000) von Achtsamkeit geprägt. Proaktives Arbeitsverhalten wird nach Parker und Collins (2010, S. 637) als das „Übernehmen von Kontrolle und das Herbeiführen von Veränderung hinsichtlich der internen organisationalen Umgebung“ definiert.

Diese Dimension wird demnach abgegrenzt von proaktivem Verhalten bezüglich der Passung zwischen Person und Umwelt und proaktivem strategischen Verhalten. Unter proaktives Arbeitsverhalten fallen die Verhaltensweisen taking charge, expressing voice, individual innovation und problem prevention (Parker & Collins, 2010). Gerade aufgrund des kulturvergleichenden Forschungsansatzes dieser Arbeit soll auch unter diesen Verhaltensweisen differenziert werden. Alle beziehen sich zwar auf Kontrollübernahme und Veränderungsbestreben, jedoch werden unterschiedliche Teilaspekte dieser übergeordneten Kategorie fokussiert (Parker & Collins, 2010). So wird unter taking charge etwa ein Bemühen von Mitarbeitern verstanden, das durch regelmäßige Versuche gekennzeichnet ist, Veränderungen und Verbesserungen hinsichtlich der Art, wie Arbeit durchgeführt wird, herbeizuführen (Morrison & Phelps, 1999).

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die Zielsetzung und die Hauptergebnisse der Studie zur Untersuchung proaktiven Arbeitsverhaltens.

1. Fragestellung: Definiert die Relevanz von Proaktivität in der modernen Arbeitswelt und leitet das Forschungsinteresse aus der Lücke zwischen Arbeitskontext, Kultur und proaktivem Verhalten ab.

2. Theoretischer Hintergrund & Hypothesen: Begründet theoretisch die Zusammenhänge zwischen Rollenambiguität, Kulturdimensionen, Persönlichkeitsfaktoren und proaktivem Verhalten unter Verwendung der Unsicherheitsreduktionstheorie.

3. Methodik: Beschreibt die Datenerhebung via Online-Fragebogen bei 144 Teilnehmern aus Deutschland und Italien sowie die Operationalisierung der Konstrukte.

4. Ergebnisse: Präsentiert die Resultate der statistischen Analysen, einschließlich der Hypothesenüberprüfung und der Unterteilung des proaktiven Verhaltens in Unterkategorien.

5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf theoretische Implikationen, leitet praktische Empfehlungen für Führungskräfte ab und reflektiert die Limitationen sowie zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Proaktives Arbeitsverhalten, Rollenambiguität, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Role Breadth Self-Efficacy, Desire for Control, Unternehmenskultur, Arbeitspsychologie, Führung, Innovation, taking charge, expressing voice, problem prevention, individual innovation, kulturvergleichende Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung von Einflussfaktoren auf proaktives Arbeitsverhalten, wobei insbesondere der Zusammenhang mit Rollenambiguität sowie die Rolle von Kultur und Persönlichkeit analysiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf proaktiven Verhaltensweisen am Arbeitsplatz, den Kulturdimensionen nach Hofstede (Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung) und den Persönlichkeitsmerkmalen Role Breadth Self-Efficacy und Desire for Control.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die direkten Effekte von Rollenambiguität auf proaktives Verhalten zu quantifizieren und zu prüfen, ob kulturelle Werte und Persönlichkeitseigenschaften diesen Effekt moderieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine quantitative Studie mittels Online-Fragebögen in zwei Kulturen (Deutschland, Italien) durch und wertet die Daten mittels hierarchischer multipler Regressionsanalysen aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Hypothesen, die methodische Beschreibung der Datenerhebung und Stichprobe sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind proaktives Arbeitsverhalten, Rollenambiguität, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, RBSE und Desire for Control.

Warum wird zwischen Deutschland und Italien verglichen?

Der Vergleich dient dazu, die Auswirkungen unterschiedlicher kultureller Ausprägungen auf das Arbeitsverhalten zu untersuchen, um Erkenntnisse zur Generalisierbarkeit von Proaktivitätsmodellen zu gewinnen.

Welches Ergebnis zeigte sich bezüglich der Unterkategorie "taking charge"?

Es wurde ein signifikanter Moderatoreffekt der Machtdistanz auf den Zusammenhang zwischen Rollenambiguität und "taking charge" gefunden, der zeigt, dass Machtdistanz in unklaren Rollensituationen das proaktive Verhalten beeinflusst.

Wird die Unsicherheitsvermeidung als entscheidender Faktor bestätigt?

Nein, der postulierte positive Haupteffekt der Unsicherheitsvermeidung auf proaktives Arbeitsverhalten konnte in der Studie nicht statistisch signifikant bestätigt werden.

Ende der Leseprobe aus 84 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kultur und Persönlichkeit als Einflussfaktoren zwischen Rollenambiguität und proaktivem Arbeitsverhalten
Autor
Philipp Ilgner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
84
Katalognummer
V372078
ISBN (eBook)
9783668500150
ISBN (Buch)
9783668500167
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kultur persönlichkeit einflussfaktoren rollenambiguität arbeitsverhalten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Ilgner (Autor:in), 2017, Kultur und Persönlichkeit als Einflussfaktoren zwischen Rollenambiguität und proaktivem Arbeitsverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372078
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Leseprobe aus  84  Seiten
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