Ceija Stojka im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Ein Überblick über das Lager und das Leben


Seminararbeit, 2014

26 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

INHALT

ABSTRACT

1 EINLEITUNG

2 DAS FRAUENKONZENTRATIONSLAGER RAVENSBRÜCK
2.1. Standort und Begebenheiten
2.2. Lagergeschichte
2.3. Bewachungsstruktur
2.4. Die Internierten – Nationalität, Verfolgtengruppen und Häftlingsgesellschaft

3 CEIJA STOJKA
3.1. Die Verfolgung und Vernichtung der Roma und Sinti im Nationalsozialismus
3.2. Als Kind im Konzentrationslager – Biografie Ceija Stojkas
3.2.1. Das Leben vor der Gefangenschaft
3.2.2. Als Nummer Z6399 in Auschwitz
3.2.3. Überleben in Ravensbrück
3.2.4. Befreiung aus Bergen – Belsen
3.2.5. Die Rückkehr nach Wien und das Leben nach der Gefangenschaft
3.3. Die Verarbeitung des Erlebten in Schrift und Bild mit beispielhafter Gedichtinterpretation

4 ZUSAMMENFASSUNG

LITERATURVERZEICHNIS

wir haben rom gesagt

wir haben rom gesagt, für zigeuner.

auch in der mehrzahl.

nicht roma.

rom, mit betonung auf m.

man müsste es fast mit zwei m schreiben.

aber du kannst ruhig zigeunerin sagen.

ich bin eine zigeunerin,

und a woschechte a no![1]

ABSTRACT

The life of the Austrian Roma girl Ceija Stojka and her family took a turn for the worse in times of National Socialism. Before the fascist takeover, the family led a free life as Lowara (horse traders) traveling and selling horses for maintenance. Albeit, the exclusion and discrimination of Romany people increased steadily and it did not take long until the family was deported to the first of a total of three concentration camps. After the hell of Auschwitz, the harsh and frigid female supervisors of Ravensbrück continued the martyrdom. By pure chance, Ceija came into the extermination camp Bergen – Belsen, where the conditions were even more serious than in the other camps.

On April 15, 1945, allied troops from Britain liberated the camp and evacuated the internees. Ceija Stojka began to write down her memories decades after her imprisonment and consequently broke the silence about the suffering of gypsies. She became precursor of the emancipation movement of Austrian Romanies and participated, besides her work as an author, artist and musician, in numerous projects to support her folk. Her paintings, stories and poems still aquire vogue after her death. Ceija Stojka was a proud gypsy who no longer accepted to hide.

1 EINLEITUNG

Im Gegensatz zu anderen Konzentrationslagern wurden Kunst und Kultur in Ravensbrück weitgehend verboten. Es entwickelten sich dennoch im Laufe der Zeit individuelle Ausdrucksmöglichkeiten, häufig als Überlebensstrategie und zur imaginären Flucht aus dem Lageralltag. Insbesondere Gedichte wurden aus Ravensbrück überliefert, sie dienten nicht nur der Verarbeitung der Gedanken und Gefühle, sondern auch der Darstellung der Lagerwirklichkeit. Es gab allerdings auch zahlreiche Inhaftierte, die erst Jahre oder Jahrzehnte später ihre Erlebnisse in Schrift, Kunst oder Musik zum Ausdruck und an die Öffentlichkeit brachten. Ebenso tat es die österreichische Romni Ceija Stoijka. Sie wurde im Alter von nicht einmal 10 Jahren mit ihrer Familie verhaftet und überlebte drei Konzentrationslager.

