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Privatsphäre als soziale und juristische Norm. Der Einfluss der sozialen Medien

Título: Privatsphäre als soziale und juristische Norm. Der Einfluss der sozialen Medien

Trabajo de Seminario , 2016 , 20 Páginas , Calificación: 10

Autor:in: Maximilian Prussky (Autor)

Derecho - Derecho penal
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Diese Arbeit setzt sich mit der Privatsphäre als sozialer und juristischer Norm auseinander und diskutiert, inwiefern dieser Status durch soziale Medien beeinflusst wird. Eine Welt ohne Internet und vernetzter Kommunikation scheint für die Meisten nicht mehr denkbar bzw. existiert in ihrer Erinnerung nicht mehr und hat folglich eine essentielle Rolle im Alltag des Menschen eingenommen.

Große Internetkonzerne wie Facebook und Google treiben diese Entwicklung beständig voran und stellen sicher, dass immer mehr Informationen online verfügbar gemacht werden und so für jeden zugänglich sind. In diesem wachsenden Umfeld rückt die Frage nach der Privatsphäre, der Sicherheit der Daten im Internet und vor allem der möglichen Überwachung des einzelnen Bürgers durch dessen vermeintlich freiwillige Preisgabe von seinen Daten immer mehr in den Mittelpunkt. Im Jahr 2010 sagte Mark Zuckerberg – Gründer und CEO von dem Unternehmen Facebook: „Privacy is no longer a social norm.“ Was nichts anderes bedeuten soll, dass Privatsphäre als solche an Bedeutung verloren hat und die Menschen leichtfertiger Informationen über sich öffentlich preisgeben.

Hier ist es wohl nicht unangebracht zu fragen: Stimmt diese Behauptung auch nur ansatzweise und woher könnte ein leichtfertiger Umgang überhaupt kommen? Wann hat sich die Einstellung des Einzelnen geändert und vor allem was hat ihn dazu bewegt? Welche Bedeutung haben die Proteste gegen die Volkszählung, die Vorratsdatenspeicherung und gegen das Freihandelsabkommen TTIP? Wie ändert sich die Verhaltensweise des Einzelnen mit dem Wissen/Unwissen bzgl. ständiger Überwachung durch den Staat oder vielmehr durch private Unternehmen? Bedarf es überhaupt noch einem Gefängnis oder ist die Überwachung kombiniert mit der resultierenden Selbstdisziplinierung, bereits so umfangreich, dass die Sanktionen des derzeitigen Strafrechts vollkommen veraltet sind? Auf diese Fragen soll im nachstehenden versucht werden Antworten zu finden und anregen über das Verhalten und die Stellung des Einzelnen in der stetig wachsenden Welt des Internets nachzudenken.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Zielsetzung

B. Entwicklung des Internets

I. Bezogen auf die Einstellung des Individuums

II. Bezogen auf die Rechtsprechung

1. Vorratsdatenspeicherung

2. TTIP

C. Normen im digitalen Zeitalter

I. Juristische Normen als Erscheinungsform von sozialen Normen

II. Definition Einordnung bzw. Neu-Definition oder Aufgabe der Privatsphäre

1. Definition

2. Informationen als Teil der Privatsphäre

3. Einordung, Neu-Definition oder Aufgabe

D. Entwicklung und Auswirkung der Überwachung

I. Von Kameras zur totalen Überwachung

II. Digitales Panoptikum

III. Überwachungsstaat oder Freiheitsstaat?

IV. Foucault und Facebook

E. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Wandel und den potenziellen Verlust der Privatsphäre im digitalen Zeitalter unter dem Einfluss großer Internetkonzerne und staatlicher Überwachung. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage gestellt, ob Privatsphäre in der modernen Gesellschaft noch als soziale oder juristische Norm existiert und inwiefern der Einzelne durch ein „digitales Panoptikum“ und freiwillige Selbstentblößung in seiner Autonomie beeinflusst wird.

  • Historische und soziologische Entwicklung des Internetzeitalters und des Datensammelns.
  • Die Transformation sozialer und juristischer Normen durch digitale Technologien.
  • Analyse des "digitalen Panoptikums" nach Jeremy Bentham und Michel Foucault im Kontext von Facebook.
  • Verhältnis zwischen staatlicher Überwachung und der Datennutzung durch private Konzerne.
  • Reflektion über das "Recht auf Vergessenwerden" und die Eigenverantwortung des Individuums.

