Diese Hausarbeit beschäftigt sich thematisch mit dem Hauptseminar „Kirche im Neuen Testament“. Schwerpunkt dieser Arbeit ist die Person des Paulus, wie sie in der Abschiedsrede von Milet dargestellt wird. Dazu wurde folgende Frage formuliert: Die Selbstdarstellung des Paulus – Ist die Abschiedsrede in Apg 20,17-38 Spiegel des Apostels?
Die Hausarbeit wird anhand dieser Frage die Perikope und im Speziellen die Selbstdarstellung des Paulus untersuchen und eine Antwort liefern. Dabei wird erörtert, inwiefern die Perikope ein Spiegel des Apostels ist. Zu Beginn wird die Abschiedsrede von Milet exegetisch untersucht. Dabei findet eine Situations-, Kontext- und Formanalyse statt. Implizit wird ein grober Überblick über den Aufbau und die Einordnung in der Apostelgeschichte gegeben. Im interpretativen Abschnitt wird dann neben der Einzelversauslegung eine Sach- und Motivanalyse erfolgen. Im weiteren Verlauf wird die Selbstdarstellung des Paulus im Detail betrachtet und in einem ersten Schritt die Funktion und Bedeutung herausgestellt. Anschließend wird die Art und Weise der Selbstdarstellung erörtert und herauskristallisiert. Nach der Erörterung der Thematik wird der Informationsgehalt über Paulus diskutiert und in ein Verhältnis zu anderen Quellen gesetzt. Dabei werden Fakten miteinander verglichen und die Schnittstellen dargestellt.
Zum Schluss werden alle wichtigen Informationen zusammengefasst und die Ergebnisse präsentiert. Wobei dort explizit auf die zu Beginn gestellte Fragestellung eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Exegetische Untersuchung von Apg 20,17-38
2.1 Analyse
2.2 Interpretation
3 Selbstdarstellung des Paulus in der Abschiedsrede
3.1 Funktion und Bedeutung
3.2 Art und Weise der Darstellung
3.3 Informationsgehalt über Paulus
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Abschiedsrede des Paulus in Apostelgeschichte 20,17-38, um zu klären, inwieweit diese Perikope als authentischer Spiegel der Person und des Wirkens des Apostels betrachtet werden kann. Im Zentrum steht dabei die Analyse der paulinischen Selbstdarstellung sowie deren Funktion als Vorbild für die Gemeindeleitung.
- Exegetische Analyse der Abschiedsrede von Milet (Situations-, Kontext- und Formanalyse)
- Untersuchung der paulinischen Vorbildfunktion und Selbstdarstellung
- Vergleich der lukanischen Darstellung mit authentischen Paulusbriefen
- Theologische Bedeutung von Gemeindeleitung, Demut und Verkündigung
Auszug aus dem Buch
3. Selbstdarstellung des Paulus in der Abschiedsrede
„Paul is the only character in the NT other than Jesus to be the subject of a biographical presentation.” Mit diesen Worten beginnt der schweizer Exeget Daniel Marguerat sein Kapitel über das Bild Pauli in der Apostelgeschichte. Anhand dieses Zitates wird die besondere Rolle Pauli verständlich, da die Apostelgeschichte sieben Kapitel der Person Pauli widmet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Abschiedsrede des Paulus als Spiegel des Apostels und Darlegung des methodischen Vorgehens.
2 Exegetische Untersuchung von Apg 20,17-38: Durchführung einer Situations-, Kontext-, Form- sowie Sach- und Motivanalyse, um die Botschaft der Perikope zu erarbeiten.
3 Selbstdarstellung des Paulus in der Abschiedsrede: Detaillierte Betrachtung der Funktion, der Darstellungsmittel und des biografischen Informationsgehalts bezüglich der Person Paulus.
4 Fazit: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage zur Authentizität der paulinischen Selbstdarstellung in Apg 20,17-38.
Schlüsselwörter
Apostelgeschichte, Paulus, Abschiedsrede, Milet, Exegese, Selbstdarstellung, Gemeindeleitung, Vorbildfunktion, Lukas, neutestamentliche Theologie, Verkündigung, Demut, Epheser, Apostel, Kirchenstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Abschiedsrede des Apostels Paulus an die Ältesten aus Ephesus (Apg 20,17-38) und untersucht diese im Kontext des Hauptseminars „Kirche im Neuen Testament“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Kernbereichen gehören die exegetische Untersuchung der Perikope, die Analyse des Paulusbildes in der Apostelgeschichte und der Vergleich dieses Bildes mit den authentischen Briefen des Apostels.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Die Arbeit soll klären, ob die Abschiedsrede in Apg 20,17-38 tatsächlich als ein Spiegel des Apostels Paulus gelten kann oder ob es sich primär um eine lukanische Schöpfung handelt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine klassische exegetische Methodik, bestehend aus Situationsanalyse, Kontextanalyse, Formanalyse sowie einer interpretativen Sach- und Motivanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil wird zunächst die Perikope exegetisch aufgearbeitet, um danach spezifisch die Funktion der Selbstdarstellung des Paulus, seine rhetorische Art der Vermittlung und den Gehalt an biografischen Informationen zu diskutieren.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Apostelgeschichte, Paulus, Abschiedsrede, Milet, Exegese und Gemeindeleitung geprägt.
Welche Rolle spielt die Metapher der „reißenden Wölfe“?
Diese Metapher wird im paränetischen Teil der Rede verwendet, um die Gefahr von Irrlehren zu illustrieren, die sowohl von außen als auch aus der Mitte der Gemeinde auf die Ältesten zukommen kann.
Warum wird Paulus in der Rede als „idealer Gemeindeleiter“ dargestellt?
Er wird als Vorbild gezeichnet, da er trotz der Aussicht auf seinen nahenden Tod Ehrlichkeit, Demut, ständige Präsenz und die unbedingte Verkündigung des Wortes Gottes in den Vordergrund stellt.
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- Anita Greinke (Autor), 2014, Die Selbstdarstellung des Paulus. Ist die Abschiedsrede in Apg 20,17-38 Spiegel des Apostels?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372162