„Ich bin stolz, Zigeunerin zu sein“[2]. Diese Worte verbleiben in den Gedanken der Leser des Buches „Wir leben im Verborgenen“. Ceija schämte sich trotz der Ausgrenzung, Anfeindung und Verachtung den Zigeunern gegenüber nie für ihre Herkunft. Sie bezeichnete sich selbst als „Zigeunerin“; der Begriff Zigeuner wurde besonders im Nationalsozialismus abwertend und zur Klassifizierung der Menschen genutzt und wird selbst heutzutage noch negativ konnotiert. Im Gedicht „wir haben rom gesagt“[3] weist sie selbst stolz darauf hin, eine echte Zigeunerin zu sein und spricht die Menschen an, sie so zu bezeichnen.[4]

Ceija Stojka war eine der ersten Roma, die ihre Geschichten und Erlebnisse publik machte. Mit „Wir leben im Verborgenen“ veröffentlichte sie 1988 ihr erstes Buch, in dem das Ausmaß der Verfolgung und Vernichtung der Roma deutlich wird. Ceija setzte sich intensiv gegen das Vergessen ihres Volkes und besonders gegen das Vergessen der grauenvollen Erlebnisse im Nationalsozialismus ein. Es sollte nicht länger im Verborgenen bleiben.

In zahlreichen Bildern, Gedichten, Geschichten und Liedern verarbeitete sie ihre Gedanken und Gefühle. Durch Kunst, Literatur und Musik gab sie als Erste dem vergessenen Volk ein Gesicht. Ein Gesicht, in dem sich Leid, Angst und Sorge widerspiegeln, aber auch Stärke, Wille und Hoffnung.

Auffällig in allen Werken von Ceija Stojka ist die Art, wie sie selbst über die schrecklichsten Ereignisse oder Personen spricht. Sie versucht stets etwas Positives zu erkennen und offenbart den Lesern durch diese Auffassung ihre starke Persönlichkeit und ihre Liebe zum Leben. Der Zusammenhalt und der Glaube an Gott gab ihr und ihrer Familie in allen Zeiten die Kraft, das Martyrium durchzustehen.

Ceija veröffentlichte Bücher, Bildersammlungen und Gedichtsammlungen und trug zur Kenntnisnahme traditioneller Lowara Lieder bei, die sie unter anderem mit ihrem Bruder Karl Stojka darbot. Ihr Wille, das Vergangene den Menschen nahe zu bringen, veranlasste sie dazu, Kindern, Jugendlichen und natürlich allen anderen Interessierten in Schulen und auf anderen Veranstaltungen ihre Lebensgeschichte zu erzählen.

Die notwendigen Informationen für das Verfassen dieser Seminararbeit wurden zum einen durch die hilfsbereiten Mitarbeiter des Konzentrationslagers Ravensbrück bereitgestellt und zum anderen durch die private Anschaffung der Werke gewonnen.

Zunächst gibt die Arbeit einen Überblick über das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück bezüglich des Standortes, der Geschichte sowie der Bewachungsstruktur und selbstverständlich über die Häftlingsgesellschaft. Fortführend steht das Leben Ceija Stojkas, begonnen bei der Kindheit in Freiheit bis hin zu den Konzentrationslagern sowie die Rückkehr und das Leben nach der Befreiung im Mittelpunkt. Zum Abschluss wird ein Gedicht ansatzweise interpretiert.

2 DAS FRAUENKONZENTRATIONSLAGER RAVENSBRÜCK

2.1. Standort und Begebenheiten

Das rund 80 km nördlich von Berlin gelegene Lager Ravensbrück befindet sich nahe des ehemaligen Luftkurortes Fürstenberg/ Havel inmitten einer idyllischen Seenlandschaft.

Diesem außergewöhnlichen Standort liegen wichtige Voraussetzungen zur Errichtung zugrunde; zum einen war die gute Anbindung an die Infrastruktur durch den Bahnhof Fürstenberg entscheidend, zum anderen war das Lager gleichzeitig durch natürliche Begrenzungen wie den Schwedt- See im Westen, große Waldgebiete im Norden und Osten sowie durch die Havel im Süden gut abgeschieden. Besonders die Havel wurde als Wassertransportweg, zum Beispiel für Materialtransporte, genutzt.

Berliner Gefängnisse dienten als Zwischenstation für die meisten „Sammeltransporte“ vor der Einlieferung ins Konzentrationslager Ravensbrück.[5] Zum Lagerkomplex gehörten zudem ein kleineres Lager für Männer, das Siemenslager[6], das „Jugendschutzlager“ Uckermark[7] und rund 40 weitere Außenlager, darunter unter anderem die Frauenabteilung von Auschwitz, das Lager Neustadt- Glewe, Prenzlau und Eberswalde.

