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Die Funktionen der Appelle Ciceros an die Geschworenen in der "actio prima" gegen Verres

Wie Cicero die Geschworenen von Verres' Schuld überzeugt

Título: Die Funktionen der Appelle Ciceros an die Geschworenen in der "actio prima" gegen Verres

Tesis (Bachelor) , 2015 , 34 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Marwin-Domingo Gorczak (Autor)

Filología Clásica - Otros
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In dieser Bachelorarbeit soll untersucht werden, welche Gründe ausschlaggebend für Ciceros Erfolg als Ankläger des Verres waren. Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen hierbei die Appelle Ciceros an die Geschworenen in der "actio prima" und deren Funktionen. Zuerst soll die Ausgangssituation in Sizilien beschrieben werden, um den Prozess historisch einordnen zu können. Anschließend wird insbesondere unter Einbeziehung antiker Autoren das "crimen pecuniarum repetundarum" in dessen Entwicklung dargestellt. Damit soll aufgezeigt werden, auf welcher institutionellen Grundlage der Prozess basiert, um die Anmerkungen, die Cicero in seiner Rede macht, verstehen zu können.

Im Anschluss daran wird die actio prima gegen Verres sprachlich-stilistisch analysiert, um herauszustellen, inwiefern Ciceros Rhetorik mit Appellen an die Richter entscheidend für den positiven Ausgang des Prozesses war. Zu diesem Zweck werden die Rede chronologisch wiedergegeben und die einzelnen Passagen interpretiert. Schließlich soll auf Grundlage von Cassius Dio gefragt werden, ob Ciceros erste Rede gegen Verres tatsächlich so erfolgreich gewesen ist oder ob es sich nur um ein "Kunstprodukt" handelt. Zur gesamten Untersuchung sollen neben der Sekundärliteratur auch antike Autoren herangezogen werden, um – neben den einseitigen Schilderungen Ciceros – ein ausgewogenes Bild von dem Prozess zu gewinnen. Ferner soll dadurch gezeigt werden, auf welche griechischen Vorbilder sich Cicero in seiner Rede bezieht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausgangssituation

3. Crimen pecuniarum repetundarum

4. Actio prima

4.1. Exordium

4.2. Argumentatio

4.3. Peroratio

4.4. Die Folgen

5. Die Rede gegen Verres – nur ein „Kunstprodukt“ Ciceros?

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit analysiert die rhetorischen Strategien und Appelle Ciceros in seiner actio prima gegen Verres, um die ausschlaggebenden Faktoren für seinen Erfolg als Ankläger zu identifizieren und die Rolle des öffentlichen Drucks sowie die Einflussnahme auf die Geschworenen zu beleuchten.

  • Historische Einordnung des Prozessumfelds und des crimen pecuniarum repetundarum.
  • Stilistische und rhetorische Analyse der actio prima unter Berücksichtigung antiker Vorbilder.
  • Untersuchung der psychologischen Beeinflussung der Richter durch Cicero.
  • Kritische Würdigung der Authentizität der überlieferten Rede im Vergleich zur tatsächlichen Performance.

Auszug aus dem Buch

4.1. Exordium

Am Anfang seiner Rede spricht Cicero die Richter direkt an und konfrontiert diese mit der schlechten Ansicht über die Senatoren und Gerichte. So hätten die Menschen in Rom und den Untertanengebieten die Meinung, dass aufgrund von Bestechungen keine vermögende Person trotz größter Schuld verurteilt werden könnte. Mit dieser Aussage setzt er die iudices unter Druck und suggeriert, dass die Senatoren mit der Verurteilung von Verres ihr Vertrauen zurückgewinnen und ihr Monopol in den Gerichten behalten könnten. So macht er auch gleich am Beginn seiner Rede deutlich, dass die Vormacht der Senatoren in den Gerichten gefährdet ist, ohne jedoch die lex Aurelia beim Namen zu nennen. Daraus ist zu schließen, dass sich die Senatoren sehr wohl bewusst waren, dass während des Prozesses massive Einschnitte in ihren Befugnissen geplant wurden.

Cicero sieht mit diesem Gerichtsverfahren einen „Scheidepunkt“ erreicht, an dem nur noch eine Verurteilung von Verres Schlimmeres verhindern könnte. Weiterhin gibt er seine Motivation für den Prozess wieder: Er habe die Anklage gegen Verres zum Wohle des römischen Volkes angenommen, damit die Senatoren und Gerichte wieder an Ansehen gewännen. Mit dieser captatio benevolentiae stellt er ihnen stark übertrieben vor Augen, dass ein „richtiges“ Urteil eine Rehabilitierung des Senatorenstandes herbeiführen werde. Angesichts der starken Beteiligung der Senatoren an dem offensichtlichen Amtsmissbrauch durch Verres, ist dies aber eher ein dürftiges Versprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach Ciceros Erfolg als Ankläger vor und umreißt die methodische Vorgehensweise sowie das Ziel der Untersuchung.

