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Ausländische Verluste. Eine Urteilsanalyse

Titre: Ausländische Verluste. Eine Urteilsanalyse

Dossier / Travail , 2017 , 22 Pages , Note: 2,5

Autor:in: Mesut Ortac (Auteur), Marco Rasten (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Das in dieser Arbeit untersuchte Urteil betrifft einen Rechtsstreit zwischen der Lidl Belgium GmbH & Co. KG und dem Finanzamt Heilbronn in Bezug auf die steuerliche Behandlung von Verlusten einer in Luxemburg gelegenen Betriebstätte durch die zuständigen deutschen Behörden.

Lidl Belgium gehört zur Lidl und Schwarz-Gruppe, ihre Geschäftstätigkeit besteht im Vertrieb von Waren. Sie war zunächst auf dem belgischen Markt tätig und errichtete 1999 eine Betriebsstätte in Luxemburg. Lidl Belgium ist eine Kommanditgesellschaft, die ihren Gesellschaftssitz in Deutschland hat und zu deren Gesellschaftern die Lidl Belgium Beteiligungs-GmbH als Komplementär und die Lidl Stiftung & Co. KG als Kommanditist zählen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis der Urteilsanalyse

1 EuGH-Urteil vom 15.08.2008 (C-414/06) BStBl. 2009 II S. 692

2 Aufbereitung

3 Zusammenfassung des EuGH-Urteils vom 15.08.2008, C-414/06

4 Einordnung der Entscheidung

5 Entwicklung der Rechtsprechung

6 Finanzverwaltung

7 Literatur

8 Weitere Entwicklung

9 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert das wegweisende EuGH-Urteil vom 15. Mai 2008 (C-414/06) zur steuerlichen Behandlung ausländischer Betriebsstättenverluste. Das primäre Ziel besteht darin, die Auswirkungen dieser Entscheidung auf die grenzüberschreitende Verlustverrechnung zu untersuchen und zu bewerten, wie das Urteil die Niederlassungsfreiheit und die Steuerhoheit der Mitgliedstaaten in Einklang bringt.

  • Grundlagen der steuerlichen Behandlung von Betriebsstättenverlusten im EU-Kontext.
  • Analyse der Niederlassungsfreiheit gemäß Art. 43 EG (heute Art. 49 AEUV).
  • Bedeutung der Rechtfertigungsgründe zur Aufteilung der Besteuerungsbefugnis.
  • Kritische Würdigung der Literatur und der Finanzverwaltung zum EuGH-Urteil.
  • Weiterentwicklung der Rechtsprechung, insbesondere unter Berücksichtigung des Timac-Agro-Urteils.

Auszug aus dem Buch

Zum Bestehen einer Beschränkung der Niederlassungsfreiheit

18 Mit der Niederlassungsfreiheit für die nach den Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats gegründeten Gesellschaften, die ihren satzungsmäßigen Sitz, ihre Hauptverwaltung oder ihre Hauptniederlassung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft haben, ist das Recht verbunden, ihre Tätigkeit in anderen Mitgliedstaaten durch eine Tochtergesellschaft, eine Zweigniederlassung oder eine Agentur auszuüben (vgl. Urteile vom 21. September 1999, Saint-Gobain ZN, C-307/97, Slg. 1999, I-6161, Randnr. 35, vom 14. Dezember 2000, AMID, C-141/99, Slg. 2000, I-11619, Randnr. 20, und vom 23. Februar 2006, Keller Holding, C-471/04, Slg. 2006, I-2107, Randnr. 29).

19 Auch wenn die Bestimmungen des EG-Vertrags über die Niederlassungsfreiheit nach ihrem Wortlaut die Inländerbehandlung im Aufnahmemitgliedstaat sichern sollen, verbieten sie es doch ebenfalls, dass der Herkunftsmitgliedstaat die Niederlassung eines seiner Staatsangehörigen oder einer nach seinem Recht gegründeten Gesellschaft in einem anderen Mitgliedstaat behindert (vgl. Urteile u. a. vom 16. Juli 1998, ICI, C-264/96, Slg. 1998, I-4695, Randnr. 21, und vom 6. Dezember 2007, Columbus Container Services, C-298/05, Slg. 2007, I-0000, Randnr. 33).