Auszug aus dem Buch

II. Digitales Panoptikum

Der Begriff des Panoptikums stammt aus dem 18. Jahrhundert und beschreibt einen Gefängnisbau der als Mittelpunkt einen Überwachungsturm hat, um welchen rundherum Zellen angeordnet sind, sodass die Insassen dauerhafter Überwachung ausgesetzt sind, jedoch aus Disziplinierungszweck nicht miteinander kommunizieren können. Diese Idee des Philosophen Jeremy Bentham wird durch die Digitalisierung aufgegriffen und weiterentwickelt. Hierbei steht eine intensive Kommunikation zwischen den Insassen im Vordergrund, sodass „dank freiwilliger Selbstausleuchtung und Selbstentblößung“ Freiheit generiert wird. Ein weiterer Unterschied von der eigentlichen Idee des Panoptikums ist die Tatsache, dass der Wächter im inneren des Turms keinen Zugriff auf die Gedanken und Inneren Gefühle hat, im digitalen Panoptikum hingegen schon durch die Mitteilungsbedürftigkeit der Einzelnen. Die Art der Überwachung ändert sich grundlegend dahingehend, dass die Einzelnen „nicht durch einen äußeren Zwang, sondern aus einem inneren Bedürfnis heraus sich mitteilen, wo also die Angst davor, seine Privat- und Intimsphäre aufgeben zu müssen, dem Bedürfnis weicht, sie schamlos zur Schau zu stellen“, werden „Freiheit und Kontrolle ununterscheidbar“.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Zielsetzung: Einführung in die Problematik der Privatsphäre in einer vernetzten Welt und Formulierung der zentralen Forschungsfragen zur Selbstdisziplinierung und Überwachung.

B. Entwicklung des Internets: Historischer Rückblick auf die Einstellung des Individuums zu Wissen und Macht sowie eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen wie Vorratsdatenspeicherung und TTIP.

C. Normen im digitalen Zeitalter: Theoretische Auseinandersetzung mit sozialen und juristischen Normen sowie eine Untersuchung der Definition und Aufgabe der Privatsphäre im modernen Kontext.

D. Entwicklung und Auswirkung der Überwachung: Darstellung der Evolution von klassischer Videoüberwachung hin zum digitalen Panoptikum und die Anwendung Foucaultscher Machttheorien auf moderne soziale Netzwerke.

E. Conclusio: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über den Wandel des Privatsphären-Begriffs und das Erfordernis eines neuen Bewusstseins in der Bevölkerung.

Schlüsselwörter

Privatsphäre, Digitales Panoptikum, Überwachung, Datenschutz, Informationelle Selbstbestimmung, Michel Foucault, Facebook, Google, Internetkonzerne, Soziale Normen, Juristische Normen, Datenspeicherung, Autonomie, Transparenzgesellschaft, Macht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den massiven Wandel des Begriffs der Privatsphäre durch die zunehmende Digitalisierung und die Allgegenwart großer Internetkonzerne.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernpunkten gehören die Entwicklung des Internets, das Spannungsfeld zwischen Staat und privaten Datensammlern sowie die soziologische Einordnung von Überwachungsprozessen.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Es wird hinterfragt, ob Privatsphäre heute noch als soziale und juristische Norm besteht oder ob wir uns bereits in einem Zustand der "Post Privacy" befinden, in dem Freiheit und Kontrolle ununterscheidbar geworden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine rechtssoziologische und historisch-analytische Herangehensweise, ergänzt durch die Anwendung philosophischer Konzepte von Denkern wie Foucault und Bentham.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Internetentwicklung, die Definition normativer Begriffe, die historische Entwicklung der Überwachung und die spezifische Anwendung des Panoptikum-Modells auf moderne Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Privatsphäre, digitales Panoptikum, informationelle Selbstbestimmung, Macht und Überwachung.

Inwiefern unterscheidet sich das digitale Panoptikum vom klassischen Gefängnismodell?

Im Gegensatz zum physischen Panoptikum erfolgt die Überwachung im digitalen Raum freiwillig durch die Akteure selbst, getrieben durch ein Bedürfnis zur Mitteilung und zur Selbstdarstellung.

Warum betont der Autor die Rolle von Facebook und Google besonders?

Diese Konzerne fungieren als moderne "Souveräne", die durch die technisierte Vernetzung der Gesellschaft in die Privatsphäre eingreifen, ohne dass ein explizites Bewusstsein der Nutzer für diese Überwachung existiert.

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Detalles

Título
Privatsphäre als soziale und juristische Norm. Der Einfluss der sozialen Medien
Universidad
LMU Munich  (Strafrecht)
Curso
Grundlagenseminar
Calificación
10
Autor
Maximilian Prussky (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
20
No. de catálogo
V373929
ISBN (Ebook)
9783668528345
ISBN (Libro)
9783668528352
Idioma
Alemán
Etiqueta
Privatsphäre Jura Seminararbeit Foucault Facebook Google Überwachung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maximilian Prussky (Autor), 2016, Privatsphäre als soziale und juristische Norm. Der Einfluss der sozialen Medien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373929
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