2. Die Ausgangssituation: Das Kapitel beschreibt die Machtverhältnisse und die wirtschaftlichen Bedingungen in Sizilien während der Statthalterschaft des Verres.

3. Crimen pecuniarum repetundarum: Hier werden die juristischen Grundlagen des Erpressungsprozesses sowie die historische Entwicklung der entsprechenden Gesetzgebung dargestellt.

4. Actio prima: Dieser Hauptteil analysiert die Struktur und die rhetorischen Mittel der Anklagerede, gegliedert in Exordium, Argumentatio, Peroratio und die prozessualen Folgen.

5. Die Rede gegen Verres – nur ein „Kunstprodukt“ Ciceros?: Das Kapitel diskutiert kritisch, ob die überlieferte Rede die tatsächlich gehaltene Performance widerspiegelt oder ein späteres literarisches Konstrukt darstellt.

6. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der rhetorischen Strategien Ciceros zusammen und unterstreicht die Bedeutung seiner Appelle für den Prozessverlauf.

Schlüsselwörter

Cicero, Verres, actio prima, Gerichtsrede, Rhetorik, Senatoren, Geschworene, Bestechung, crimen pecuniarum repetundarum, lex Aurelia, Prozessführung, Appelle, Beweislast, Rechtsgeschichte, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die juristischen und rhetorischen Hintergründe von Ciceros erster Rede gegen den römischen Statthalter Verres und wie Cicero die Geschworenen von dessen Schuld überzeugte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der römischen Rechtsprechung (Repetundenprozesse), der rhetorischen Struktur antiker Anklagereden und der politischen Situation in Rom um 70 v. Chr.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Es soll geklärt werden, welche Faktoren – insbesondere die rhetorischen Appelle – zum erfolgreichen Schuldspruch gegen Verres führten und inwieweit Cicero die Richter manipulativ unter Druck setzte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin kombiniert eine chronologische Analyse der Rede mit dem Vergleich zu antiken Quellen sowie eine Einordnung in den zeitgenössischen historischen Kontext.

Was wird im Hauptteil inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Exordiums, der Argumentatio und der Peroratio, wobei Ciceros taktischer Einsatz von Drohungen und Versprechungen gegenüber den Richtern zentral ist.

Was unterscheidet Ciceros Anklage von einer reinen Beweisführung?

Cicero ergänzt die Beweise durch eine gezielte emotionale und psychologische Lenkung der Richter, indem er sie an ihre Verantwortung gegenüber der res publica und den drohenden Machtverlust an die Ritter erinnert.

Welche Rolle spielt die lex Aurelia im Argumentationsverlauf?

Cicero nutzt die drohende Reform des Gerichtswesens geschickt als Druckmittel, um die Senatoren zu einer Verurteilung zu bewegen, damit diese ihre Vormachtstellung nicht verlieren.

Was sagt Cassius Dio über die Authentizität der Rede aus?

Cassius Dio kritisiert, dass Ciceros publizierte Reden stark bearbeitete „Kunstprodukte“ seien, die seine tatsächlichen rhetorischen Schwächen vor Gericht verbergen sollten.

Wie bewertet die Arbeit Ciceros rhetorisches Geschick?

Die Arbeit erkennt Ciceros hohe rhetorische Qualität an, betont aber gleichzeitig, dass er die Reden für die Veröffentlichung gezielt optimiert hat, um als homo doctus und erfolgreicher Politiker zu glänzen.

Warum wird Glabrio in der Rede besonders adressiert?

Glabrio als vorsitzender Richter spielt eine Schlüsselrolle; durch die direkte Ansprache und den Verweis auf dessen Vorfahren versucht Cicero, ihn persönlich auf eine unvoreingenommene, strenge Prozessführung festzulegen.

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Detalles

Título
Die Funktionen der Appelle Ciceros an die Geschworenen in der "actio prima" gegen Verres
Subtítulo
Wie Cicero die Geschworenen von Verres' Schuld überzeugt
Universidad
University of Potsdam  (Klassische Philologie)
Calificación
1,7
Autor
Marwin-Domingo Gorczak (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
34
No. de catálogo
V372406
ISBN (Ebook)
9783668507326
ISBN (Libro)
9783668507333
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verres antike Rede Rhetorik Judikative Cicero Römisches Recht Repetunden Appell actio prima Geschworene Bachelorarbeit Gericht Steuerhinterziehung Antike Fiskus Steuern Einschüchterung Bedrohung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marwin-Domingo Gorczak (Autor), 2015, Die Funktionen der Appelle Ciceros an die Geschworenen in der "actio prima" gegen Verres, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372406
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Extracto de  34  Páginas
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