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Krankenversicherungen in der EU. Ein Überblick über Rechtsstandards

Title: Krankenversicherungen in der EU. Ein Überblick über Rechtsstandards

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ann-Sophie Theuring (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Was bedeutet es, eine Krankenversicherung zu besitzen? Der Begriff ist selbsterklärend: Es handelt sich um eine Versicherung der Kranken. Der Versicherungsnehmer zahlt monatlich einen Betrag in die Krankenkasse. Im Gegenzug übernimmt diese die Kosten für eventuelle medizinische Behandlungen. So wird gewährleistet, dass der Versicherte trotz des Arbeitsausfalles finanziell abgesichert wird und notwendige Behandlungen bekommen kann. Wie wichtig die Absicherung eines Menschen durch solche Versicherungen ist, wird erst bemerkt, wenn der wirkliche Notfall erst eingetreten ist. Steht die Notoperation wegen eines Blinddarmbruchs Sonntagnacht an, kann der Patient sich glücklich schätzen, dass in die Krankenkasse eingezahlt wurde und zusätzlich zu den medizinischen Problemen keine finanziellen Schwierigkeiten auf einen zukommen. Was passiert allerdings, wenn der Patient sich in dieser verhängnisvollen Nacht nicht in Deutschland befindet, sondern womöglich in Paris oder Neapel? Gibt es eine europäische Krankenversicherung? Wäre es nicht von Vorteil, wenn ein einheitliches System in Europa existieren würde? Wie würde ein solcher Gesetzesentwurf aussehen? Wie könnte er durchgesetzt werden? Welche Nachteile würden daraus resultieren?

Um ein theoretisches Konzept einer europäischen Krankenversicherung entwickeln zu können, muss zunächst geklärt werden, wie Krankenversicherungen bislang funktionieren. Dabei muss in Deutschland zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung unterschieden werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Krankenversicherungen in Deutschland

2.1 Die gesetzliche Krankenversicherung

2.2 Die private Krankenversicherung

2.3 Die deutschen Krankenversicherungen in der EU

3 Die einheitliche Krankenversicherung in der EU

3.1 Die europäische Krankenversicherung

3.2 Ein theoretisches Modell einer einheitlichen Krankenversicherung

3.3 Das europäische Gesetzgebungsverfahren

3.4 Die Nachteile einer einheitlichen Krankenversicherung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Struktur und Funktionsweise des deutschen Krankenversicherungssystems und analysiert die theoretische Möglichkeit sowie die Implikationen der Einführung einer einheitlichen europäischen Krankenversicherung.

  • Vergleich zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung in Deutschland
  • Grenzüberschreitende Absicherung durch die europäische Krankenversicherungskarte
  • Analyse des europäischen Gesetzgebungsverfahrens für Gesundheitssysteme
  • Darstellung der Chancen und Risiken einer europaweiten Vereinheitlichung
  • Diskussion der Auswirkungen auf Souveränität und medizinische Versorgungsstandards

Auszug aus dem Buch

3.2 Ein theoretisches Modell einer einheitlichen Krankenversicherung

Um ein einheitliches Modell der Krankenversicherung für alle Mitgliedstaaten attraktiv zu machen, müssen Vorteile geboten werden, die eine nationale gesetzliche Krankenkasse nicht bieten kann.

In diesem Fall wäre der wahrscheinlich größte Vorteil die Internationalität. Die bestehenden Begrenzungen durch einzelne Ländergrenzen würden entfallen. Das würde bedeuten, dass Patienten frei wählen könnten, in welchem Land und von welchem Arzt sie behandelt werden wollen. Die Kosten der Behandlungen und Medikamente könnte größtenteils angepasst werden, sodass der Patienten sowohl Transparenz, als auch ein tieferes Verständnis für den Ablauf verschiedener Funktionen der Krankenkasse erhält. Außerdem würde dadurch der Aufwand der Rückerstattung für die Krankenkasse erheblich gesenkt werden.

Ebenso würde das Versicherungssystem in gewissen Maßen vereinfacht werden, da anstatt vieler nationaler Krankenversicherungen eine große internationale Krankenkasse entstehen würde.

Die Finanzierung könnte weiterhin über die prozentuale Beitragsteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgen. So wäre gewährleistet, dass jeder Bürger Europas einen gleichen Anteil leisten muss. Auch das bisher bekannte Umlageverfahren einschließlich des Generationenvertrages könnte weitestgehend erhalten bleiben, um ältere Generationen oder zahlungsunfähige Bürger abzusichern.

