Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Anstrengung und Diktator. Eine experimentelle Analyse des Dictator Games

Title: Anstrengung und Diktator. Eine experimentelle Analyse des Dictator Games

Master's Thesis , 2016 , 63 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M. Sc. Merve Gülacan (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, ob Diktatoren in Entscheidungssituationen mit vorheriger Anstrengung nach der spieltheoretischen Vorhersage handeln. Zudem werden mehrere Hypothesen des Dictator Game, die aus der Literatur hergeleitet worden sind, mit Hilfe dieser Ausarbeitung überprüft. Um die Forschungsfragen dieser Abhandlung beantworten zu können, wurde ein Vorgehen in drei Schritten bestimmt. Im ersten Schritt wurden die Hypothesen hergeleitet. Hierfür wurden theoretische Modelle und empirische Ergebnisse einiger Studien verwendet. Der Forschungsstand zum Thema Dictator Game wurde herausgearbeitet. Der Fokus liegt jedoch auf der Untersuchung des Entscheidungsverhaltens des Diktators unter Anstrengung. Im zweiten Schritt konnten die Daten dank des eigens durchgeführten Experiments gewonnen werden. Die Stichprobe besteht aus 120 Studenten der Universität Kassel. Die hergeleiteten Hypothesen werden mit üblichen statistischen Testverfahren überprüft. Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Das erste Kapitel dient als Einführung und beinhaltet die Zielsetzung und Methodik dieser Arbeit. Im zweiten Kapitel wird der theoretische Ansatz vorgestellt. Hierbei wird zunächst das Spiel „Dictator Game“ erläutert und anschließend werden die Hypothesen auf Basis des vorgestellten Forschungsstands formuliert. Der Aufbau und die Durchführung des Experiments werden im dritten Kapitel beschrieben. Das vierte Kapitel widmet sich den Ergebnissen des durchgeführten Experiments. Im ersten Teil dieses Kapitels werden die Ergebnisse der deskriptiven Analyse erläutert. Anschließend werden die hergeleiteten Hypothesen ausgewertet. Den Abschluss bildet das fünfte Kapitel mit einem Fazit der gesamten Ausarbeitung.

Über viele Jahre hinweg wurde angenommen, dass Menschen ihre Entscheidungen unter Maximierungsgesichtspunkten treffen und dass Rationalität das menschliche Entscheidungsverhalten steuert. Im Gegensatz dazu fand die experimentelle Wirtschaftsforschung heraus, dass diese Annahme oft nicht der Realität entspricht. Es existieren nämlich mehrere Komponenten, die das menschliche Entscheidungsverhalten beeinflussen können. Diese Komponenten sind zum Beispiel: Fairness, Vertrauen, Altruismus usw.. Die Spieltheorie ist bemüht, mathematisch und logisch die Aktionen zu bestimmen, die ein Spieler ergreifen sollte, um die besten Ergebnisse für sich in einem breiten Spektrum von „Spielen“ zu sichern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Verhandlungsspiele in der Spieltheorie

2.1.1 Dictator Game

2.1.2 Varianten des Dictator Game

2.2 Forschungsstand

2.2.1 Das Urspiel von Kahneman (1986)

2.2.2 Der Trophy-Effekt

2.2.3 Property Rights

2.2.4 Gender-Effekt

2.2.5 Age-Effekt

2.3 Herleitung der Hypothesen zur experimentellen Überprüfung

3. Das Experimentdesign

3.1 Eingesetztes Erhebungsverfahren

3.2 Ablauf des Experiments

4. Auswertung

4.1 Deskriptive Statistik

4.2 Induktive Statistik

4.2.1 Hypothese 1

4.2.2 Hypothese 2

4.2.3 Hypothese 3

4.2.4 Hypothese 4

4.2.5 Hypothese 5

4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, mittels eines experimentellen Ansatzes zu untersuchen, ob Diktatoren in Entscheidungssituationen, denen eine kognitive Anstrengung vorausgeht, gemäß der spieltheoretischen Vorhersage (rationales Eigeninteresse) oder entgegen dieser durch abweichendes Sozialverhalten handeln.

  • Analyse des Entscheidungsverhaltens im Dictator Game unter kognitiver Belastung.
  • Überprüfung des Einflusses von Anstrengung auf die Bereitschaft zur Ressourcenallokation.
  • Untersuchung soziodemografischer Faktoren wie Geschlecht und Alter auf das Spendenverhalten.
  • Validierung theoretischer Ansätze zum Trophy-Effekt und zu Property Rights.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Dictator Game

Das Dictator Game ist wahrscheinlich die einfachste experimentelle Untersuchung, die sich denken lässt. Tatsächlich ist die Wechselwirkung zwischen den Spielern in diesem Spiel so gering, dass sich die Frage stellt, ob der Begriff „Spiel“ überhaupt angebracht ist. In diesem Spiel stehen sich zwei Spieler gegenüber und müssen sich einen Geldbetrag teilen, der vom Experimentator zur Verfügung gestellt wird (Guala/Mittone, 2010, S. 578 f.). Die Summe des „unerwarteten Geldes“, die zur Verfügung steht, wird von einem „Verteiler“, dem Diktator, zwischen sich und einem Empfänger, dem Rezipienten, in einem Schuss und normalerweise in anonymer Situation geteilt (Bolton/Ockenfels, 2000; Camerer, 2003).

