Das Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser die Bewertungsproblematik von immateriellen Vermögensgegenständen, insbesondere von Humankapital, nahezubringen. Darüber hinaus soll die Verständlichkeit der verschiedenen Bewertungsmethoden übermittelt werden. Der Leser soll einen Überblick der Methoden erhalten und ein Bewusstsein für die vielen Bewertungsansätze entwickeln. Zudem soll er über die Vor- und Nachteile sowie die Brauchbarkeit bzw. die Nutzung der Methoden in der Praxis informiert werden.
Die Grundlagen im ersten Teil dienen dazu, den Leser in das Thema einzuführen. Die Methodenbeschreibungen bilden anschließend den Hauptteil dieser Arbeit.
In der Theorie existiert eine Vielzahl von Bewertungsmethoden, deren Ziel die monetäre Darstellung des immateriellen Vermögens, speziell des Humankapitals, ist. Dennoch können wegen der Begrenztheit dieser Arbeit nicht alle Modelle vorgestellt werden. Die vorliegende Arbeit wird sich auf einige der vorhandenen Bewertungsmethoden beschränken und diese Modelle für den Leser nachvollziehbar darstellen und kritisch bewerten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Zielsetzung
2 Erläuterung des Begriffs Humankapital
2.1 Definition
2.2 Bedeutung für Unternehmen
2.3 Unwort des Jahres
3 Humankapital als Vermögensgegenstand
3.1 Humankapital als immaterieller Vermögensgegenstand
3.2 Humankapital in der Bilanz
4 Methoden zur Bewertung von Humankapital
4.1 Accountingorientierte Methoden
4.1.1 Human Resources Cost Accounting
4.1.1.1 Inhaltliche Darstellung
4.1.1.2 Kritische Würdigung
4.1.2 Human Resources Value Accounting
4.1.2.1 Inhaltliche Darstellung
4.1.2.2 Kritische Würdigung
4.2 Ertragsorientierte Methoden
4.2.1 Calculated Intangible Value
4.2.1.1 Inhaltliche Darstellung
4.2.1.2 Kritische Würdigung
4.2.2 Return on Investment of Human Capital
4.2.2.1 Inhaltliche Darstellung
4.2.2.2 Kritische Würdigung
4.3 Marktwertorientierte Methoden
4.3.1 Marktwert / Buchwert Differenz
4.3.1.1 Inhaltliche Darstellung
4.3.1.2 Kritische Würdigung
4.3.2 Tobin’s q
4.3.2.1 Inhaltliche Darstellung
4.3.2.2 Kritische Würdigung
4.3.3 Human Capital Market Value
4.3.3.1 Inhaltliche Darstellung
4.3.3.2 Kritische Würdigung
4.4 Wertorientierte Methoden
4.4.1 (Human) Economic Value Added
4.4.1.1 Inhaltliche Darstellung
4.4.1.2 Kritische Würdigung
4.4.2 Workonomics
4.4.2.1 Inhaltliche Darstellung
4.4.2.2 Kritische Würdigung
4.5 Die indikatorenbasierten Bewertungsmethoden
4.5.1 Intangible Assets Monitor
4.5.1.1 Inhaltliche Darstellung
4.5.1.2 Kritische Würdigung
4.5.2 Human Resource Scorecard
4.5.2.1 Inhaltliche Darstellung
4.5.2.2 Kritische Würdigung
4.5.3 Skandia Navigator
4.5.3.1 Inhaltliche Darstellung
4.5.3.2 Kritische Würdigung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der theoretischen Bewertung des Faktors Humankapital in Unternehmen. Ziel ist es, die Bewertungsproblematik immaterieller Vermögenswerte aufzuzeigen und einen strukturierten Überblick über verschiedene monetäre und nicht-monetäre Bewertungsansätze zu geben, um deren Anwendbarkeit und Nutzen in der Unternehmenspraxis kritisch zu beleuchten.
- Grundlagen des Humankapitalbegriffs und dessen Bedeutung für den Unternehmenserfolg.
- Analyse des Humankapitals als immaterieller Vermögensgegenstand im Kontext der Rechnungslegung.
- Klassifizierung und detaillierte Beschreibung von fünf Kategorien von Bewertungsmethoden (accounting-, ertrags-, marktwert-, wert- und indikatorenbasiert).