2.2. Lagergeschichte

Anfang 1939 ließ die SS durch Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück errichten[8] und der Großteil der Arbeitshäftlinge kehrte Mitte/ Ende April 1939 nach Sachsenhausen zurück.[9] Am Aufbau beteiligt war unter anderem auch der Berliner Elektrokonzern Siemens & Halske, der ab 1942 in Hinblick auf Zwangsarbeit eine Rolle in der Geschichte des Lagers spielte.

Ab dem 15. Mai bis Ende Mai 1939 wurden über 800 Frauen aus dem KZ Lichtenburg per Lastkraftwagen nach Ravensbrück transportiert, am 21. Mai waren es bereits 974 Gefangene.[10] Ende Juni 1939 wurden rund 440 Roma und Sinti mit Kindern, Polinnen und andere Nationen in das Lager deportiert, die Anzahl der Häftlinge wuchs stetig und die Bedingungen verschlechterten sich zunehmend nach Beginn des Krieges am 1. September 1939. Die Frauen mussten in der Schneiderei, in der Nähstube, im Straßenbau arbeiten und bei der Errichtung der SS- Wohnsiedlung den Männern helfen. Am Abend des 1. Juli wurden bereits 3.233 Frauen im Lager registriert, somit waren die Kapazitäten theoretisch schon überschritten. In das naheliegende Männerlager wurden erstmals am 8. April 1941 hunderte Männer, welche zuvor im Konzentrationslager Dachau inhaftiert waren, deportiert, insgesamt waren es rund 20.000. Das Lager diente als Arbeits- und Fachkräftereserve zum Ausbau des Frauenlagers und Industriehofes. Für die körperlich schweren Arbeiten waren allerdings weiterhin die Frauen zuständig, die Männer für Facharbeiten. Das Männerlager unterlag zudem der Befehlsgewalt der SS- Kommandantur und des Frauenlagers.

Am 12. Juli 1941 wurden 4.939 weibliche Häftlinge registriert. Ab September begannen die Bauarbeiten für das „Jugendschutzlager Uckermark“[11] für weibliche Minderjährige von 14- 21 Jahren. Im November kam es zur „Aktion 14f13“, bei der durch den SS- Arzt Dr. Friedrich Mennecke bereits ausgewählte Häftlinge selektiert wurden.[12] Bis Mitte Januar 1942 fanden derartige Selektionen im Lager statt, am 4. Februar wurden die ersten 125 selektierten Frauen an einem unbekannten Ort in den Tod geschickt. Kurz darauf wurden 1000 Frauen in das neu erbaute Frauenabteil in Auschwitz – Birkenau transportiert. Im Laufe des Jahres stieg die Anzahl der Insassen in Ravensbrück trotz Selektionen und Ermordungen auf über 10.000 Frauen an, Ende 1943 waren es bereits über 17.000.

Da im August 1944 rund 39.000 Häftlinge registriert waren und die Lagerkapazität bei Weitem ausgeschöpft war, wurde zwischen zwei Blöcken ein Zelt zur Unterbringung der Frauen errichtet. Zur Reduzierung der Häftlingsanzahl erhielt der Lagerkommandant Fritz Suhren von Himmler den Befehl, „rückwirkend für sechs Monate monatlich 2000 kranke, arbeits- und gehunfähige Häftlinge zu vernichten“[13], infolge dessen wurde mit dem Bau der ersten Gaskammer in Ravensbrück begonnen. Im Dezember bekam das Krematorium einen zweiten Schornstein. Anfang 1945 begannen die Sterilisationsexperimente an rund 140 Sinti und Roma, Kindern und jungen Frauen. Im Laufe des Januar wurden zudem die Gaskammer in Betrieb gesetzt und die Selektionen fortgeführt. In den kommenden Monaten verloren rund 6000 Frauen, Kinder und Männer ihr Leben in der Gaskammer, bis diese Ende April abgerissen wurde. Die SS begann darauf hin mit der Räumung des Lagers und schickte viele Häftlinge auf die Todesmärsche. Am 30. April wurde das Lager durch die Rote Armee befreit, welche das Gelände bis 1994 nutzte.[14]