Die folgende Abbildung 1 stellt das Spiel dar und soll zu dessen besserem Verständnis führen. Die Abbildung muss von links nach rechts betrachtet werden. Die größere Figur, die mit einem D gekennzeichnet ist, stellt den Diktator dar und die kleinere Figur auf der rechten Seite den Rezipienten. Der Bogen in der Mitte zeigt die Handlungsmöglichkeiten des Diktators auf und die gestrichelte Linie ist ein Beispiel, das für diese Ausarbeitung ausgesucht wurde. Angenommen, der Diktator „D“ hätte 10 € zur Verfügung und müsste über diesen Betrag entscheiden; dabei könnte er sich entweder die erste „egoistische re/nutzenmaximierendere“ Alternative aussuchen und 10 € für sich behalten und dem Rezipienten nichts abgeben. Oder die zweite Alternative wäre, dass er 0 € für sich behält und dem Gegenüber 10 € übergibt. Er könnte aber auch einen anderen beliebigen Betrag, wie zum Beispiel hier in der Abbildung 4 €, abgeben, dann würde der Diktator 6 € für sich behalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die spieltheoretische Problematik ein und umreißt die Forschungsfrage, ob Anstrengung das Entscheidungsverhalten im Dictator Game beeinflusst.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die spieltheoretischen Konzepte erläutert, das Dictator Game sowie dessen Varianten vorgestellt und der aktuelle Forschungsstand inklusive relevanter Effekte wie dem Trophy-Effekt und Property Rights dargelegt.

3. Das Experimentdesign: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen beschrieben, insbesondere die Aufteilung in Kontroll- und Treatmentgruppen sowie der Ablauf des Experiments mit den verschiedenen Aufgabenstellungen.

4. Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der deskriptiven und induktiven Statistik zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Validität des Experiments und bewertet die Auswirkungen von Anstrengung und soziodemografischen Merkmalen auf das Entscheidungsverhalten.

Schlüsselwörter

Dictator Game, Spieltheorie, Anstrengung, Trophy-Effekt, Property Rights, Gender-Effekt, Age-Effekt, Entscheidungsverhalten, Altruismus, Fairness, Experimentdesign, Induktive Statistik, Soziodemografische Merkmale, Ressourcenallokation, Rationalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht mittels eines Experiments, wie sich eine vorherige kognitive Anstrengung auf das Entscheidungsverhalten von Akteuren in einem Dictator Game auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die spieltheoretische Analyse von Verhandlungsspielen, der Einfluss von Anstrengung (Trophy-Effekt) auf Fairness, sowie geschlechts- und altersbedingte Unterschiede im ökonomischen Entscheidungsverhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob Diktatoren, die sich ihre Entscheidungsgrundlage durch Anstrengung erarbeiten müssen, egoistischer handeln als Akteure ohne vorherige Anstrengung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein experimentelles Design angewendet, bei dem Probanden (Studenten der Universität Kassel) in Gruppen A und B aufgeteilt wurden. Die Daten wurden deskriptiv und induktiv mittels SPSS analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die detaillierte Beschreibung der experimentellen Versuchsanordnung sowie die statistische Auswertung der gewonnenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Dictator Game, Rationalität, Anstrengung, Gender-Effekt, Age-Effekt und statistische Signifikanz.

Welches Ergebnis zeigte der Vergleich zwischen der Kontroll- und Treatmentgruppe?

Im Gegensatz zur Literatur, die ein drastisch zunehmendes eigennütziges Verhalten bei Anstrengung nahelegt, zeigte das vorliegende Experiment kein signifikant unterschiedliches Verhalten zwischen den beiden Gruppen.

Welchen Einfluss hatten soziodemografische Faktoren wie Alter und soziales Engagement?

Die statistische Analyse konnte signifikante Zusammenhänge zwischen dem Alter der Teilnehmer, ihrem sozialen Engagement und der Entscheidung, eine gleichgewichtige Strategie zu wählen, nachweisen.

Excerpt out of 63 pages  - scroll top

Details

Title
Anstrengung und Diktator. Eine experimentelle Analyse des Dictator Games
College
University of Kassel
Grade
1,3
Author
M. Sc. Merve Gülacan (Author)
Publication Year
2016
Pages
63
Catalog Number
V375187
ISBN (eBook)
9783668543553
ISBN (Book)
9783668543560
Language
German
Tags
Dictator Game Experiment Verhandlungsspiele Spieltheorie Kahneman Tversky Property Rights Gender Gender Effect Gender Effekt Age Age Effect Age Effekt Mann-Whitney-U-Test Binomialverteilung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. Sc. Merve Gülacan (Author), 2016, Anstrengung und Diktator. Eine experimentelle Analyse des Dictator Games, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375187
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  63  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint