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Gender Studies. Ein Lerntagebuch

Titre: Gender Studies. Ein Lerntagebuch

Dossier / Travail , 2016 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Birthe Zenker (Auteur)

Etudes de Genre
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Résumé Extrait Résumé des informations

Als Begrifflichkeit wurde "gender" erstmals in der Medizin in der Forschung mit Intersexuellen in den 1960er Jahren verwendet, um die Annahme zu verdeutlichen, dass die Sozialisation der Individuen für die Geschlechterzugehörigkeit bzw. Geschlechtsidentität verantwortlich ist. So wurde das soziale Geschlecht (gender) im weiteren Verlauf als unabhängig vom biologischen Geschlecht (sex) betrachtet.

In den 70er Jahren wurde der englische Begriff gender im feministischen Sprachgebrauch als Analysekategorie aufgenommen, um die Unterscheidung zwischen biologischem und sozialen Geschlecht zu betonen und so einen Ansatz zu entwickeln, der die Veränderbarkeit von Geschlecht in den Blickpunkt rückt: Geschlechterrollen sind kein biologisches Phänomen, sondern stellen soziale Zuschreibungen dar.

Sie werden in sozialen Interaktionen und symbolischen Ordnungen konstruiert und sind damit veränderbar. Mit gender werden scheinbare geschlechtsspezifische Fähigkeiten, Zuständigkeiten und Identitäten in Frage gestellt und kritisiert – danach gibt es keine homogene Gruppe von "Frauen" oder "Männern" bzw. keine Definition dafür, was es heißt männlich oder weiblich zu sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Übersicht

2. Situation von Frauen in der Gesellschaft (Studienergebnisse)

3. Was bedeutet es, Junge oder Mädchen, Mann oder Frau zu sein? (Judith Butler)

4. Kulturelle Gendermuster in Buch und Bild

5. Genderkompetenz in der sozialen Arbeit

6. Was ist Gender Mainstreaming?

7. Schärfen oder trüben mediale Bilder von Körpern und Sexualität den Blick auf das Sexuelle?

8. Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen (Steffens)

9. Respekt und Zumutung bei der Begegnung von Schwulen/Lesben und Muslimen

10. Der neue Antifeminisimus / Relativierung von Gewalt gegen Frauen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Bedeutung des Begriffs "Gender" im gesellschaftlichen und pädagogischen Kontext auseinander. Das primäre Ziel ist es, die Konstruktion von Geschlechterrollen zu beleuchten, die Auswirkungen medialer und gesellschaftlicher Normen auf die Identitätsbildung zu analysieren und Möglichkeiten für eine geschlechtsbewusste soziale Arbeit abzuleiten.

  • Grundlagen des Gender-Begriffs und dessen Abgrenzung zu biologischen Geschlechtsmerkmalen (Sex).
  • Einfluss medialer Bilder, Werbung und Rollenvorgaben auf Jungen und Mädchen.
  • Herausforderungen und Notwendigkeit von Genderkompetenz in der professionellen Sozialarbeit.
  • Diskriminierungserfahrungen von Homo- und Bisexuellen sowie der Umgang mit kultureller Diversität.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Antifeminismus und den gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen.

Auszug aus dem Buch

1. Übersicht

Heute haben wir uns mit den Inhalten und Zielen des Seminars Genderstudies beschäftigt. Der Begriff gender wird mittlerweile in den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft genutzt. Doch was ist damit gemeint? Woher stammt diese Benennung? Wo wird dieser Begriff angewendet?

„In der Linguistik bezeichnet das Wort gender zunächst im Englischen den Genus bzw. das grammatikalische Geschlecht – d.h. die Unterscheidung zwischen weiblich, männlich und sächlich. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch wird gender als Bezeichnung für das soziale Geschlecht und in Abgrenzung dazu sex als biologisches Geschlecht definiert.

Als Begrifflichkeit wurde gender erstmals in der Medizin in der Forschung mit Intersexuellen in den 1960er Jahren verwendet, um die Annahme zu verdeutlichen, dass die Sozialisation der Individuen für die Geschlechterzugehörigkeit bzw. Geschlechtsidentität verantwortlich ist. So wurde das soziale Geschlecht (gender) im weiteren Verlauf als unabhängig vom biologischen Geschlecht (sex) betrachtet. In den 70er Jahren wurde der englische Begriff gender im feministischen Sprachgebrauch als Analysekategorie aufgenommen, um die Unterscheidung zwischen biologischem und sozialen Geschlecht zu betonen und so einen Ansatz zu entwickeln, der die Veränderbarkeit von Geschlecht in den Blickpunkt rückt: Geschlechterrollen sind kein biologisches Phänomen, sondern stellen soziale Zuschreibungen dar. Sie werden in sozialen Interaktionen und symbolischen Ordnungen konstruiert und sind damit veränderbar. Mit gender werden scheinbare geschlechtsspezifische Fähigkeiten, Zuständigkeiten und Identitäten in Frage gestellt und kritisiert – danach gibt es keine homogene Gruppe von "Frauen" oder "Männern" bzw. keine Definition für das was es heißt männlich oder weiblich zu sein.

