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Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten im Fremdsprachenunterricht. Wenn Sprache lernen zum Problem wird und wie man damit umgeht

Titel: Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten  im Fremdsprachenunterricht. Wenn Sprache lernen zum Problem wird und wie man damit umgeht

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 24 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Carolin Schwager (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Absicht dieser Hausarbeit ist es, einen allgemeinen Überblick über Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten zu geben und den Leser über verschiedene bedeutende Aspekte wie Auswirkungen und Diagnoseverfahren zu informieren. Dabei liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf der Fragestellung, wie sich LRS auf das Erlernen einer Fremdsprache auswirkt, wie mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten beim Erlernen einer Fremdsprache umgegangen wird, welche Problematiken dabei auftreten und wie man als Fremdsprachen-Lehrkraft dieser Thematik auf angebrachte Art und Weise begegnen kann.

Schriftsprachliches Material begegnet uns tagtäglich in unserem Alltag und die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Lesens und Schreibens sind bedeutsamer denn je. Sie sind die Grundfertigkeiten, die uns helfen informiert zu bleiben, zu kommunizieren und nehmen einen großen Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Es gibt praktisch keinen Lebensbereich, beruflich oder privat, der ohne Schrift denkbar ist. Jedoch bleibt die Gewissheit durch internationale Schulvergleiche wie der PISA-Studie, dass sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene weder das Lesen noch das Schreiben in ausreichendem Maß beherrschen und dabei starke Schwierigkeiten aufweisen.

Ebenso ist das Beherrschen von Fremdsprachen heutzutage durch stetig wachsende internationale Verflechtungen zur Notwendigkeit geworden. Auch hier gelingt dieser Fremdspracherwerb aber einer Reihe von Menschen nicht befriedigend, obwohl sie ausreichend Fleiß und Intelligenz vorweisen, wofür ein schwerwiegender Grund die Lese-Rechtschreibschwäche ist. Durch ihre andersartigen Lernvoraussetzungen ist für sie der Erwerb einer Fremdsprache mit mehr Schwierigkeiten verbunden, als für andere - scheinbare Willkür von Lauten und deren Schreibweise machen diesen Lernern das Erwerben einer Fremdsprache sehr schwer.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition LRS

2.1 Abgrenzung LRS – Legasthenie

2.2 Charakteristik von LRS

2.2.1 Im Lesen und Leseverständnis

2.2.2 Rechtschreibung

2.2.3 Weitere Auswirkungen

3. Diagnostische Methoden zur Feststellung von LRS

3.1 Testverfahren

3.1.1 Testverfahren zur Lesekompetenz

3.1.2 Testverfahren zur Rechtschreibkompetenz

3.2 Beobachtungsverfahren

4. LRS im Fremdsprachenunterricht

4.1 Schwierigkeiten von LRS-Betroffenen im Fremdsprachenunterricht

4.1.1 Fehlertypen im Spracherwerbsprozess einer Fremdsprache

4.1.2 Probleme von LRS-Betroffenen beim Erlernen einer Fremdsprache

4.1.3 Gibt es eine spezifische Fremdsprachen-LRS?

4.2 Vorschläge zum Umgang mit LRS im Fremdsprachenunterricht

4.3 Gibt es eine LRS-freundliche Fremdsprache?

4.3.1 Schwierigkeiten im Englischen

4.3.2 Schwierigkeiten im Französischen

4.3.3 Schwierigkeiten im Lateinischen

5. Schlussbetrachtung / Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen einer Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) auf den Erwerb von Fremdsprachen und identifiziert didaktische Ansätze zur Unterstützung betroffener Schüler im Unterricht. Zentrale Fragestellungen sind dabei die spezifischen Schwierigkeiten beim Erlernen einer Fremdsprache, die Eignung verschiedener Sprachen sowie Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zur Gestaltung eines LRS-freundlichen Unterrichts.

  • Grundlagen der Lese-Rechtschreibschwäche und Abgrenzung zu verwandten Begriffen
  • Diagnostische Instrumente zur Feststellung von LRS
  • Analyse typischer Fehlermuster und Schwierigkeiten im Fremdsprachenerwerb
  • Didaktische Strategien und Nachteilsausgleiche im Fremdsprachenunterricht
  • Vergleich der LRS-Tauglichkeit verschiedener Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Latein)

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Probleme von LRS-Betroffenen beim Erlernen einer Fremdsprache

Die Schwierigkeiten, die für LRS-Betroffene in ihrer Muttersprache bereits Thema sind, tauchen ebenso beim Erwerb von Fremdsprachen auf – Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche begegnen also im Fremdsprachenunterricht ähnlichen Problemen wie im Deutschunterricht (vgl. Pflister 2014, 20):

Verständnisfehler durch Übersetzungsfehler

Probleme mit der richtigen Aussprache

Mehr Zeitaufwand beim Vokallernen etc.

