Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Prohibition von Cannabis und der damit verbundenen Stigmatisierung der Konsumenten in der deutschen Gesellschaft. Eine Stigmatisierung ist die Situation des Individuums, das von vollständiger sozialer Akzeptierung ausgeschlossen ist.
Ziel der Hausarbeit ist es, mit der Theorie von Erving Goffman „Stigma - Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität“ zu analysieren, wie es zu einer Stigmatisierung von Cannabiskonsumenten kommt und ob die Prohibition dabei eine entscheidende Rolle spielt. Des Weiteren soll gezeigt werden, wie sich die Stigmatisierung auf das Verhalten der Konsumenten auswirkt. Letztendlich soll folgende Frage beantwortet werden: Wie zeigt sich die soziale Ausgrenzung durch die Prohibition am Beispiel der Konsumenten von Cannabis?
Für dieses Vorhaben wird zunächst erläutert, wie die gesellschaftlichen Reaktionen gegenüber den Konsumenten aussehen und inwiefern die gesellschaftliche Reaktion mit der Prohibition zusammenhängt. Daraufhin wird die Theorie von Erving Goffman „Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität“ erklärt. Abschließend wird analysiert, ob tatsächlich eine Stigmatisierung durch die Prohibition auf Cannabiskonsumenten zutrifft und wie stark sich diese auf das Konsumverhalten und auch das allgemeine Verhalten der Konsumenten der Gesellschaft auswirkt. Das Thema wurde zum einen gewählt, weil es gerade aktuell ist, denn nach den aktuellsten Erkenntnissen scheinen Prävention und Therapie zunehmend erfolgsversprechender zu sein als Verbot und Kontrolle. Zum anderen um aufzuzeigen, dass gerade durch die Prohibition die Konsumenten eine soziale Ausgrenzung spüren, die sie gegebenenfalls noch mehr beeinträchtigt, als der Konsum selbst.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Gesellschaftliche Reaktionen gegenüber Cannabiskonsumenten
- Wahrnehmung der Gefährlichkeit
- Rechtfertigung für den Gebrauch von Cannabis
- Zusammenhang zwischen Prohibition und gesellschaftlicher Reaktion
- Erving Goffmans Theorie des Stigmas
- Stigmatisierung der Cannabiskonsumenten
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert die Auswirkungen der Prohibition von Cannabis auf die Stigmatisierung der KonsumentInnen in der deutschen Gesellschaft. Ziel ist es, mit Hilfe der Theorie von Erving Goffman zu untersuchen, wie die Stigmatisierung entsteht und welche Rolle die Prohibition dabei spielt. Darüber hinaus wird die Auswirkung der Stigmatisierung auf das Verhalten der KonsumentInnen untersucht.
- Stigmatisierung von CannabiskonsumentInnen
- Zusammenhang zwischen Prohibition und Stigmatisierung
- Gesellschaftliche Wahrnehmung von Cannabiskonsum
- Auswirkungen der Prohibition auf KonsumentInnen
- Goffmans Theorie des Stigmas
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema der Hausarbeit vor und erläutert den Fokus auf die Stigmatisierung von CannabiskonsumentInnen im Kontext der Prohibition.
- Gesellschaftliche Reaktionen gegenüber Cannabiskonsumenten: Dieses Kapitel beleuchtet die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber dem Gebrauch von Cannabis, insbesondere die Wahrnehmung der Gefährlichkeit und die Rechtfertigung für den Konsum.
- Zusammenhang zwischen Prohibition und gesellschaftlicher Reaktion: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Prohibition von Cannabis und der gesellschaftlichen Reaktion analysiert, wobei die Auswirkungen der Prohibition auf die KonsumentInnen im Vordergrund stehen.
Schlüsselwörter
Cannabis, Prohibition, Stigmatisierung, Gesellschaftliche Reaktion, Goffmans Theorie, Soziale Ausgrenzung, Konsumverhalten, Wahrnehmung, Rechtfertigung, Gesundheitsrisiko, Diskriminierung.
Häufig gestellte Fragen
Wie hängen Cannabis-Prohibition und Stigmatisierung zusammen?
Die Prohibition führt dazu, dass Konsumenten rechtlich verfolgt werden, was ihre soziale Ausgrenzung verstärkt und sie als "deviant" oder kriminell markiert.
Welche Rolle spielt Erving Goffmans Theorie in dieser Arbeit?
Die Arbeit nutzt Goffmans Konzept der "beschädigten Identität", um zu erklären, wie Cannabiskonsumenten Techniken zur Bewältigung ihrer sozialen Ausgrenzung entwickeln.
Wie wirkt sich Stigmatisierung auf das Verhalten von Konsumenten aus?
Stigmatisierung kann dazu führen, dass Konsumenten ihren Gebrauch verheimlichen, sich aus sozialen Kreisen zurückziehen oder eine Identität entwickeln, die auf ihrem Außenseiterstatus basiert.
Was ist das Ziel der Cannabis-Prohibition laut dieser Analyse?
Die Arbeit hinterfragt, ob das Verbot primär dem Gesundheitsschutz dient oder ob es soziale Kontrolle ausübt und dadurch mehr Schaden durch Ausgrenzung anrichtet als der Konsum selbst.
Wie werden Cannabiskonsumenten in der deutschen Gesellschaft wahrgenommen?
Oft dominiert die Wahrnehmung einer besonderen Gefährlichkeit, was zur Rechtfertigung von Diskriminierung und zum Ausschluss von vollständiger sozialer Akzeptanz führt.
Welche Alternativen zur Prohibition werden diskutiert?
Es wird darauf hingewiesen, dass Prävention und Therapie zunehmend als erfolgsversprechender angesehen werden als reine Verbote und Kontrollen.
- Quote paper
- Jan-Peter Schütz (Author), 2017, Die Prohibition und ihre Folgen. Über die Stigmatisierung der Cannabiskonsumenten in der deutschen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373374