20 Diese Erwägungen gelten auch dann, wenn eine in einem Mitgliedstaat ansässige Gesellschaft über eine Betriebsstätte in einem anderen Mitgliedstaat tätig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EuGH-Urteil vom 15.08.2008 (C-414/06) BStBl. 2009 II S. 692: Detaillierte Wiedergabe des Urteilstextes, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der konkreten Vorlagefrage an den EuGH.

2 Aufbereitung: Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Interpretation des Urteils und Einordnung in den steuerrechtlichen Kontext.

3 Zusammenfassung des EuGH-Urteils vom 15.08.2008, C-414/06: Darstellung des Sachverhalts im Rechtsstreit Lidl Belgium gegen das Finanzamt Heilbronn bezüglich der Verlustverrechnung.

4 Einordnung der Entscheidung: Analyse der Bedeutung des Urteils für die grenzüberschreitende Verlustverrechnung und dessen ökonomische Tragweite.

5 Entwicklung der Rechtsprechung: Historische Herleitung der EuGH-Rechtsprechung beginnend bei Marks & Spencer bis hin zur Bestätigung im Lidl-Fall.

6 Finanzverwaltung: Kritische Auseinandersetzung der Finanzbehörden mit dem Urteil, insbesondere im Hinblick auf Nichtanwendungserlasse.

7 Literatur: Auswertung wissenschaftlicher Reaktionen auf das Urteil und Diskussion offener Fragen zur Phasengleichheit.

8 Weitere Entwicklung: Fortschreibung der Thematik durch nachfolgende BFH-Urteile und das EuGH-Urteil im Fall Timac Agro.

9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der komplexen und unbeständigen Rechtslage bei der Verlustnutzung ausländischer Betriebsstätten.

Schlüsselwörter

Niederlassungsfreiheit, EuGH, Lidl Belgium, Betriebsstätte, Verlustverrechnung, Steuerhoheit, Doppelbesteuerungsabkommen, DBA, Marks & Spencer, Timac Agro, Finalität, Grenzüberschreitende Verluste, Steuerrecht, Gemeinschaftsrecht, Besteuerungsbefugnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das EuGH-Urteil vom 15.05.2008 zur Frage, ob ein deutsches Unternehmen Verluste einer ausländischen Betriebsstätte steuerlich geltend machen darf.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU, die Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen und die steuerliche Behandlung von Auslandsverlusten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das EuGH-Urteil die Rechtssicherheit bei der grenzüberschreitenden Verlustverrechnung beeinflusst hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine juristische Urteilsanalyse, gepaart mit einer Auswertung der Literatur und der Entwicklung der Rechtsprechung seit dem Fall Marks & Spencer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Zusammenfassung des Falls, die Analyse der EuGH-Argumente, die kritische Stellungnahme der Finanzverwaltung und einen Ausblick auf spätere Entscheidungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind Niederlassungsfreiheit, Betriebsstättenverluste, Doppelbesteuerung und die Rechtfertigungsgründe des EuGH.

Was versteht man im Kontext der Arbeit unter finalen Verlusten?

Finale Verluste bezeichnen Verluste, die im Betriebsstättenstaat unter keinen Umständen mehr verwertbar sind, etwa durch Unternehmensaufgabe oder Liquidierung.

Wie bewertet das Finanzgericht München die neuere EuGH-Rechtsprechung?

Das Finanzgericht München vertritt die Auffassung, dass die Aussagen des EuGH im Fall Timac Agro zu einer sehr restriktiven Praxis führen und eine Berücksichtigung von Verlusten nur in extremen Ausnahmefällen zulassen.

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Résumé des informations

Titre
Ausländische Verluste. Eine Urteilsanalyse
Université
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Note
2,5
Auteurs
Mesut Ortac (Auteur), Marco Rasten (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
22
N° de catalogue
V373845
ISBN (ebook)
9783668514164
ISBN (Livre)
9783668514171
Langue
allemand
mots-clé
Verlust Ausland Lidl Finanzamt Heilbronn Schwarz-Gruppe Rechtsstreit Urteil Recht Urteilsanalyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mesut Ortac (Auteur), Marco Rasten (Auteur), 2017, Ausländische Verluste. Eine Urteilsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373845
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Extrait de  22  pages
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