Bereits 1959 entstand am Ufer des Sees eine Gedenkstätte und Ravensbrück wurde neben Buchenwald und Sachsenhausen mit dem „Museum des antifaschistischen Widerstandskampfes“ eine der drei großen „Nationalen Mahn- und Gedenkstätten“ der DDR. Seit dem 01. Januar 1993 ist sie Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.[15]

2.3. Bewachungsstruktur

Die Lagerleitung des Frauenkonzentrationslagers war in fünf Abteilungen gegliedert: Kommandantur mit Adjutantur, Politische Abteilung, Schutzhaftlager, Verwaltung, Lagerarzt und ab 1941 zusätzlich die Abteilung „Arbeitseinsatz“. Das Frauenlager sowie die Arbeitskommandos außerhalb wurden ausschließlich von Aufseherinnen, dem Gefolge der SS, bewacht; sie bildeten die wichtigste Hilfe und machten, früher als in anderen Lagern, von Wachhunden Gebrauch. Anders als in Männerlagern fehlten die Unterteilung in Wachtruppe, Kommandantur und Wachtürme, jedoch schränkte eine vier Meter hohe und mit Starkstrom geladenem Stacheldrahtzaun ausgestattete Mauer die Fluchtgefahr ein. Es waren während der gesamten Lagergeschichte über 2600 Aufseherinnen in Ravensbrück tätig. Verantwortlich für die Betreuung und Überwachung des weibliche Bewachungspersonals waren die sogenannten Oberaufseherinnen. Als 1. Oberaufseherin ist Johanna Langefeld bekannt, gefolgt von Maria Mandl. Die erste 2. (stellvertretende) Oberaufseherin war Emma Zimmer, die letzte Dorothea Binz.

2.4. Die Internierten – Nationalität, Verfolgtengruppen und Häftlingsgesellschaft

Die inhaftierten Frauen kamen aus über 30 verschiedenen Ländern Europas, unter anderem aus Deutschland, Polen, Norwegen, Frankreich, Lettland und Griechenland. Während der Einlieferungsphase vom 12. bis 15. Mai 1939 wurden sie auf verschiedenen Wegen[16] in das Lager gebracht. In Hinsicht auf die Verfolgungsgründe wurden die Frauen in vier Gruppen unterteilt: zum einen die Politisch Verfolgten; einschließlich Zeuginnen Jehovas, „Rassische“ Verfolgte wie Jüdinnen und Sinti und Roma, Sozialrassistische Verfolgte oder „Gemeindefremde“; die nicht der nationalsozialistischen Vorstellungen einer „Volksgemeinschaft“ entsprachen, sowie Verfolgte im Zusammenhang mit Zwangsarbeit.

Die Häftlinge wurden zudem in zwei Häftlingsgruppen eingeteilt, in die Schutzhäftlinge[17] und in die Vorbeugehäftlinge. Zu diesen zählten „Berufsverbrecher“, „Asoziale“ mit geringen Vorstrafen, Juden ohne Vorstrafen, Homosexuelle und Sittlichkeitsverbrecher. In der Praxis waren die beiden Gruppen jedoch nicht immer deutlich voneinander abgegrenzt.[18]

[...]


[1] Gedicht aus: Stojka, C. (2008). Auschwitz ist mein Mantel. Bilder und Texte. Hrsg.: Christa Stippinger. Edition Exil.Verein Exil. Wien. S. 124.

[2] Stojka, C. (1988). Wir leben im Verborgenen. Erinnerungen einer Rom- Zigeunerin. Hrsg.: Karin Berger. Picus. Wien. S. 10.

[3] Stojka, C. (2008). S. 124.

[4] Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit das Wort Zigeuner häufig und ohne Anführungszeichen verwendet.

[5] Strebel, B. (2003). Das KZ Ravensbrück. Geschichte eines Lagerkomplexes . Schöningh. Paderborn. S. 44.