Das Begriffspaar gender und sex ermöglicht die Erforschung von sozialen Prozessen, welche die Geschlechterrollen, die Geschlechtsidentitäten und das Geschlechterverhältnis konstruieren und somit welche Ordnungsschemata zur geschlechtsspezifischen Strukturierung und Hierarchisierung des Alltags beitragen.“ (Paulusen, M. 2012)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Übersicht: Einführung in die Begrifflichkeiten von Gender und Sex sowie deren wissenschaftliche und soziale Bedeutung.

2. Situation von Frauen in der Gesellschaft (Studienergebnisse): Analyse gesellschaftlicher Rollenbilder anhand von Werbebeispielen und Studien zur Gleichberechtigung.

3. Was bedeutet es, Junge oder Mädchen, Mann oder Frau zu sein? (Judith Butler): Dekonstruktion von Geschlechtsidentitäten durch die Theorie von Judith Butler.

4. Kulturelle Gendermuster in Buch und Bild: Untersuchung subtiler Geschlechterklischees in Kinderbüchern und dem Einfluss von Werbung auf die kindliche Entwicklung.

5. Genderkompetenz in der sozialen Arbeit: Notwendigkeit und Umsetzung von Genderkompetenz als professionelle und politische Haltung im pädagogischen Alltag.

6. Was ist Gender Mainstreaming?: Erläuterung der politischen Strategie zur Beseitigung von Benachteiligungen zwischen den Geschlechtern.

7. Schärfen oder trüben mediale Bilder von Körpern und Sexualität den Blick auf das Sexuelle?: Auseinandersetzung mit medialen Einflüssen und Pornografie auf die Identität Jugendlicher.

8. Diskriminierung von Homo- und Bisexuellen (Steffens): Darstellung von Vorurteilen und Diskriminierungserfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen.

9. Respekt und Zumutung bei der Begegnung von Schwulen/Lesben und Muslimen: Reflexion über das Spannungsfeld zwischen kulturellen/religiösen Werten und Homosexualität.

10. Der neue Antifeminisimus / Relativierung von Gewalt gegen Frauen: Untersuchung der Backlash-Tendenzen in den Medien und der gesellschaftlichen Debatte um Feminismus.

Schlüsselwörter

Gender, Sex, Geschlechterrollen, Sozialisation, Genderkompetenz, Gender Mainstreaming, Diskriminierung, Identitätsbildung, Feminismus, Antifeminismus, Soziale Arbeit, Gleichberechtigung, Homophobie, Geschlechterklischees, Zweigeschlechtermodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Gender und untersucht, wie Geschlechterrollen gesellschaftlich konstruiert werden, welche Rolle dabei Medien und Bildung spielen und wie soziale Arbeit diesen Prozessen kompetent begegnen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Differenzierung von Sex und Gender, die Analyse von Rollenbildern in Medien und Büchern, die Situation von Frauen, die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten sowie die Bedeutung von Gender Mainstreaming und Genderkompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Sensibilisierung für geschlechtsspezifische Normen und deren Auswirkungen im persönlichen und beruflichen Alltag, um eine reflektiertere und gerechtere soziale Praxis zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender theoretischer Diskurse (wie die von Judith Butler) sowie auf die Auswertung aktueller Studien und Medienbeispiele im Kontext einer reflexiven Selbstbeobachtung in der sozialen Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene analytische Sektionen, die von der historischen Entwicklung von Geschlechtermodellen über die Medienwirkung bis hin zu konkreten Diskriminierungsphänomenen und der notwendigen pädagogischen Haltung der Fachkräfte reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gender, Identitätsbildung, Diskriminierung, Geschlechterrollen und Genderkompetenz charakterisiert.

Warum ist die Analyse von Kindermedien in der Arbeit so relevant?

Die Autorin argumentiert, dass Kinderbücher und Werbespots subtile Gendermuster transportieren, die maßgeblich zur frühen Sozialisation beitragen und dadurch Geschlechterklischees verfestigen, die später schwerer zu hinterfragen sind.

Wie bewertet die Arbeit die Situation von homosexuellen Muslimen?

Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen traditionellen, oft konservativen Wertesystemen in manchen muslimischen Gemeinden und der gelebten Homosexualität, wobei sie betont, dass beides nicht grundsätzlich unvereinbar ist, sondern oft kulturelle Ängste der Hintergrund für Ablehnung sind.

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Résumé des informations

Titre
Gender Studies. Ein Lerntagebuch
Université
University of Applied Sciences Potsdam
Note
1,0
Auteur
Birthe Zenker (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
27
N° de catalogue
V374189
ISBN (ebook)
9783668513907
ISBN (Livre)
9783668513914
Langue
allemand
mots-clé
gender studies lerntagebuch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Birthe Zenker (Auteur), 2016, Gender Studies. Ein Lerntagebuch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374189
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Extrait de  27  pages
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