- Kritische Würdigung der vorgestellten Modelle hinsichtlich ihrer Aussagekraft und Praxisrelevanz.
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Human Resources Cost Accounting
Das Human Resources Cost Accounting wird in der Literatur auch als kostenbasiertes Verfahren bezeichnet, das zur Ermittlung von Auszahlungen, Ausgaben und Aufwendungen für das Humankapital in einem Unternehmen dient. Die Kosten können hierbei in der Vergangenheit entstanden sein, in der Gegenwart entstehen oder in der Zukunft zu erwarten sein (Gebauer, 2005, S. 37). Die Bewertungen dieser Kosten werden anhand verschiedener Basen vorgenommen, die im weiteren Verlauf dieser Arbeit vorgestellt werden.
Bewertung auf Basis der historischen Kosten: Die historischen Kosten des Humankapitals bilden den Wert der gesamten Aufwendungen, die in der Vergangenheit für die Akquisition und Ausbildung des Personals angefallen sind (Flamholtz, 1999, S. 56ff.). Die nachfolgende Darstellung listet die Kosten detailliert auf, die für ein Unternehmen bei der Beschaffung und Ausbildung von Personal angefallen sind und unterteilt diese in direkte und indirekte Kosten (Flamholtz, 1999, S. 57; 59). Hierbei können die direkten Kosten unmittelbar einem Kostenträger zugerechnet werden. Bei den indirekten Kosten ist eine direkte Ermittlung und Zuordnung nicht möglich (Schreckeneder, 2013, S. 130f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung immaterieller Vermögenswerte ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Erläuterung des Begriffs Humankapital: Hier wird der Humankapitalbegriff definiert, seine unternehmerische Relevanz dargelegt und die öffentliche Debatte um den Begriff thematisiert.
3 Humankapital als Vermögensgegenstand: Dieses Kapitel untersucht die Einordnung von Humankapital in den rechtlichen Rahmen der Bilanzierung nach dem Handelsgesetzbuch.
4 Methoden zur Bewertung von Humankapital: Der Hauptteil bietet eine detaillierte Darstellung und kritische Analyse verschiedener Bewertungsmodelle, unterteilt in fünf methodische Kategorien.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion der behandelten Methoden und einem Ausblick auf die Messbarkeit von Humankapital.
Schlüsselwörter
Humankapital, Bewertungsmethode, Immaterielle Vermögenswerte, Personalcontrolling, Human Resource Accounting, Marktwert, Bilanzierung, Unternehmenserfolg, Wertsteigerung, Return on Investment, Wissensbilanz, Balanced Scorecard, Skandia Navigator, Intellectual Capital.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, den Faktor "Mensch" bzw. das Humankapital in einem Unternehmen monetär zu bewerten und kritisch zu hinterfragen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Definition von Humankapital, seine bilanzielle Einordnung sowie verschiedene theoretische Bewertungsmodelle wie kosten-, ertrags- und marktwertorientierte Ansätze.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser die Bewertungsproblematik von Humankapital nahezubringen und einen Überblick über existierende Methoden inklusive deren Vor- und Nachteilen für die Praxis zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Modelle und deren anschließender kritischer Würdigung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in fünf Kategorien: accountingorientierte, ertragsorientierte, marktwertorientierte, wertorientierte und indikatorenbasierte Bewertungsmethoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Humankapital, Personalcontrolling, Intellectual Capital, Bilanzierung und verschiedene spezifische Modelle wie EVA, HCROI oder der Skandia Navigator.
Wie unterscheidet sich die Bewertung nach historischen Kosten von der nach Wiederbeschaffungskosten?
Historische Kosten betrachten vergangene Aufwendungen für Akquisition und Ausbildung, während Wiederbeschaffungskosten die hypothetischen Kosten ermitteln, die bei einem Ersatz des Mitarbeiters unter aktuellen Marktbedingungen entstünden.
Warum wird Humankapital im deutschen Bilanzrecht oft nicht aktiviert?
Dies begründet sich vor allem durch das Vorsichtsprinzip, die fehlende rechtliche Verfügungsgewalt über Personen als "Ware" und die Schwierigkeit, Humankapital zweifelsfrei von anderen Faktoren zu trennen.
- Citation du texte
- Natalia Matusik (Auteur), 2014, Bewertung von Humankapital und dessen kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374362