Da aber Kosten für die Kontrolle und Förderung der nationalen Krankenkassen entfallen würden, könnten die einzelnen Mitgliedstaaten das freigewordene Kapital entsprechen in das neue System investieren. Z.B könnte zusätzlich ein Fond, ähnlich der Rückstellung einer privaten Krankenversicherung, angelegt werden. Ein Problem der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung ist die steigende Belastung durch den demografischen Wandel. Durch die Rückstellung würde sich eine unverhältnismäßige Erhöhung der Beiträge verhindern lassen, da bei einem unausgeglichenen Verhältnis von Erwerbslosen und Erwerbstätigen ein Teil des Geldes ausgezahlt werden würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des deutschen Sozialversicherungssystems und führt die Problemstellung einer grenzüberschreitenden Krankenversicherung ein.

2 Die Krankenversicherungen in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung in Deutschland sowie die geltenden Regelungen für den Schutz im europäischen Ausland.

3 Die einheitliche Krankenversicherung in der EU: Das Kapitel befasst sich mit bestehenden Ansätzen, theoretischen Modellen für ein einheitliches System, dem EU-Gesetzgebungsverfahren und den potenziellen Nachteilen einer solchen Harmonisierung.

4 Fazit: Das Fazit bewertet die Praktikabilität einer einheitlichen europäischen Krankenversicherung unter Berücksichtigung der Kosten und der nationalen Souveränität.

Schlüsselwörter

Krankenversicherung, Deutschland, EU, Gesetzliche Krankenversicherung, Private Krankenversicherung, Europäische Krankenversicherungskarte, EHIC, Solidaritätsprinzip, Äquivalenzprinzip, Gesetzgebung, Sozialversicherung, Gesundheitssystem, Souveränität, Generationenvertrag, Demografischer Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das duale Krankenversicherungssystem in Deutschland und prüft die Durchführbarkeit sowie die Konsequenzen einer Vereinheitlichung der Krankenversicherung auf europäischer Ebene.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die gesetzliche und private Krankenversicherung in Deutschland, der europäische Krankenversicherungsschutz bei Auslandsaufenthalten sowie die politische und ökonomische Machbarkeit eines einheitlichen europäischen Systems.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein theoretisches Modell für eine einheitliche europäische Krankenversicherung zu entwerfen und dieses kritisch hinsichtlich der Vor- und Nachteile für die Mitgliedstaaten zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und einer vergleichenden Betrachtung bestehender gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie theoretischer wirtschaftlicher Modellbildungen.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des deutschen Systems, die Erläuterung der aktuellen EU-Regelungen, ein theoretisches Konzept für ein einheitliches EU-System und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Nachteilen einer solchen Harmonisierung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Krankenversicherung, Sozialversicherungssystem, Europäische Union, Gesetzgebung, Generationenvertrag und Souveränitätsverlust.

Welche Rolle spielt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) in der Argumentation?

Die EHIC dient als Ausgangspunkt, um den aktuellen Status der grenzüberschreitenden medizinischen Versorgung zu verdeutlichen, und zeigt die Fortschritte bei der gegenseitigen Anerkennung von Behandlungsansprüchen auf.

Warum wird im theoretischen Modell eine Rückstellung analog zur privaten Versicherung diskutiert?

Dies wird als Lösungsvorschlag angeführt, um die finanzielle Belastung durch den demografischen Wandel abzufedern und eine unverhältnismäßige Beitragserhöhung in einem künftigen europäischen System zu vermeiden.

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Details

Title
Krankenversicherungen in der EU. Ein Überblick über Rechtsstandards
College
ISEC-Institut Supérieur de l’Économie (dern. eufom University)
Grade
1,0
Author
Ann-Sophie Theuring (Author)
Publication Year
2015
Pages
15
Catalog Number
V374555
ISBN (eBook)
9783668519336
ISBN (Book)
9783668519343
Language
German
Tags
Krankenversicherung EU Europäisch Rechtsstandards Versicherung Krankheit Arbeitsausfall Operation Versorgung Gesetz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Sophie Theuring (Author), 2015, Krankenversicherungen in der EU. Ein Überblick über Rechtsstandards, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374555
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