[6] Die Firma Siemens & Halske errichtete neben dem Gelände des Konzentrationslagers 20 Werkhallen, in denen sie ab Spätsommer 1942 Zwangsarbeiterinnen beschäftigte. Anfang 1945 begann auch in diesem Lager die Selektion arbeitsunfähiger Frauen. Diese wurden in das „Jugendschutzlager“ Uckermark gebracht und entweder dort oder in den Ravensbrücker Gaskammern hingerichtet.

[7] Das Schutzlager war im Grunde genommen ein Konzentrationslager und diente der Internierung „schwer erziehbarer“, widerständiger, „arbeitsscheuer“ und nonkonformistischer (weiblicher) Kinder und Jugendlicher.

[8] Die zwischen 350 und 500 Männer bauten bis April 1939 unter schwersten Bedingungen zwei Wohnbaracken zur eigenen Unterbringung, 16 Wohnbaracken für die weiblichen Insassen, zwei Arbeitsbaracken mit Küche und Bad, eine Lagermauer sowie das Kommandanturgebäude und Häuser in der SS- Wohnsiedlung.

[9] Vgl. Strebel, B. (2003). S. 45.

[10] Unter den Häftlingen waren 388 Zeuginnen Jehovas, 240 „asoziale Vorbeugehäftlinge“, 119 „kriminelle Vorbeugehäftlinge“, 114 politische Schutzhäftlinge, 95 „Rassenschänderinnen“, 16 Abschiebungshäftlinge und zwei Schulungshäftlinge.

[11] Das Lager wurde im Mai 1942 eröffnet. Die weiblichen Jugendlichen wurden von Beamtinnen der weiblichen Kriminalpolizei überwacht.

[12] Die „Aktion 14f13“ wurde auch als Invaliden- oder Häftlingseuthanasie bezeichnet und betraf besonders alte, kranke und arbeitsunfähige Häftlinge. Die erste Selektion fand im April 1941 in Sachsenhausen statt. Anfang 1942 wurden rund 1.600 Frauen aus dem KZ Ravensbrück in Bernburg vergast.

[13] Philipp, G., Schikorra C. (2001). „Aber nie, nie im Leben hab' ich mir vorgestellt, dass sowas möglich ist.“ Chronologie und Texte zur Geschichte des Frauen- KZ Ravensbrück. Hrsg.: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Oktober 1944.

[14] Die Zahl der im Konzentrationslager verstorbenen Frauen ist nicht eindeutig geklärt, da der Großteil der Unterlagen wie Sterbeurkunden oder Einäscherungsmeldungen kurz vor der Befreiung des Lagers von der SS zunichte gemacht wurden. Es liegen nur vereinzelt Originalquellen zur Rekonstruktion der Zahl der Todesopfer vor, geschätzt wird diese auf circa 91.000 Frauen, Außenlager inbegriffen. Vgl.: Strebel, B. (2003). S. 505.

[15] Vgl. Beßmann, A., Eschebach, I. (2013). Das Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück. Geschichte und Erinnerung. Katalog zur ständigen Ausstellung. Metropol. Berlin. Einleitung.

[16] Unterschieden wurde zwischen drei Formen von Einlieferungen: Sammeltransporte von Häftlingen verschiedener Nationen Haftkategorien und Nationen, Deportationen aus den deutsch- besetzten Gebieten sowie Transporte aus anderen Konzentrationslagern.

[17] Politische Gefangene, Zeugen Jehovas, Juden im Fall von „Rassenschande“ oder staatsfeindlicher Bestätigung, Häftlinge der „Sonderaktion Wehrmacht“, Ehrenhäftlinge und Erziehungshäftlinge.

[18] Vgl. Strebel, B. (2003). S. 111.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Ceija Stojka im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Ein Überblick über das Lager und das Leben
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
26
Katalognummer
V373577
ISBN (eBook)
9783668557086
ISBN (Buch)
9783668557093
Dateigröße
500 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nationalsozialismus, Sinti und Roma, Roma, Ceija Stojka, Ravensbrück, Auschwitz, Bergen-Belsen, Konzentrationslager, Verfolgung, Kindheit, Frauenkonzentrationslager, Haft, Häftlinge
Arbeit zitieren
Josephine Koch (Autor), 2014, Ceija Stojka im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Ein Überblick über das Lager und das Leben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373577

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