Ein ausschlaggebender Grund für diese Unsicherheiten im Fremdspracherwerbsprozess sind vor allem die unterschiedlichen orthographischen Transparenzen, die verschiedene Sprachen jeweils aufweisen (vgl. Gerlach 2015, 144). Die orthographische Transparenz beschreibt das Verhältnis von Phonem zu Graphem und gibt an, wie viele Laute mittels wie vieler Schreibweisen umgesetzt werden können und inwiefern diese Zuordnungen Regelmäßigkeiten entsprechen. In manchen Sprachen ist die Beziehung zwischen den Symbolen (Graphemen) und den Klängen (Phonemen) sehr regelmäßig oder transparent, das heißt es gibt fast eine Eins-zu-Eins-Korrespondenz zwischen dem Graphem und dem Phonem, für das es steht. In anderen Sprachen jedoch ist die Korrespondenz zwischen Graphemen und Phonemen weniger transparent und ein schriftliches Symbol (Graphem) kann für viele verschiedene Laute (Phoneme) stehen und ein Klang kann durch verschiedene Buchstaben oder Buchstabenfolgen realisiert werden (vgl. Depaoli 2015, 11). Bei weniger transparenten Orthographien muss der spezifische Klang (Phonem) eines bestimmten Buchstaben- oder Buchstabenfolge (Graphem) aus dem Kontext oder dem linguistischen Gedächtnis abgeleitet werden und der Zusammenhang zwischen Zeichen und Ton ist schwerer zu erlernen als in transparenten Orthographien, wo Regeln relativ klar sind und so leicht zu verstehen und zu speichern sind. Es sind also vor allem die Probleme der Rekodierung, also des Zuordnungs- und Übersetzungsprozesses, die den Erwerb einer neuen Sprache für LRSler enorm erschweren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Lese- und Schreibfertigkeiten ein und erläutert das Ziel der Hausarbeit, den Zusammenhang zwischen LRS und dem Fremdsprachenerwerb zu beleuchten.

2. Definition LRS: In diesem Kapitel wird die LRS definiert, eine Abgrenzung zum Begriff Legasthenie vorgenommen und die Charakteristik der Schwäche, inklusive ihrer Auswirkungen auf das Lesen und die Rechtschreibung, dargelegt.

3. Diagnostische Methoden zur Feststellung von LRS: Hier werden verschiedene wissenschaftliche Test- und Beobachtungsverfahren zur Identifikation von Lese- und Rechtschreibkompetenzen vorgestellt, die als Basis für eine gezielte Förderung dienen.

4. LRS im Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Schwierigkeiten von LRS-Betroffenen beim Erlernen einer Zweitsprache, diskutiert didaktische Ansätze und untersucht die Eignung verschiedener Sprachen unter Berücksichtigung ihrer orthographischen Transparenz.

5. Schlussbetrachtung / Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, unterstreicht die Notwendigkeit individueller Förderung und plädiert für eine bessere Ausbildung von Lehrkräften in diesem Bereich.

Schlüsselwörter

Lese-Rechtschreibschwäche, LRS, Legasthenie, Fremdsprachenunterricht, orthographische Transparenz, Diagnoseverfahren, Teilleistungsstörung, Fremdspracherwerb, phonologische Bewusstheit, Nachteilsausgleich, Didaktik, Schriftspracherwerb, Lesekompetenz, Rechtschreibkompetenz, individuelle Förderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, vor denen Schüler mit einer Lese-Rechtschreibschwäche beim Erlernen einer Fremdsprache stehen, und zeigt Möglichkeiten für einen angemessenen Umgang damit im Unterricht auf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Diagnose von LRS, den Schwierigkeiten beim Fremdsprachenerwerb sowie praktischen Vorschlägen für Lehrkräfte zur Unterstützung betroffener Lernender.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie sich LRS auf den Fremdspracherwerb auswirkt, welche Problematiken dabei auftreten und wie Lehrkräfte dieser Thematik im Unterricht begegnen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Forschungsansätze, Definitionen, Diagnoseverfahren und didaktischer Konzepte zum Thema LRS.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der LRS, die Vorstellung diagnostischer Verfahren sowie die detaillierte Analyse der LRS-Problematik im Kontext verschiedener Fremdsprachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen LRS, Fremdsprachenunterricht, orthographische Transparenz, Diagnose, Nachteilsausgleich und individuelle Förderung.

Ist das Englische als Sprache besonders schwierig für Schüler mit LRS?

Ja, aufgrund seiner weniger transparenten Orthographie und der komplexen Laut-Buchstaben-Zuordnungen stellt Englisch für viele LRS-Betroffene eine erhebliche Hürde dar.

Welche Rolle spielt die orthographische Transparenz bei der Sprachwahl?

Sie gilt als eines der wichtigsten Kriterien, da Sprachen mit einer transparenten Eins-zu-Eins-Laut-Buchstaben-Zuordnung für Betroffene meist einfacher zu erlernen sind als solche mit unregelmäßigen Systemen.

Können auch externe Hilfen wie Nachteilsausgleiche gewährt werden?

Ja, die Arbeit nennt verschiedene Vorschläge, darunter Zeitzuschläge, die mündliche Durchführung von Leistungsfeststellungen oder eine angepasste Gewichtung bei Vokabeltests.

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Details

Titel
Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten im Fremdsprachenunterricht. Wenn Sprache lernen zum Problem wird und wie man damit umgeht
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
1,5
Autor
Carolin Schwager (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
24
Katalognummer
V373264
ISBN (eBook)
9783668542488
ISBN (Buch)
9783668542495
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lese- rechtschreibschwierigkeiten fremdsprachenunterricht sprache problem fremdsprache fremdspracherwerb sprachunterricht leseschwäche legsthenie leserechtschreibschwäche mehrsprachigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolin Schwager (Autor:in), 2017, Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten im Fremdsprachenunterricht. Wenn Sprache lernen zum Problem wird und wie man damit umgeht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373264
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Leseprobe aus  24  Seiten
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